DE87243C - - Google Patents

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DE87243C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Selbsttätige Getreidewägemaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Oktober 1895 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft Wägemaschinen zum Wägen von Getreide oder anderem frei-■ fliefsenden Gut.
Der neuen Maschine ist ein Zuführungsmechanismus eigenthümlich, bei welchem das Gut durch eine drehbare Schaufel von dem Zuführrumpf abgeleitet wird und bei welchem die Oeffnungs.- und Schliefsbewegung dieser mit ..einer Abdä'mmklappe versehenen Schaufel in bestimmter Weise von der Schliefsung und Oeffnung der Bodenklappe des Wägetroges und der Bewegung der Wägehülfsmittel abhängig gemacht ist. Fernere Neuerungen sind in der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung erläutert.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist
Fig. ι eine vordere Ansicht der neuen Wägemaschine,
Fig. 2 eine obere Ansicht des Zuführrumpfes und Sperrschaufelmechanismus in seiner normalen Lage,
Fig. 3 eine obere Ansicht des Wägetroges nebst dem zugehörigen Mechanismus, wobei der Zuführrumpf um die Sperrschaufeln abgenommen gedacht ist, ■
Fig. 4, 6, 8, 10 und 11 sind theilweise im Schnitt ausgeführte Aufrisse, von dem .linken Ende (Fig. 1) der Maschine gesehen, wodurch verschiedene Stellungen des Mechanismus veranschaulicht werden,
Fig. 5, 7 und 9 sind verschiedenen Mechanismusstellungen entsprechende Stellungen der anderen Maschinenseite,
Fig. 12 und 13 sind Einzeldarstellungen von Theilen der Maschine für diejenige Mechanismuslage, bei welcher der Bethätigungsgewichtshebel im Begriff ist, umgestellt zu werden.
Fig. 14, 15, 16 und 17 sind Schnittfiguren zur Darstellung verschiedener Lagen der Zuführvorrichtungen,
Fig. 18, 19 und 20 veranschaulichen die verschiedenen Bewegungen der sich gegenseitig beeinflussenden Anschlaghülfsmittel, und
Fig. 21 ist eine Schemadarstellung, welche die auf einander folgenden Stellungen der Schaufel, des Schaufel-Schliefsbewegungsanlaufes und des Bethätigungshebels veranschaulicht.
Das Gestell der Wägemaschine bilden zwei Seitenständer 2 und 4, die auf einer aus-.gesparten Grundplatte 3 montirt und durch eine Oberplatte 5 verbunden sind. Letztere trägt den Zuführrumpf H.
Der Wä'getrog G lagert mit gelenkigen Schneidenstützen 7 bei 37, 37' bezw. 38, 38' auf Schneiden 35, 35' bezw. 36, .36' der Gegengewichtshebel B bezw. -B'. Genannte Hebel schwingen an Schneidenlager^ 1,31' bezw. 32,32' der ebenfalls gelenkigen, von der Grundplatte getragenen Lagerstützen 6 und 6'. Mit 33, 33' bezw. 34, 34' sind die Schneidendrehpunkte der Hebel bezeichnet. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die Hebel BB' zweischenklig und mit je einem Schenkel auf jeder Seite der Maschine angeordnet, wobei die Schenkel durch die walzenförmigen Gegengewichte gekuppelt sind. Zu übereinstimmender Bewegung werden die Gewichtshebel B B' mittelst eines Zwischengliedes 31" (Fig. 5, 7 und 9) gekuppelt, welches
mit den innerhalb gelagerten Schneiden 34", 35" der Hebel B B' durch Schneidenlager 32" und 33" zusammenwirkt.
Der Wägetrog stellt sich als ein einkammeriges Gefäfs dar mit vorspringenden Tragbügeln 39, an welchen die erwähnten paarweise angeordneten Schneidenstützen vermöge Einlagerung ihrer kugelförmig endigenden Schafttheile 7' beweglich mit Spielraum bei 8 aufgenommen werden (Fig. 9).
