DE1294600B - Laboratoriums- oder Kleinofen - Google Patents

Laboratoriums- oder Kleinofen

Info

Publication number
DE1294600B
DE1294600B DEJ24101A DEJ0024101A DE1294600B DE 1294600 B DE1294600 B DE 1294600B DE J24101 A DEJ24101 A DE J24101A DE J0024101 A DEJ0024101 A DE J0024101A DE 1294600 B DE1294600 B DE 1294600B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
chambers
air
muffle
cooling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ24101A
Other languages
English (en)
Inventor
Leusden
Dr-Ing Carl Otto Pels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Inst Ziegelforschung Essen E V
Original Assignee
Inst Ziegelforschung Essen E V
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Inst Ziegelforschung Essen E V filed Critical Inst Ziegelforschung Essen E V
Priority to DEJ24101A priority Critical patent/DE1294600B/de
Publication of DE1294600B publication Critical patent/DE1294600B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D19/00Arrangements of controlling devices
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B13/00Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B17/00Furnaces of a kind not covered by any of groups F27B1/00 - F27B15/00
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B17/00Furnaces of a kind not covered by any of groups F27B1/00 - F27B15/00
    • F27B17/02Furnaces of a kind not covered by any of groups F27B1/00 - F27B15/00 specially designed for laboratory use
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D21/00Arrangement of monitoring devices; Arrangement of safety devices
    • F27D21/0014Devices for monitoring temperature
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D19/00Arrangements of controlling devices
    • F27D2019/0006Monitoring the characteristics (composition, quantities, temperature, pressure) of at least one of the gases of the kiln atmosphere and using it as a controlling value
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D19/00Arrangements of controlling devices
    • F27D2019/0006Monitoring the characteristics (composition, quantities, temperature, pressure) of at least one of the gases of the kiln atmosphere and using it as a controlling value
    • F27D2019/0012Monitoring the composition of the atmosphere or of one of their components

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Laboratoriums- oder Kleinofen und bezweckt das meßtechnisch verfolgbare Brennen bzw. Kühlen von keramischen Gegenständen, insbesondere Prüfkörpern.
  • Es sind bereits kleine, für Laboratorien verwendbare Öfen beschrieben worden, die Vorwärmkanäle aufweisen, um die der Behandlungskammer zuzuführenden Gase vorzuwärmen.
  • Bei dem einen Ofen dieser Art ist nur ein geschlossener Luftkreislauf vorhanden, der eine Konstanthaltung der Temperatur des Brenngutes sicherstellen soll. Eine Konditionierung des Luftzustandes ist nicht möglich.
  • Der andere Ofen dieser Art weist lediglich einen um den Brennraum angeordneten Rekuperator auf, in dem die Brenngase von den Abgasen vorgewärmt werden.
  • Mit den Merkmalen des einen oder des anderen Ofens oder ihrer Kombination ist das eingangs erwähnte Ziel, in das die verfahrenstechnische Nachahmung des Tunnelofenbrandes einbezogen ist, nicht durchführbar.
  • Es ist bekannt, daß die Ergebnisse von Bränden keramischer Rohstoffe in den bekannten Laboratoriumsöfen nicht unmittelbar auf die Praxis zu übertragen sind. Die Ursache ist darin zu suchen, daß die Verhältnisse, unter denen die Probekörper im Laboratoriumsofen gebrannt sind, sich wesentlich von denen in Betriebsöfen unterscheiden.
