DE132218C - - Google Patents

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DE132218C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N11/00Stereotype mats

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JV! 132218 KLASSE 15 c.
in KARLSRUHE i. B.
Matrizenblatt für Trockenstereotypie.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Matrizenblattes zur Trockenoder Schnellstereotypie.
Das Matrizenblatt besteht im Wesentlichen aus feinem Torfmehl, welchem Stärke als Bindemittel, etwas Glycerin zur Erhöhung der Geschmeidigkeit und etwas Papiermasse zur Herstellung eines gewissen Haltes der Masse zugefügt wird. Als wesentlich neu an der Erfindung ist ausschliefslich die Verwendung von Torfmehl als · Füllmasse des Matrizenblattes zu betrachten.
Erreicht soll durch das neue Verfahren werden:
Gegenüber dem nassen Stereotypieverfahren eine erheblich gröfsere Schnelligkeit, da der ganze Procefs vom Einprägen des Satzes bis zur Druckfertigkeit des Gusses kaum 5 Minuten in Anspruch nimmt.
Gegenüber dem vorhandenen Trockenstereotypieverfahren eine erheblich gröfsere Schonung der Lettern, da die Grundmasse viel weicher ist, aus gleichem Grunde deutlichere Ausprägung auch der feinsten Details in Cliches u. s. w., und schlieTslich die Möglichkeit, eine unbegrenzte Zahl von Abgüssen auch noch nach beliebig langer Zeit von der Matrize herzustellen, da die Masse nicht elastisch ist, wie eine solche aus Pflanzenfasern, nach der Prägung" also nicht zurückgeht, sondern den einmal aufgenommenen Eindruck unverändert festhält.
. Die Erreichung dieser Zwecke wird allein ermöglicht durch die Verwendung eines neuen, bisher in der Stereotypie nicht benutzten Materials, des Torfes als Füllmasse des Blattes. Verwendbar ist nur Torf, in welchem die Pflanzensubstanz durch den Vertorfungsprocefs bereits eine vollständige Umwandlung in chemischer und technischer Hinsicht erfahren hat und gerade die Eigenschaften, welche die Pflanzenfaser in technischer Hinsicht besonders auszeichnen, Elasticität, Biegsamkeit und Festigkeit vollkommen verloren hat.
Da jedoch Torf, wie er in der Natur vorkommt, auch in kleinen Stücken eine zu ungleiche Beschaffenheit besitzt, als dafs er direct verwendet werden könnte, muis er möglichst fein gemahlen werden. Das Torfmehl wird dann mit irgend einem Bindemittel in wässeriger Lösung — in vorliegendem Falle wurde gewöhnliche Stärke verwendet — versetzt. Da das Bindemittel aber nicht ausreichen würde, um dem Blatt den nöthigen Zusammenhang zu geben, muis noch eine geringe Menge Papiermasse zugefügt werden, die jedoch auf das geringste mögliche Mais beschränkt werden mufs, um die Eigenschaften der Torfmasse nicht zu beein-
trächtigen. ' Auch die als Decke benutzte Schicht von Papiermasse mufs aus gleichem Grunde so dünn wie möglich sein.
Ein Auflockerungsprocefs, wie bei den anderen Verfahren der Trockenstereotypie fällt bei der Herstellung der Matrizenplatte mit Torfmehl als Füllmasse vollkommen fort, da die Torfsubstanz an sich schon genügend locker ist.
Die Herstellung eines Matrizenblattes für Trockenstereotypie mit Torfmehl als Füllmasse würde sich folgendermafsen gestalten. Nachdem das Torfmehl mit Wasser, ca. 5 pCt. Glycerin, iopCt. Stärke und 20 bis 25 pCt. Papiermasse, event, um Schimmelbildung zu verhüten auch mit 1Z2 pCt. Carbolsäure, versetzt ist, wird in der bekannten Handpapierschöpfform zunächst das Unterblatt aus Papiermasse angefertigt, dann die Füllmasse aufgequetscht und schliefslich das Deckblatt, ganz wie es in der Papierfabrikation mit Handbetrieb geschieht. Die Masse wird nun in nassein Zustande geprefst und zum Trocknen aufgehängt. Die Fabrikation verläuft also in ganz analoger Weise wie die Papierfabrikation, nur dafs als Zwischenblatt die Torfmasse verwendet wird. Bei maschineller Herstellung der Matrizenblätter für Trockenstereotypie würde das Verfahren ebenfalls dem der entsprechenden Papierfabrikation gleichen.
Als Papiermasse hat sich bis.jetzt 2/3 Baumwolle und V3 Leinenfasern . als geeignet erwiesen, doch ist die Zusammensetzung ohne besondere Bedeutung, da die Masse ja nur den Zweck hat, dem pulverförmigen Torf den nöthigen Zusammenhang zu verleihen.
Die. getrockneten Matrizenblätter sind sofort gebrauchsfertig. Sie halten sich beliebig lange Zeit, an trockenen Orten au fbewahrt, unverändert. Bei der Verwendung wird der Satz mit einer hierzu geeigneten Presse in das Matrizenblatt eingeprägt; das Blatt kann dann sofort, ohne dafs die schriftfreien Stellen ausgelegt zu werden brauchen — infolge des Mangels an Elasticität des Materials — in die Gufsform kommen und gegossen werden. Da sich die Lettern sehr tief einprägen, ist auch ein nachheriges Aussticheln der schriftfreien Stellen nicht nöthig, sondern die gegossenen Platten können sofort nach dem Abstofsen der Ränder zum Drucke verwendet werden. Auf diese Weise ist eine nicht unbeträchtliche Zeitersparniis auch gegenüber anderen Trockenstereotypieverfahren möglich.
Für die Industrie dürfte auch insofern ein nicht unbeträchtlicher Vortheil aus der Benutzung dieser Matrizenblätter erwachsen, als sie sich infolge des billigen Rohmaterials und der einfacheren Herstellungsweise nicht unwesentlich billiger stellen würden, als das Material anderer Trockenstereotypieverfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Matrizenblatt für Trockenstereotypie mit Torfmehl als Füllmittel.
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