DE1235489B - Verfahren zur Aufarbeitung von Isomerisierungsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Isomerisierungsprodukten

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DE1235489B
DE1235489B DES88664A DES0088664A DE1235489B DE 1235489 B DE1235489 B DE 1235489B DE S88664 A DES88664 A DE S88664A DE S0088664 A DES0088664 A DE S0088664A DE 1235489 B DE1235489 B DE 1235489B
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Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung von Isomerisierungsprodukten Die Erfindung betrifft die Aufarbeitung von Isomerisierungsprodukten.
  • Die Isomerisierung leichter Kohlenwasserstoffe mit mindestens 4 und nicht mehr als 7 Kohlenstoffatomen im Molekül, z. B. die Isomerisierung leichter unverzweigter Alkane zu leichten verzweigten Alkanen, mit Hilfe von flüssigen Friedel-Crafts-Katalysatoren ist bekannt. Ein Verfahren dieser Art ist z. B. in »Oil and Gas Journal« vom 3. April 1961, S. 151, beschrieben.
  • Geeignete flüssige Katalysatoren vom Friedel-Crafts-Typ für die Isomerisierung leichter Kohlenwasserstoffe sind geschmolzene Salzmischungen, die ein oder mehrere Aluminiumhalogenide enthalten, wie Aluminiumchlorid und/oder Aluminiumbronaid in Mischung mit einem oder mehreren anderen Halogeniden von z. B. Natrium, Kalium, Zinn, Antimon, Eisen, Kobalt oder Nickel. Ein sehr geeigneter Katalysator besteht z. B. aus einem geschmolzenen Gemisch von Antimontrichlorid und Aluminiumchlorid in einem Verhältnis von etwa 84 bis 98 Gewichtsprozent SbCl3 und 16 bis 2 Gewichtsprozent AlCl3.
  • Ebenso geeignet ist ein flüssiger Katalysator vom Friedel-Crafts-Typ aus einem Gemisch vonAntimonpentafluorid und Fluorwasserstoff oder aus einer Verbindung dieser beiden Stoffe, wie Hexafluorantimonsäure.
  • Die Isomerisierung wird gewöhnlich in Anwesenheit eines Halogenwasserstoffs, wie Chlorwasserstoff, durchgeführt. Dieser wird der Reaktionszone vorzugsweise zusammen mit dem Kohlenwasserstoffausgangsmaterial und gewünschtenfalls mit Wasserstoff (gegebenenfalls in der Form eines Wasserstoff enthaltenden Gases) zur Verhinderung einer Spaltung oder anderer unerwünschter Nebenreaktionen zugeführt. Dieser Wasserstoff und/oder. der Halogenwasserstoff können vollständig oder teilweise wiedergewonnen und im Kreislauf zurückgeführt werden.
  • Das Reaktionsprodukt aus dem Isomerisierungsprozeß, das die isomerisierten und die nicht umgesetzten leichten Kohlenwasserstoffe sowie eine gewisse Menge gelösten und/oder mitgeführten Katalysator enthält, wird in eine Destillationszone geführt, um den Katalysator von den leichten Kohlenwasserstoffen zu trennen. Die leichten Kohlenwasserstoffe werden als Dampf aus der Destillationszone abgezogen. Der Katalysator, der die Destillationszone in flüssiger Phase verläßt, kann in die Reaktionszone zurückgeführt werden, gegebenenfalls nach Vermischen mit einer oder mehreren frischen Katalysatorkomponenten, um die Menge und die Zusammensetzung des Katalysators in der Reaktionszone konstant zu halten.
  • Durch die Berührung zwischen den zu isomerisierenden leichten Kohlenwasserstoffen und dem Friedel-Crafts-Katalysator werden in der Reaktionszone geringe Mengen eines Materials gebildet, das als »Schlanun« « bekannt ist. Dieser Schlamm besteht überwiegend aus einem oder mehreren Organometallhalogenidkomplexen, die durch lmerwünschte Nebenreaktionen einer oder mehrerer Katalysatorkomponenten mit Zwischenreaktionskomponenten und/oder olefinischen und cyclischen Kohlenwasserstoffen, die in dem Ausgangsmaterial vorliegen können, gebildet werden. Der Schlamm kann auch geringere Mengen anorganischer Verbindungen enthalten, die durch Umsetzung von Metallhalogeniden mit Wasser, das in dem Ausgangsmaterial vorliegt, gebildet werden. Die Anhäufung von Schlamm, der keine oder nur eine geringe Isomerisierungsaktivität besitzt, kann z. B. vermieden werden, indem diskontinuierlich oder kontinuierlich ein Teil des Katalysators aus der Reaktionszone abgezogen und in einer Waschzone mit einem Kohlenwasserstoffstrom behandelt wird, z. B. mit frischem Isomerisierungsmaterial. Während dieser Waschbehandlung lösen sich Katalysatorkomponenten in dem Kohlenwasserstoffstrom und können dann zusammen mit diesem Strom in die Reaktionszone zurückgeführt werden.