Als Belastungsgewicht kommen alle diejenigen Vorrichtungstheile einschliefslich des Wägetroges in Betracht, welche sich zwischen den Schneiden 33 und 34 sowie 33' und 34' befinden, dagegen wirken als Gegengewicht die den Gewichtstheilen zugehörigen Theile aufserhalb genannter Schneiden.
Unten am Wägetrog befindet sich die im Scharnier 53 bewegliche Ausfall- oder Bodenklappe L mit plattenförmigen Gegengewichten 52 und 52'. Diese Bodenklappe unterliegt dem Angriff einer langen Lenkstange 54' in Verbindung mit einem oberhalb am Wägetrog drehbaren Sector 54. Die Anordnung ist derart, dafs die Lenkstange 54' mit dem Arm des Sectors eine Art Kniegelenk bildet, damit, wenn der Sector zur Schliefsung der Bodenklappe umgelegt ist, der Kniegelenkpunkt sich über und fast in gerader Richtung über dem Sectordrehpunkt 59 so befindet, dafs nur ein geringer Schliefsdruck ausgeübt zu werden braucht und der Drehzapfen 59 ziemlich die ganze Beanspruchung aufnimmt.
Der Schwingsector 54 wird in der eben bezeichneten, dem Schlüsse der Bodenklappe entsprechenden Stellung mittelst eines bei 122 an G gelenkigen Drehriegels 121 zeitweise gesperrt, indem der Anschlag 123 mit dem Anschlag 54" des Sectorfingers 54'" (Fig. 4) zusammenwirkt. Ein Gegengewicht strebt den Drehriegel aufwärts in die Sperrlage zu ziehen.
Die eigenthümliche Vorrichtung zur Zuführung des Materialstromes aus dem Zuführrumpf H besteht aus einem Hauptabschlufsorgan 71, welches in der Folge Schaufel genannt werden soll, und aus einem Hülfsabschlufsorgan oder der Abdämmklappe 72. Letzteres Organ. ist am Ausfallrande des ersteren schwingend angebracht, wie Fig. 14, 15, 16 und 17 zeigen. Das Hauptorgan oder die Schaufel 71 ist mit seitlich emporragenden Lappen an der Oberplatte 5 der Maschine drehbar, wobei der Drehpunkt mit 71' bezeichnet ist. Diese Schaufel befindet sich in der Sperrlage vor der seitlichen Austrittsöffnung des Rumpfes H, und zwar so, dafs der Rand nach vorn hin unterhalb des Rumpfes einen Anlauf freiläfst, der je nach der Drehungslage (Fig. 14, ι 5 und 16) mehr oder weniger wirksam wird. Durch ein Gegengewicht 73 (Fig. 10 und 11) wird die drehbare Schaufel ausbalancirt, um in jeder Lage nahezu im Gleichgewicht zu sein, und nicht das Bestreben zu zeigen, sich zu öffnen oder zu schliefsen.
Zum Zweck der Schliefsdrehung der Schaufel ist mit derselben ein schildförmiger Anlauf 93 verbunden; an diesem Anlauf wirkt das mit Druckrolle 91" versehene Ende eines bei 91' an G drehbaren Kipphebels 91, der mit zweckmäfsig stellbarem Gegengewicht versehen ist. Der Anlaufrand 92 des genannten Theiles 93 hat eine derartige Form, dafs die Ventilschliefsung zunächst mit abnehmender Wirksamkeit seitens des Kipphebels 91 veranlafst wird, während . die anschliefsende Anlauffläche 92' desselben Theiles 93 eine wirksamere und schnelle Schliefsbewegung ermöglicht, sobald die Rolle 91" über die zwischen 92 und 92' gebildete Kante abschnappt.
