DE1208758B - Schaltungsanordnung zum Decodieren von zyklischen Impulsserien auf Triebfahrzeugen, insbesondere fuer Streckenblocksysteme - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Decodieren von zyklischen Impulsserien auf Triebfahrzeugen, insbesondere fuer Streckenblocksysteme

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DE1208758B
DE1208758B DEV16337A DEV0016337A DE1208758B DE 1208758 B DE1208758 B DE 1208758B DE V16337 A DEV16337 A DE V16337A DE V0016337 A DEV0016337 A DE V0016337A DE 1208758 B DE1208758 B DE 1208758B
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DE
Germany
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relay
pulse
series
counting
circuit
Prior art date
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Application number
DEV16337A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz Henning
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Werk fuer Signal und Sicherungstechnik Berlin VEB WSSB
Original Assignee
Werk fuer Signal und Sicherungstechnik Berlin VEB WSSB
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Description

  • Schaltungsanordnung zum Decodieren von zyklischen Impulsserien-auf Triebfahrzeugen, insbesondere für Streckenblocksysteme
    Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungs-
    anordnun g zum Decodieren von zyklischen Impuls-
    serien auf Triebfahrzeugen, die aus einer unterschied-
    lichen Anzahl von Impulsen und einer allen Impuls-
    serien genfeinsamen zeitlich gleich langen Impulspause
    bestehen urd zum Auswerten , in es urcodierten Block-
    stromes, der nur im letzten Abschnitt vor einem bzw.
    mehreren gerätelosen Abschnitten im Bahnhof zur
    Aussendung kommt, insbesondere für Streckenblock-
    systenie mit linienweiser Übertragung von Signal-
    begrifhen auf die -Zuge.
    Bei den bekannten Schaltungsanordnungen zum
    Decodieren von lnipulsserien müssen mit Rücksicht
    auf den gestörten Codeempfang beim Überfahren des
    Isolierstoßes die zu jeder Impulsserie gehörenden
    Signalbegriffe durch Speicherrelais übe: längere Zeit
    gespeichert werden. Die dafür notwendige Speicher-
    zeit entspricht etwa der Zeit von drei Impulsserien -der
    längsten Dauer, da z. B. die letzte Impulsserie des
    Abschnittes 1 und die erste Impulsserie des Ab-
    schnittes 2 gestört sind, wenn der Zug von Abschnitt 1
    kommend über den Isolierstoß in den Abschnitt 2
    fährt. Durch. diese lange Speicherzeit wird vermieden,
    daß auf dem Triebfahrzeug kurzzeitig ein niedrigerer
    oder höherer Fahrt-begriff als der des zugehörigen
    Streckerisig .als c:ngezeigt wird: Bei derAnwendung der
    laufenden Gescl:Windigtt:eitsüberwachung neben der
    Anz ei-e der Führerstandsignale hat es sich als zweck-
    i ii 'ßig , erwiesen, dem Triebwagenführer zr das Signalbild
    des rücklic-enden @creekerlsiana ls, welches es vor dein
    Voi-beifal"r cri zeigte, als Ffhr erstandsigna 1 anzuzeigen.
    Der Sigif:,lweclasel auf dein Triebwagen findet, infolge
    der langen Sf eicherzeit der Speicherrelais, erst dann
    statt, @Geilif der Zug bereits eire betrechtliche Strecke
    des Abschnittes 2 b'efa @a'eil hat.`rr Triebwagen-
    führer erhält also noch längere Zeit den Signalbegriff
    des Abscliiäittes 1, obwiDhl@sich der Zug: bereits im
    Abschnitt 2 befindet. Dieser Umstand macht sich
    besonders bei hohen Fahrgeschwindigkeiten in der
    Weise iiacliteilig bemerkbar, daß die Geschwindig-
    keitsÜberwachung zu spät wirksam wird und somit die
    vorgesehenen Breniswegee nicht eingehalten werden
    können. So ist z. B. bei einer Geschwindigkeit von
    i- = 160 kn1%h bei bekannten Systemen mit einer
    Vei-zögertrifgszeit von 5 bis 6 Sekunden der Verlust an
    vorhandenem Bremsweg etwa. 225 bis 270 m. Auch
    bei plötzlicher Änderung der Anzeige des Strecken-
    zustandes in eireif gescliwindigkeitseinschränkenden
    Signalbegriff ergibt sich bei den .bekannten Systemen.
    bei hohen Fahrgeschwindigkeiten noch eine zu lange
    Verzög eruilgszeit.