  • Schlamm und andere Katalysatorverunreinigungen, die in Kohlenwasserstoff unlöslich sind, wie Korrosionsprodukte, werden diskontinuierlich oder kontinuierlich aus der Waschzone abgeführt.
  • Während der Isomerisierung der leichten Kohlenwasserstoffe werden in gewissem Umfang auch schwere Kohlenwasserstoffe,, d. h. Kohlenwasserstoffe mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie C8- bis C12-Kohlenwasserstoffe, gebildet. Bei der bereits obenerwähnten nachfolgenden Destillation verbleiben diese schweren Kohlenwasserstoffe im wesentlichen in der flüssigen Phase.
  • Um eine unzulässig starke Anhäufung dieser schweren Kohlenwasserstoffe in dem Isomerisierungssystem zu vermeiden, können sie nicht vollständig in die Isomerisierungszone zurückgeführt werden, sondern sie müssen mindestens zum Teil aus dem System abgezogen werden. Da diese schweren Kohlenwasserstoffe wesentliche Mengen gelöster und gegebenenfalls mitgeführter Katalysatorkomponenten enthalten, bedeutet ihre Entfernung aus dem Isomerisierungssystem gleichzeitig einen beachtlichenVerlust an wertvollen Katalysatorkomponenten.
  • Es sind zwar Verfahren zur Abtrennung von Schwebeteilchen aus derartigen Systemen bekannt.
  • Da die Katalysatorbestandteile aber nicht in Form von suspendierten oder kolioidalen Teilehen, sondem als gelöster Stoff vorliegen, versagen die Filterhilfsmittel in diesem Fall.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese gelösten Katalysatorkomponenten aus den schweren Kohlenwasserstoffen, die aus der Destillationszone abgezogen worden sind, wiedergewonnen werden können, indem man die schweren Kohlenwasserstoffe in einer Extraktionskolonne mit Katalysatorschlamm behandelt.
  • Die Erfindung betrifft demnach ein Verfahren zur Aufarbeitung von Isomerisierungsprodukten, die bei der Isomerisierung von leichten, wenigstens teilweise in flüssiger Form vorliegenden Kohlenwasserstoffen an einem flüssigen Katalysator vom Friedel-Crafts-Typ erhalten worden sind, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die bei der destillativen Aufarbeitung des Reaktionsproduktes anfallenden flüssigen schweren Kohlenwasserstoffe wenigstens zum Teil in einer Extraktionszone mit Katalysatorschlamm behandelt werden, der in der Isomerisierungszone gebildet wor den ist, worauf der an Katalysatorkomponenten angereicherte Schlamm in an sich bekannter Weise entweder durch Waschen mit für die Isomerisierung bestimmtem Ausgangsmaterial oder durch hydrierende Zersetzung in Anwesenheit von Wasserstoff aufgearbeitet wird.
  • Der an Katalysatorkomponenten angereicherte Schlamm wird aus der Extraktionszone abgezogen und kann in die Waschzone zurückgeführt werden, in der die Katalysatorkomponenten dann in dem frischen Ausgangsmaterial gelöst werden. Ein anderes sehr geeignetes Verfahren zur Gewinnung der Katalysatorkomponenten besteht darin, daß der aus der Extraktionszone abgezogene Schlamm in Gegenwart von Wasserstoff und vorzugsweise eines Wasserstoffhalogenids unter Hydrierungsbedingungen zersetzt wird. Die so freigesetzten Katalysatorkomponenten können anschließend in das Isomerisierungssystem zuruckgeführt werden.