Die Abdämmklappe 72 am Ausfallrande der Schaufel 71 dient zum Abfangen des letzten Sickerstromes des Materials (Fig. 17), der an der mittelst Schiebers D stellbaren Unterrandöffnung des Rumpfes G auszufallen vermag. Die rechtzeitige Einstellung der Abdämmklappe, die zwischen Schaufelarmen 74, 75 mit Schildzapfen 74', 75' drehbar ist, wird dadurch bewerkstelligt, dafs die am Arm 76 angebrachte . Rolle 76' auf die festgelegte Anlaufleiste η η aufläuft. Von dieser Anlauf leiste bildet der eine Wangenrand jj' die bezügliche Lauffläche und der andere γγ" eine Anschlagfläche; vermöge dieser Anordnung wird die Abdämmklappe 72 im letzten Schliefsvorgange der Schaufel 71 drehend in die Lage emporbewegt, bei welcher sie den Streuungsstrom des Materials abfangen und am Eintritt in den Wägetrog hindern kann (Fig. 17).
Ueber die Einrichtung des Zuführrumpfes H ist zu bemerken, dafs die verticale Wange 62 desselben mit einer stellbaren Stütze 62' versehen ist, so dafs der zwischen dem Schützenunterrande und der unteren schrägen Rumpfwange 61 hindurchtretende Materialstrom nach Bedarf geregelt werden kann. Wie ersichtlich, ist der Materialstrom zunächst gegen die Schaufel 71 nach hinten gerichtet, um dann nach vorn zur abschliefsenden Ausfallöffnung abgelenkt zu werden.
Als Mittel, um den Materialstrom relativ schwach bei Vollendung der Trogfüllung einzurichten, wird an dem Unterrande der Schrägwand 61 des Rumpfes H eine Streuöffnung 64 (Fig. 2) vorgesehen, zweckmäfsig ungefähr in der Mitte der Wandbreite. Sobald der Hauptstrom des Materials abgedämmt ist, wird die Schaufel zeitweise gegen Schliefsbewegung festgehalten, so dafs bei dieser Lage (Fig. 7) sich ein schräges Materialbett von dem Unterrande der Rumpfwand zum Ausfallrande der Schaufel ergiebt (Fig. 16). Ueber dieses Materialbett kann alsdann der verhaltnifsmäfsig schwache Streu-
strom frei hinwegströmen, falls die vorher bezeichnete Oeffnung freigegeben ist. Wenn hingegen der Streustrom die Trogfüllung vollendet hat, so wird die Schaufel, die vorher zur Schliefsbewegung gehalten war, infolge des Niederganges des Wä'gegewichtsmechanismus ausgelöst und darauf der Zuführstrom abgeschnitten, wobei gleichzeitig die Abdämmklappe aufwärts bewegt wird, um den letzten Betrag des Streustromes abzufangen.
Zur Regelung des Durchschnittsquerschnittes der Streuöffnung 64 dient ein mit Längsschlitz 65 versehener Schieber D, der sich über einem Führungszapfen 65' an der Rumpfwand verschieben und mittelst Klemmschraube 66 feststellen läfst, wobei die Innenkante die Streuöffnung mehr oder weniger deckt.
Eine Einrichtung ist nothwendig, vermöge deren die Schliefsbewegung der Bodenklappe L genügend verzögert wird, so dafs das Material gänzlich aus dem Wägetrog herausfallen kann, bevor die Bodenklappe geschlossen wird (Fig. 10). Zu diesem Zwecke ist an der Unterseite der Klappenplatte 51 unter einem stumpfen Winkel das Schirmblech 80 befestigt; der Theil 81 desselben reicht in solche Lage, dafs, wenn die Bodenklappe schliefst, ein gewisser vorgelagerter Theil des aus dem Troge abgelassenen Materials mit emporgehoben und gegen die Wandung 3' der Grundplatte gefördert werden mufs. Hierdurch wird wegen des Widerstandes des auslaufenden Materials die Schliefsbewegung der Bodenklappe verlängert und wirksam gedämpft.
