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Schaltungsanordnung zum Decodieren von zyklischen Impulsserien-auf
Triebfahrzeugen, insbesondere für Streckenblocksysteme
| Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungs- |
| anordnun g zum Decodieren von zyklischen Impuls- |
| serien auf Triebfahrzeugen, die aus einer unterschied- |
| lichen Anzahl von Impulsen und einer allen Impuls- |
| serien genfeinsamen zeitlich gleich langen Impulspause |
| bestehen urd zum Auswerten , in es urcodierten Block- |
| stromes, der nur im letzten Abschnitt vor einem bzw. |
| mehreren gerätelosen Abschnitten im Bahnhof zur |
| Aussendung kommt, insbesondere für Streckenblock- |
| systenie mit linienweiser Übertragung von Signal- |
| begrifhen auf die -Zuge. |
| Bei den bekannten Schaltungsanordnungen zum |
| Decodieren von lnipulsserien müssen mit Rücksicht |
| auf den gestörten Codeempfang beim Überfahren des |
| Isolierstoßes die zu jeder Impulsserie gehörenden |
| Signalbegriffe durch Speicherrelais übe: längere Zeit |
| gespeichert werden. Die dafür notwendige Speicher- |
| zeit entspricht etwa der Zeit von drei Impulsserien -der |
| längsten Dauer, da z. B. die letzte Impulsserie des |
| Abschnittes 1 und die erste Impulsserie des Ab- |
| schnittes 2 gestört sind, wenn der Zug von Abschnitt 1 |
| kommend über den Isolierstoß in den Abschnitt 2 |
| fährt. Durch. diese lange Speicherzeit wird vermieden, |
| daß auf dem Triebfahrzeug kurzzeitig ein niedrigerer |
| oder höherer Fahrt-begriff als der des zugehörigen |
| Streckerisig .als c:ngezeigt wird: Bei derAnwendung der |
| laufenden Gescl:Windigtt:eitsüberwachung neben der |
| Anz ei-e der Führerstandsignale hat es sich als zweck- |
| i ii 'ßig , erwiesen, dem Triebwagenführer
zr das Signalbild |
| des rücklic-enden @creekerlsiana ls, welches es vor dein |
| Voi-beifal"r cri zeigte, als Ffhr erstandsigna 1 anzuzeigen. |
| Der Sigif:,lweclasel auf dein Triebwagen findet, infolge |
| der langen Sf eicherzeit der Speicherrelais, erst dann |
| statt, @Geilif der Zug bereits eire betrechtliche Strecke |
| des Abschnittes 2 b'efa @a'eil hat.`rr Triebwagen- |
| führer erhält also noch längere Zeit den Signalbegriff |
| des Abscliiäittes 1, obwiDhl@sich der Zug: bereits im |
| Abschnitt 2 befindet. Dieser Umstand macht sich |
| besonders bei hohen Fahrgeschwindigkeiten in der |
| Weise iiacliteilig bemerkbar, daß die Geschwindig- |
| keitsÜberwachung zu spät wirksam wird und somit die |
| vorgesehenen Breniswegee nicht eingehalten werden |
| können. So ist z. B. bei einer Geschwindigkeit von |
| i- = 160 kn1%h bei bekannten Systemen mit einer |
| Vei-zögertrifgszeit von 5 bis 6 Sekunden der Verlust an |
| vorhandenem Bremsweg etwa. 225 bis 270 m. Auch |
| bei plötzlicher Änderung der Anzeige des Strecken- |
| zustandes in eireif gescliwindigkeitseinschränkenden |
| Signalbegriff ergibt sich bei den .bekannten Systemen. |
| bei hohen Fahrgeschwindigkeiten noch eine zu lange |
| Verzög eruilgszeit. |
| Bei den bekannten Schaltungsanordnungen. ist es. |
auch nicht möglich, daß ein Triebfahrzeug in Strecken abschnitte (z: B. Hauptgleise
eines Bahnhofs) ein- bzw. ausfahren kann; ohne daß eine Gefahrenanzeige auf dem
