DE127361C - - Google Patents

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DE127361C
DE127361C DENDAT127361D DE127361DA DE127361C DE 127361 C DE127361 C DE 127361C DE NDAT127361 D DENDAT127361 D DE NDAT127361D DE 127361D A DE127361D A DE 127361DA DE 127361 C DE127361 C DE 127361C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Bekanntlich wird ein sehr waschechtes Schwarz auf pflanzliche Fasern, besonders Baumwolle dadurch hergestellt, dafs das Garn oder der Stoff mit einem Gemisch einer Lösung von Anilin mit Säuren und Sauerstoff abgebenden oder übertragenden Mitteln, z. B. chlorsauren Salzen und Kupferoxydsalzen, durchtränkt, getrocknet und der Einwirkung des Sauerstoffs der Luft durch Verhängen ausgesetzt wird.
Das zuerst farblose Garn wird langsam grün bis blaugrün durch auf der Faser gebildetes Emeraldin; aus diesem Grün entsteht sofort die gesuchte Farbe, indem der grüne Stoff in Lösung von doppelchromsauren Salzen oder Chromsäure gebracht wird.
Das auf diese Weise erhaltene Schwarz zeigt aber bei sehr guter Beständigkeit gegen Alkalien und Seife eine grofse Empfindlichkeit gegen Säuren und besonders gegen gleichzeitig saure und reducirende Substanzen, z. B. schweflige Säure und deren saure Salze, z. B. Bisulfit.
Das Schwarz wird durch Berührung mit diesen genannten Reagentien grün bis graugrün. Säuren und gleichzeitig reducirenden Agentien aber ist das gefärbte Material beim Tragen ausgesetzt, indem die Luft besonders durch die Rauchgase, saure Dämpfe wie schweflige Säure und andere einwirkt; ferner wirkt auch der saure Schweifs auf das Schwarz in gleichem Maafse wie Säuren ein.
Man war deshalb schon immer bestrebt, Oxydationsschwarz unvergrünlich herzustellen, d. h. ein Schwarz zu erhalten, welches unempfindlich gegen die Einflüsse von Säuren und sauren reducirenden Agentien wie Bisulfit ist.
Es wurde vorgeschlagen, das Garn, bevor mit Oxydationsschwarz gefärbt wurde, mit säureechten schwarzen Farben vorzugrundiren, z. B. mit substantivem Schwarz, dem sogen. Diaminschwarz, vorzufärben und dann mit der Oxydationsflotte zu durchtränken. Durch den säureechten Untergrund wurde das Grünwerden des Anilinschwarzes verdeckt. Dieses Verfahren ist natürlich wegen des Vorfärbens mit Diaminfarben umständlich und theurer geworden, das Schwarz blutet überdies bei heifsem Seifen durch den Diamingrund mehr oder weniger aus, verliert also an Waschechtheit, und bei längerer Einwirkung von Luft und Licht entsteht, da der Diamingrund nur beschränkt lichtecht ist, ein immer mehr grau bis grünlich werdendes Schwarz.
Von anderer' Seite wurde vorgeschlagen, das Oxydationsschwarz mit einem Gemenge von Anilin, Säuren, chlorsauren Salzen und Kupferoxydsalzen nachzubehandeln, und dadurch wirklich ein bedeutend weniger vergrünliches Schwarz erhalten.
Andere setzen dem Chromsäurebad bezw. Bichromatbad Anilin zu oder geben nach dem Chromiren noch ein zweites Chromatbad, welches etwas Anilinsalze enthält, und übersetzen dadurch das Anilinoxydationsschwarz mit bekanntlich säureechtem, aber stark abschmutzendem Directschwarz.
In beiden Fällen, ob mit Anilin, Säuren, Chloraten und Kupfersalzen oder mit Bichromaten, Säuren und Anilin nachbehandelt wird, wird das Oxydationsschwarz aber wesentlich weniger reibecht und verliert also eine der am meisten geschätzten Eigenschaften eines
guten Schwarz. Aufserdem vertheuert die Nachbehandlung mit den obigen Mitteln' die Färbung bedeutend, besonders dadurch, dafs weit mehr (3 bis iopCt.) Anilin aufgewendet werden mufs, wenn eine bedeutend bessere Unvergrünlichkeit mit der Nachbehandlung erzielt werden soll.
Ich habe nun gefunden, dafs es gelingt, ohne besondere Nachbehandung durch den einfachen Oxydationsprocefs mit einfacher Chromirung ein ganz hervorragend unvergrUnlichesSchwarz herzustellen, wenn man statt Anilin bezw. dessen Salze in bekannter Weise zu oxydiren, ein Gemenge von Anilin und Metanitranilin verwendet. Das Verfahren zur Herstellung des neuen Schwarz bleibt im Uebrigen genau dasselbe wie für das Anilin-Oxydationsschwarz.
, Zu bemerken ist noch, dafs die Oxydation von Metanitranilin für sich allein kein Schwarz, sondern nur ein Braun ergiebt. Bei der Oxydation des Gemenges von Nitranilin und Anilin entsteht wahrscheinlich ein in Bezug auf die Constitution dem gewöhnlichen Anilinschwarz ähnliches Schwarz, welches aber die sauren Nitrogruppen des Nitranilins enthält, welche die Säureempfindlichkeit der aus den Amidogruppen entstandenen basischen Gruppen, wahrscheinlich Imidgruppen, aufheben.
Zur Ausführung des Verfahrens wird z. B. wie folgt gearbeitet:
Es wird hergestellt eine Lösung von
6 Gewichtsth. Anilinöl,
6 5} Metanitranilin,
i6 Salzsäure cone,
21 55 Chlorammonium,
6 ; 55 chlorsaurem Natron,
■ 2 Gewichtsth. Kupfernitrat
1000 Wasser.
Mit dieser Lösung wird das vorher ausgekochte, gewaschene und wieder getrocknete Garn gleichmäfsig durchtränkt, der Ueberschufs der Flotte abgewunden und das Garn nun zunächst unter öfterem Wenden bei etwa 300C. getrocknet. Hiernach wird das Garn durch Einhängen in einen dunkeln, 400 warmen, durch Verdampfenlassen von Wasser feucht gehaltenen Raum während 12 Stunden oxydirt. Hierauf zieht man das dunkelgrüne Garn in einer 500 warmen Lösung von 5 procentigem Kaliumbichromat vom Gewicht des Garns um und steckt es in diese Lösung noch 24 Stunden ein, wäscht alsdann gut und trocknet.
Das erhaltene Schwarz ist vollkommen seifecht und wird durch warme loprocentige Schwefelsäure und durch warme ioprocentige Bisulfitlösung kaum verändert, während ein unter den gleichen Arbeitsverhältnissen hergestelltes Schwarz aus reinem Anilin, zu dessen Herstellung also statt der 6 Th. Anilin und 6 Th. Metanitranilin 12 Th. Anilin angewendet wurden, gegen obige Reagentien sehr empfindlich ist, indem es durch sie stark vergrünt.
Das Metanitranilin ist bekanntlich leicht herzustellen durch partielle Reduction des Dinitrobenzols, wie es durch stärkere Nitrirung des Benzols als für Nitrobenzol erhalten wird. Dasselbe unvergrünliche Anilinschwarz kann auch als Pulver statt auf der Faser durch Erwärmen der Oxydationsgemische erhalten werden. Dieses Pulver soll zur Herstellung neuer Farbstoffe dienen.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Verfahren zur Herstellung eines unvergrünlichen Oxydationsschwarzes, gekennzeichnet durch die Verwendung von Ge.mengen von Anilin und Metanitranilin.
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