DE1237996B - Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide

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DE1237996B
DE1237996B DE1964C0033587 DEC0033587A DE1237996B DE 1237996 B DE1237996 B DE 1237996B DE 1964C0033587 DE1964C0033587 DE 1964C0033587 DE C0033587 A DEC0033587 A DE C0033587A DE 1237996 B DE1237996 B DE 1237996B
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DE
Germany
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titanium
low
production
tetrahydronaphthalene
halides
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Application number
DE1964C0033587
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English (en)
Inventor
Dr Klaus-Martin Kiepert
Friedrich Enzmann
Dr Heinrich Weber
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Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G23/00Compounds of titanium
    • C01G23/02Halides of titanium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide Die bei der Niederdruckpolymerisation von a-Olefinen als Katalysatorbestandteil wirksamen niederwertigen Titanhalogenide werden im allgemeinen hergestellt, indem man Titantetrahalogenid, insbesondere Titantetrachlorid, in inerten Verdünnungsmitteln mit aluminiumorganischen Verbindungen reduziert. Hierbei entsteht eine entsprechende Menge Aluminiumhalogenid, welche im gebildeten Titanhalogenidniederschlag verbleibt. Die auch nach dem Auswaschen noch Aluminiumhalogenid enthaltenden Reaktionsprodukte erhalten ihre katalytische Aktivität nach Zusatz beispielsweise aluminiumorganischer Verbindungen. Die Aktivität der Mischkatalysatoren beruht weitgehend auf deren Feinteiligkeit, nicht dagegen etwa auf einem von der Herstellung der niederwertigen Titanverbindung stammenden Aluminiumanteil.
  • Daher haben solche Katalysatoren, die aus aluminiumhalogenidfreiem, niederwertigem Titanhalogenid bereitet werden, ein besonderes Interesse.
  • Gegenstand des deutschen Patentes 1175 657 ist ein Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide, bei dem man Titan-(4)-halogenide unter Ausschluß von Flüssigkeit mit technischem Tetrahydronaphthalin bei bis zu dessen Siedepunkt ansteigenden Temperaturen und normalem Druck in flüssiger Phase umsetzt.
  • Es wurde gefunden, daß man niederwertige Titanhalogenide vorteilhaft herstellen kann, indem man Titan-(4)-halogenide unter Ausschluß von Feuchtigkeit mit einem gebundenen Sauerstoff enthaltenden Tetrahydronaphthalin oder mit Tetralinhydroperoxid oder Tetralon, gelöst in einem inerten Lösungsmittel, bei bis zum Siedepunkt des Reaktionsgemisches ansteigenden Temperaturen und normalem Druck in flüssiger Phase umsetzt.
  • Der Erfindung liegt also die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß die wirksamen Inhaltsstoffe, welche die Reduktion der Titan-(4)-halogenide herbeiführen, nicht beispielsweise Naphthalin, Decahydronaphthalin oder Spuren von Wasser sind, sondern Sauerstoffverbindung en des Tetrahydronaphthalins.
  • Als Titan-(4)-halogenid kann man Titantetrachlorid, Titantetrabromid oder Titantetrajodid verwenden.
  • Als gebundenen Sauerstoff enthaltendes Tetrahydronaphthalin kann man ein solches verwenden, das man beispielsweise unter Durchleiten von Luft bei 0 bis 100°C Sauerstoff erhalten hat. Man kann auch auf diese Weise ein Konzentrat herstellen, das bis zu 20, bevorzugt etwa 14 °/o Sauerstoff enthält und dieses beispielsweise mit reinem Tetrahydronaphthalin verdünnen.
  • An Stelle dieses hydroperoxidhaltigen Tetrahydronaphthalins kann man auch reines Tetralinhydroperoxid oder Tetralon, gelöst in einem inerten Lösungsmittel, einsetzen.
  • Als inertes Verdünnungsmittel, welches dem sonst vorliegenden reinen Tetrahydronaphthalin gleichwertig ist, kann ein über 200°C siedender gesättigter Kohlenwasserstoff oder z. B. auch ein hydrierter Petrolschnitt dienen. In diesen Lösungen kann das Tetralinhydroperoxid bzw. das Tetralon in Konzentrationen von etwa 0,5 bis 6 °/a, bevorzugt 2 bis 4 °/o, vorliegen.
