DE1290151B - Benzo[b] thiophenderivate und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Benzo[b] thiophenderivate und Verfahren zu deren Herstellung

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DE1290151B
DE1290151B DEJ31136A DEJ0031136A DE1290151B DE 1290151 B DE1290151 B DE 1290151B DE J31136 A DEJ31136 A DE J31136A DE J0031136 A DEJ0031136 A DE J0031136A DE 1290151 B DE1290151 B DE 1290151B
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benzo
parts
thiophene
evaporated
general formula
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Application number
DEJ31136A
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Inventor
Alderley Park
Turner Ralph William
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Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/50Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D333/52Benzo[b]thiophenes; Hydrogenated benzo[b]thiophenes
    • C07D333/54Benzo[b]thiophenes; Hydrogenated benzo[b]thiophenes with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to carbon atoms of the hetero ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung sind 4- bzw. 5-[2-Hydroxy - 3 - R - aminopropoxy - (1)] - benzo [b] thiophene der allgemeinen Formel
OCH2CHOHCH2NHr
in der R einen n-Propyl-, i-Propyl-, tert.-Butyl-, Allyl- oder einen Cyclopentylrest darstellt, sowie ro deren pharmakologisch ungiftige Säureadditionssalze.
Zur Erfindung gehören auch alle möglichen stereoisomeren Formen der erwähnten Benzo [b]thiophenderivate.
Pharmakologisch ungiftige Säureadditionssalze bilden die Hydrochloride, Hydrobromide, Phosphate oder Sulfate, Oxalate, Lactate, Tartrate, Acetate und Citrate.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der gemäß Anspruch 1 definierten Stoffe, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel
OCH2CH — CH2
\λ/
können durch Umsetzung eines Benzo [b] thiophene der allgemeinen Formel
OCH2Y
in der Y eine in 4- oder 5-Stellung an den Thiophen kern gebundene Gruppe der Formel
-CHOH CH2X -CH-CH2
darstellt (wobei X ein Halogenatom ist), mit einem Amin der allgemeinen Formel
H2N-R
in der R die im Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt und gegebenenfalls deren pharmakologisch ungiftige Säureadditionssalze bildet.
X ist zweckmäßigerweise ein Chlor- oder Bromatom. Die Umsetzung kann gegebenenfalls in einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, z. B. Äthanol, durchgeführt und zweckmäßig durch Wärmezufuhr beschleunigt oder zum Abschluß gebracht werden.
Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel
OCH7CHOHCH7X
in der X die angegebene Bedeutung hat, können
dadurch erzeugt werden, daß ein Benzo[b]thiophen 60 thiophen; F. = 115 bis ll6°C.
mit Epichlorhydrin in Gegenwart von Natriumhydroxid in einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, z. B. wäßrigem Dioxan, bei Umgebungstemperatur hergestellt werden.
Die erfindungsgemäßen Benzo [b]thiophenderivate sind als /i-adrenergische Blockierungsmittel geeignet und können deshalb zur Behandlung oder Prophylaxe von erhöhtem Blutdruck, Phäochromacytoma und Herzkrankheiten, z. B. Angina pectoris, Herzschlagunregelmäßigkeiten und Koronarinsuffizienz, verwendet werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen erläutert, wobei die Mengenangaben auf das Gewicht bezogen sind.
Beispiel 1
!- 30 Ein Gemisch aus 8 Teilen 4-Hydroxybenzo[b] thiophen, 200 Teilen Epichlorhydrin und 1 Teil Piperidin wird 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Das Gemisch wird dann unter vermindertem Druck eingedampft, worauf der Rückstand in Äthylacetat gelöst und die entstehende Lösung getrocknet wird. Die Lösung wird dann eingedampft. Der Verdampfungsrückstand besteht aus 4-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b]-thiophen und wird mit 200 Teilen Isopropylamin vermengt. Dieses Gemisch wird 10 Stunden in einem verschlossenen Gefäß auf 100° C erhitzt. Die Lösung wird dann eingedampft und der Rückstand mit einem Gemisch aus einer 2n-Natriumhydroxidlösung und Äthylacetat geschüttelt. Die Äthylacetatschicht wird abgetrennt und zweimal mit 200 Teilen einer 2n-Salzsäurelösung extrahiert. Die zusammengefaßten wäßrigen Extrakte werden mit einer 2n-Natriumhydroxidlösung alkalisiert und mit Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatschicht wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Petroläther (Kp. = 60 bis 8O0C) umkristallisiert. Auf diese Weise erhält man 4-(2-Hydroxy-3-isopropylaminopropoxy)-benzo[b]thiophen; F. = 85"C.
Beispiel 2
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wird wiederholt mit dem Unterschied, daß statt 200 Teile Isopropylamin ein Gemisch aus 105 Teilen tert.-Butylamin und 140 Teilen Methanol verwendet wird. Man erhält 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylaminopropoxy)-benzo[b]-
der allgemeinen Formel
OH
mit dem entsprechenden Epihalogenhydrin in Gegenwart von Piperidin erhitzt.
Beispiel 3
Ein Gemisch aus 1 Teil 4-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b] thiophen und 25 Teilen Isopropylamin wird t2 Stunden in einem verschlossenen Gefäß auf 110" C erhitzt. Die entstehende Lösung wird eingedampft und der Rückstand mit einer 2n-Natriumhydroxidlösung und Äthylacetat geschüttelt. Die orga-
nische Phase wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Petroläther (F. = 60 bis 80° C) umkristallisiert. Man erhält so 4-(2- Hydroxy- 3 -isopropylaminopropoxy)- benzo [b] thiophen; F. = 85°C.