  • Ein Laboratoriumsofen besteht üblicherweise im wesentlichen aus einer allseitig geschlossenen Kammer, in der die den Prüfling umgebende Atmosphäre ruht. Betriebsöfen sind meist als Ring- und Tunnelöfen ausgebildet und werden als Gegenstromaustauscher betrieben. In Gegenstromaustauschern strömen Brenngase bzw. Luft. In Laboratoriumsöfen herrscht zu Beginn der Aufheizung stets eine rein oxydierende Atmosphäre. Mit zunehmender Temperatur nimmt je nach Gehalt an brennbaren Stoffen der Gehalt an Sauerstoff ab. Bei hohem Gehalt an brennbaren Stoffen herrscht eine reduzierende Atmosphäre. Im Gegenstromaustauscher ist dagegen der Sauerstoffgehalt im unteren Temperaturbereich am geringsten und nimmt mit der Erwärmung zu. In Laboratoriumsöfen ist bei der Kühlung bei Anwesenheit brennbarer Stoffe im Prüfling noch ein Abgasrest in der Kammer enthalten, während die Kühlung in Gegenstromaustauschern durch reine Luft bewirkt wird.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen vielseitig abwandelbaren, den verschiedensten Großofen-Betriebsverfahren leicht anpaßbaren Laboratoriums- oder Kleinofen zum meßtechnisch verfolgbaren Brennen bzw. Abkühlen von keramischen Gegenständen zu schaffen, der über den Brenn- bzw. Abkühlvorgang des behandelten Gegenstandes eindeutige Ergebnisse liefert, die sich mit denen vom oder zum Großofen vergleichen lassen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in der Hauptsache dadurch gelöst, daß der Ofen aus einer Anzahl konzentrisch zueinander angeordneter Kammern und einer Vorwärmeinrichtung besteht, in die nur rohrförmige Zuführungen reichen, von denen für das vorzuwärmende gasförmige, aus Luft (Primärluft) und/oder Rauchgas bestehende Medium, die Sekundärluft und/oder -gase bzw. die Kühl- bzw. Frischluft sowie für das Abgas nur je ein einziger Anschluß vorgesehen ist, wobei zwischen der von einer stirnseitig offenen Muffel, auf deren äußerer Mantelfläche eine sich über deren gesamte Länge erstreckende elektrische Heizwicklung angebracht ist, gebildeten Behandlungskammer und der Vorwärmeinrichtung koaxial liegende Vorwärmkammern angeordnet sind und die Ofendecke die in die Kammern einmündende Zuführung sowie die Abgasabführung und der Ofenboden die Zuführung in einer isolierenden Schicht enthalten.
  • Vorzugsweise ist zur Erwärmung des der Behandlungskammer zuzuführenden gasförmigen Mediums eine aus einer Anzahl Kammern bestehende zusätzliche Führung vorgesehen. Im besonderen wird das der Behandlungskammer zuzuführende gasförmige Medium durch hinter- und/oder ineinanderliegende Kammern auf einer zickzackförmigen und/oder spiraligen Bahn geführt, um 1. eine ausreichende Luft- oder Gasvorwärmung auf oder über die Temperatur der Behandlungskammer und 2. eine Temperaturvergleichmäßigung der Behandlungskammer selbst zu erzielen.
  • Um die Wärmeübertragungsflächen auf kleinem Raum möglichst groß zu gestalten, kann auch die Ofenwandisolierung aus einer losen körnigen oder luftdurchlässigen porösen festen Masse bestehen, durch die das aufzuheizende Medium hindurchgedrückt wird; zugleich läßt sich damit während der Kühlperiode der ganze Ofen sehr schnell abkühlen, ohne daß die Behandlungskammer ihre Temperaturgleichmäßigkeit verliert.
  • Damit wird eine weitgehende Zwangsführung aller Gase bis in die Behandlungskammer sichergestellt und in der Kühlperiode die gleichzeitige und gleichmäßige Abkühlung aller Ofenteile gewährleistet. Das Gasgemisch verläßt die Behandlungskammer auf kürzestem Weg ins Freie.
  • Mit Hilfe von diesen erfindungsgemäßen Maßnahmen können in dem neuen Laboratoriumsofen die gleichen Verhältnisse wie im großtechnischen Ofen geschaffen werden. Man erhält somit auch ein gleiches Brennergebnis, und es ist die Möglichkeit gegeben, bei Zugrundelegung der am Großofen ermittelten Ergebnisse direkte Rückschlüsse, z. B. in bezug auf die Farbe, die Brenntemperatur, Garbrandzeit, die zulässige Kühlgeschwindigkeit usw., zu ziehen. Umgekehrt kann man durch Versuche im Laboratoriumsofen die optimalen Betriebsverhältnisse ermitteln und diese alsdann auf den Betriebsofen übertragen.
