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Schußspulenauswechselvorrichtung für Mehrfarbenwechselwebstühle Die
Erfmdung betrifft eine Schußspulenauswechselvorrichtun- für Mehrfarbenwechselwebstühle
mit einer von der Schlagwelle taktmäßig hin- und herbewegten Antriebsstange, einer
Klinkenkupplung zum Verbinden der Antriebsstange mit die Bereitstellung der einzuschlagenden
Ersatzspule einleitenden Mitteln und einer vom Schußspulenfühler gesteuerten Elektromagnetvorrichtung
zum Betätigen der Klinkenkupplung, wobei für die Ersatzspulen ein mehrabteiliges
feststehendes Magazin mit einem darunter befindlichen Hilfsmagazin vorgesehen ist.
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Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (deutsche Patentschrift
650 889) dient die taktmäßig hin- und herbewegte Stange lediglich dazu, die
Bereitstellung der einzuschlagenden Ersatzspule einzuleiten. Die Magnetvorrichtung
hat nur einen einzigen Magneten, der bei ansprechendem Schußspulenfühler die Klinkenkupplung
betätigt, so daß die die Bereitstellung der Ersatzspule einleitenden Mittel auf
die genannte Stange aufgeschaltet werden. Diese Mittel stehen dabei mit dem mehrteiligen
Magazin gar nicht in unmittelbarer Verbindung, sondern sind an einem Schlitten angebracht,
der in Abhängigkeit von dem auf und ab beweglichen mehrzelligen Schützenkasten einstellbar
ist. Dadurch wird die Spulenhalteklappe des betreffenden Magazinabteiles veranlaßt,
eine Ersatzspule der erwünschten Farbe freizugeben, die dann in das unter einem
Trichter des Magazins stehende Häfsmagazin fällt. Für alle Abteile des Magazins
ist nur ein solches Hilfsmagazin vorhanden. Dasselbe wird durch die Weblade in die
Schützeneinschlagstellung gebracht. Hierzu befinden sich an dem Hilfsmagazin steuerbare
Haken, mit denen sich dasselbe an die Lade anhängen läßt. Mittels dieser wird dann
das Hilfsmagazin in den Bereich des Spuleneinschlaghammers geschleppt.
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Diese bekannte Vorrichtung ist nicht nur sehr aufwendig und damit
teuer, sondern auch sehr verwikkelt und damit entsprechend störanfällig. Aus diesen
Gründen wird mit der Erfindung bezweckt, den vom mehrzelligen Schützenkasten einstellabhängigen
Schlitten zu beseitiaen und des weiteren zu vermeiden, daß das Hilfsmagazin zur
Bewegung in die Schützeneinschlagstelluno, an die Lade angehängt werden muß.
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Erreicht wird das gesteckte Ziel bei einer Schußspulenauswechselvorrichtung
der eingangs genannten Art durch die Vereinigung folgender Merkmale: a) Die Elektromagnetvorrichtung
besitzt in an sich bekannter Weise für jedes Magazinabteil einen Einzelelektromagneten,
die bei ansprechendem Schußspulenfühler mittels einer vom beweglichen Schützenkasten
gesteuerten Weiche unabhängig voneinander ansprechbar sind; b) die Klinkenkupplung
weist iür jeden Einzelmagneten je eine Klinke auf, die unabhängig voneinander
steuerbar sind; e) das Hilfsmagazin weist in an sich bekannter Weise für
jedes Magazinabteil ein Einzelhilfsmagazin auf, die unabhängig voneinander aus einer
Schußspulenaufnahmestellung, die sich unter dem betreffenden Magazinabteil befinde4
in eine gemeinsame Schußspuleneinschlagstellung bringbar sind; d) die Klinken
sind an je einem Stellglied angeordnet, das mit die Einzelhilfsmagazine bewegenden
Teilen gekoppelt ist; e) die Stellglieder sind über die entsprechende Klinke mit
der Antriebsstange so kuppelbar, daß diese beim Ansprechen des Schußspulenfühlers
das betreffende Hilfsmagazin mit der bereitgestellten Ersatzspule in die Schußspuleneinschlagstellung
bringt.
