DE1288C - Maschine zum Biegen von Drahtösen - Google Patents

Maschine zum Biegen von Drahtösen

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DE1288C
DE1288C DE000000001288DA DE1288DA DE1288C DE 1288 C DE1288 C DE 1288C DE 000000001288D A DE000000001288D A DE 000000001288DA DE 1288D A DE1288D A DE 1288DA DE 1288 C DE1288 C DE 1288C
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Description

1877.
^eiJic-nla
I! klasse 7.
LOUIS HERRMANN in DRESDEN. Maschine zum Biege η von Drahtösen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. December 1877 ab.
Die Maschine hat den Zweck, in den Draht, welcher z. B. zur Herstellung von Malzdarrhorden, Hopfendarren etc. verwendet wird, die erforderlichen Oesen zu biegen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine;
Fig. 2 eine Endansicht derselben;
Fig. 3 eine Detailansicht der Kettentriebeinrichtung (Schnitt nach der Linie cd der Fig. 2);
Fig. 4 eine Seitenansicht der Fortrückscheibe zum Kettentrieb.
Fig 5 eine Seitenansicht der Oesenprefseinrichtung (Schnitt nach Linie ef der Fig. 2);
Fig. 6 eine Detailansicht der Oesenbiegetheile (Schnitt nach Linie α b der Fig! 2);
Fig. 7 eine Endansicht der Platte, auf welcher die Oesenbiegung erfolgt;
Fig. 8 und 9 Ansichten des mit Oesen versehenen Drahtes.
Der zu verarbeitende· Draht wird auf eine Rolle G, die in einem Flügel H drehbar aufgehängt ist, gewickelt. Der Flügel H ist oben mit einem konischen Zapfen im Gestell gelagert und unten zur Führung mit einem Ringe nt, der in einem am Gestell befestigten entsprechenden Ringe η gleitet, versehen. Aufserdem trägt derselbe einige Rollen i, welche zur Führung des Drahtes dienen und einen schmiedeisernen Zapfen k, Fig. 6. Letzterer ist mit einer concentrischen Bohrung versehen, in welche von unten ein cylindrischer Stahlstift I tritt. Dieser Stift / dient als Dorn, um den die Oesen gebogen werden.
Der Vorgang ist nun folgender: Das freie Ende des auf die Rolle G gewickelten Drahtes wird zwischen den Führungsrollen i und durch eine Oeffnung des Ringes m hindurch, am Stift / vorbei, durch den Einschnitt q einer Stahlplatte ο gezogen und mit einer Kette / verbunden, welche zum Fortrücken des Arbeitsstückes dient. Der Flügel H macht nun eine Umdrehung und windet dabei den Draht um den Stift /, hierauf tritt der letztere aus der Bohrung des Zapfens k und der gewundenen Oese nach unten zurück, ebenso die Platte 0, und die Kette p rückt um die Entfernung von Mitte zu Mitte der Oesen fort, wobei zugleich entsprechend viel Draht von der Rolle G abgewickelt wird. Nach Stillstand der Kette werden der Stift / und die Platte ο wieder in die Höhe gehoben, worauf der Flügel wieder eine Umdrehung macht u. s. f. Damit sich der Draht beim Winden dicht an den Stift I anlegt und nicht abfedert, befindet sich im Zapfen k noch ein Stift s, der als Mitnehmer dient. Durch eine Feder nach unten gedruckt, gleitet derselbe über die den Einschnitt q bildenden Erhöhungen und drängt den Draht vor sich her.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die Riemscheibe A) A1 ist die Losscheibe, B die Ausrückgabel. Von der Antriebswelle χ aus wird die Bewegung durch das Getriebe C auf das Zahnrad Ό, welches auf der Welle y sitzt, übertragen. Von hier aus wird durch die konischen Räder E, die stehende Welle ν und' die Stirnräder F' F2 und F3 die Bewegung des Flügels abgeleitet. Das Rad F1 sitzt lose auf der Welle ν und wird mit dieser durch einen Klauenmuff g gekuppelt. Die Ein- und Ausrückung des letzteren erfolgt selbstthätig durch einen Hebel h, welcher von einer Feder_/ abwärts gedrückt wird und mit einem Ansatz auf einer Führungscurve V, die sich mit der Welle ν dreht, gleitet. Die Form der Führungscurve, die aus einem Stahlringe besteht, ist derart, dafs während einer halben Umdrehung der Welle ν die Verbindung derselben mit dem Rade F1 hergestellt und während der anderen halben Umdrehung gelöst ist. Dementsprechend
F1 macht also bei einer Uebersetzung -^3 = 2 der