Triebfahrzeug verursacht wird, wenn diese nicht mit Sendegeräten der linienförmigen
Zugbeeinflussung ausgerüstet sind.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde. eine Schaltungsanordnung
zum Decodieren von zyklischen Impulsserien, insbesondere für Streckenblocksysteme
zu schaffen, bei der die Speicherzeit der Speicherrelais bei derselben Impulsfrequenz
wesentlich verkürzt wird (z. B. auf 1 bis 2 Sekunden). Erfindungs= gemäß wird diese
Aufgabe dadurch gelöst, daß mehreren Speicherrelais, welche die FütirerstandF-Signale
ein- bzw. ausschalten, mehrere Zählrelais. zugeordnet sind, die entsprechend der
empfangenen Anzahl von Impulsen die Speicherrelais in der anschließenden langen
Impulspause ein- bzw: ausschalten, dar ferner zum Löschen der vorgespeichirten Impulse
ein Störimpuls vorgesehen ist, der beim Besetzen eines Gleisabschnitts durch das
Triebfal-rzeug hifolge des Abfallens zweier Relais auftritt und mehrfach länger
als ein Impuls der Impulsserie ist, und daß ein weiteres Speicherrelais vorgesehen
ist, das sich über einen eigenen Kontakt hält und beim Aussetzen des Empfanges des
urcodierten Blockstromes den hierzu gehörigen Geschwindigkeitsbegriff' im Führerstandsignal
aufr echterhält.
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Das Ein- bzw. Ausschalten der Speicherrelais nach dem Empfang jeder
Impulsserie ergibt eine wesentliche Verkürzung der Übertragungszeit für den Signalwechsel.
Durch Ausnutzen des Empfanges eines Stör-. impulses beim Überfahren des Isolierstoßes
kann dass a nannte Auswertungsprinzip beibehalten und die Speicherzeit der Speicherrelais
auf ein Minimund beschränkt werden.
Ferner ist es nach der vorgeschlagenen
Schaltungsanordnung möglich, daß Triebfahrzeuge auch auf Gleisen von Bahnhöfen mit
einer bestimmten Geschwindigkeit ein- und/oder ausfahren können, ohne daß diese
Gleise mit Sendegeräten für die linienförmige Zugbeeinflussung ausgerüstet sein
müssen.
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Die Erfindung ist zeichnerisch in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 eine Zusammenstellung von zu empfangenden Impulsserien, F i g.
2 eine Schaltungsanordnung für das Einspeisen des Blockstromes und der Impulsserien
nach F i g. 1 an Gleisabschnittsübergängen, F i g. 3 eine Schaltungsanordnung der
Decodierungseinrichtung, F i g. 4 ein Relaisdiagramm mit dem Schaltungsablauf gemäß
der Reihenfolge der Impulsserien nach dem Ausführungsbeispiel.
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Nach F i g. 1 ist jedem Geschwindigkeitsbegriff eine bestimmte Impulsserie
zugeordnet. V,, bis V4 und VB stellen geschwindigkeitseinschränkende Begriffe
dar. Der Geschwindigkeitsbegriff VB ist als geschwindigkeitseinschränkendes
Bahnhofssignal vorgesehen. Mit Ausnahme des Begriffes VE, der eine kommende Geschwindigkeitseinschränkung
um einen Streckenabschnitt im voraus ankündigt, entsprechen alle anderen Begriffe
bei Geschwindigkeitseinschränkung dem rückliegenden Streckensignal vor dem Vorbeifahren
des Triebwagens. In F i g. 1 sind beispielsweise folgende Zeiten angenommen: Impulslänge
0,1 Sekunde, Impulspause 0,1 Sekunde und die allen Impulsserien zeitlich gleich
lange Impulspause 0,5 Sekunden.