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Auf diese Weise wird nicht nur die Freigabe der betreffenden Ersatzspule,
sondern auch die Bewegung des betreffenden Einzelhilfsmagazins in die Schußspuleneinschlaggstellung
von der hin- und herbeweten Stange bewirkt, so daß sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
sehr einfach darstellt und dadurch vor allen Dingen auch bei modernen schnellaufenden
Webstühlen einsetzbar ist.
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Die Gegenstände der Unteransprüche sind nur im Zusammenhang mit dem
Gegenstand des Hauptanspruches geschützt.
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Eine Schußspulenauswechselvorrichtung für Mehrfarbenwechselwebstühle
mit je einem Magneten für
jedes Magazinabteil auszustatten,
ist an sich bekannt (USA.-Patentschrift 1542772). Bekannt ist es an sich
des weiteren, jedem Abteil des Magazins einer solchen Schußspulenauswechselvorrichtung
ein Einzelhilfsma,-azin zuzuordnen (österreichische Patentschrift 1188 282).
In beiden Fällen handelt es sich jedoch umSchußspulenauswechselvorrichtungen anderer
Gattung.
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Bekannt ist des weiteren eine Schußspulenauswechselvorrichtung (deutsche
Patentschrift 398 630), die zum Zweifarbenwechsel ein Magazin mit zwei
Ab-
teilen besitzt, unter welchem eine ortsfeste, gehäuseförmige Führung für
eine sogenannte Füllvorrichtung vorgesehen ist. Diese Führung ist nach oben,
d. h. den beiden Abteilen des Magazins gegenüber, offen und hat unten eine
Durchgangsöffnung für die jeweils einzuschlagende Schußspule. Die Füllvorrichtung
besteht aus einem hin- und herbeweglichen Schieber, der mit zwei Aufnahmen für
je eine Schußspule -versehen ist. Der gegenseitige Abstand der zwei Aufnahmen
entspricht dem Abstand zwischen den beiden Abteilen, so daß eine aus dem einen Abteil
des Magazins in die zugehörige Aufnahme des Schiebers gefallene Schußspule beim
Bewegen des Schiebers in die anderen Endstellung über die Durchgangsöffnung der
Führung und damit unter den Spulenhammer gebracht wird. Dabei verschließt der Schieber
mit seiner Oberkante immer das Abteil des Magazins, aus dem die jeweils einzuschlagende
Schußspule entnommen ist.
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Mit dieser Schußspulenauswechselvorrichtung läßt sich nach dem Einschlagen
einer Schußspule der einen Farbe nur eine Schußspule der anderen Farbe in die Arbeitsstelluno,
bringen.
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In der Zeichnunc, ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles
dargestellt. Es zeigt Abb. 1 eine Schußspulenauswechselvorrichtung, von der
Webstuhlinnenseite her gesehen, Ab b. 2 dieselbe, teilweise abgebrochen von
der Außenseite des Webstuhls her gesehen, Ab b. 3 einen Schnitt nach der
Linie III-Ill in Ab b. 2, A b b. 4 ein Einzelmagazin des beweglichen
Magazins von oben gesehen, Ab b. 5 eine Klemm- und Nachziehvorrichtung für
die Fadenenden der Ersatzspulen, von vom gesehen im Schnitt, und A b b. 6
eine Draufsicht zu A b b. 5.