    Bei den bekannten Schaltungsanordnungen. ist es.
    auch nicht möglich, daß ein Triebfahrzeug in Strecken abschnitte (z: B. Hauptgleise eines Bahnhofs) ein- bzw. ausfahren kann; ohne daß eine Gefahrenanzeige auf dem Triebfahrzeug verursacht wird, wenn diese nicht mit Sendegeräten der linienförmigen Zugbeeinflussung ausgerüstet sind.
  • Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde. eine Schaltungsanordnung zum Decodieren von zyklischen Impulsserien, insbesondere für Streckenblocksysteme zu schaffen, bei der die Speicherzeit der Speicherrelais bei derselben Impulsfrequenz wesentlich verkürzt wird (z. B. auf 1 bis 2 Sekunden). Erfindungs= gemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß mehreren Speicherrelais, welche die FütirerstandF-Signale ein- bzw. ausschalten, mehrere Zählrelais. zugeordnet sind, die entsprechend der empfangenen Anzahl von Impulsen die Speicherrelais in der anschließenden langen Impulspause ein- bzw: ausschalten, dar ferner zum Löschen der vorgespeichirten Impulse ein Störimpuls vorgesehen ist, der beim Besetzen eines Gleisabschnitts durch das Triebfal-rzeug hifolge des Abfallens zweier Relais auftritt und mehrfach länger als ein Impuls der Impulsserie ist, und daß ein weiteres Speicherrelais vorgesehen ist, das sich über einen eigenen Kontakt hält und beim Aussetzen des Empfanges des urcodierten Blockstromes den hierzu gehörigen Geschwindigkeitsbegriff' im Führerstandsignal aufr echterhält.
  • Das Ein- bzw. Ausschalten der Speicherrelais nach dem Empfang jeder Impulsserie ergibt eine wesentliche Verkürzung der Übertragungszeit für den Signalwechsel. Durch Ausnutzen des Empfanges eines Stör-. impulses beim Überfahren des Isolierstoßes kann dass a nannte Auswertungsprinzip beibehalten und die Speicherzeit der Speicherrelais auf ein Minimund beschränkt werden. Ferner ist es nach der vorgeschlagenen Schaltungsanordnung möglich, daß Triebfahrzeuge auch auf Gleisen von Bahnhöfen mit einer bestimmten Geschwindigkeit ein- und/oder ausfahren können, ohne daß diese Gleise mit Sendegeräten für die linienförmige Zugbeeinflussung ausgerüstet sein müssen.
  • Die Erfindung ist zeichnerisch in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Zusammenstellung von zu empfangenden Impulsserien, F i g. 2 eine Schaltungsanordnung für das Einspeisen des Blockstromes und der Impulsserien nach F i g. 1 an Gleisabschnittsübergängen, F i g. 3 eine Schaltungsanordnung der Decodierungseinrichtung, F i g. 4 ein Relaisdiagramm mit dem Schaltungsablauf gemäß der Reihenfolge der Impulsserien nach dem Ausführungsbeispiel.
  • Nach F i g. 1 ist jedem Geschwindigkeitsbegriff eine bestimmte Impulsserie zugeordnet. V,, bis V4 und VB stellen geschwindigkeitseinschränkende Begriffe dar. Der Geschwindigkeitsbegriff VB ist als geschwindigkeitseinschränkendes Bahnhofssignal vorgesehen. Mit Ausnahme des Begriffes VE, der eine kommende Geschwindigkeitseinschränkung um einen Streckenabschnitt im voraus ankündigt, entsprechen alle anderen Begriffe bei Geschwindigkeitseinschränkung dem rückliegenden Streckensignal vor dem Vorbeifahren des Triebwagens. In F i g. 1 sind beispielsweise folgende Zeiten angenommen: Impulslänge 0,1 Sekunde, Impulspause 0,1 Sekunde und die allen Impulsserien zeitlich gleich lange Impulspause 0,5 Sekunden.