Zur Bethätigung der Schaufel 71 dient eine daran angelenkte Stange 101, deren Unterende sich im Angriffbereich eines Schaufelaufdrehhebels 103 befindet und welche ferner mittelst eines Führungslenkers 102 mit einem nachher beschriebenen Schaltorgan verbunden ist.
Der genannte Schaufelaufdrehhebel ist an einem der Gewichtshebel, hier an B, gelagert; mit 103' ist die Drehstelle bezeichnet. Derselbe bildet ein zusätzliches Gegengewichtsorgan des Wägemechanismus (Fig. 4 und 6), indem er normal als Hülfsmittel zur Ausbalancirung des Wägetroges den Gewichtshebel B ergänzt. In einem vorher bestimmten Zeitpunkt der Wägetrogbewegung erfährt jedoch der Aufdrehhebel eine Stellungsänderung auf dem Hebel B derart (Fig. 10), dafs er sich von dem Anschlage 104 abhebt und zufolge Verlegung seines Schwerpunktes statt an der Gegengewichtsseite nunmehr an der Belastungsseite des Wägemechanismus wirksam wird.
Bei der unter dem Angriff des Aufdrehhebels veranlafsten Eröffnungsdrehung der Schaufel 71 bietet sich die Lenkstange 101 als Vermittlungsorgan dar und bildet somit einen Theil der Vorrichtung zum Aufdrehen der Schaufel; wenn dagegen die Eröffnungsbewegung der Schaufel verhindert wird, so ist klar, dafs diese Stange 101 eine Anschlagvorrichtung zur Begrenzung oder Sperrung der Schaufelaufdrehbewegung seitens des Aufdrehhebels bietet. Es ist überdies ersichtlich, dafs im vorliegenden Falle die Stange 101 und der Gewichtshebel B die Mittel sind, um die zusätzlichen Gleichgewichtshülfsmittel in Wirkung und selbstthätig. aus der Gegengewichtslage in die Wägegewichtslage zu bringen, wenn ein vorher bestimmter Punkt in der Bewegung des Wägetroges erreicht ist.
Aus Fig. 18, 19 und 20 ist ersichtlich, wie der Schwingsector 54 mit einem an der Schaufel seitlich vorgesehenen, d. h. an deren Drehung theilnehmenden Anlaufschilde 78' zusammenwirkt.
Der bogenförmige Anlaufrand 56' des Sectors nebst Anschlag 56 ist bestimmt, als Schliefsungshülfsmittel auf die Anschlagrolle 78 einzuwirken, und die Anlauffläche 78' dient als Auf halt für den Gegenanschlag des Sectors bei 58". Der Anschlag .56 tritt in Wirkung beim Ende der normalen Abschlufsbewegung der Schaufel, so dafs dieser Schaufel eine zusätzliche Schliefsbewegung ertheilt wird. Die Anschlagflächen 56' und 56" ergänzen sich, indem letztere Anschlagfläche die Fortsetzung der ersteren ist.
Die Anschlagflächen 56 und 78' sind das Hülfsmittel zur Verhinderung der Eröffnungsbewegung der Schaufel, während die Bodenklappe geöffnet ist, wodurch gleichzeitig die Eröffnungsbewegung der Bodenklappe die Begrenzung erhält, sofern der Bodenklappenriegel während der Schaufeleröffnungsperiode sich ausgelöst vorfindet. Andererseits sind die Anschlagflächen 78, 56 und 56' das Hülfsmittel, die Eröffnungsbewegung der Schaufel zu verhindern, wenn die Bodenklappe ausgelöst ist.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dafs für den Schaufelmechanismus und die Abschussvorrichtung des Troges zwei Anschläge zusammen wirken, von denen der eine in Verbindung mit der Bodenklappe bethätigt wird und die Begrenzung einer Schaufelaufdrehungsbewegung bedingt, während der andere in Verbindung mit dem Schaufelmechanismus wirksam ist und den Grenzanschlag für die Eröffnungsbewegung darbietet. Die Lage der Anschläge ist eine derartige, dafs sich die Bewegungen gegenseitig begrenzen und die eine Vorrichtung Aufhaltevorrichtung für die andere ist, sowie derart, dafs der eine der Anschläge, zweck mäfsig der mit der Bodenklappe wirkende, eine entsprechend schnellere Bewegung im Verhältnifs zum Abfangvorgange hat, der für die Aufdrehung der Schaufeln im Verfolg der Eröffnungsbewegung der Bodenklappe eintritt. Hierdurch erzielt man eine sehr empfindliche Bewegung zur gegenseitigen Begrenzung einerseits der Eröffnungsbewegung der Bodenklappe und der Nichtschliefsung der Schaufel, anderer-
seits der Eröffnungsbewegung der Schaufel bei Nichtschliefsung der Bodenklappe.