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Ein feststehendes, über der Weblade 66 angeordnetes Magazin
39 besitzt zwei Abteile mit Ersatzspulen 43. Gebildet werden diese Abteile
von fest angeordneten CK Führungsleisten 35, 36 auf den einander zugekehrten Seiten
und bewe chen Klenunplatten 51, C 52 auf den Außenseiten. An gli den Klemmplatten
51, 52 befinden sich zwei übereinander angeordnete Ärmehen
58. Diese stehen durch einen Bolzen 57 in gelenkiger Verbindung mit
dem einen Arm 49 von Winkelhebeln 49, 59, die am feststehenden Magazin
39 auf Wellen 48 gelagert und an ihrem zweiten Arm C
59 durch
eine Stange 60 miteinander gekoppelt sind. Am freien Ende der unteren Wellen
48 ist ein Drehknopf 55 befestigt (A b b. 2, 3). Durch Verdrehen
derselben lassen sich die Klemmplatten 51, 52 von Hand von den Ersatzspulen
43 lüften. Torsionsfedern 56 (A b b. 3) halten die Klemmplatten
51, 52 in der Betriebsstellung. Unter dem feststehenden Magazin
39 befindet sich ein Hilfsmagazin. Dieses setzt sich aus so viel Einzelhilfsmagazinen
28, 29 zusammen, wie das Magazin 39 Abteile hat, dem Ausführungsbeispiel
zufolge also aus zwei solchen. Diese sind voneinander unabhängig verstellbar in
einem Gehäuse 41 angeordnet, welches nach oben hin offen ist, nach unten hin jedoch,
d. h. an der Schußspulenabgabestelle, die sich zwischen den Abteilen des
Magazins befindet, mit einer Durchgangsöffnung 40 versehen ist (Ab b. 2).
Die Einzelhilfsmagazine 28, 29 sind oben ebenfalls offen, unten hingegen
in an sich bekannter Weise mit federnd nachgiebigen Klappen 42 als Auflage für die
einzuschlagende Ersatzspule ausgestattet. Die Klemmplatten 51, 52 enden im
Bereich der vorletzten Ersatzspule und besitzen an ihrem freien Ende eine nach innen
gerichtete Lippe 37. Für die unterste Ersatzspule 43 sind diese Klemmplatten
51, 52 mit einer an sich bekannten, beweglichen, unter Federdruck stehenden
Klemmklappe 54 versehen.
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Werden diese Klemmklappen 54 ausgeschwenkt, wie in Ab b. 1
links gezeigt ist, so kann die unterste Ersatzspule 43 in das darunter stehende
Einzelhilfsmagazin 28 bzw. 29 einfallen und liegt dann auf den federnd
nachgiebigen Klappen 42 auf. Die darüber befindlichen Ersatzspulen 43 werden dabei
durch die Lippe 37 gehalten und können somit erst nach dem Lüften der Klemmplatten
51, 52 um eine Teilung fallen. An den Einzelhilfsmagazinen 28, 29
sind nach außen gerichtete Finger 34 angebracht. Befinden sich die Einzelhilfsmaaazine
28, 29 in der Schußspulenabgabestellung, so verschließen sie mit diesen Fingern
34 die Abteile des Magazins 39 nach unten. An den Fingern 34 befinden sich
Anschläge 38 (Ab b. 4). Wenn die Einzelhilfsmagazine 28, 29 in die
Schußspulenaufnahmestellung gebracht werden, lüften die Anschläge 38 die
Klemmklappe 54, wobei die Finger 43 vorher die Abteile des Magazins 39 geöffnet
haben.
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Die Bewegungen der Einzelhilfsmagazine 28, 29
und die der Klemmplatten
51, 52 unterliegen der Steuerung durch den üblichen und deshalb nicht gezeigten
Schußspulenfühler. Dieser ist als elektrischer Schalter ausgebildet und steht über
eine ebenfalls bekannte und deshalb auch nicht gezeigte Weiche mit einer der Anzahl
der Abteile im Magazin 39 entsprechenden Zahl von Elektromagneten Ml und
M2 in Verbindung, dem Ausführungsbeispiel zufolge wieder mit zwei solchen. Jedem
Magneten M 1 bzw. M 2 ist eine Klinke 19 bzw. 20 (Ab b. 2,
3) zugeordnet. Mit der Klinke 19 bzw. 20 steht der Anker des Magneten
Ml bzw. M2 durch ein Koppelglied 21 bzw. 22 in Verbindung. Mittels je einer
Feder 23 wird die Klinke 19 bzw. 20 in der Außerbetriebsstellung gehalten.
Sie nimmt dann die in A b b. 2 ausgezogen gezeichnete Stellung ein. Wird
der Magnet M 1 bzw. M2 erregt, so gelangt dessen Klinke 19 bzw. 20
in die in A b b. 2 gestrichelt gezeichnete Stellung. Die Klinken
19, 20 sind schwenkbar an gestellfest gelagerten Stellgliedem angebracht.