Das als Ausgangsstoff verwendete 4-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b] thiophen war wie folgt hergestellt worden: Ein Gemisch aus 8 Teilen 4-Hydroxybenzo[b] thiophen, 40 Teilen Epichlorhydrin und 1 Teil Piperidin wird 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Das überschüssige Epichlorhydrin wird dann im Vakuum abgedampft und das entstehende öl mit einem Gemisch aus einer n-Natriumhydroxidlösung und Äthylacetat geschüttelt. Die organische Phase wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Man erhält 4-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b]thiophen.
Beispiel 4
Beispiel 3 wird wiederholt mit dem Unterschied, daß statt 25 Teile Isopropylamin 20 Teile tert.-Butylamin verwendet werden. Man erhält 4-(2-Hydroxy-3 - tert. - butylaminopropoxy) - benzo [b] thiophen; F. = 115 bis 116°C.
Beispiel 5
Ein Gemisch aus 1 Teil 4-(2,3-Epoxypropoxy)-benzo[b]thiophen, 15 Teilen Cyclopentylamin und 20 Teilen Methanol wird 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die entstehende Lösung wird eingedampft und der Rückstand mit einer 2n-Salzsäurelösung und Äther geschüttelt. Die wäßrige Phase wird abgetrennt, mit einer 2 n-Natriumhydroxidlösung neutralisiert und dann in Form einer Emulsion mit Hilfe von 100 Teilen Äther extrahiert. Der ätherische Extrakt wird getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Petroläther (F. = 80 bis 100° C) umkristallisiert. Man erhält so 4-(3-Cyclopentylamino-2-hydroxypropoxy)-benzo[b]thiophen; F. = 96 bis 98° C.
Das als Ausgangsstoff verwendete 4-(2,3-Epoxypropoxy)-benzo[b] thiophen war wie folgt hergestellt worden: Ein Gemisch aus 15 Teilen 4-Hydroxybenzole] thiophen und 9 Teilen Epichlorhydrin wird einer Lösung von 5 Teilen Natriumhydroxid in 500 Teilen Wasser und 50 Teilen Dioxan zugegeben. Das entstehende Gemisch wird 9 Stunden bei Umgebungstemperatur gerührt. Die entstehende Lösung wird zweimal mit je 300 Teilen Äthylacetat extrahiert. Die zusammengefaßten Extrakte werden getrocknet und eingedampft, wobei man 4-(2,3-Epoxypropoxy)-benzo[b]thiophen erhält.
Das als Ausgangsstoff verwendete 5-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b] thiophen war wie folgt hergestellt worden: Ein Gemisch aus 7 Teilen 5rHydroxybenzo [b] thiophen, 50 Teilen Epichlorhydrin und 1 Teil Piperidin wird 8 Stunden auf 1000C erhitzt. Das überschüssige Epichlorhydrin wird im Vakuum abgedampft und das entstehende öl mit einer 2 n-Natriumhydroxidlösung und Äthylacetat geschüttelt. Die Äthylacetatschicht wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand besteht aus5-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b]thiophen.
Beispiel 7
Beispiel 6 wird wiederholt mit dem Unterschied, daß statt 200 Teile Isopropylamin 300 Teile n-Propylamin verwendet werden. Der Rückstand wird aus Petroläther (Kp. = 60 bis 8O0C) umkristallisiert. Man erhält 5 - (2 - Hydroxy - 3 - η - propylaminopropoxy)-benzo[b]thiophen; F. = 1040C.
Beispiel 8
Beispiel 6 wird wiederholt mit dem Unterschied, daß statt 200 Teile Isopropylamin 300 Teile AlIyI-amin verwendet werden. Das entstehende öl wird in bekannter Weise in das Oxalat umgesetzt, das dann aus n-Butylacetat umkristallisiert wird. Somit erhält man 5-(3-Allylamino-2-hydroxypropoxy)-benzo[b]thiophen-hydrogenoxalat; F. = 166 bis 168° C.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. 4- bzw. 5-[2-Hydroxy-3-R-aminopropoxy-(l)]-benzo [b] thiophene der allgemeinen Formel
OCH2CHOHCH2NHr
in der R einen n-Propyl-, i-Propyl-, tert.-Butyl-, Allyl- oder einen Cyclopentylrest darstellt, sowie deren pharmakologisch ungiftige Säureadditionssalze.
2. Verfahren zur Herstellung der Benzo[b]thiophene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
OCH2Y
in der Y eine in 4- oder 5-Stellung an den Thiophenkern gebundene Gruppe der Formel
Beispiel 6
55 oder
Ein Gemisch aus 9 Teilen 5-(3-Chlor-2-hydroxypropoxy)-benzo[b]thiophen, 200 Teilen Isopropylamin und 150 Teilen Methanol wird 12 Stunden in einem verschlossenen Gefäß auf 110'C erhitzt. Die entstehende Lösung wird eingedampft und der Rückstand mit einer2n-NatriumhydroxidIösung und Äthylacetat geschüttelt. Die Äthylacetatschicht wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Petroläther (F. = 80 bis 1000C) umkristallisiert. Dabei erhält man 5-(2-Hydroxy-3-isopropylaminopropoxy)-benzo[b]thiophen; F. = 117° C. CHOH · CH2X
— CH — CH2
darstellt (wobei X ein Halogenatom ist), mit einem Amin der allgemeinen Formel
H2NR
in der R die im Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt und gegebenenfalls deren pharmakologisch ungiftige Säureadditionssalze bildet.
DEJ31136A 1965-06-30 1966-06-22 Benzo[b] thiophenderivate und Verfahren zu deren Herstellung Pending DE1290151B (de)

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