  • Im Aufbau ist der neue Ofen einfach und übersichtlich sowie im Betrieb in hohem Grade wirtschaftlich, da die Abwärme zugleich auf vielfältige Weise zur Aufheizung des gasförmigen Mediums verwandt wird. Der neue Laboratoriumsofen läßt sich auch leicht und definiert mit entsprechenden Geräten zur Messung der Temperaturen am und im Prüfling ausstatten, so daß auch die endothermen und exothermen Prozesse unter betriebsgleichen Verhältnissen genau ermittelt werden können. In dem neuen Ofen können die Abgase und die Gewichtsverluste beim Brand sicher erfaßt und analysiert werden, so daß unter betriebsnahen Verhältnissen die Zeitbereiche der Vorgänge zu ermitteln sind, in denen z. B. Schwefel ausgeschieden wird oder ausbrennbare Stoffe austreten.
  • Insbesondere sind auch in die Behandlungskammer einführbare Abhörvorrichtungen vorgesehen, die zum Studium des zeitlichen Verlaufes von Kühlrissen verwendet werden. Diese Abhörvorrichtungen ermöglichen das früher als sonst erkennbare Auftreten der Kühlrisse, insbesondere bei Anwendung der Schnellkühlung, die ein bedeutsamer Vorteil des vorgeschlagenen Ofens gegenüber den bekannten Öfen ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist F i g. 1 ein Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Ofen und F i g. 2 ein Querschnitt durch diesen Ofen längs der Linie I-1 der F i g. 1.
  • In F i g. 1 und 2 ist ein Laboratoriums- oder Kleinofen dargestellt, der aus einem im allgemeinen geschlossenen Kammersystem aus einer Anzahl konzentrisch zueinander angeordneter Kammern 1, 1 b, 4, 5 und der Vorwärmeinrichtung 6 besteht, in die nur rohrförmige Zuführungen 8, 9, 11, 17 reichen, von denen für das vorzuwärmende gasförmige, aus Luft (Primärluft) und/oder Rauchgas bestehende Medium, die Sekundärluft und/oder -gase bzw. die Kühl- bzw. Frischluft sowie das Abgas nur je ein einziger Anschluß vorgesehen sind. Die innenliegende Behandlungskammer 1 ist von einer zylindrischen, stirnseitig offenen keramischen Muffel oder Brennmuffel 2 umschlossen.
  • Der Ofen ist elektrisch beheizt. Die Wicklung der Heizvorrichtung 3 ist auf der Außenfläche der Brennmuffel 2 gelegen, die aus einem dickwandigen und/oder körnigen bzw. porösen Material besteht.
  • Die an der Brennmuffel 2 angebrachte Heizvorrichtung liegt innerhalb der Vorwärmeinrichtung 6. Außer der indirekt auf den Prüfkörper 16 in der Behandlungskammer 1 einwirkenden Heizvorrichtung 3 ist an der anderen Stirnseite der Behandlungskammer eine zusätzliche, direkt wirkende, nach Bedarf einschaltbare Heizvorrichtung 10 vorgesehen. In der äußeren Kammer des konzentrischen Kammersystems befindet sich die Vorwärmeinrichtung 6. Vorzugsweise hat diese einen Abstand von dem Außenmantel 1 a des Ofens. Die Vorwärmeinrichtung 6 selbst besteht aus einer körnigen, von Sieben 6 a, 6 b ummantelten porösen Schicht.
  • Die zur zusätzlichen Luftführung dienenden Kammern 4 und 5 werden durch konzentrisch ineinanderstehende Blechmäntel 4' und 5' gebildet, die zwischen der Behandlungskammer 1 und der Vorwärmeinrichtung 6 angeordnet sind.
  • Die Kammern 4 und 5 weisen spiralförmig ausgebildete Einsätze oder Ansätze 7, 7 a zwischen bzw. an den Blechmänteln 4', 5' auf.
  • Dieses Kammersystem wird stirnseitig von einer Ofendecke 13 und von einem Ofenboden 14 abgeschlossen. Diese Bauteile des Ofens sind ebenfalls konzentrisch ausgebildet. Die Ofendecke 13 enthält eine isolierende Schicht 12, die sich innerhalb des Außenmantels 1 a befindet. Sie ist durchsetzt von der Zuführung 8 für die Luft und der Abgasabführung 11 die aus mehreren Einzelrohren bestehen kann.
