DE681683C - Schussfadenabschneidschere fuer Webstuehle - Google Patents

Schussfadenabschneidschere fuer Webstuehle

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DE681683C
DE681683C DESCH110658D DESC110658D DE681683C DE 681683 C DE681683 C DE 681683C DE SCH110658 D DESCH110658 D DE SCH110658D DE SC110658 D DESC110658 D DE SC110658D DE 681683 C DE681683 C DE 681683C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/70Devices for cutting weft threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Schußfadenabschneidschere für Webstühle Die Erfindung betrifft eine Schußfadenabschneideschere für Webstühle mit selbsttätiger Spulen- oder Schützenauswechslung, insbesondere für Webstühle mit beiderseitigem, beliebigem Schützenwechsel. Während bei Webstühlen mit glatter Lade oder solchen mit einseitigem Schützenwechsel der Vorgang des Abschneidens des ablaufenden und des neu eingeführten Schußfadens verhältnismäßig: einfach ist, weil das Abschneiden des ablaufenden und das Abschneiden des neu einlaufenden Fadens unmittelbar nacheinander erfolgen, ist der Vorgang bei Webstühlen mit beiderseitigem Schützenwechsel viel verwikkelter, weil der Schützen mit der neuen, Spule nicht sofort beim nächsten Schuß das Fach durchlaufen muß, sondern eine beliebige Anzahl Ladenschläge auf der Auswechselseite verbleiben kann, ehe er auf das andere Ende hinübergeschickt wird.
  • Es sind wohl Vorrichtungen zum Abschneiden von Schußfaden an Webstühlen mit selbsttätigem Spulen- oder Schützenersatz bekanntgeworden. Hierbei handelt es sich jedoch in den meisten Fällen um Einrichtungen, welche infolge ihrer Bauart und Wirkungsweise ausschließlich für Webstühle mit glatter Lade Verwendung finden. können. Da bei diesen Webstühlen das Abschneiden des ablaufenden und neu einlaufenden Fadens unmittelbar hintereinander erfolgt, wurde sinngemäß zum Steuern der Abschneidevorrichtung die Schlagwelle herangezogen, welche bekanntlich nur halb so viel Umdrehungen macht wie die Kurbelwelle. Sofern Abschneidevorrichtungen für Webstühle mit beiderseitigem Schützenwechsel bekanntgeworden sind, handelt es sich durchweg um Vorrichtungen, welche sich nur für Webstühle wohl mit beiderseitigem, jedoch gebundenem und abhängigem Schützenwechsel eignen, so daß auch bei dieser Art von Abschneidevorrichtungen eine gegebene, feste Folge beim Abschneiden des einlaufenden und Abschneiden des ablaufenden Fadens vorliegt.
  • Gegenüber diesen bekannten Einrichtungen eignet sich der Gegenstand der Erfindung nicht nur für Webstühle mit glatter Lade und solche mit abhängigem, beiderseitigem Schützenwechsel, sondern insbesondere für Webstühle mit beiderseitigem, unabhängigem und beliebigem Schützenwechsel.
  • Nach der Erfindung erfolgt die Scherenauslösung durch zwei Wellen, von welchen die eine mit Kurbelwellengeschwindigkeit umläuft und die andere bei Spulen- oder Schützenauswechslung in Drehung versetzt wird, während die Auslösungszeitpunkte durchVerbindungsmittel (Exzenter, Kurvenscheiben und Unterbrecher) festgelegt und durch die Schützenkastenstellung auf der Auswechselseite einstellbar sind.
  • Die Schußfadenabschneideschere gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen aus drei um eine gemeinsame Achse auf der Lade unabhängig voneinander drehbaren Teilen oder Teilgruppen, von welchen einer, als Fadenheber wirkend, die zu den anderen Schützenkastenzellen laufenden Fäden aufhebt und aus dem Bereich des 5cherenmessers bringt, während ein zweiter zusammen mit dem ersten Teil den abzuschneidenden Faden klemmt und festhält und der dritte als Scherenmesser wirkt.