Diese bestehen aus dreiarmigen Hebeln 11, 13, 16 und 11
a, 13 a,
16a. Der eine Arm 11 bzw. lla trägt die Klinke
19
bzw. 20, der zweite Arm 13 bzw. 13a dient der Betätigung der Klemmplatten
51, 52 und der Einzelhilfsmagazine 28, 29. Der dritte Arm
16 bzw. 16a betätigt eine Protektorschere 65. Zum Betätigen der Klemmplatten
51, 52 und der Einzelhilfsmagazine 28,
29 sind am Magazin
39 um Bolzen 30, 31 auf der einen Seite des Magazins Hebel
26, 27 mit Armen 26 a, 27 a gelagert (Ab b. 1),
auf der anderer Seite
Hebel 32, 33 (A b b. 2). Die Hebel
26, 27 stehen mit dem Arm 13 bzw. 13 a der Stellglieder
durch Koppelstangen 24, 25 in Verbindung (Ab b. 1). Mit ihrem unteren
Ende sind die Hebel 26, 27 und 32, 33 an die Einzelhilfsmagazine
28, 29 angelen11-,t. Durch Verschwenken der Stellglieder 11, 13, 16
bzw. 11 a, 13 a,
16a werden somit die Einzelhilfsmagazine
28, 29 bedarfsgemäß in die Schußspulenaufnahme- oder Ab-
gabestellung
gebracht. über den Hebeln 26, 27 sind am Magazin 39 Hebel 47 gelagert
und diese durch je eine Koppelstange 46 miteinander verbunden (Ab b. 1).
Die die gelenkige Verbindung zwischen den Hebeln 26, 27, 47 einerseits und
den Koppelstangen 46 andererseits herstellenden Bolzen 50 tragen
je einen Lenker 45 mit einem Führungsschlitz 45', der am Ende eine Rast
45 a (A b b. 1) aufweist. In den Führunasschlitz 45' greifen die Bolzen
57 ein, die die gelenkige Verbindung zwischen den Armen 49 des Winkelhebels
49, 59 und den Ärmehen 58
herstellen. Beim Bewegen der Stellglieder
11, 13, 16
bzw. 11 a, 13 a, 16 a betätigen die
Hebel 26, 27, 47 über die Lenker 45 die Winkelhebel 49, 59 und damit
die Klemmplatten 51, 52. Die Stellglieder 11, 13, 16
bzw. Ila,
13a, 16a sitzen voneinander unabhängig drehbar auf einem Bolzen 12. Das Betätigen
der Protektorschere 65 erfolgt von diesen Stellgliedern aus über einen bei
61 gelagerten, unter dem Einfluß einer Zugfeder 79 stehenden Zubringerhebel
62 (A b b. 1).
Mit diesem ist die Protektorschere 65, die ihre Lagerung
bei 75 hat, durch ein Koppelglied 64 (A b b. 1)
verbunden, auf dem
sich eine Druckfeder 63 befindet. Gemäß A b b. 1, 2 befindet sich
das Stellglied 11, 13,
16 in der Betriebsstellung. Der Arm
16 hat damit den Zubringerhebel 62 verschwenkt und die Protektorschere
65 in die Betriebsstellung gebracht. Letztere löst einen Spuleneinschlaghammer
53 aus, der bei 71
gelagert ist. An der Protektorschere 65 befindet
sich hierzu ein üblicher Kurvenarm 67, der mit einer Rolle 68 eines
Schuhes 69 zusammenarbeitet und schwenkbar an dem Spuleneinschlaghammer
53 gelagert ist (Ab b. 2). Mittels einer nicht gezeigten Feder wird
der Schuh 69 mit seiner Rolle 68 gegen den Kurvenarm 67 gezogen.
Die Rolle 68 wird, wenn sich die Protektorschere 65 gemäß
Ab b. 1 in der Betriebsstellung befindet, von dem Kurvenarm 67 frei.