  • Das mittlere dieser Rohre ist z. B. für die Abgase, die beiden anderen Rohre sind zum Einführen von an sich bekannten Vorrichtungen zur Erfassung der Temperatur oder anderer Meßgrößen bestimmt. Der Ofenboden 14 ist ähnlich der Ofendecke 13 ausgebildet. Er enthält die isolierende Schicht 15 und die Heizvorrichtung 10 sowie eine Zuführung 17, die zur Zufuhr von Frisch- bzw. Kühlluft oder für Meßzwecke, z. B. der Einführung von Abhöreinrichtungen zum Studium des zeitlichen Verlaufes von Kühlrissen u. dgl., verwendet werden kann. Die Isolierschichten 12 und 15 sind wie die Vorwärmeinrichtung 6 aus körnigem oder porösem Material hergestellt.
  • Alle Bauteile des Ofens sind so ausgeführt, daß sie leicht auswechselbar sind.
  • Das bei 9 eintretende gasförmige Medium, das aus Luft oder Rauchgas oder einem Gemisch beider bestehen kann, durchströmt - wie die Pfeile anzeigen - zunächst die Vorwärmeinrichtung 6, die Kammer 1 b und tritt aus dieser unten in die Kammer 5. Aus dieser strömt das gasförmige Medium oben in die Kammer 4 und aus dieser unten in die Behandlungskammer 1 hinein. Innerhalb der Kammern 1 b, 4 und 5 nimmt somit das gasförmige Medium einen zickzackförmigen Weg. Das bereits in der Vorwärmeinrichtung 6 vorgewärmte Medium durchläuft außerdem die innerhalb der Kammern 4 und/oder 5 befindlichen Ein- oder Ansätze 7, 7 a, um dem Medium einerseits eine entsprechend große Oberfläche zur Erwärmung bzw. Abkühlung zu geben, andererseits diese zu einer Bewegung in einer Spiralbahn zu veranlassen, um im Erwärmungsfall möglichst viel Wärme von der Heizwicklung 3 aufzunehmen. Wenn der Ofen schnell gekühlt werden soll, wird Luft durch die Zuführung 9 bzw. 8 eingeblasen.
  • Hier liegt somit eine Kombination einer Zwangsführung mit einer ungezwungenen Führung des gasförmigen Mediums durch eine poröse Schicht vor. Erfindungsgemäß könnte auch der gesamte äußere Mantel 1 a,1 b, 4', 5' und die Vorwärmeinrichtung 6 ganz durch Zwangsführungsschichten gebildet werden, in denen die Luft oder die Abgase zickzackförmig, parallel oder in spiraligen Bahnen geführt würden, oder die Luft könnte auch ganz durch eine Schicht aus einem körnigen Schüttgut oder durch eine poröse Schicht geführt werden. In der als Beispiel aufgeführten Kombination ist der innere Teil des Mantels 4, 5 mit relativ dünnen Schichten ausgeführt und die Wicklung um diesen gelegt. Würde die Wicklung, wie vielfach üblich, an die Innenwand der Behandlungskammer 1 gelegt, so würde das Brenngut vornehmlich durch Strahlung aus den Heizwicklungen erwärmt werden, und die Luft würde weniger hoch aufgeheizt werden. Sollen jedoch die Luft oder das Abgas höher aufgeheizt werden und demgegenüber die Strahlung durch die Heizwicklung vermindert werden, dann wird die Heizung, wie im Beispiel, um die eigentliche Brennmuffel 2 gelegt, und es wird ihr Mantel um so dicker ausgebildet, je höher die Luft oder die Abgase aufzuheizen sind und je mehr die unmittelbare Bestrahlung des Brenngutes zu dämpfen gewünscht wird.