  • Die Auslösung der Schere erfolgt zweckmäßig durch einen Elektromagneten, welcher einmal durch einen Unterbrecher auf der Schaltwelle und durch einen Unterbrecher auf der Kurbelwelle und das andere Mal -durch den Unterbrecher auf der Kurbelwelle und durch einen von der Schützenkastenstellung beeinflußten Schalter eingeschaltet wird.
  • Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist beispielsweise auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen Aufriß der Schere, von der Abb. 2 einen Seitenriß darstellt.
  • Abb.3 gibt einen Grundriß der Einrichtung wieder.
  • Abb.4 veranschaulicht die Einzelteile der Fadenseher- und -haltevorrichtung.
  • r'1bb. 5 erläutert die Stellung der Scherenteile bei geöffnetem Fadenheber.
  • Abb. 6 zeigt die Stellung der Scherenteile nach Schließen der Fadenhaltevorrichtung, während Abb. 7 die Schere während des Schervorganges zeigt.
  • Abb.8 stellt im Seitenriß die Anordnung der Schützenkästen und der Schalteinrichtung für das Arbeiten der Schere dar, von der Abb. 9 eine in Pfeilrichtung der Abb. 8 gesehene Seitenansicht wiedergibt.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform ist auf der Weblade i in Lagern 2 und 3 eine Welle 4 drehbar gelagert (Abb. 4). Sie hat einen Vierkant 5, einen Bund 6 und eine Keilnut mit Keil 7. Auf den Vierkant 5 ist das eine Scherenmesser 8_ aufgeschoben, . welches durch eine Druckfeder 9 gegen den Bund 6 gedrückt wird. Auf dem Bund 6 läuft lose drehbar das mit einer Verzahnung io versehene Gegenmesser i i, während der Keil 7 einen Klemmfinger 13 auf der Welle 4 festhält. Neben dem Finger 13 läuft ebenfalls lose auf der Welle drehbar der Gegenfinger 15. Er hat eine dreikantige Erhöhung 16, welche sich in eine entsprechende Rille 17 im Finger 13 legen kann und den Zweck hat, den Faden festzuhalten, wenn der Gegenfinger 15 gegen den Klemmfinger 13 gedrückt wird. Der Gegenfinger i5 hat außerdem eine Einkerbung 18 zum Zweck, ein Hinabrutschen des Fadens zu verhindern, sowie eine Verzahnung 14. Der Finger 13 trägt ebenfalls eine Verzahnung 12.
  • In Lagern i9 und 2o auf der Lade ist ferner eine Welle ä1 gelagert, welche mit einem Zahnrad 23 aus einem Stück besteht. Mit der Welle 21 ist ferner ein Zahnrad 25 verstiftet, während die Zahnräder 22 und z4 lose drehbar auf der Welle 2i laufen. In das Zahnrad 22 greift die Verzahnung 14 des Teiles IS ein, während das Zahnrad 24 mit der Verzahnung i2 des Teiles 13 kämmt und das Zahnrad 25 in die Verzahnung io des Teiles i i eingreift. Die Zahnräder 22, 23 und 24 stehen mit drei Zahnstangen 26, 27 und 28 in Verbindung, welche in Führungen 29 und 30 geführt sind. Diese Zahnstangen werden von Federn 3Ia, 3Ib, 31c, nach rechts gezogen, in Ruhestellung aber durch drei Sperrhebel 32, 33, 34 zurückgehalten. Die Sperrhebel 32, 33, 34 sind um eine in Lagern 35 und 36 auf der Lade befestigte gemeinsame Achse 37 (Abb. i) drehbar gelagert. Der Sperrhebel 32 legt sich vor eine Nase 4o der Zahnstange 26 und eine Nase 41 der Zahnstange 28, während er mit seinem zweiten Arm 45 mit dem Anker 46 eines Magneten 47 in Verbindung steht und durch eine Feder 38 im Sinne des Uhrzeigers gedreht wird. Der Sperrhebel 33 sichert, indem er sich vor eine Nase 42 der Zahnstange 27 legt, dieselbe in ihrer Ruhestellung, wobei er durch die Feder 39 nach oben gezogen wird. Der Sperrhebel 34 legt sich vor eine Stufe 43 der Zahnstange 26 und wird vermittels eines Zughakens 48 beispielsweise von der Ladenbewegung aus gesteuert, und zwar so, daß er in der hintersten Ladenstellung die Stufe 43 freigibt. Die Zahnstange 27 hat ferner eine Nase 49, welche mit einem kurzen Hebel 5o, auf einer Welle 5 1 in Eingriff kommen kann. Die Zahnstange 26 weist einen, schrägen Auflauf 44 auf, mittels dessen der Sperrhebel 33 niedergedrückt werden kann. Die Zahnstangen 27 und 28 haben noch Stufen 52, 53, welche sich an .die Führung 3o anlegen können.