Flügel H erst eine Umdrehung, wobei die Oese gewunden wird, und steht dann still, während welcher Zeit die gewundenen Oesen von der Kette um einen Theil weiter transportirt werden. Damit der Flügel nach erfolgter Umdrehung stets in derselben Stellung stehen bleibt und sich nicht infolge des Beharrungsvermögens nach Auslösung der Kuppelung noch ein Stück fortdreht, schiebt sich im Moment der Auslösung ein im Gestell gelagerter Bolzen L zwischen am Flügel befindliche Knaggen k. Das Vorschieben, ebenso auch das Zurückziehen dieses Bolzens erfolgt durch einen denselben erfassenden Arm. des Hebelst beim Aus- und Einrücken der Kuppelung.
Der Stift / und die Platte 0 sind an einem im Gestell geführten Gleitstück N befestigt. Das Heben und Senken des Gleitstückes erfolgt durch einen zweiarmigen Hebel M, der sich um
den Bolzen ζ dreht imd> dessen eines Ende durch eine Zugstange mit dem Gleitstück verbunden ist, während das andere Ende eine Stahlrolle trägt, die in einer entsprechend geformten Curve des Rades D geführt ist. Damit sich der Draht beim Biegen der Oesen nicht verschiebt, sind in das Gleitstück N noch drei Stifte r geschraubt, die in die drei zuletzt gebogenen Oesen eintreten und dieselben festhalten.
Die Bewegung der Kette p erfolgt von der Welle y aus' durch die konischen Räder R, die Stirnräder ο und die Fortrückscheibe S. Letztere sitzt mit der vorderen der beiden achtseitigen Scheiben -P, über welche die Kette gelegt ist, auf einer Welle. Die Länge eines Gliedes der Kette ist gleich der Entfernung zweier Oesen. Jedes Glied trägt eine Knagge, welche eine Oese erfafst und vor sich herschiebt.
Ehe die fertig gebogenen Oesen die Maschine verlassen, gelangen sie noch unter eine Excenterpresse Q, wo die Stellen, an denen der Draht doppelt übereinander liegt, der einfachen Drahtstärke entsprechend zusammengedrückt werden. Das Pressen geschieht, während eine Oese gebogen wird, die Kette also still steht. Der Betrieb der Presse erfolgt von der Welle y aus (s. Fig. 5) durch zwei konische Räderpaare und eine stehende Welle.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Die Einrichtung der Drahtrolle G und des Flügels H, letzterer an seinem oberen Theile mit einem konischen Zapfen, einer Antriebs-, Ausrücke- und Anhalte-Vorrichtung, an seinem unteren Theile mit dem Zapfen k, dessen centraler Bohrung und dessen federndem Stift s, mit den Drahtführungsrolleri i und der ringförmigen Führung m in dem Ringe n, in Verbindung mit der Platte 0, deren Einschnitt q und dem Stift /, nebst der Vorrichtung zum rechtzeitigen Auf- und Abbewegen dieser Theile 0 ql.
2. Die sämmtlichen unter 1 genannten Theile, in Verbindung mit den Stiften r r und der Kettenfortrückbewegung für den mit Oesen versehenen Draht. _
3. Die sämmtlichen unter 1 und 2 genannten Theile, in Verbindung mit der Excenterpresse Q, zum Zusammendrücken des die Oese bildenden Drahtes.
4. Die gesammten Theile in ihrer Zusammensetzung, mit ihren Betriebsmechanismen zum Biegen von Drahtösen, wie solche Theile und Betriebsmechanismen nebst ihrer Wirkungsweise oben beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung erläutert worden sind.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE000000001288DA 1877-12-12 1877-12-12 Maschine zum Biegen von Drahtösen Expired - Lifetime DE1288C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE1288T 1877-12-12

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DE1288C true DE1288C (de)

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ID=70846797

Family Applications (1)

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DE000000001288DA Expired - Lifetime DE1288C (de) 1877-12-12 1877-12-12 Maschine zum Biegen von Drahtösen

Country Status (1)

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DE (1) DE1288C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2553796A (en) * 1949-08-01 1951-05-22 Marchant Calculating Machine Spring coiling machine
DE1090812B (de) * 1957-03-08 1960-10-13 Karl Steinhof App Fabrik Nadelbremse an Handstrickapparaten
FR2104883A1 (de) * 1970-08-27 1972-04-21 Jeol Ltd
  • 1877

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2553796A (en) * 1949-08-01 1951-05-22 Marchant Calculating Machine Spring coiling machine
DE1090812B (de) * 1957-03-08 1960-10-13 Karl Steinhof App Fabrik Nadelbremse an Handstrickapparaten
FR2104883A1 (de) * 1970-08-27 1972-04-21 Jeol Ltd

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