  • Bei den bisher beschriebenen Maßnahmen ist nur eine begrenzte Einflußnahme auf die Temperatur der Luft oder der Abgase dadurch möglich, daß man mehr oder weniger Luft durch das System streichen läßt. Will man jedoch die Umströmungsgeschwindigkeit des gasförmigen Mediums auf die im Großofen gegebenen Verhältnisse einstellen, so wird im Sinn der Erfindung zusätzlich Luft zugegeben, die nur den Mantel 1 a, 1 b, 4', 5' und 6, teilweise 4 und 5 bestreicht und die demgemäß weniger aufgewärmt wird.
  • In der Zeichnung ist als Beispiel hierfür eine Luftzuführung 8 vorgesehen, die unmittelbar in den zwangsgeführten Teil der Aufheizungsmäntel 4 und 5 führt. Durch Dosierung der Luft, die durch den ganzen Mantel 1 a, 4, 5, 6, und der Luft, die nur durch einen Teil des Mantels 4 und 5 streicht, kann das strömende Medium sowohl auf die gewünschte Temperatur als auch die gewünschte Menge eingestellt werden. Durch Dosierung der Luft bzw. des Abgases kann auch die Zusammensetzung der Atmosphäre in der Behandlungskammer 1 in gewünschter Weise eingestellt werden. Es ist hiernach möglich, in der Behandlungskammer 1 nach Menge, Temperatur und Zusammensetzung die Atmosphäre und Strömungsgeschwindigkeit gegenüber den gewünschten Verhältnissen entsprechend einzustellen und damit im Laboratoriums- oder Kleinofen jeweils die gleichen Verhältnisse zu schaffen wie im Industrieofen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Laboratoriums- oder Kleinofen zum meßtechnischen verfolgbaren Brennen bzw. Kühlen von keramischen Gegenständen, insbesondere Prüfkörpern, der Vorwärmkanäle aufweist, um die der Behandlungskammer zuzuführenden Gase vorzuwärmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen aus einer Anzahl konzentrisch zueinander angeordneter Kammern (1, 1 b, 4, 5) und einer Vorwärmeinrichtung (6) besteht, in die nur rohrförmige Zuführungen (8, 9, 11, 17) reichen, von denen für das vorzuwärmende gasförmige, aus Luft (Primärluft) und/oder Rauchgas bestehende Medium, die Sekundärluft und/ oder -gase bzw. die Kühl- bzw. Frischluft sowie für das Abgas nur je ein einziger Anschluß vorgesehen ist, wobei zwischen der von einer stirnseitig offenen Muffel (2), auf deren äußeren Mantelfläche eine sich über deren gesamte Länge erstreckende elektrische Heizwicklung (3) angebracht ist, gebildeten Behandlungskammer (1) und der Vorwärmeinrichtung (6) koaxial liegende Vorwärmkammern (1 b, 4, 5) angeordnet sind und die Ofendecke (13) die in die Kammern (1 b, 4,5) einmündende Zuführung (8) sowie die Abgasabführung (11) und der Ofenboden (14) die Zuführung (17) in einer isolierenden Schicht (12 bzw. 15) enthalten.
  2. 2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Stirnseite der Muffel (2) eine zweite, vorzugsweise direkt wirkende Heizvorrichtung (10) angeordnet ist, die sich über die Querschnittfläche der Muffel (2) und zumindest einer der Vorwärmkammern (1 b, 4, 5) erstreckt.
  3. 3. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffel (2) aus einem dickwandigen und/oder porösen Schamottmaterial besteht.
  4. 4. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur zusätzlichen Luftführung dienenden Kammern (1 b, 4, 5) durch konzentrisch ineinanderstehende Blechmäntel (4', 5') gebildet sind.
  5. 5. Ofen nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (4, 5) spiralförmig ausgebildete Einsätze oder Ansätze (7, 7 a) zwischen bzw. an den Blechmänteln (4', 5') aufweisen.
  6. 6. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der äußeren Kammer befindliche Vorwärmeinrichtung (6) einen Abstand von dem Außenmantel (1 a) des Ofens hat.
  7. 7. Ofen nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmeinrichtung (6) aus einer körnigen, von Sieben (6 a, 6 b) ummantelten oder porösen Schicht besteht. B. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Meßgeräte für die zu- bzw. abgeführten Gasmengen, deren Temperatur und deren Strömungsgeschwindigkeiten, sowie der Heizleistung des Ofens und ferner Vorrichtungen zur Erfassung der Abkühlungsvorgänge, insbesondere Abhörvorrichtungen, zum Studium des zeitlichen Verlaufes von Kühlrissen, vorgesehen sind.