  • In F i g. 2 ist ein Streckenabschnitt für elektrischen Zugbetrieb dargestellt. Fährt ein Triebwagen aus Abschnitt A 1 in den Abschnitt A 2, so setzt der Codeempfang des Abschnittes A 1 dann aus, wenn die Empfangsspulen L1 und L2, die vor der ersten Achse des Triebwagens angebracht sind, sich über den Anschlüssen a1 und a2 des Drosselstoßes befinden. Der Codeempfang setzt erst dann wieder ein, wenn die erste Achse des Triebwagens den Abschnitt A2 kurzgeschlossen hat. Danach fällt das Gleisrelais G "ab und nach ihm das Codeeinschaltrelais Co. Der Kontakt co, unterbricht den Blockstromempfang auf dem Triebwagen so lange, bis das nicht besonders dargestellte Taktrelais des Codegebers CG mit seiner Arbeit beginnt. Der durch die Abfallzeiten der Relais G und Co begrenzte Störimpuls wird durch die Wahl der Abfallzeiten der genannten Relais zeitlich so lang gewählt, daß er sich in seiner Länge von den Impulsen der Impulszyklen unterscheidet und somit anders ausgewertet werden kann. Für das gewählte Beispiel ist er als doppelt so lang wie die normalen Impulse der Impulsserien angenommen.
  • Im folgenden wird an Hand der F i g. 3 und 4 die Schaltungsanordnung und der Schaltungsablauf nach der Erfindung beschrieben: Dazu ist der in F i g. 3 angenommene Betriebszustand »Kein Codeempfang« als Grundstellung angenommen. In diesem Fall erscheint das Führerstandsignal »Rota, da uncodierter Blockstrom empfangen wird. Zunächst sollen die Aufgaben der verschiedenen Relais näher erläutert werden. Die Kontakte!, und i2 gehören zu einem nicht dargestellten Impulsempfangsrelais J im Ausgangskreis eines Verstärkers für die linienförmige Zugbeeinflussung. Das Relais W1 dient zum Überwachen der Impulslängen. Es ist in der Grundstellung angezogen und fällt beim Empfang vc Störimpulsen, die zeitlich länger als die Impulse d( Impulsserien sind, kurzzeitig ab und ist beim Empfan von uncodiertem Blockstrom (Va) ständig abgefalle Das Zählrelais 1 a dient zum Zählen des erste Impulses einer Impulsserie und zum Feststellen dc Länge einer Impulsserie; es fällt in jeder lange Impulspause ab. Die Zählrelais 2a bis 6a dienen zui Zählen der Impulse 2 bis 6 einer Impulsserie. Dz Hilfsrelais X dient als Umschaltrelais bei der Zählun der Impulse 1 bis 6. Von den Zählrelais 1 bis 6 i; nach Empfang einer Impulsserie stets nur das Rela angezogen, welches dem letzten empfangenen Impu: entspricht. Die Zählrelais 1b bis 6b dienen als Al Schaltrelais für die Speicherrelais II, III, IV, V, bei Geschwindigkeitseinschränkungen und zum Ar schalten des Löschrelais L. Die Speicherrelais I bis und W3 haben die Aufgabe, die Fahrtbegriffe z speichern. Ihre Kontakte schalten die Führerstanc Signale, die hier nicht dargestellte laufende Geschwir digkeitsüberwachung, den Bremsmagneten, die Wacl samkeitseinrichtung sowie akustische Signale. Da Überwachungsrelais 1 Ü dient zum Überwachen de langen Impulspausen. Mit dem Löschrelais L und der Kontrollrelais K wird die richtige Arbeitsweise de verschiedenen Zählrelais geprüft. Das Relais W dient als Hilfsrelais bei der Umschaltung auf de Geschwindigkeitsbegriff VB.
  • Die Arbeitsweise der Schaltungsanordnung nac der Erfindung wird an Hand einer Fahrt aus dc freien Strecke in ein Nebengleis eines Bahnhofs erlät tert. Dazu wird bemerkt, daß die Hauptgleise eine Bahnhofs mit den Streckengeräten der linienförmige Zugbeeinflussung ausgerüstet sind, aber nicht di Nebengleise.