Unter der Einwirkung der genannten Feder schwenkt dann der Schuh 69 mit seiner
Kerbe 15 (Ab b. 2) nach oben, die damit in den Bereich eines an der Weblade
66 angeordneten Stechers 70 gelangt.
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Beim Vorwärtsbewegen der Weblade 66 wird dadurch der Spuleneinschlaghammer
53 in Tätigkeit gesetzt und schlägt die gemäß Ab b. 1 in dem Einzelmagazin
29 befindliche Ersatzspule 43 in einen Webschützen 44 ein. Zu diesem Zeitpunkt
befinden sich die betreffenden Klemmplatten 51, 52 und die entsprechenden
Klemmklappen 54 in der Gebrauchsstellung, so daß die im feststehenden Magazin
39 befindlichen Ersatzspulen 43 des betreffenden Abteiles festgeklemmt sind.
Die Bewegung des Spuleneinschlaghammers 53 wird durch Anschläge
73, 74 begrenzt (Ab b. 2). Die diesbezügliche Begrenzung der Protektorschere
65 geschieht durch einen Anschlag 76 (Ab b. 1). Geöffnet wird die
Protektorschere 65
in bekannter Weise durch einen an ihr befindlichen Stift
77, der beim Einschwenken der Protektorschere 65 unter dem Einfluß
eines Scherenöffners 78
(A b b. 1) steht. Geschlossen wird die Protektorschere
65 in ebenfalls bekannter Weise durch den Ladenanschlag. Das Zurückbringen
der Protektorschere 65
geschieht durch die Feder 79.
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Auf der Schlagwelle 1 (A b b. 1) befindet sich ein Ringexzenter
2, der mittels einer Stange 3 mit einem gestellfest gelagerten zweiarmigen
Hebel 4 in Verbindung steht. An diesem ist eine Antriebsstange 5
mit ihrem
unteren Ende ancrelenkt. Das obere Ende derselben steht mit einer Schwinge
6 in Verbindung, die auf einem der Bolzen 48 lose gelagert ist. Beim Umdrehen
der Schlagwelle 1 wird somit die Antriebsstan(re 5 dauernd auf- und
abbewegt. Wie aus Ab b. 2 ersichtlich ist, befinden sich an der Antriebsstange
5, fest angeordnet, zwei Mitnehmer 7, 8. Zwischen denselben ist ein
freier Raum, in den das Stellglied 11, 13, 16 bzw. lla, 13a, 16a mit
seinem Arm 11 bzw. lla eingreift.
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An der Antriebsstange 5 befindet sich ein Zapfen
80 (A b b. 5). Dieser greift in eine Klaue eines doppelarmigen Hebels
81 ein, der mittels einer Stange 82
einen Hebel 84 antreibt, der bei
85 gestellfest gelagert ist. Hierzu befinden sich am freien Ende der Stange
82 Anschlagmuttern 83. Der Hebel 84 ist drehverbunden mit einem Hebel
86, der über eine weitere Stange 87 einen Schaltklinkenhebel
88 in Schwingbewegung setzt. Letzterer wird mittels einer Feder 14 in der
Ruhelage gehalten. Der Schaltklinkenhebel 88 ist ein Teil eines Schrittschaltwerkes
84 bis 91 einer Klemm- und Nachziehvorrichtung für die Fadenanfänge Fa
bis Fe der Ersatzspulen 43. An dem Schaltklinkenhebel 88 ist zu diesem
Zweck bei 89 eine Klinke 90 gelagert, die unter dem Zug einer Feder
18 steht und in ein Schaltrad 91 eingreift. Auf einem Bolzen
17 steckt drehbar eine Büchse 93, auf der zwei Abzugswalzen
92 befestigt sind (A b b. 6).
Die Büchse 93 steht zur Sicherung
gegen Rückdrehung in reibungsschlüssiger Verbindung init dem Gestell 95 der
Vorrichtung. Dies geschieht durch eine Druckfeder 94, die zwischen der einen Außenseite
des Gestelles 95 und einem auf der Büchse 93 befestigten Stellring
96 eingespannt ist. Das Schaltrad 91 steckt auf der Büchse
93 und ist mit einer der Ab-
zugswalzen 92 auf Drehung verbunden.