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In F i g. 2 ist ein Streckenabschnitt für elektrischen Zugbetrieb
dargestellt. Fährt ein Triebwagen aus Abschnitt A 1 in den Abschnitt A 2, so setzt
der Codeempfang des Abschnittes A 1 dann aus, wenn die Empfangsspulen L1 und L2,
die vor der ersten Achse des Triebwagens angebracht sind, sich über den Anschlüssen
a1 und a2 des Drosselstoßes befinden. Der Codeempfang setzt erst dann wieder ein,
wenn die erste Achse des Triebwagens den Abschnitt A2 kurzgeschlossen hat. Danach
fällt das Gleisrelais G "ab und nach ihm das Codeeinschaltrelais Co. Der Kontakt
co, unterbricht den Blockstromempfang auf dem Triebwagen so lange, bis das nicht
besonders dargestellte Taktrelais des Codegebers CG mit seiner Arbeit beginnt. Der
durch die Abfallzeiten der Relais G und Co begrenzte Störimpuls wird durch die Wahl
der Abfallzeiten der genannten Relais zeitlich so lang gewählt, daß er sich in seiner
Länge von den Impulsen der Impulszyklen unterscheidet und somit anders ausgewertet
werden kann. Für das gewählte Beispiel ist er als doppelt so lang wie die normalen
Impulse der Impulsserien angenommen.
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Im folgenden wird an Hand der F i g. 3 und 4 die Schaltungsanordnung
und der Schaltungsablauf nach der Erfindung beschrieben: Dazu ist der in F i g.
3 angenommene Betriebszustand »Kein Codeempfang« als Grundstellung angenommen. In
diesem Fall erscheint das Führerstandsignal »Rota, da uncodierter Blockstrom empfangen
wird. Zunächst sollen die Aufgaben der verschiedenen Relais näher erläutert werden.
Die Kontakte!, und i2 gehören zu einem nicht dargestellten Impulsempfangsrelais
J im Ausgangskreis eines Verstärkers für die linienförmige Zugbeeinflussung. Das
Relais W1 dient zum Überwachen der Impulslängen. Es ist in der Grundstellung angezogen
und fällt beim Empfang vc Störimpulsen, die zeitlich länger als die Impulse d( Impulsserien
sind, kurzzeitig ab und ist beim Empfan von uncodiertem Blockstrom (Va) ständig
abgefalle Das Zählrelais 1 a dient zum Zählen des erste Impulses einer Impulsserie
und zum Feststellen dc Länge einer Impulsserie; es fällt in jeder lange Impulspause
ab. Die Zählrelais 2a bis 6a dienen zui Zählen der Impulse 2 bis 6 einer Impulsserie.
Dz Hilfsrelais X dient als Umschaltrelais bei der Zählun der Impulse 1 bis 6. Von
den Zählrelais 1 bis 6 i; nach Empfang einer Impulsserie stets nur das Rela angezogen,
welches dem letzten empfangenen Impu: entspricht. Die Zählrelais 1b bis 6b dienen
als Al Schaltrelais für die Speicherrelais II, III, IV, V, bei Geschwindigkeitseinschränkungen
und zum Ar schalten des Löschrelais L. Die Speicherrelais I bis und W3 haben die
Aufgabe, die Fahrtbegriffe z speichern. Ihre Kontakte schalten die Führerstanc Signale,
die hier nicht dargestellte laufende Geschwir digkeitsüberwachung, den Bremsmagneten,
die Wacl samkeitseinrichtung sowie akustische Signale. Da Überwachungsrelais 1 Ü
dient zum Überwachen de langen Impulspausen. Mit dem Löschrelais L und der Kontrollrelais
K wird die richtige Arbeitsweise de verschiedenen Zählrelais geprüft. Das Relais
W dient als Hilfsrelais bei der Umschaltung auf de Geschwindigkeitsbegriff
VB.
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Die Arbeitsweise der Schaltungsanordnung nac der Erfindung wird an
Hand einer Fahrt aus dc freien Strecke in ein Nebengleis eines Bahnhofs erlät tert.
Dazu wird bemerkt, daß die Hauptgleise eine Bahnhofs mit den Streckengeräten der
linienförmige Zugbeeinflussung ausgerüstet sind, aber nicht di Nebengleise.