Da es bei der gewöhnlichen Bethätigung der Wägemaschinen dieser Art nothwendig ist, dafs die Schaufelaufdrehung seitens des Schaufelaufdrehungshebels während derjenigen Periode verhindert wird, während welcher die Belastung an dem Wägetroge aufgebracht wird, so ergiebt sich, dafs, sofern die Anschlagbewegung für die Schaufeleröffnung in Wirksamkeit ist, jener Aufdrehhebel an seiner Bethätigung unter Vermittelung der Stange ι ο ι verhindert wird; infolge dessen wird die Schaufeleröffnungsbewegung gesperrt. Wenn ferner der Anschlag 104 des Schaufelaufdrehhebels sich nicht darbietet und wenn die mittelst der Schliefsbewegung der Schaufel geregelte Anschlagvorrichtung nicht festgehalten erscheint, so kann der Schaufeleröffhungsmechanismus als solcher in Wirkung treten.
Die Stange 101 bildet vermöge ihrer Anordnung nicht allein eine Anschlagvorrichtung zum Aufhalt der SchaufeleröfFnungsbewegung des zugeordneten Mechanismus während der Periode, in welcher der zur Schaufeleröffhungsbewegung gehörige Begrenzungsanschlag in seiner Wirksamkeitsstellung ist, sondern auch eine Anschlagvorrichtung, durch welche die Schliefsbewegung der Schaufel während der Periode verhindert wird, die mit der Auslösung des dem Schaufeleröffnungsmechanismus zugehörigen Anschlages eingeleitet und damit beendigt wird, dafs sich der Wägetrog und die Gewichtshebel zu senken beginnen.
Zur Regelung der Dauer des' Streustromes derart, dafs derselbe zum wirksamen Eintritt in den theilweise gefüllten Trog behufs vollständiger Auffüllung desselben veranlafst wird, ist für die Verbindung mit der Schaufel 71 eine lange, abwärts reichende Stange 105 vorgesehen, deren Unterende mit einer Klinke 106 zusammenwirkt, welche vom Wägemechanismus der Maschine bezw. vom Hebel B getragen wird. Beim weiteren Niedergange des Wägetroges giebt (Fig. 7 und 9) genannte, mittelst Gegengewichtes wirkende Klinke 106 die Stange 105 frei, so dafs die Schaufel in die Schliefsstellung bewegt werden kann. Die Länge des aufwärts reichenden Armes der Klinke ist dabei derart bemessen, dafs die Auslösung nicht früher eintritt, als bis der Wägetrog durch die Gleichgewichtslage nach unten eben hindurchschwingt. Durch Anschläge wird die Klinke 106 in ihrer normalen Eingrifflage an der Stange 105 gehalten. Während der Rückwärtsbewegung der Stange 105, d. h. zufolge der Eröffhungsbewegung der Schaufel, wird das Unterende dieser Stange den oberen Klinkenarm rückwärts umlegen und daran vorbeigehen, wonach sich die normale Lage wieder herstellt.