DEJ24101A 1963-07-19 1963-07-19 Laboratoriums- oder Kleinofen Pending DE1294600B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ24101A DE1294600B (de) 1963-07-19 1963-07-19 Laboratoriums- oder Kleinofen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEJ24101A DE1294600B (de) 1963-07-19 1963-07-19 Laboratoriums- oder Kleinofen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1294600B true DE1294600B (de) 1969-05-08

Family

ID=7201660

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ24101A Pending DE1294600B (de) 1963-07-19 1963-07-19 Laboratoriums- oder Kleinofen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1294600B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0005405A3 (en) * 1978-05-08 1979-11-28 Societe Dite: Seb S.A. Societe Anonyme Francaise Process and apparatus for the destruction of microfilms and the like
EP0079730A1 (de) * 1981-11-10 1983-05-25 Albert George Docx Ofenmuffel

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE330727C (de) * 1916-01-22 1920-12-20 Max Riess Ortsveraenderlicher liegender Muffelofen
DE709607C (de) * 1936-07-26 1941-08-21 Otto Junker Fa Luftfuehrungsvorrichtung bei mit Luftumwaelzung arbeitenden Elektrooefen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE330727C (de) * 1916-01-22 1920-12-20 Max Riess Ortsveraenderlicher liegender Muffelofen
DE709607C (de) * 1936-07-26 1941-08-21 Otto Junker Fa Luftfuehrungsvorrichtung bei mit Luftumwaelzung arbeitenden Elektrooefen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0005405A3 (en) * 1978-05-08 1979-11-28 Societe Dite: Seb S.A. Societe Anonyme Francaise Process and apparatus for the destruction of microfilms and the like
FR2425660A1 (fr) * 1978-05-08 1979-12-07 Seb Sa Procede et appareil pour la destruction des microfiches et analogues
EP0079730A1 (de) * 1981-11-10 1983-05-25 Albert George Docx Ofenmuffel

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3339972C2 (de) Kammerringofen und Verfahren zu dessen Betrieb
DE2643406B2 (de) Tunnelofen mit Direktbefeuerung
DE4420295C1 (de) Durchlaufofen
DE2601658B2 (de) Kühlvorrichtung für einen an der Ein- und Auslaßseite offenen Durchlaufofen zum Wärmebehandeln von Werkstücken
DE2524151C2 (de) Lufterhitzer mit Nachverbrennung der Abluft von Lacktrocknungsöfen
DE1294600B (de) Laboratoriums- oder Kleinofen
DE4023432A1 (de) Tunnelofen
DE3517866C2 (de)
DE1913446A1 (de) Tunnelofen zum Brennen von feuerfesten und sonstigen keramischen Produkten
DE1808236A1 (de) Strahlungsheizofen mit Regulierung der Atmosphaere
DE3119517C2 (de)
DE372516C (de) Verfahren zum Betreiben von Tunneloefen und Ofen dafuer
DE3134534C2 (de) Anlage zum Rösten von Pellets
DE698725C (de) Stetig betriebener Spuelgasschwelofen
EP0046152A1 (de) Warmluftofen für feste Brennstoffe
DE327057C (de) Ofenkopf fuer Regenerativoefen
AT387456B (de) Tunnelofen zum brennen keramischer erzeugnisse
DE3831060C2 (de)
DE400235C (de) Drehrohrofenanlage zum Brennen von Zement
DE941154C (de) Herd- und Ofeneinsatz
DE536800C (de) Tunnelofen mit im Innern der Ofenkammer angeordneten Laengsverbrennungskammern
DE1063624B (de) Industrieofen
DE3726870A1 (de) Kontinuierlicher koksofen
DE577121C (de) Verfahren zum Betrieb von OEfen fuer metallurgische, chemische, keramische und glastechnische Zwecke und OEfen dazu
DE889435C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beheizung waagerechter Kammeroefen