DE122409C - - Google Patents

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DE122409C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 122409 KLASSE 86 c.
Schützenwechsel für Webstühle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. August 1900 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Schützenwechsel und in der beiliegenden Zeichnung am Webstuhle in Fig. 1 in der' Seitenansicht, in Fig. 2 in der Draufsicht und theilweise im wagerechten Schnitt dargestellt. Fig. 3 ist ein axialer Schnitt nach Linie A-B durch den Haupttheil der Vorrichtung.
Beim Ausführungsbeispiel ist der Wechsel sechskästig. Die Htibkästen 2 sind durch eine Schubstange 3 an dem einen Arme 4 eines zweiarmigen Hebels 4, 5 angeschlossen und stehen unter dem Einflufs einer Feder 7. Der Hebel 4, 5 ist um einen an der Stuhlwand befestigten Zapfen 6 schwingbar. Das freie Ende des Armes 5 trägt ein einstellbares Ausgleichgewicht 8. Der Arm 5 steht durch eine an ihn anfassende Schubstange 9 mit Excenterring 10, am anderen Ende mit den Huborganen für den Hubkasten 2 in Verbindung. Diese Huborgane bestehen aus drei in einander und zusammen um einen an der Webstuhlwand befestigten Zapfen 14 drehbaren Excentern 11, 12 und 13, deren Hübe sich wie 2:2:1 verhalten. Nach Mafsgabe einer Mustervorrichtung wird das eine oder andere der Excenter mit einem beständig um i8o° vor- und zurückschwingenden Mitnehmer, beim Ausführungsbeispiel einer Scheibe 15, gekuppelt, welche ebenfalls lose drehbar auf dem Zapfen 14 ist und ihren Antrieb in abstellbarer Weise von der Hauptwelle 16 des Stuhles aus erhält. Beim Ausführungsbeispiel erfolgt der Antrieb durch einen Zahnbogen 17, welcher seine Schwingbewegung um den feststehenden Zapfen 20 durch Kurbel 18 und Schubstange 19 erhält. Der Zahnbogen 17 steht dauernd im Eingriff mit einem Stirnrade 21. Dieses ist starr verbunden mit einer Mitnehmerscheibe 22 und dreh- und verschiebbar auf der Nabe 23 der Scheibe 15, welche gleichen Durchmessers mit der an sie anstofsenden, an der Stuhlwand befestigten Nabe 24 zur Befestigung des Zapfens 14 ist. Die Mitnehmerscheibe 22 besitzt Knaggen 25, welche in entsprechende Schlitze 26 der Scheibe 15 eintreten. Die Nabe des Stirnrades 21 besitzt eine Ringnuth 27, in welcher eine Ausrückhebel 50 angreift. Mit Hülfe des letzteren kann also die Kupplung der Scheibe 15 mit dem Stirnrade 21 geschehen. Letzteres führt beständig eine Schwingung um i8o° vor und zurück aus.
Die Kupplung der einzelnen Excenter 11, 12 und 13 mit der Scheibe 15 erfolgt dem Muster gemäfs durch folgende Vorrichtung.
Auf der Verlängerung des Zapfens 14 sitzen, auf derselben und auf einander lose drehbar und axial verschiebbar, Büchsen 28, 29 und 30, welche an entsprechend langen Armen Mitnehmerstifte 31,32 und 33 besitzen. Diese durchsetzen die Scheiben der Excenter 11, 12 und 13 und treten bei entsprechender Axialverschiebung in die radial verlaufenden Schlitze 34 und 35, die einen Winkel von i8o° mit einander bilden. Die Stifte 31, 32 und 33 sind für gewöhnlich aufser Eingriff mit der
Scheibe 15. Sie werden in dieser Stellung durch Federn 36 gehalten, -,welche beispielsweise auf den einen als Handgriff ausgebildeten Arm 37 zweiarmiger Hebel 37, 38 einwirken, deren anderer Arm in je eine Ringnuth 39 der Büchsen 28, 29, 30 fafst. Die Endflächen der letzteren besitzen zwei einander diametral gegenüberstehende Einschnitte 40 (s. auch Fig. 4), welche Sperrstiften 41 entsprechen, die in einem auf dem Zapfen 14 befestigten halbcylindrischen Mantel 42 sitzen. Vor den Ringnuthen 39 stehen radial angeordnet längsbewegliche, federnde Stifte 43, welche in einem parallel zur Achse des Zapfens 14 in einer geeigneten Geradführung verschiebbaren Schlitten 44 gelagert und gerade geführt sind, sowie vermittelst Nadeln 47 von einem Kartenprisma 57 beeinflufst werden. Der Schlitten 44 erhält eine kurze, der Eingriffstiefe der Stifte 31, 32, 33 entsprechende Längsverschiebung im Sinne des Pfeiles Fig. 2. Damit trotz dieser Längsverschiebung des, Schlittens 44 die federnden Stifte 43 unter dem Einflüsse der Nadeln 47 verbleiben, haben die Stifte 43 entsprechend groise Köpfe 45. Ist gemäis dem Muster durch die Musterkarte 46 und die entsprechende Nadel 47 einer der federnden Stifte 43 in die Ringnuth der ihm entsprechenden Büchse 28,29 .oder 30 hineingedrängt worden, so erfolgt bei der Schlittenbewegung Mitnahme der betreffenden Büchse und ihr Stift tritt in den entsprechenden Schlitz der Scheibe 15 ein. Diese nimmt die Büchse und das Excenter, die beide durch den betreffenden Stift mit ihr