  • Die schweren Kohlenwasserstoffe, die die Extraktionszone verlassen, sind nun im wesentlichen frei von Katalysatorkomponenten und werden anschließend vorzugsweise mit Alkali und Wasser gewaschen. um die letzten Katalysatorspuren zu entfernen, und dann z. B. als Komponenten für Benzin oder Turbinentreibstoff verwendet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den VorteiI, daß sich der Katalysatorschlamm an denjenigen Katalysatorkomponenten anreichert, die in den schweren Kohlenwasserstoffen gelöst vorliegen,. wodurch sich die Aufarbeitung des Schlammes lohnender gestaltet, während gleichzeitig der Aktivitätsverlust des Katalysators verringert wird.
  • Das Extrahieren von Katalysatorkomponenten aus den schweren Kohlenwasserstoffen mit Schlamm kann in einem chargenweise arbeitenden Extraktionsgefäß erfolgen. Vorzugsweise wird die Extraktion in einer kontinuierlich im Gegenstrom arbeitenden Extraktionsanlage durchgeführt.
  • Obwohl wesentliche Mengen von Katalysatorkomponenten aus dem Strom der schweren Kohlenwasserstoffe in einer Extraktionszone mit nur einer Extraktionsstufe wiedergewonnen werden können, wird die Extraktion doch vorzugsweise in mindestens zwei Stufen und besonders günstig in drei Stufen durchgeführt. Den Vorteil der stufen mäßigen Aufteilung zeigt die folgende Tabelle. Sie enthält die Ergebnisse, die bei der Gegenstromextraktion eines schweren Kohlenwasserstoffmateri als gewonnen worden sind, das bei der Isomerisierung eines Gemisches von C0- und WKohlenwasserstoffen mit einem geschmolzenen Gemisch von Aluminiumchlorid und 33,3 Gewichtsprozent Antimontrichlorid bei 820 C mit 1 Gewichtsteil Schlamm bzw. 1/2 Gewichtsteil Schlamm pro Gewichtsteil des schweren Kohlenwassterstoffmaterials gebildet worden war.
    Menge Antimontrichlorid
    in schwerer Kohlenwasserstoff-
    fraktion. Gewichtsprozent
    Extraktionsstufe
    extrahiert extrahiert mit 8 extrahiert mit
    1 Gewichtsteil I llo Gewichtsteil
    Schlamm Schlamm
    1. Stufe ... . 0,78 ' 0,87
    2. Stufe 0,18 , . . . . . . 0,i8 0,47
    3. Stufe 0,06 ! 0,Og
    In jeder der drei Stufen wurde die Extraktion mit frischem Schlamm durchgeführt. Es ist ersichtlich, daß wesentliche Mengen des Antimonchlorids aus den schweren Kohlenwasserstoffen in nur einer Extraktionsstufe entfernt werden und daß praktisch die Gesamtmenge des Antimontrichlorids aus den schweren Kohlenwasserstoffen in drei Extraktionsstufen gewonnen wird.
  • Das Gewichtsverhältnis von Schlamm zu schweren Kohlenwasserstoffen in der Extraktionszone liegt vorzugsweise im Bereich von 5 :1 bis 1 : 5 und insbesondere zwischen 1 : 1 und 1 : 2. Die Temperaturen der Extraktionszone liegen vorzugsweise im Bereich von 32 bis 1210 C und besonders zweckmäßig zwischen 60 und 100° C.
  • Aus der Extraktionszone werden schwere Kohlenwasserstoffe, die im wesentlichen frei von Katalysatorkomponenten sind, abgezogen und vorzugsweise mit Allçali und Wasser gewaschen, um Spuren von Katalysatorkomponenten zu entfernen.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Zusammenhang mit dem Isomerisierungsverfahren beschrieben.
  • Der bei dieser Ausführungsform verwendete Isomerisierungskatalysator bestand aus einem geschmolzenen Salzgemisch von 84 bis 98 Gewichtsprozent Antimontrichlorid und 16 bis 2 Gewichtsprozent Aluminiumchlorid.