  • Der Schützenkasten 52 (Abb. 8) mit seinen beispielsweise drei Zellen A, B, G weist eine senkrechte Wand 53 auf, welche zur Befestigung von Balzen 55a, 55b, 55° sowie von Bolzen 57a, 57b, 57° zur Lagerung von Stufenklinken 54a, 54b 54c und der Sperrklinken 56a, 56b, 56c dient. Die Sperrklinken 56 und die Stufenklinken 54 sind durch die Federn 58a, 58b, 58c miteinander verbunden, welche die Sperrklinken 56 entgegen, die Stufenklinken 56 jedoch im Sinne des Uhrzeigers zu verdrehen suchen. Die Stufenklinken tragen Zapfen 59a, 59b, 59` und die Sperrklinken Anschläge Goa, hob, hoc. Auf dein an der Weblade angeordneten Zapfen 61 ist ferner der dreiarmige Hebel 62 gelagert. Er hat Führungen 63', 63", in welche die Zapfen 59 einkämmen können. Ferner steuert er mit seinem rechten Arm 64 (Abb. 8) einen Schalter 65 und trägt auf seinem linken Arm 66 (Abb. 8) eine Rolle 67. Die auf der Weblade gelagerte Welle Si hat einen Hebel 68, welcher gegen die Anschläge 6o der Sperrklinken 56 wirken kann.
  • Die ebenfalls auf der Weblade gelagerte Einschaltwelle 69, welche die Spulen- oder Schützenauswechslung durchführt oder einleitet, dreht sich in Pfeilrichtung (Abb. 8) beispielsweise entgegen dem Uhrzeigersinn, sobald der Schußspulenfühler anzeigt, daß eine Spule abgelaufen ist. Auf der Welle 69 sitzt ein Exzenter 70, welches mit der Rolle 67 am Hebel 66 in Eingriff kommen kann, und ferner ein Exzenter 71 mit zwei Höckern x und y, welches einen Schalter 72 öffnet oder schließt. Auf einer Welle 73, welche mit der Kurbelwelle des Webstuhles in der Weise zwangsläufig gekuppelt ist, daß sie mit Kurbelwellengeschwindigkeit umläuft, sitzt das Exzenter 74 mit zwei Höckern t und u zum Öffnen und Schließen des Schalters 75.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Beim Vorgang der Lade i werden die drei Zahnstangen 26, 27,:28 durch den am Brustbaum-77 angebrachten festen Anschlag 76 in die in Abb,2 gezeigte Lage zurückgedrückt, wobei sich die Federn 31a, 31b, 31c spannen, die-Sperrhebel 32, 33, 34 hinter die Nasen 40, 41, 42 und 43 einfallen und die Teile 8, 11, 13 und 15 der Absch.neid- und Klemmvorrichtung sich in den Einschnitt E in der Lade i hineinlegen, so daß der Schützen über sie hinweggehen kann. Entfernt sich die Lade vom Brustbaum 77 und läuft der Webstuhl normal weiter, so werden die Zahnstangen 26, 27, 28 durch die Sperrhebel 32, 33t 34 gehalten, und die Schere bleibt gleichfalls während einer vollen Kurbelumdrehung in Ruhe.