  • Man führt die Reduktion aus, indem man das Titantetrahalogenid, vorzugsweise unter normalem Druck, mit der Tetralinhydroperoxid oder Tetralon enthaltenden Lösung bis zu deren Siedetemperatur erwärmt; bei dieser zweckmäßig am Rückfluß vorgenommenen Umsetzung wird Halogenwasserstoff frei, während das niederwertige Titanhalogenid unlöslich ausfällt. Dieses kann leicht durch Auswaschen mit inerten Verdünnungsmitteln wie Hexan oder Benzol gereinigt werden. Das Titan-(4)-halogenid wird in Mengen von 50 bis 2000 °/o, bevorzugt 100 bis 500 °/o, bezogen auf Tetralinhydroperoxid bzw. Tetralon, eingesetzt. Die Umsetzung erfordert, abhängig von Reaktionstemperatur und der Konzentration einerseits des Tetralinhydroperoxides bzw. Tetralons, andererseits des Titan-(4)-halogenides im Gemisch, eine Zeit von etwa 5 bis 7 Stunden; beispielsweise 6 Stunden bei einem Gemisch aus 12 °/o Titantetrachlorid in Tetrahydronaphthalin, das 2,5°/o Tetralon enthält. Die Umsetzung kann durch Rühren gefördert werden.
  • Der Vorteil des neuen Verfahrens liegt darin, daß die Reduktionswirkung des Tetralinhydroperoxids bzw. des Tetralons in dem inerten Lösungsmittel wesentlich größer ist als die des technischen Tetrahydronaphthalins. So werden unter den Bedingungen der Beispiele 2 und 4 über 80 °/fl des eingesetzten Titantetrachlorids reduziert. Das Verfahren ermöglicht die besonders einfache, billige und gegenüber der sonst praktizierten Methode der Reduktion mit selbstentzündlichen metallorganischen Verbindungen ungefährliche Herstellung niederwertiger Titanhalogenide, die von anderen Metallen frei sind und sich wegen ihrer Feinteiligkeit zur Herstellung von metallorganischen Mischkatalysatoren durch Kombination mit metallorganischen Verbindungen wie aluminiumorganischen Verbindungen, z. B. Aluminiumalkylverbindungen, besonders eignen. Derartige Katalysatoren sind für die Polymerisation z. B. von a-Olefinen besonders vorteilhaft.
  • Die nach dem beanspruchten Verfahren hergestellten Reduktionsprodukte des Titantetrachlorids besitzen nach Verdampfen des anhaftenden Verdünnungsmittels im Vakuum oder in Inertgasatmosphäre pyrophoren Charakter. Für die Weiterverwendung zur Herstellung von metallorganischen Mischkatalysatoren durch Kombination mit metallorganischen Verbindungen ist es zweckmäßig, sie nicht zu trocknen, da ihre Feinteiligkeit, die für diesen Zweck von besonderem Vorteil ist, dabei Einbußen erleidet oder sogar verlorengeht. Beispiel 1 In einem 250-mI-Rührkolben wird unter trockenem Stickstoff zu einer vorgelegten Lösung von 11 ml Titantetrachlorid (100 mM) in 100 ml reinem Tetrahydronaphthalin bei 80°C eine Lösung von 25 mM Tetralinhydroperoxid in 50 g Tetrahydronaphthalin unter Rühren rasch zugegeben und die Temperatur langsam bis zur Siedetemperatur gesteigert. Das Reaktionsgemisch wird 6,5 Stunden am Rücklauf gerührt. Unter Chlorwasserstoffabspaltung bildet sich ein dunkler Niederschlag. Nach dem Erkalten wird der Ansatz unter Stickstoff filtriert und der Filterrückstand mit etwa 21 trockenem Hexan gewaschen und anschließend in 250 ml Hexan suspendiert. Der gebildete Niederschlag weist ein Ti: Cl-Verhältnis von 1: 2,18 auf und enthält 67,2 °/o des eingesetzten Titans. Beispiel 2 In einem 500-ml-Rührkolben werden zu einer vorgelegten Lösung von 11,7g (80 mM) Tetralon in 200m1 reinem Tetrahydronaphthalin bei 0°C unter Umrühren 11 ml (100 mM) Titantetrachlorid langsam zugetropft. Dabei fällt ein orangefarbener Niederschlag aus. Der Ansatz wird langsam unter Umrühren erwärmt. Bei etwa 80°C setzt Chlorwasserstoffentbindung ein. Bei 130 bis 140°C färbt sich der Niederschlag allmählich dunkelbraun. Der Ansatz wird weiter bis zum Siedepunkt erhitzt und 6 Stunden unter Umrühren am Rückfluß gehalten. Nach dem Erkalten wird der gebildete Niederschlag unter Stickstoff abfiltriert und mit 21 Hexan gewaschen. Der ausgewaschene Niederschlag wird in 250 ml Hexan aufgeschlämmt. Er enthält 810/, des eingesetzten Titans bei einem Ti: Cl-Verhältnis von 1 : 1,48.
