DE1246909B - Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe

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DE1246909B
DE1246909B DEF38981A DEF0038981A DE1246909B DE 1246909 B DE1246909 B DE 1246909B DE F38981 A DEF38981 A DE F38981A DE F0038981 A DEF0038981 A DE F0038981A DE 1246909 B DE1246909 B DE 1246909B
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Germany
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copper
hydroxynaphthalene
dyes
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disazo dyes
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DEF38981A
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English (en)
Inventor
Dr Karl-Heinz Schuendehuette
Dr Fritz Suckfuell
Dr Horst Nickel
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/24Disazo or polyazo compounds
    • C09B45/28Disazo or polyazo compounds containing copper
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/08Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl
    • C09B35/20Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl from two coupling compounds of different types

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C09b
C 0 9 e 4 5/28
Deutsche Kl.: 22 a - 6
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
F 38981 IV c/22 a
11. Februar 1963
10. August 1967
Es wurde gefunden, daß man wertvolle kupferhaltige Disazofarbstoffe erhält, wenn man 1 Mol tetrazotiertes 3,3'-Dimethoxy- oder 3,3'-Dichlor-4,4'-diaminodiphenyl mit jeweils annähernd 1 Mol einer 2 - Acylamino - 5 - hydroxynaphthalin - 4,8 - disulfonsäure und einer Oxynaphthalinsulfonsäure kuppelt und die so erhältlichen Farbstoffe mit kupferabgebenden Mitteln behandelt.
Die verfahrensgemäß erhältlichen Farbstoffe entsprechen der Formel
Cu
Cu
O SO3H
NH -acyl
SO3H
worin R für den Rest eines Sulfonaphthalins steht, in dem sich die komplexgebundene Hydroxylgruppe in o-Stellung zur Azogruppe befindet und das weitere Substituenten aufweisen kann; acyl bedeutet einen Acylrest, bevorzugt den Rest einer aliphatischen oder aromatischen Carbonsäure.
Die Kupplung des tetrazotierten Dianisidins bzw. 3,3'-Dichlorbenzidins mit den Naphtholsulfonsäuren wird in alkalischem, wäßrigem oder wäßrig-organischem Medium vorgenommen. Beim Aufbau unsymmetrischer Disazofarbstoffe erfolgt die Umsetzung bevorzugt stufenweise, d. h. daß man zunächst die für die halbseitige Kupplung erforderliche Menge der einen Naphtholsulfonsäure einsetzt und anschließend mit der erforderlichen Menge der zweiten Sulfonaphthol-Kupplungskomponente zum Disazofarbstoff vereinigt. Die Reihenfolge, in welcher die Kupplungskomponenten zur Anwendung gelangen, ist im allgemeinen nicht von entscheidender Bedeutung; sie richtet sich im übrigen auch nach der Natur der Kupplungskomponente R — OH.
Geeignete 2 - Acylamino - 5 - hydroxynaphthalin-4,8-disulfonsäuren sind unter anderem die in 2-Stellung durch Benzoylamino-, Nitrobenzoylamino-, Chlorbenzoylamino-, Acetylamino- und Chloracetylaminogruppen substituierten Derivate.
Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger
Disazofarbstoffe
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Karl-Heinz Schündehütte, Opladen;
Dr. Fritz Suckfüll,
Dr. Horst Nickel, Leverkusen
Als Kupplungskomponenten R — OH können α- oder /J-Hydroxynaphthalin-mono- oder -polysulfonsäuren Verwendung finden, die im übrigen noch weitere andersartige Substituenten aufweisen können. Beispielsweise zu nennen sind 1-Hydroxynaphthalin-3- oder -4- oder -5-monosulfonsaure, l-Hydroxynaphthalin-3,6-; -3,8- oder -4,8-disulfonsäure, 2-Hydroxynaphthalin-4- oder -5- oder-6-monosulfonsäure oder 2-Hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure.
Die entalkylierende Kupferung der zunächst erhaltenen Disazofarbstoffe erfolgt nach an sich üblichen Verfahren, z. B. durch Einwirkung von Kupfersalzen, wie Kupfersulfat, in wäßrigem Medium, gegebenenfalls unter Anwendung von Druck, oder durch Verbacken der Farbstoffe mit Kupfersulfat. Die entchlorierende Kupferung kann z. B. nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 571 859 vorgenommen werden.
Die neuen Farbstoffe sind wertvolle Produkte, die insbesondere Cellulosematerialien, wie Textilien aus regenerierter oder nativer Cellulose, in überwiegend blauen Farbtönen mit sehr guten Echtheitseigenschaften, insbesondere sehr guter Licht- und Naßechtheit färben.
Gegenüber nächstvergleichbaren, aus der deutschen Auslegeschrift 1 075 246, Beispiel 1, und der deutschen Auslegeschrift 1 061 643, Beispiel 1, bekannten Farb-
709 620/468
stoffen, weisen die verfahrensgemäß erhältlichen Farbstoffe der Formeln
NH — CO
SO3H
HO O
O SO3H
NHOCCH3
SO3H
SO3H
deutlich überlegene Schweißechtheit der Baumwollfärbung aus.
Beispiel
24,4 Gewichtsteile Dianisidin (0,1 Mol) werden als Chlorhydrat in 300 Volumteilen Wasser von 800C gelöst und durch Zugabe von Eis auf 150C abgekühlt. Bei dieser Temperatur werden anschließend 30 Volumteile konzentrierte Salzsäure zugegeben. Man tetrazotiert wie üblich mit einer Lösung von 14 g Natriumnitrit. Nach beendeter Tetrazotierung werden 33,5 Gewichtsteile l-Hydroxynaphthalin^S-disulfonsäure in die Lösung derTetrazoniumverbindung eingetragen und durch langsames Zutropfen von 150 Volumteilen einer 20°/uigen Sodalösung halbseitig zur Monoazo-diazonium-Verbindung gekuppelt.
Nach beendeter halbseitiger Kupplung läßt man unter Rühren eine Lösung aus 42,3 Gewichtsteilen 2 - Benzoylamino - 5 - hydroxynaphthalin - 4,8 - disulfonsäure in 1500 Volumteilen Wasser und 150 Volumteilen einer 2O°/oigen Sodalösung zulaufen. Bei pH 8 bis 10 ist die zweite Kupplung innerhalb weniger Stunden beendet. Dann wird das Reaktionsgemisch auf 80 bis 85°C erwärmt, mit 400 Gewichtsteilen Natriumchlorid versetzt und der ausgesalzene Farbstoff isoliert.
Die so erhaltene Farbstoffpaste wird in 1500 Volumteilen Wasser bei 80ü C gut verrührt und mit einem Gemisch aus 60 Gewichtsteilen Kupfersulfat, 300 Volumteilen einer konzentrierten Ammoniaklösung und 200 Volumteilen Wasser versetzt. Dann werden 1500 Volumteile einer 20°/()igen Kochsalzlösung zugegeben, das Reaktionsgemisch auf 95 bis 1000C erhitzt, 6 Stunden bei dieser Temperatur gerührt und anschließend noch heiß isoliert.
Nach dem Trocknen wird die Kupferkomplexverbindung des Farbstoffs der Formel
HO3S OH
HO
HO SO3H
N = N
NHCOC6H5
SO3H
SO3H
in Form eines dunklen Pulvers erhalten, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und Baumwolle in blauen Tönen mit guten Echtheiten färbt.
Wird in diesem Beispiel die l-Hydroxynaphthalin-4,8-disulfonsäure durch l-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure, 1 - Hydroxy naphthalin - 3,6 - disulfonsäure, 2-Hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure, 2-Benzoylamino - 5 - hydroxynaphthalin - 7 - sulfonsäure oder wird die 2-Benzoylamino-5-hydroxynaphthalin-4,8-disulfonsäure durch die 2-Acetylamino-5-hydroxynaphthalin-4,8-disulfonsäure ersetzt, so werden ebenfalls Farbstoffe erhalten, die Baumwolle in blauen Tönen färben.
Zu mit den angegebenen Farbstoffen identischen Produkten gelangt man, wenn an Stelle des Dianisidins 3,3'-Dich)orbenzidin verwendet und die Umwandlung in die Kupferkomplexverbindung unter den Bedingungen der entchlorierenden Kupferung vorgenommen wird.
60