  • Zeigt dagegen der hier nicht dargestellte Fühler an, daß eine Spule im Schützen leergelaufen ist, so wird mittels hier nicht dargestellten, an sich bekannten Einrichtungen die Einschaltwelle 69 in Drehung versetzt. Das Exzenter 71 schließt mit dem Höcker x den Schalter 72 im Stromkreis der Stromquelle RT und bewirkt das Anheben des Ankers 46 im Magneten 47. Damit wird der Hebel 32 verdreht, und die beiden Nasen 4o und 41 werden freigegeben. Währenddem hat sich die Lade bereits vom Brustbaum etwas entfernt, so daß die Zahnstange 28 nach vorn ausschwingen kann und das auf der Welle 4 befestigte Schermesser 8 und der Klemmfinger 13 eine Drehung im Uhrzeigersinne ausführen, und zwar so lange, bis sich die Nase 53 der Zahnstange 28 an die Führung 3o anlegt. Diese Stellung ist in Abb. 5 wiedergegeben. Bei seiner' Drehung hebt das Schermesser 8 die Schußfäden m, n, o, die vom Geweberand nach den Schützenkastenzellen laufen, welche sich nicht in der Ladenbahn befinden, beispielsweise A und B (Abb. 8) auf und bringt sie nach vorn. Wenn der Sperrhebel 34 aus dem Bereich der Stufe 43 der Zahnstange 26 gezogen wird, so nimmt die Weblade fast die hinterste Stellung ein. Durch dieVerdrehung des Sperrhebels 32 ist gleichzeitig die Nase 4o der Zahnstange 26 frei geworden, jedoch konnte diese letztere nicht nach vorn ausschwingen, da sie an einer solchen Bewegung durch den Sperrhebel 34, welcher in dieser Stellung der Lade noch vor der Stufe 43 liegt, zurückgehalten wird (Abb. 5).
  • Nunmehr unterbricht das Exzenter 71 nach Ablauf des Höckers x durch Öffnen des Schalters 72 den Strom, und der Magnetanker 46 fällt zurück, wobei sich gleichzeitig der Sperrhebel 32 wieder vor die Nase 4o der Zahnstange 26 legt. In der nächsten Phase wird beispielsweise durch die Bewegung der Lade mittels des Zughakens 48 der Sperrhebel 34 aus dem Bereich der Stufe 43 der Zahnstange 26 gezogen. Gleichzeitig geht der Schützen S hindurch, und der Faden p legt sich zwischen die geöffneten Teile 15 und 13 und i i und 8 der Schere. Sobald das Exzenter 71 mittels des Höckers y den Schalter 72 zum zweiten Male schließt, gibt der herausspringende Sperrhebel 32 die Nase 4o der Zahnstange 26 frei, welche nunmehr unbehindert vom Sperrhebel 34 nach vorn ausschwingen kann. Damit vollführt der Gegenfinger 15 eine Drehung im Uhrzeigersinn, erfaßt den Faden, welcher in der Kerbe i8 liegenbleibt, hebt ihn auf und bringt ihn bis zum Klemmfinger 13, wo er ihn mittels der Dreikantrippe 16 in die entsprechende Rille 17 im Finger 13 hineindrückt, womit er gleichzeitig seine Bewegung beendet. 'Diese Stellung ist in Abb.6 dargestellt.