Der Schalt-Idinkenhebel 88 ist lose schwenkbar auf der Büchse 93 gelagert.
Der nach unten gekehrte Arm des Schaltklinkenhebels 88 besitzt eine Leiste
100 und der nach oben gekehrte Arm des Schaltklinkenhebels 88 eine
Klemmleiste 97, die mit einer festen Klemmleiste 99 zusammenarbeitet
(Ab b. 5). Vor der Klenunvorrichtung 97, 99 befindet sich ein Stab
98 zur Führung der aus dem Magazin heraustretenden Fadenanfänge Fa
bis Fe. Diese laufen nach dem Stab 98
durch die Klemme 97, 99
und dann über die Abzugswalzen 92. An ihrem freien Ende F werden die Fadenanfänge
mittels der Leiste 100 von den Walzen 92 weggehalten, um ein Umwickeln
der Abzugswalzen 92 zu vermeiden. Diese Klemm- und Nachziehvorrichtung arbeitet
dauernd, und zwar taktmäßig entsprechend der auf und ab bewegten Antriebsstange
5. Wird aus einem der Abteile des Magazins 39 eine Ersatzspule 43
entnommen, so senkt sich im gegebenen Augenblick die betreffende Spulenreihe, deren
Fadenanfäge Fa bis Fe dann durch die Walzen 92 nachgerafft werden.
Die Fadenanfänge sind dadurch immer gestrafft. Der Fadenanfang der jeweils eingeschlagenen
Ersatzspule wird außerdem beim Eintragen des ersten Schusses durch die Klemmleisten
97, 99 der Klemmvorrichtung abgeklemmt. Zur Führung der Fadenanfänge Fa
bis Fe befinden ZD
sich in dem Magazin 39 Schlitze
102 (A b b. 2, 3), die in je einen Schlitz 103 der Einzelhilfsmagazine
28,
29 münden (A b b. 2, 4).
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Wird eine der Klinken
19 bzw. 20 durch den betreffenden MagnetenM1 bzw. M2 in die Betriebsstellung
geschwenkt, so gelangt dessen Klinke19 bzw. 20 beim Abwärtsbewegen der Antriebsstange
5 unter den Einfluß des Mitnehmers 8. Verschwenkt wird dadurch das
betreffende Stellglied 11, 13, 16 bzw. lla, 13a, 16a, wodurch das
betreffende Einzelhilfsmagazin, im Fall der A b b. 1 das Einzelhilfsmagazin
29,
aus der Spulenaufnahmestellung unter seinem betreffenden Abteil des Magazins
39 in die Schußspulenabgabestellung über den Webschützen 44 gebracht wird.
über den Arm 16 bzw. 16a tritt dann die Protektorschere 65 in Tätigkeit
und in Abhängigkeit derselben der Spuleneinschlaghammer 53. Hierbei ist das
betreffende Abteil des Magazins 39, bei der A b b. 1 das rechte, durch
die Finger 34 des Einzelhilfsmagazins 29 abgeschlossen. Während dieser Zeit
befindet sich das andere Einzelhilfsmagazin 28
in der Schußspulenaufnahmestellung,
öffnet damit die betreffende Klemmklappe 54, so daß die unterste Ersatzspule 43
des betreffenden Abteiles des Magazins 39 in das Einzelhilfsmagazin
28 einfällt. Von der Lippe 37 der Klemmplatten 51, 52 dieses
Magazinabteiles werden dabei die übrigen Ersatzspulen 43 gehalten. Beim überführen
des Einzelhilfsmagazins 29 in die Schußspulenabgabestellung werden die Klemmplatten
51, 52 des diesem Einzelhilfsmagazin zugeordneten Abteiles des Magazins
39 gelüftet, damit hier die Ersatzspulen 43 nachrutschen können.
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Zum Auffüllen der Abteile des Magazins 39 erfolgt das Lüften
der Klemmplatten 51, 52 mittels der Drehknöpfe 55. Die Klemmplatten
51, 52 werden dabei so weit zurückgenommen, daß die Bolzen 57 in die
Rast 45 a der Lenker 45 eingreifen.