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol tetrazotiertes 3,3'-Dimethoxy- bzw. 3,3'-Dichlor-4,4'-diaminodiphenyl mit jeweils annähernd 1 Mol einer 2-Acylamino-5-hydroxynaphthalin-4,8-disulfonsäure und einer Oxynaphthalinsulfonsäure kuppelt und die erhaltenen Verbindungen unter Bildung von Färb-
    5 stoffen der allgemeinen Formel
    O Cu — O
    worin R den Rest eines Sulfonaphthalins bedeutet, das weitere Substituenten aufweisen kann und
    in dem sich die komplexgebundene Hydroxyl- ίο worin acyl einen Acylrest bedeutet, mit kupfergruppe in o-Stellung zur Azogruppe befindet und abgebenden Mitteln behandelt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 075 246, 1061463, 1012 405.
    Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel mit Erläuterung ausgelegt worden.
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NL (1) NL6401096A (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1012405B (de) * 1955-03-18 1957-07-18 Sandoz Ag Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe
DE1061463B (de) * 1957-08-14 1959-07-16 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe
DE1075246B (de) * 1955-02-10 1960-02-11 Ciba Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz) Verfahren zur Herstellung kupfcrhaltiger Disazofarbstoffe

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1075246B (de) * 1955-02-10 1960-02-11 Ciba Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz) Verfahren zur Herstellung kupfcrhaltiger Disazofarbstoffe
DE1012405B (de) * 1955-03-18 1957-07-18 Sandoz Ag Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe
DE1061463B (de) * 1957-08-14 1959-07-16 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe

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GB1006891A (en) 1965-10-06
BE643443A (de) 1964-05-29
NL6401096A (de) 1964-08-12
CH461678A (de) 1968-08-31

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