  • Während die Zahnstange 26 nach vorn. ausschwingt, drückt ihr schräger Anlauf 44 den Sperrhebel 33 nieder, welcher dadurch aus dem Bereich der Nase 42 der Zahnstange 27 gezogen wird. Die Zahnstange 27 kann somit gleichfalls ausschwingen, bis sie sich mit ihrer Stufe 52 an die Führung 30 anlegt. Gleichzeitig vollführt das Schermesser i i eine Bewegung im Uhrzeigersinne und schneidet den durch die Finger 13 und 15 gehaltenen Faden an dem Messer 8 ab (Abb. 7). Der Schußfaden, welcher im Fach verbleibt, ist durch die Bewegung der Finger 13 und 15 weit nach vorn gezogen worden und gelangt daher sicher unter die Nadeln des Schußwächters.
  • Nunmehr wird durch eine bekannte, hier nicht dargestellte Vorrichtung die Schußspule ausgewechselt, während sich gleichzeitig die Einschaltwelle 69 weiterdreht und mittels des Exzenters 7o den Hebel 62 im Uhrzeigersinne aus der Stellung I in die Stellung 1I (Abb.8) entgegen einer nicht dargestellten Federverdreht. Hiermit wird diejenige Stufenklinke 54, deren Zapfen 59 sich in diesem Augenblick zwischen den Führungen 63' und 63" befindet, entgegen dem Uhrzeigersinne verdreht, so daß die entsprechende Sperrklinke 56 in die obere Stufe einfallen kann und eine solche Stellung herbeiführt, wie sie die Stufenklinke 54a oder'5q.c zeigt.
  • Tritt der Fall ein, daß der Schützen mit der ausgewechselten Spule nicht sofort wieder nach der anderen Seite hinübergeschickt wird, sondern längere Zeit auf der Auswechselseite verbleibt, so kämmt sich bei der Bewegung des Schützenkastens 52 der Zapfen 59 der entsprechenden Stufenklinke 54 aus den Führungen 63' und 63" aus und ein anderer Zapfen einer gesenkten Stufenklinke, beispielsweise 54b, ein.
  • Einer gehobenen Stellung der Stufenklinke 54 entspricht nunmehr für jede Schützenkastenzelle eine Stellung II des Hebels 62, einer gesenkten Stufenklinke dagegen die Stellung I des Hebels 62. In der Stellung II des Hebels 62 schließt sich der Schalter 65, während er in der Stellung I geöffnet bleibt. Wird nun im ersteren Falle durch ein Exzenter 74 auf der Kurbelwelle 73 der Schalter 75 und damit der gesamte Stromkreis geschlossen, so erfolgt derselbe Vorgang, wie er durch Schließen des Schalters 72 bei umlaufender Einschalt-,velle 69 durch das Exzenter 71 vorher eingeleitet worden war, nur mit dem Unterschied, daß in diesem Falle der Schützen nicht von der Fühlerseite, sondern von der Auswechselseite herkommt, und daß nicht der ablaufende, sondern der neu einlaufende Fa den abgeschnitten wird. Es ist daher völlig gleichgültig, nach wieviel Bewegungen der Lade der Schützen mit der neuen Spule das Fach durchläuft, weil erst dann der Schalter 65 geschlossen wird, wenn die der entsprechenden Schützenkastenzelle zugeordnete und gehobene Stufenklinke 54 in die Führungen 63 einkämmt. Es erübrigen sich daher auch bei dieser Ausführung die sonst üblichen Breithalterscheren, welche den Zweck haben, den einlaufenden Faden abzuschneiden.
  • Beim Ausschwingen der Zahnstange 27 nach rechts gelangt der Zahn 49 an den kurzen Hebel 5o, verdreht die Welle 51 und den Hebel 68 entgegen dem Uhrzeigersinn aus der Stellung III in die Stellung IV (Abb. 8). Der Hebel 68 drückt daher auf den Anschlag 6o der entsprechenden Sperrklinke 56, verdreht dieselbe imUhrzeigersinne, so daß die Stufenklinke 54 in die tiefere Stufe einfällt und in ihre Ruhestellung gelangt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schußfadenabschneidschere für Webstühle mit selbsttätiger Spulen- oder Schützenauswechslung, insbesondere für Webstühle mit beiderseitigem, beliebigem Schützenwechsel, dadurch gekennzeichnet, daß die Scherenauslösung durch zwei Wellen (69, 73) erfolgt, von welchen die eine (73) mit ' Kurbelwellengeschwindigkeit umläuft und die andere (69) bei Spulen-oder Schützenauswechslung in Drehung versetzt wird, während die Auslösungszeitpunkte durch Verbindungsmittel (Exzenter, Kurvenscheiben undUnterbrecher) festgelegt und durch die Schützenkastenstellung auf der Auswechselseite einstellbar sind.