  • Beim Betriebszustand »Kein Codeempfang« sin das Relais W1 und das Hilfsrelais W2 angezoger Beginnt danach der Empfang des Geschwindigkeit; begriffes Vmax, so laufen beim Empfang der erste Impulsserie dieses Begriffes folgende Schaltvorgäng ab: Beim ersten Anziehen des Impulsempfangsrelais schaltet der Kontakt il das Zählrelais 1 a an Stromkreis (1) Plus, il, w 11, 6a1, 5a1, 4a1, 3a1, 2a1, k1, x1, 1v 1; Zählrelais l a, Minus.
  • Dabei wird überprüft, ob das Relais W1 angezoge und die Zählrelais 2a, 3a, 4a, 5a, 6a, das Kontroll relais K und Hilfsrelais X abgefallen sind. Nach der Anziehen des Zählrelais 1 a hält sich dieses über de: Kontakt l a, selbst Stromkreis (2) Plus, il, w 11, 1 a1, w 12, Zählrelais 1 a, Minm Der Stromkreis (1) wird nur beim Empfang jede ersten Impulses einer Impulsserie eingeschaltet, de Stromkreis (2) dagegen beim Empfang jedes Impulse: Das Zählrelais la hält sich infolge seiner Abfall verzögerung, bedingt durch den Widerstand R2, übe die kurzen Impulspausen weiter und fällt erst nacl dem Empfang aller Impulse der Impulsserie in de langen Impulspause ab. Der Kontakt 1a2 schalte das Überwachungsrelais 1 Ü an, welches sich infolg seiner größeren Abfallverzögerung, bedingt durch de Kondensator Cl, auch über die langen Impulspause der Impulszyklen hält. Das Überwachungsrelais 1 i fällt dann ab, wenn längere Zeit kein Empfang von Impulsserien erfolgt Stromkreis (3) Plus, l a" Gleichrichter GL, Überwachungsrelais 1 Ü, Minus.
  • Der Gleichrichter GL verhindert Fehlentladungen des Kondensators Cl auf das Hilfsrelais X. Der Kontakt 1a3 schaltet das abfallverzögerte Kontrollrelais K an, welches sich dann über seinen eigenen Kontakt k2 während des Impulsempfanges weiter hält. Stromkreis (4): Plus, w 13, 1a3, Kontrollrelais K, Minus. Stromkreis (5): Plus, w13, k2, h, Kontrollrelais K, Minus.
  • Das Kontrollrelais K schaltet mittels eines k2_-Kontaktes auch das Zählrelais 1 an.
  • Stromkreis (6): Plus, w13, k2, 2a4, Zählrelais 1, Minus.
  • Beim ersten Abfallen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den Kontakt 1a2 vorbereitet Stromkreis (7): Plus, 1a2, i2, 4a5, 2a5, Hilfsrelais X, Minus. Nach dem Empfang des ersten Impulses sind die Relais W1, X, la, 1 U, K, 1 und W2 angezogen. Beim zweiten Anziehen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den Kontakt x2 vorbereitet Stromkreis (8) Plus, il, w11, x2, Zählrelais 2a, 1, Minus.
  • Das Zählrelais 2a zieht über Wicklung 1 an und hält sich über die Wicklung II weiter.
  • Stromkreis (9): Plus, w13, k2, 2a3, Zählrelais 2a, 11, Minus. Der Kontakt 12 unterbricht den Stromkreis (7) und schaltet einen Stromkreis (10) ein, in dem das Hilfsrelais X weiter erregt bleibt: Plus, 1a2, i2, x3, Hilfsrelais X, Minus.
  • Durch das Anziehen des Zählrelais 2a wird der Stromkreis (6) mittels des Kontaktes 2a4 unterbrochen und gleichzeitig der Stromkreis (11) eingeschaltet: Plus, w13, k2, 2a4, 3a4, Zählrelais 2, Minus. Das Zählrelais 2 zieht an. Beim zweiten Abfallen des Impulsempfangsrelais J wird der Stromkreis (10) durch den Kontakt i2 unterbrochen. Das Hilfsrelais X fällt ab. Nach dem zweiten Impuls sind die Relais W1, la, 1 LT, K, 2a, 2 und W2 angezogen. Beim dritten Anziehen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch die Kontakte x2 und 2a2 vorbereitet Stromkreis (12): Plus, il, ivh, x2, 2a2, Zählrelais 3a, 1, Minus. Das Zählrelais 3a zieht über Wicklung I an und hält sich über Wicklung Il weiter: Stromkreis (13): Plus, iv13, k2, 3a3, Zählrelais 3a, Il, Minus. Durch das Anziehen des Zählrelais 3a wird der Stromkreis (11) mittels des Kontaktes 3a4 unterbrochen und gleichzeitig der Stromkreis (14) eingeschaltet: Plus, w13, k 2, 2a4, 3a4, 4a4, Zählrelais 3, Minus. Das Zählrelais 3 zieht an.