  • Nach dieser Ausführungsform wurde eine direkt destillierte Fraktion, die hauptsächlich aus C5- und Cgj-Kohlenwasserstoffen bestand, als Ausgangsgemisch durch eine Leitung 12 in eine Trockenvorrichtung 14 eingeführt. (Bei praktisch wasserfreiem Ausgangsmaterial ist die Trockenvorrichtung 14 natürlich überflüssig und kann durch eine Nebenleitung abgeschaltet werden.) Trockenes Ausgangsmaterial wurde durch eine Leitung 16 am Boden einer Katalysatorwaschvorrichtung 18 eingeführt und stieg durch die Waschvorrichtung im Gegenstrom zum Katalysator, der aus einem Isomerisierungsreaktor 20 durch eine Leitung 22 gepumpt wurde, auf. In der Waschvorrichtung 18 wurden Antimontrichlorid und aktives Aluminiumchlorid aus dem Katalysator im Ausgangsmaterial gelöst. Der Schlamm und andere Verunreinigungen wurden aus der Waschzone durch eine Leitung 24 entfernt. Das Ausgangsmaterial, das nunmehr gelöste Katalysatorkomponenten enthielt, wurde dann zusammen mit Wasserstoff aus einer Leitung 28 und Chlorwasserstoff aus einer Leitung 30 durch eine Leitung 26 zu dem Isomerisierungsreaktor 20 geführt. Das Reaktionsgefäß war ein senkrechter Turm, der teilweise mit einem Katalysatorsumpf aufgefüllt war.
  • Der Druck in dem Reaktionsgefäß war ausreichend, um das Gemisch aus Ausgangsmaterial und Katalysator im wesentlichen in der flüssigen Phase zu halten. Der obere Abschnitt des Reaktionsgefäßes wirkte als Absetzzone, in der der größere Teil des mitgeführten Katalysators von dem Reaktionsprodukt getrennt wurde.
  • Das den Reaktor durch die Leitung 32 verlassende Reaktionsprodukt, das isomerisierte und nicht umgesetzte leichte Kohlenwasserstoffe, gelösten und etwas mitgeführten Katalysator, schwere Kohlenwasserstoffe sowie Wasserstoff und Chlorwasserstoff enthielt, wurde in eine iibliche Fraktionierdestillationskolonne 34 eingeführt, die mit einem Wiedererhitzer 36 versehen war. Die Dampfdrücke von Antimontrichlorid und Aluminiumchlorid sind ziemlich niedrig. Daher konnte eine Trennung von den leichteren Komponenten des Reaktionsproduktes, d. h. von leichten Kohlenwasserstoffen, Chlorwasserstoff und Wasserstoff, leicht durchgeführt werden. Diese leichteren Komponenten wurden über I(opf als Dampf durch eine Leitung 38 geführt, zwecks Verflüssigung der darin enthaltenen Kohlenwasserstoffe gekühlt und in einem Sammelgefäß 40 gesammelt.
  • Wasserstoff wurde aus dem Sammelgefäß 40 abgeführt, komprimiert und durch die Leitungen 42 und 28 zu dem Isomerisierungsreaktor 20 geführt.
  • Zur Ergänzung kann notwendiger Wasserstoff dem System, soweit erforderlich, durch eine Leitung 44 zugeführt werden. Es ist möglich, ohne Kompression zu arbeiten, indem ein Wasserstoff aus beliebiger Quelle, z. B. einer Dehydrierungsanlage, verwendet wird.
  • Flüssigkeit aus dem Sammelgefäß 40 wurde durch eine Leitung 46 in eine Abstreifkolonne 48 für Chlor- wasserstoff geführt. Chlorwasserstoff wurde oben abgezogen und durch Leitung 30 in den Isomerisierungsreaktor 20 geführt. Chlorwasserstoff kann dem System gegebenenfalls auch durch eine Leitung 50 zugeführt werden. Flüssige leichte Kohlenwasserstoffe wurden als Bodenprodukt durch eine Leitung 52 abgeführt und einer kaustischen Behandlung und einer Wasserwäsche in einem Kessel 54 zwecks Entfernung von Chlorwasserstoff oder Spuren von Katalysator unterworfen.
  • Der aus dem Reaktionsprodukt abdestillierte Katalysator wurde als Bodenprodukt der Destillationszone 34 wiedergewonnen und nach Vermischen mit frischem, durch die Leitung 58 zugeführtem Aluminiumchlorid durch eine Leitung 56 in den Isomerisierungsreaktor 20 zurückgeführt.
  • Die schweren Kohlenwasserstoffe, die in erster Linie Antimontrichlorid als gelöste Katalysatorkomponente enthielten, bildeten in dem Wiedererhitzungsabschnitt der Destillationskolonne eine besondere flüssige Schicht über dem flüssigen Katalysator.