Die Stange 101, welche vorher als Antriebsmittel der Schaufel bezeichnet wurde, ist mit einem die Entleerung des Wägebehälters veranlassenden Anschlag 107 versehen. Vorher ist erwähnt, dafs ein Drehriegel 121 als Mittel dient, normal die Bodenklappe gegen Aufklappbewegung festzuhalten; dieser Drehriegel wird infolge einer Abwärtsbewegung, die von einem den Entleerungszeitpunkt bestimmenden Anschlag ausgeht, ausgelöst, so dafs danach die Bodenklappe ebenfalls ausgelöst und die Füllung des Trogbehälters abgelassen wird. Am Drehriegel 121 befindet sich der Anschlagarm 121', und es ist ersichtlich, dafs, wenn genannter Anschlagarm an der zwecks Entleerung wirksamen Vorrichtung bethätigt wird, genannter Drehriegel sofort umschlägt und die Bodenklappe freigiebt.
Zu dem Zwecke einer leichten Prüfung der vollständigen Trogfüllung ist ein Stellgewicht 41 in Verbindung mit dem Wägungsabschalter vorgesehen; dasselbe wird normal von dem Belastungstheil des Gewichtshebels B' (Fig. 4 und 6) getragen, wobei Vorkehrungen dafür getroffen sind, das Stellgewicht aus seiner Wirkungslage beim Wägemechanismus zu bewegen und den Wägungsabschalter zeitweise aufser Betrieb zu setzen, so dafs die Wägetrogfüllung nicht für den Austritt freigegeben wird, wenn man eine Prüfung in nachbeschriebener Weise anstellen will. Hierzu ist nur nach Abstellung des Wägungsabschalters erforderlich, das Stellgewicht von der Wägeseite des Wägemechanismus mittelst einer geeigneten Vorrichtung zu verschieben, wonach, wenn eine genaue Belastung erzielt ist, der belastete Trog und die Gegengewichte W und W genau übereinstimmendes Gewicht aufweisen müssen und der Trog die ordnungsmäfsige Gleichgewichtslage einnimmt. Der Traghebel 42 des Stellgewichtes 41 ist an einer Schneide 34 des Gewichtshebels B' gelagert, stützt sich ferner auf die Schneide 36 als Drehpunkt und ist mit einem aufwärts reichenden, gebogenen Arm 43 versehen, an welchem der Eingriff des Stellorgans, hier des Armes 107', der Welle 44 erfolgt. An der Welle 44 ist der Handgriff 45 zum Zwecke der Einstellung und aufserdem am entgegengesetzten Ende ein Arm 45' angebracht, welcher mittelst des Lenkers 102 mit der Stange ioj in Verbindnng steht. Es ist ersichtlich, dafs mit Hülfe dieser Vorrichtung das Stellgewicht aus der Gewichtslage bewegt werden kann.
Man kann den Handgriff der Welle 44 in auf einander folgende Lagen einstellen, um zum Zwecke der Prüfung die Stange 101 und die Anschlagnase 107 verschiedene Stellungen so. einnehmen zu lassen, dafs letztere nicht die Auslösung der Bodenplatte bewirkt. Die erstere oder anfängliche Stellung ist durch Fig. 12 ver^
anschaulicht, in welcher sich die Stange so eingestellt zeigt, dafs die Anschlagnase 107 nicht den Riegel zur Auslösung der Bodenklappe trifft, jedoch mag genannte Stange 101 gleichwohl ihre Function in dem Sinne erfüllen , dafs sie die Schaufelschliefsbewegung begrenzt. Sobald die Sperrschaufel geschlossen und demgemäfs der Zuführungsstrom abgedämmt ist, wird die Stange 101 zu der aus Fig. 13 ersichtlichen Lage verstellt, wobei dieselbe sich aufserhalb desBethätigungsbereiches des Schaufelaufdrehhebels 103 befindet, so dafs dieser dann für die Eröffnungsdrehung der Schaufel beim Rückwärtshube derselben unwirksam bleibt.