  • Beim dritten Abfallen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den Kontakt 3a5 vorbereitet Stromkreis (15): Plus, lag, 1" 4a5, 3a5, Hilfsrelais X, Minus. Das Hilfsrelais X zieht an. Nach dem dritten Impuls sind die Relais WL X, la, 1 Ü, K, 2a, 3a, 3 und W2 angezogen. Beim vierten Anziehen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch die Kontakte x2 und 3a2 vorbereitet Stromkreis (16): Plus, il, w11, x2, 3a2, Zählrelais 4a, 1, Minus. Das Zählrelais 4a zieht über die Wicklung 1 an und hält sich über die Wicklung II weiter.
  • Stromkreis (17): Plus, w13, k2, 4a3, Zählrelais 4a, 11, Minus. Der Kontakt 1, unterbricht den Stromkreis (15) und schaltet gleichzeitig den Stromkreis (10) wieder ein, in dem sich das Hilfsrelais X weiter hält.
  • Durch das Anziehen des Zählrelais 4a wird der Stromkreis (14) mittels des Kontaktes 4a4 unterbrochen und gleichzeitig der Stromkreis (18) eingeschaltet: Plus, w13, k2, 2a4, 3a4, 4a4, 5a4, Zählrelais 4, Minus.
  • Das Zählrelais 4 zieht an. Beim vierten Abfallen des Impulsempfangsrelais J wird der Stromkreis (10) durch den Kontakt i2 unterbrochen. Das Hilfsrelais X fällt ab. Nach dem vierten Impuls sind die Relais W l, l a, 10, K, 2a, 3a, 4a, 4 und W2 angezogen.
  • Beim fünften Anziehen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch die Kontakte x2 und 4a2 vorbereitet Stromkreis (19): Plus, il, w11, x2, 4a2, Zählrelais 5a, 1, Minus. Das Zählrelais 5a zieht über die Wicklung 1 an und hält sich über die Wicklung 11 weiter.
  • Stromkreis (20): Plus, w13, k 2, 5a3, Zählrelais 5a, 11, Minus. Durch das Anziehen des Zählrelais 5a wird der Stromkreis (18) mit dem Kontakt 5a4 unterbrochen, und gleichzeitig entsteht Stromkreis (21): Plus, w l" k2, 2a4, 3a4, 4a4, 5a4, 6a4, Zählrelais 5, Minus.
  • Das Zählrelais 5 zieht an. Beim fünften Abfallen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den Kontakt 5a5 vorbereitet Stromkreis (22): Plus, 1a2, 1" 5a5, Hilfsrelais X, Minus.
  • Das Hilfsrelais X zieht an. Nach dem fünften Impuls sind die Relais W1, X, l a, 1 Ü, K, 2a, 3a, 4a, 5a, 5 und W2 angezogen. Beim sechsten Anziehen des Impulsempfangs-7 relais J entsteht durch die Kontakte x2 und 5a2 vorbereitet Stromkreis (23) Plus, il, ivll, x2, 5a2, Zählrelais 6a, I, Minus. Das Zählrelais 6a zieht über die Wicklung I an und hält sich üher die Wicklung 1I weiter.
  • Stromkreis (24): Plus, ivl3, k2, 6a3, Zählrelais 6a, II, Minus. Der Kontakt i2 unterbricht den Stromkreis (22) und schaltet erneut den Stromkreis (10) ein, in dem sich das Hilfsrelais X weiter hält. Durch das Anziehen des Zählrelais 6a wird der Stromkreis (21) mit dem Kontakt 6a4 unterbrochen, und gleichzeitig entsteht Stromkreis (25): Plus, iv l3, k2, 2a4, 3a4, 4a4, 5a4, 6a4, Zählrelais 6, Minus.