  • Die schweren Kohlenwasserstoffe wurden durch eine Leitung 60 in denWiedererhitzer 36 geführt und zum Teil durch Leitungen 63 und 64 in die Destillationszone 34 zurückgeführt. Der andere Teil wurde durch eine Leitung 66 in den Bodenabschnitt eines Extraktionsgefäßes 68 geleitet. In dem Extraktionsgefäß wurden die schweren Kohlenwasserstoffe im Gegenstrom mit Schlamm behandelt, der in den Kopfabschnitt des Extraktionsgefäßes durch die Leitung 70 eingeführt wurde. Die behandelten schweren Kohlenwasserstoffe wurden entweder durch eine Leitung 72 aus dem System entfernt oder durch die Leitungen 74 und 52 in den Kessel 54 geführt, in dem sie zusammen mit den leichten, aus der Abstreifkolonne 48 entfernten Kohlenwasserstoffen einer kaustischen Behandlung und einer Wasserwäsche unterworfen wurden. Der an Katalysator angereicherte Schlamm wurde aus dem Extraktionsgefäß in Leitung 76 abgeführt und - zusammen mit Katalysator, der aus dem Isomerisierungsreaktor 20 abgezogen worden war - durch die Leitung 22 in den Kopfabschnitt des I(atalysatorwäschers 18 eingeführt, in dem die Katalysatorkomponenten dann in dem Ausgangsmaterial gelöst und durch die Leitung 26 in den Isomerisierungsreaktor 20 zurückgeführt wurden.
  • Die Erfindung wird nun durch das folgende Beispiel weiter erläutert. Für die Isomerisierung selbst wird im Rahmen der Erfindung kein Schutz beansprucht.
  • Beispiel Ein Gemisch aus C5- und C6-Alkanen, das 25 Gewichtsprozent Naphthene enthielt, wurde mit Hilfe eines geschmolzenen Gemisches aus Aluminiumchlorid und Antimontrichlorid in Anwesenheit von 5 bis 6 Gewichtsprozent Chlorwasserstoff und 3 Molprozent Wasserstoff isomerisiert. Die Isomerisierungstemperatur betrug 850 C und der Druck in dem Isomerisierungsgefäß 17,5 at. Die aus derDestillationszone abgezogenen schweren Kohlenwasserstoffe enthielten 10 Gewichtsprozent Antimontrichlorid und wurden chargenweise in einer zweistufigen Extraktionszone behandelt. Die Temperatur beider Stufen betrug 790 C. In der ersten Stufe wurden die schweren Kohlenwasserstoffe mit 1/2 Geweitsteil Schlamm (pro Gewichtsteil der schweren Kohlenwasserstoffe ) und in der zweiten Stufe mit 1 Gewichtsteil Schlamm in Berührung gebracht. Eine Analyse des schweren Kohlenwasserstoffstroms, der aus der zweiten Stufe gewonnen wurde, ergab einen Antimontrichloridgehalt von nur 0,14 Gewichtsprozent. Dieses zweistufige chargenweise durchgeführte Extraktionsverfahren ergab also eine Wiedergewinnung von mehr als 98 Gewichtsprozent Antimontrichlorid aus den schweren Wasserstoffen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Aufarbeitung von Isomerisierungsprodukten, die bei der Isomerisierung von leichten, wenigstens teilweise in flüssiger Form vorliegenden Kohlenwasserstoffen an einem flüssigen Katalysator vom Friedel-Crafts-Typ erhalten worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der destillativen Aufarbeitung anfallenden flüssigen schweren Kohlenwasserstoffe wenigstens zum Teil in einer Extraktionszone mit Katalysatorschlamm behandelt werden, der in der Isomerisierungszone gebildet worden ist, worauf der an Katalysatorkomponenten angereicherte Schlamm zwecks Freisetzung derselben in an sich bekannter Weise entweder durch Waschen mit für die Isomerisierung vorgesehenem Ausgangsmaterial oder durch hydrierende Zersetzung in Anwesenheit von Wasserstoff aufgearbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktionsbehandlung in zwei Stufen erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Extraktionszone ein Gewichtsverhältnis von Katalysatorschlamm zu schweren Kohlenwasserstoffen zwischen 5 : 1 und 1 : 5 aufrechterhalten wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 909 582, 3 005 035, 2 415 315, 3 060 248; Bader, »Die Technik der chemischen Operationen«, 1934, S. 12, 91, 92 und 95; Lu x, Anorganisch-chemische Experimentierkunst, 1954, S.230.
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