  2. 2. Schere nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am Schützenkasten ebenso viele Schaltklinken bzw. Sperr- und Stufenklinken (54,56) vorgesehen sind, wie der Schützenkasten Zellen hat, und daß diejenige Schaltklinke, die der in Höhe der Ladenbahn sich befindlichen Kastenzelle zugeordnet ist, jeweils in einen Schalthebel (62) einkämmt, welcher im Zusammenhang mit der Spulen- oder Schützenauswechslung bewegt wird, und die betreffende Schaltklinke umsteuert.
  3. 3. Schere nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltklinken (54,56) mittels des zwischengeordneten Schalthebels (62) und eines Schalters (65) den von der ständig umlaufenden Welle (73) gesteuerten Stromschluß für den Scherenmagnet (47) regeln.
  4. 4. Schere nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auslösung der Schere ein Elektromagnet (Solenoid 47) vorgesehen ist, welcher einmal durch einen Unterbrecher (71) auf der Einschaltwelle (69), das andere Mal durch einen Unterbrecher (74) auf der Kurbelwelle (73) oder einer von dieser abgeleiteten Welle eingeschaltet wird.
  5. 5. Schere nach Anspruch i, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schere aus drei um eine gemeinsame Achse auf der Lade unabhängig voneinander drehbar angeordneten Teilen .bzw. Gruppen von Teilen besteht, von welchen die eine als Fadenheber dienende Gruppe (8 und 13) die zu den anderen Schützenkastenzellen laufenden Fäden aufhebt und aus dem Bereich des Schermessers bringt, während der zweite als Fadenhalter ausgebildete Teil (15) den abzuschneidenden Faden festhält und der dritte als Messer wirkende Teil (i i) den Faden abschneidet.
  6. 6. Schere nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Verzahnungen (io, 12, 14) versehenen drei Teile der Schere mit Zahnstangen (26, 27, 28) in Verbindung stehen, welche entgegen der Wirkung von Federn (31a, 3 1b, 31c) durch eine von der Kurbelwelle abgeleitete Bewegung in die Ruhestellung überführt und daselbst durch Riegel oder Klinken (32, 33, 34) festgehalten und gesichert werden.
  7. 7. Schere nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Fadenheber (8 und 13) gekuppelten und die mit dem Fadenhalter (15) in Verbindung stehenden Zahnstangen (26 und 28) in Ruhestellung Nasen (40, 41) aufweisen, die durch einen mit dem Anker (46) des Magneten (47) in Verbindung stehenden Sperrhebel (32) gesperrt werden, daß außerdem die auf den Fadenhalter (13) einwirkende Zahnstange (26) durch eine zweite Nase (43) in Eingriff mit einem von der Ladenbewegung gesteuerten zweiten Sperrhebel (34) steht, während die Zahnstange (27) für die Bewegung des Messers (i i) mit einer Nase (42) in der Ruhestellung an einem dritten Sperrhebel (33) anliegt, der durch die Bewegung der Zahnstange (26) des ,Fadenhalters (15) infolge eines entsprechenden Auflaufes (44) ausgenockt und aus dem Bereich der Nase (42) gezogen wird. B. Schere nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der die Lage der Schaltklinke (54) des leergelaufenen Schützens sichernde Sperrhebel (56) in Abhängigkeit von der Schneidbewegung der Schere so weit drehbar ist, daß die Schaltklinke (54) in ihre Ruhestellung zurückkehren kann.
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