  • Das Zählrelais 6 zieht an. Nach dem sechsten Impuls schließt sich bei der Impulsserie V,""" die lange Impulspause an, in der folgende Schaltvorgänge ablaufen: Zuerst fällt das durch den Widerstand R2 abfallverzögerte Zählrelais 1 a ab. Mittels des Kontaktes 1a2 werden die Stromkreise (22) und (3) unterbrochen. Das Hilfsrelais X fällt ab. Das Überwachungsrelais 1 Ü hält sich infolge seiner längeren Abfallverzögerung durch den Kondensator Cl über die lange Impulspause. Mittels des Kontaktes l a, wird der durch den Kontakt 6 vorbereitete Stromkreis (26) geschlossen: Plus, w13, k2, laQ, 6, Zählrelais 6b, Minus. Das Zählrelais 6b zieht an und bringt im Stromkreis (27) das Löschrelais L zum Anziehen: Plus, 1a2, 6b1, Löschrelais L, Minus.
  • Dieses läßt mittels des Kontaktes h das abfallverzögerte Kontrollrelais K im Stromkreis (5) abfallen.
  • Durch das Abfallen des Kontrollrelais K werden mittels des Kontaktes k2 die Stromkreise (9), (13), (17), (20), (24), (25) und (26) unterbrochen, die Zählrelais 2a, 3a, 4a, 5a, 6a, 6 und 6b fallen ab. Durch den Kontakt 6b1 wird der Stromkreis (27) unterbrochen, das Löschrelais L fällt ab und die im Kondensator C4 gespeicherte Spannung lädt den Kondensator C5 auf und bringt das Speicherrelais I zum Anziehen. Es hält sich infolge der Abfallverzögerung über eine vorbestimmte Zeit. Nach dem Ablauf dieser Schaltvorgänge ist der Empfang und die Auswertung der ersten empfangenen Impulsserie Vnta@ beendet und die Schaltung zum Empfang der nächsten Impulsserie vorbereitet.
  • Der Kontakt Il schaltet das Führerstandsignal vorbereitend auf den Geschwindigkeitsbegriff V1.
  • Beim Empfangen der zweiten Impulsserie V"Zax wiederholen sich die bereits beschriebenen Schaltvorgänge in derselben Weise. Außerdem ziehen beim Abfallen des Zählrelais l a in der langen Impulspause die Speicherrelais 1I, 111, IV, V und VI an und halten sich nach dem Abfallen des Kontrollrelais K über ihre eigenen Kontakte weiter. Auf dem Führerstand wird der Geschwindigkeitsbegriff Y;."", angezeigt, und zwar solange der Zug den Streckenabschnitt befährt, zu dem der Geschwindigkeitsbegriff V,",., gehört und auf dem Triebfahrzeug die zugehörige Impulsserie empfangen wird. Das Übertragungsverfahren wü#d also durch Wiederholung der Impulsserien gesichert.
  • Aus Platzersparnisgründen sind in F i g, 4 nur zwei vollständige Impulsserien V"nax dargestellt. Dabei ist angenommen, daß bei der dritten und letzten Impulsserie V."" vor dem Verlassen des Abschnittes nur fünf an Stelle von sechs Impulsen dieser Impulsserie empfangen werden und bei Abschnittwechsel als sechster Impuls der bereits erwähnte -Störimpuls empfangen wird. In diesem Falle werden zwar sechs Impulse gezählt, aber es wird so ausgewertet, als wäre nur ein Impuls empfangen worden. Beim Empfang des sechsten Impulses fällt nicht das abfallverzögerte Zählrelais la, sondern das abfallverzögerte Relais W1 zuerst ab. Der Kontakt w 14 unterbricht den Stromkreis zu den Speicherrelais I, 11, 11I, IV, V, VI und dem Hilfsrelais W2. Außerdem wird durch den Kontakt ir13 der Stromkreis zu den Wicklungen II der Zählrelais 2a, 3a, 4a, 5a, 6a, 6 und dem Kontrollrelais K unterbrochen. Diese Zählrelais fallen ab, das Kontrollrelais IC fällt verzögert ab. Ferner wird das Zählrelais 1 a mittels des Kontaktes iv 12 abgeschaltet. Es fällt ohne zusätzliche Abfallverzögerung ab und schaltet mittels seines Kontaktes l a, das Hilfsrelais X und das Überwachungsrelais 1 Ü ab. Das Hilfsrelais X fällt ab, während sich das Überwachungsrelais 10 infolge seiner Abfallverzögerung weiter hält. Zuletzt fällt das abfallverzögerte Kontrollrelais K ab, welches durch den Kontakt k4 den im Kondensator C4 gespeicherten Impuls auf den Kondensator C, und das Speicherrelais I freigibt.