gekuppelt sind, mit. Die Bewegung des Schlittens 44 erfolgt entgegen der Wirkung einer Feder 48 durch eine' Daumenscheibe 49 von der Schlagwelle 16 aus. Die· Daumenscheibe 49 wirkt dabei auf das freie Ende eines um einen an der Stuhlwand befestigten Zapfen 51 schwingenden Hebels 52, der, unter dem Einflüsse der Feder 48 stehend, durch eine Zugstange 55 mit dem einen Arme '53 eines Winkelhebels 53, 54 verbunden, dessen anderer Arm 54 gelenkig an den Schlitten 44 angeschlossen ist. Die Bewegung des letzteren vor und zurück ist also nur von kurzer Dauer. Deshalb mufs die jeweils vorgeschobene Büchse 28, 29 bezw. 30 durch andere Mittel in der Arbeitsstellung erhalten werden. Es geschieht dies beim Ausführungsbeispiele während der halben Umdrehung, indem die Endfläche 56 der betreffenden Büchse gegen den zugehörigen Stift 41 anläuft, bis diesen der gegenüber liegende Einschnitt 40 wieder aufnimmt und somit genau nach Vollendung der halben Umdrehung die Büchse, der Einwirkung der Feder 36 folgend, in ihre Ruhestellung zurücktritt. Hierdurch verläfst das Ende ihres Kuppelstiftes den Schlitz 34 bezw. 35 der Scheibe 15 und diese wird somit von dem betreffenden Excenter abgekuppelt.
Der Antrieb des Kartenprismas 57 erfolgt beim Ausführungsbeispiele durch einen festhängenden Wendehaken 58, indem die Cylinderarme mit dem Zahnbogen 17 durch eine federnde Zugstange 59 nachgiebig verbunden sind, welche an einem Arme 60 auf der den Prismenschwingen gemeinsamen Welle 61 anfafst.
Die Wirkungsweise der Gesammteinrichtung gestaltet sich wie folgt:
Soll der Kasten gewechselt werden, so ist auf der Musterkarte für die den betreffenden Stift 43 beeinflussende Nadel 47 ein Loch in der Musterkarte nicht vorgesehen. Die betreffende Nadel wird vorgestoisen und drängt den zugehörigen Stift 43 in die Ringnuth 39 der ihm zugehörigen Büchse . Darauf wird Schlitten 44 in Richtung des Pfeiles Fig. 2 verschoben und die betreffende Büchse mitgenommen. Dies hat zur Folge, dafs der zugehörige Stift 31,32,33 in den jeweils für ihn bereit stehenden Schlitz 34 oder 35 der Scheibe 15 eintritt, wodurch das betreffende Excenter mit der Scheibe 15 gekuppelt ist. Es macht jenes die halbe Umdrehung mit dieser mit, worauf es infolge Zurücktreteiis des Kuppelstiftes, was beim Zurückschnellen der Büchse erfolgt, nachdem einer der Einschnitte 40 in ihrer Endfläche 56 dem zugehörigen Sperrstifte1 41 entspricht, wieder entkuppelt wird und in der erhaltenen Lage stehen bleibt. Der Hubkasten 2 nimmt die dieser Excenterstellung entsprechende Stellung ein.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Ein Schützen wechsel für Webstühle, bei welchem die Einstellung der Hubkästen (2) durch auf einander und einem gemeinsamen Zapfen (14) drehbare Excenter (11,12,13) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs die Excenter mit einem von zwei um i8o° versetzt angeordneten, beständig um i8o° schwingenden, gleichachsigen Mitnehmern nach Maisgabe der Musterkarte gekuppelt wird.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs als Mitnehmerpaar für die Excenter Schlitze (34,35) in einer Scheibe (15) dienen, die mit der Antriebsvorrichtung abstellbar verbunden ist.
3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2; dadurch gekennzeichnet, dafs die Kupplung der Excenter (11,12,13) mit den Mitnehmern (34,35) durch Stifte (31,32,33) erfolgt, die an Armen von zu den Mitnehmern und Excentern gleichachsigen, auf einander dreh-
baren und längs verschiebbaren Büchsen (28,29,30) befestigt sind, die federnd in . die Ruhestellung gedrängt werden, in der sie gegen Drehung gesichert sind.
4. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die Kupplung der Excenter mit dem jeweils entsprechenden Mitnehmer nach Mafsgabe des Musters dadurch geschieht, dafs in einem parallel den Büchsen (28, 29, 30) verschiebbar angeordneten Schlitten (44) für jede der Büchsen ein federnder Stift (43) vorgesehen ist, der, radial zu der betreffenden Büchse verschiebbar, nach Mafsgabe einer Musterkarte durch eine ihn beeinflussende Nadel (47) in eine Ringnuth der betreffenden Büchse gedrängt wird, wodurch die Mitnahme der letzteren in Richtung des Pfeiles Fig. 2 erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055464B (de) * 1952-10-17 1959-04-16 Niehues & Duetting Wechselvorrichtung fuer Webstuehle zum Mischen von Schussfaeden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1055464B (de) * 1952-10-17 1959-04-16 Niehues & Duetting Wechselvorrichtung fuer Webstuehle zum Mischen von Schussfaeden

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