Die Wirkungsweise der wie vorbeschrieben angeordneten Maschine ist folgende:
Sofern sich die Theile in der durch Fig. 1, 4 und 5 dargestellten, für den Anfang der Bethätigung normalen Lage befinden, ist die Sperrschaufel in weiter Eröffnungslage und ermöglicht ununterbrochenen Durchtritt des Zuführungsstromes aus dem Rumpf H.
Sobald ein genügender Theil der Füllung eingetreten ist, geht der Wägetrog mit den Gewichtshebeln nieder, infolge dessen sinkt der Schaufelaufdrehhebel 103 langsam aus dem Bereich des Bethätigungsanschlages an 101, wodurch ein Schliefsen der Schaufel zufolge des langsamen Auflaufangriffes der Rolle 91" am Anlauf 9.3 (Fig. 5) stattfindet. Beim Anfange der durch die Schwingung in die Gleichgewichtslage bezeichneten Periode (Fig. 7) wird die Schaufel gegen fernere Schliefsbewegung mittelst des vorher genannten Anschlagmechanismus festgehalten, so dafs der Zuflufs des Streustromes in den nahezu gefüllten Trog ermöglicht wird. Sobald der Streustrom die Trogfüllung vollendet hat, geht der Trog nieder und die Schaufel wird ausgelöst. 'Die Folge dieser Auslösung ist nun die, dafs die Rolle 91" des Schaufel - Schliefsdrehungshebels (die nahe der Zusammentreffstelle der Anlaufflächen 92 und 92' ihren Angriff hatte) die Anlauffläche 92 verläfst und auf der Anlauffläche 92' (Fig. 9) abschnappt, wodurch die Schaufel 7.1 die Schlufsbewegung erfährt. Gleichzeitig wird die das Hülfsabschlufsorgan bildende Abdämmklappe 72 relativ zur Schaufel so bewegt, dafs sie den letzten Rest des Streustromes abfängt. Bei dieser Abstellung des Zuführstromes wird die Wägungsabschalter-•nase 107 derart wirksam, dafs sie den Drehriegel 121 kippt und so die Auslösung der Bodenklappe L behufs Entleerung des Wä'getroges herbeiführt.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Selbsttätige Getreidewägemaschine, bei welcher die Füllung des mit Gewichtshebeln (B B') ausbalancirten Wägetroges (G) durch eine dem Fülltrichter vorgebaute drehbare Schaufel (71) erfolgt, deren Bewegung von der Bewegung der Bodenklappe (L) mittelst eines mit dieser drehbaren Anschlagsectors (54) und eines Anlauftheiles (78, 78') der Schaufel derart abhängig gemacht ist,,dafs diese beiden Bewegungen nur wechselweise erfolgen können.
2. An der Wägemaschine nach Anspruch 1 die Anordnung einer Abdämmklappe (72), welche drehbar am Schaufelrande angebracht ist und bei Vollendung der Schliefsbewegung der Schaufel den Streustrom, mit welchem die Wägetrogfüllung vollendet wird, abfängt.
3. An der Wägemaschine nach Anspruch 1 die Vorrichtung zur Oeffnung der Schaufel, bestehend aus dem am Unterende der Hebestange (101) wirkenden, an dem einen Gewichtshebel gelagerten Ausgleichgewichtshebel (103), dessen Schwerpunkt sich während der Wägung von der Gewichtsseite zur Lastseite der Waage verlegt.
4. An der Wägemaschine nach Anspruch 1 die Vorrichtung zur Schliefsung der Schaufel, bestehend aus einem Gegengewichtshebel (91), welcher durch seinen Angriff an einem von zwei an einander schliefsenden Flächen (92,92') gebildeten Anlauf der Schaufel diese zur Drehung veranlafst, und zwar bis zur Erreichung des Anlaufes (92') mit allmälig abnehmender, von da an mit plötzlicher Schliefswirkung.
5. An der Wägemaschine nach Anspruch 1 die Vorrichtung zur Auslösung der Bodenklappe, bestehend im wesentlichen aus dem Drehriegel (121) und der auf denselben einwirkenden Anschlagnase (107) an der Stange (101).
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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