  • Nach dem Empfang des Störimpulses spricht, das Relais W1 wieder an, und die Schaltung ist aufnahmebereit zum Empfangen der nächsten Impulsserie.
  • Als nächstes soll der Geschwindigkeitsbegriff VE empfangen werden, dem fünf Impulse sowie eine lange Impulspause zugeordnet sind. Die dabei ausgelösten Schaltvorgänge sind aus F i g. 4 ersichtlich. In der langen Impulspause wird durch Anziehen des Zählrelais 5b das Speicherrelais VI abgeschaltet. Das Zählrelais 6a wird beim Empfang dieser Impulsserie nicht erregt. Auf dem Führerstand wird der Geschwindigkeitsbegriff V_, angezeigt, der ankündigt, daß ab dem nächsten Streckensignal eine Geschwindikeitseinschränkung zu erwarten ist. Aus Platzersparnis ist nur eine vollständige Impulsserie VE in F i g: 4 dargestellt, außerdem ist angenommen, daß der Empfang der Impulsserie V_, mit der langen Impulspause abschließt.
  • Im anschließenden Streckenabschnitt soll die Impulsserie V3 empfangen werden. Wie beim Einfahren in jeden Streckenabschnitt wird jedoch zuerst der Störimpuls empfangen. Dieser kann sich nur auf das Speicherrelais 1 auswirken. Danach ist die Schaltung wieder ordnungsgemäß empfangsbereit, worauf die Impulsserie i%3 empfangen wird. In der langen Impulspause werden, bedingt durch das Anziehen des Zählrelais 3a, die Speicherrelais IV und V abgeschaltet und auf dem Führerstand erscheint das Signal für den Geschwindigkeitsbegriff V3. Nach F i g. 4 ist angenommen, daß von der letzten Impulsserie V3 vor Überfahren des Isolierstoßes nur noch ein Impuls empfangen wird und anschließend der Störimpuls.
  • Es werden zwar zwei Impulse eingezählt, aber es wird nur ein Impuls für die Speicherung im Speicherrelais I übernommen. Nach dem Empfang dieses Störimpulses soll entsprechend F i g. 4 der uncodierte Blockstrom, dem der Geschwindigkeitsbegriff I'a zugeordnet ist, empfangen werden. Der uncodierte Blockstrom kommt nur im letzten Abschnitt vor einem bzw. mehreren gerätelosen Abschnitten im Bahnhof zur Aussendun.
  • In diesem Fall ist das Impulsempfangsrelais J ständig erregt. Zuerst zieht das Zählrelais la an, welches das Überwachungsrelais 1 Ü und das Kontrollrelais h° einschaltet. Das Kontrollrelais K schaltet das Zählrelais 1 an. Danach fällt zuerst das abfallverzögerte Relais W1 ab, welches die Zählrelais la und 1, das Kontrollrelais K und das Hilfsrelais W2 abschaltet. Das Zählrelais la fällt ohne Abfallverzö-erung ab und schaltet das Überwachungsrelais 1 Ü ab. Nach dem Abfallen des Kontrollrelais K wird nochmals ein eingespeicherter Impuls auf das Speicherrelais I übertragen.
  • Wie aus F i g. 4 ersichtlich ist, fällt dann das Hilfsrelais il-'2 ab. Dieses schaltet das Speicherrelais W3 ein. Auf dem Führerstand wird der Signalbegriff VB anezeigt. Dann fällt das abfallverzögerte Überwachungsrelais 1 Ü ab, welches das Speicherrelais I mit dein Kontakt 1 Ü ohne zusätzliche Abfallverzö"erung zum Abfallen bringt. Danach fallen auch die Speicherrelais I1 und III ab. Während der Zeit des Einpfaus des uncodierten Blockstromes ist also nur das Speicherrelais W3 eingeschaltet.
