DE1247C - Verfahren zur Bereitung phosphorsaures Natron haltender Seifen - Google Patents

Verfahren zur Bereitung phosphorsaures Natron haltender Seifen

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DE1247C
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
    • C11D9/06Inorganic compounds
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Description

1877.
KARL FUNK und ADOLF ELTZE in HELMSTEDT. Verfahren zur Bereitung von phosphorsaures Natron enthaltenden Seifen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1877 ab. Längste Dauer: 20. April 1892.
Betrachtungen über die Wirkung des Urins gegen aufgesprungene Hände und als Waschmittel für die Wolle, wobei derselbe durch kohlensaures Ammoniak oder Aetzammoniak nur zum Theil ersetzt werden soll, führten uns auf die Idee, dafs im gefaulten Urin noch andere Substanzen enthalten seien, welche diese besondere Wirkung bedingen. So kamen wir auf die Vermuthung, dafs die phosphorsauren Salze in unbekannter Weise daran Antheil nehmen könnten und suchten dies durch Versuche, Wofle mit phosphorsaurem Natron zu waschen, nächzuweisen. Bei fettreichen Wollen setzen wir so viel Aetznatron zu, dafs die Verbindung Na 3 PO 4 entstand. Obgleich wir günstige Resultate damit erzielten, so nahmen wir doch von der weiteren Verfolgung dieser Verwendung Abstand, da uns die Gelegenheit fehlte, gröfsere Fabrikversuche zu machen, die allein über die Zweckmäfsigkeit entscheiden können, und wobei die alleinige Anwendung von phosphorsaurem Natron oder auch nur als Zusatz zu den üblichen Mitteln, Soda oder Urin, zu theuer sein würde. Da wir uns nun einen praktischen Erfolg von dem Zusätze dieses Mittels zur Seife versprachen, so wurden mehrere Versuche gemacht, die zu der unten angegebenen Bereitungsweise der Seife führten.
Aus diesen Versuchen geht hervor, dafs eine chemische Verbindung existiren mufs, die gewifs ähnlich wie die bei der Eschweger Seife zwischen Na2 CO3 und Seife angenommene, hier zwischen phosphorsaurem Natron und Seife stattfindet, eine Annahme, die auch noch durch die gleiche Ausbeute, etwas über 200 pCt. vom Fett, unterstützt wird.
Auf Grund dieser Untersuchungen halten wir 10 pCt. phosphorsaures Natron, Na1HPO1" + 12H2O, als geeignetsten Zusatz zur Seife. Da nun aber bei jder Darstellung von Kernseifen ein grofser Theil in die Unterlauge geht, so setzen wir eine concentrate heifse Lösung von 10 pCt.
phosphorsaurem Natron auf Fettensalz dem von der Unterlänge abgeschöpften Kern zu und lassen dieselbe unterkrücken.
Bei Leimseifen achten wir darauf, dafs diejenigen Fette, von denen sich Kerne darstellen lassen, erst ausgesalzen werden, und darin in dem durch Auflösen in Wasser erhaltener. Seifenleim ebenfalls io pCt. phosphorsaures ';atron vom Fettensalz als Minimalsatz zugesetzt wird. Alsdann wird die Seife nochmals abgerichtet, wodurch Dinatriumphosphat in Trinatriumphosphat übergeführt wird, was indessen bei möglichst neutralen Seifen auch unterbleiben kann. Bei kalt gerührten Toiletten-Seifen haben wir j mit gutem Erfolge 15 pCt. phosphorsaures Natron, auf Fett, anwenden lassen. Bei pilirten Seifen wird das phosphorsaure Natron in Pulverform zugesetzt und verarbeitet.
Die Vorzüge, welche unsere Seife besitzt, sind:
1. Sie gestattet eine höchst rationelle Ausnutzung des Fettes, da man mit unseren Seifen mehr leistet, wie mit einer anderen von gleichem
j Fettgehalt.
2. Die Wäsche wird nicht im mindesten angegriffen, wie dies ähnliche Seifensurrogate, z. B. »Wasserglas«, in hohem Maafse thun.
3. Der Schmutz der Wäsche wird auf eine merkwürdig leichte Weise entfernt, dessen Grund allerdings unbekannt ist. Hartes Wasser wird durch Ausfällung des Kalkes als phosphorsaurer Kalk weich gemacht.
4. Gewöhnliche Seife sowohl, wie nach unserem Verfahren dargestellte Toiletten-Seife gicbt der Haut eine grofse Weichheit und scheint auf die Reinheit der Haut durch Vertreibung der Hautparasiten nicht ohne Einflufs zu sein.
5. Vom wirtschaftlichen Standpunkte aus ist es gewifs wichtig, wenn Seifensurrogate nach der Anwendung :m Haushalte und in den Gewerben noch 1
von Aeckern haben.
en Werth für die Berieselung
DE1247DA 1877-07-26 1877-07-26 Verfahren zur Bereitung phosphorsaures Natron haltender Seifen Expired - Lifetime DE1247C (de)

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