  • ' Beispiel 3 In einem 500-mt-Rührkolben wird unter trockenem Stickstoff bei 20°C zu einer Lösung von 100 ml eines Gemisches paraffinischer Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich von etwa 210 bis 220°C und 7,31g Tetra-Ion (entsprechend 50 mM) eine Lösung von 11 ml (100 mM) Titantetrachlorid in 100 ml eines Gemisches paraffinischer Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich von etwa 210 bis 220°C tropfenweise unter Rühren zugefügt. Bei einem Temperaturanstieg auf 32°C bildet sich ein gelber Brei. Der Ansatz wird unter ständigem Rühren aufgeheizt. Oberhalb 120°C tritt unter Dunkelfärbung Chlorwasserstoffabspaltung ein, wobei der Kolbeninhalt dünnflüssig wird. Anschließend wird noch 7 Stunden am Rückfluß erhitzt (etwa 210°C). Nach dem Erkalten wird der Ansatz unter Stickstoff filtriert und der Filterrückstand mit 2 I trockenem Hexan gewaschen. Der Niederschlag, der 72,8 °/o des eingesetzten Titans enthält und ein Ti : Cl-Verhältnis von 1:2,38 aufweist, wird zur weiteren Verwendung als Katalysatorkomponente in 250 ml Hexan aufgeschlämmt. Beispiel 4 In einem Rührkolben werden unter trockenem Stickstoff zu 100 Teilen reinem Tetrahydronaphthalin 28,5 Teile eines durch 50stündiges Hindurchleiten von Luft oxydierten Tetrahydronaphthalins, das 14,4 °/Q Tetralinhydroperoxid enthält, zugefügt. Dieses Gemisch wird nach Abkühlen auf 0°C unter Umrühren mit 19 Teilen Titantetrachlorid versetzt. Dann wird im Laufe von 1 Stunde bis zum Sieden aufgeheizt. Das Gemisch wird 5 Stunden unter Umrühren am Rückfluß erhitzt und nach anschließender Abkühlung unter Stickstoff filtriert. Der mit 21 trockenem Hexan ausgewaschene Filterrückstand wird in 250 ml Hexan suspendiert. Er enthält 86,7°/o des eingesetzten Titans.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide, dadurch gekennzeichnet, daß man Titan-(4)-halogenide unter Ausschluß von Feuchtigkeit mit einem gebundenen Sauerstoff enthaltenden Tetrahydronaphthalin oder mit Tetralinhydroperoxid oder Tetralon, gelöst in einem inerten Lösungsmittel, bei bis zum Siedepunkt des Reaktionsgemisches ansteigenden Temperaturen und normalem Druck in flüssiger Phase umsetzt. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1175 657.
DE1964C0033587 1964-08-07 1964-08-07 Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide Pending DE1237996B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1175657B (de) 1962-07-12 1964-08-13 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1175657B (de) 1962-07-12 1964-08-13 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung niederwertiger Titanhalogenide

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