  • Nach dem Überfahren des nächsten Isolierstoßes und dem Empfangen des Störimpulses soll der Codeempfang aussetzen. Nach Ablauf der in F i g. 4 dargestellten Schaltvorgänge bleiben die Relais W1, ll'2 und W3 erregt. Auf dem Führerstand wird weiterhin der Signalbegriff l,$ angezeigt. Erst nach anschließendem Empfangen der in F i g. 4 nicht mehr damestellten Impulsserie Y, die gegenüber dem uncodierten Blockstrom einen geschwindigkeitserhöhenden Begriff darstellen soll, wird auf dem Führerstand die Geschwindigkeitsanzeige von VB auf V4 umgeschaltet. Kommt der Empfang der Impulsserie V4 nicht zustande, dann darf der Triebfahrzeugführer nur mit einer dem Signalbegriff VB entsprechenden Gescli,«-indi2keit die Fahrt fortsetzen, oder er muß die Zu4-beeinflussungsanlage auf dem Triebfahrzeug außer Betrieb setzen.
  • Auch auf eine Besonderheit der Schaltung sei noch hin-ewiesen: Fehlt in den empfangenen Impulsserien die lange Impulspause, handelt es sich also um den Empfang von Dauerimpulsen, dann bleibt das Zählrelais 1 a ständig erregt, die Speicherrelais I, l1, 11I, IV, V und VI fallen ab, und am Führerstand erscheint »rot«.
  • Die Schaltung ist in einfacher Weise erweiterungsfähig. Soll z. B. die längste Impulsserie sieben Impulse und eine lange Impulspause haben, so kann die Schaltung in entsprechender Weise durch Zählrelais mit der Bezeichnung 7a, 7, 7b und ein Speicherrelais VII ergänzt werden.
  • Die Schaltungsanordnung ist nicht an die Verwendung von Relais gebunden; so kann auch mit elektronischen Bauelementen, z. B. Relaisröhren, die gleiche Wirkung erzielt werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung zum Decodieren von zyklischen Impulsserien auf Triebfahrzeugen, die aus einer unterschiedlichen Anzahl von Impulsen und einer allen Impulsserien gemeinsamen zeitlich gleich langen Impulspause bestehen und zum Auswerten einer uncodierten Blockfrequenz, die nur im letzten Abschnitt vor einem bzw. mehreren gerätelosen Abschnitten im Bahnhof zur Aussendung kommt, insbesondere für Streckenblocksysteme mit linienweiser Übertragung von Signalbegriffen auf die Züge, dadurch g e k e n nz e i c h n e t, daß mehreren Speicherrelais (I bis VI), welche die Führerstandsignale ein- bzw. ausschalten, mehrere Zählrelais (l a bis 6 a und 1 b bis 6b) zugeordnet sind, die entsprechend der empfangenen Anzahl von Impulsen die Speicherrelais in der anschließenden langen Impulspause ein- bzw. ausschalten, daß ferner zum Löschen der vorgespeicherten Impulse ein Störimpuls vorgesehen ist, der beim Besetzen eines Gleisabschnittes durch das Triebfahrzeug infolge des Abfallens zweier Relais (Gleisrelais G und Codeeinschaltrelais Co) auftritt und mehrfach länger als ein Impuls der Impulsserie ist, und daß ein weiteres Speicherrelais (W3) vorgesehen ist, das sich über einen eigenen Kontakt (w33) hält und beim Aussetzen des Empfangs des uncodierten Blockstromes den hierzu gehörigen Geschwindigkeitsbegriff' (VB) im Führerstandsignal aufrechterhält.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vorbereitung des Einzählens und Speicherns einer nächsten Impulsserie das Anziehen und Abfallen der jeder Impulsserie zugeordneten einen Zählrelaisgruppe (l b bis 6b) in der langen Impulspause vorgesehen ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontrollrelais(K) und ein Löschrelais (L) zum Überwachen der Betriebssicherheit der ganzen Schaltungsanordnung vorgesehen sind und daß eine Störung dieser Relais ein Abschalten der Speicherrelais (I bis VI) und das Einschalten des Haftbegriffs am Führerstandsignal auslöst. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 518 647.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE518647C (de) * 1927-10-22 1931-02-24 Gen Railway Signal Co Anordnung zur staendigen UEberwachung von Eisenbahnzuegen

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