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Beim Betriebszustand »Kein Codeempfang« sin das Relais W1 und das
Hilfsrelais W2 angezoger Beginnt danach der Empfang des Geschwindigkeit; begriffes
Vmax, so laufen beim Empfang der erste Impulsserie dieses Begriffes folgende Schaltvorgäng
ab: Beim ersten Anziehen des Impulsempfangsrelais schaltet der Kontakt il das Zählrelais
1 a an Stromkreis (1) Plus, il, w 11, 6a1, 5a1, 4a1, 3a1, 2a1, k1, x1, 1v
1;
Zählrelais l a, Minus.
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Dabei wird überprüft, ob das Relais W1 angezoge und die Zählrelais
2a, 3a, 4a, 5a, 6a, das Kontroll relais K und Hilfsrelais X abgefallen sind.
Nach der Anziehen des Zählrelais 1 a hält sich dieses über de: Kontakt
l a, selbst Stromkreis (2) Plus, il, w 11, 1 a1, w 12, Zählrelais 1 a, Minm
Der Stromkreis (1) wird nur beim Empfang jede ersten Impulses einer Impulsserie
eingeschaltet, de Stromkreis (2) dagegen beim Empfang jedes Impulse: Das Zählrelais
la hält sich infolge seiner Abfall verzögerung, bedingt durch den Widerstand R2,
übe die kurzen Impulspausen weiter und fällt erst nacl dem Empfang aller Impulse
der Impulsserie in de langen Impulspause ab. Der Kontakt 1a2 schalte das Überwachungsrelais
1 Ü an, welches sich infolg seiner größeren Abfallverzögerung, bedingt durch de
Kondensator Cl, auch über die langen Impulspause der Impulszyklen hält. Das Überwachungsrelais
1 i
fällt dann ab, wenn längere Zeit kein Empfang von Impulsserien
erfolgt Stromkreis (3) Plus, l a" Gleichrichter GL, Überwachungsrelais 1 Ü, Minus.
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Der Gleichrichter GL verhindert Fehlentladungen des Kondensators Cl
auf das Hilfsrelais X. Der Kontakt 1a3 schaltet das abfallverzögerte Kontrollrelais
K an, welches sich dann über seinen eigenen Kontakt k2 während des Impulsempfanges
weiter hält. Stromkreis (4): Plus, w 13, 1a3, Kontrollrelais K, Minus. Stromkreis
(5): Plus, w13, k2, h, Kontrollrelais K, Minus.
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Das Kontrollrelais K schaltet mittels eines k2_-Kontaktes auch das
Zählrelais 1 an.
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Stromkreis (6): Plus, w13, k2, 2a4, Zählrelais 1, Minus.
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Beim ersten Abfallen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den
Kontakt 1a2 vorbereitet Stromkreis (7): Plus, 1a2, i2, 4a5, 2a5, Hilfsrelais X,
Minus. Nach dem Empfang des ersten Impulses sind die Relais W1, X, la,
1 U, K, 1 und W2 angezogen. Beim zweiten Anziehen
des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den Kontakt x2 vorbereitet Stromkreis
(8) Plus, il, w11, x2, Zählrelais 2a, 1, Minus.
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Das Zählrelais 2a zieht über Wicklung 1 an und hält sich über die
Wicklung II weiter.
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Stromkreis (9): Plus, w13, k2, 2a3, Zählrelais 2a, 11, Minus.
Der Kontakt 12 unterbricht den Stromkreis (7) und schaltet einen Stromkreis (10)
ein, in dem das Hilfsrelais X weiter erregt bleibt: Plus, 1a2, i2, x3, Hilfsrelais
X, Minus.
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Durch das Anziehen des Zählrelais 2a wird der Stromkreis (6) mittels
des Kontaktes 2a4 unterbrochen und gleichzeitig der Stromkreis (11) eingeschaltet:
Plus, w13, k2, 2a4, 3a4, Zählrelais 2, Minus. Das Zählrelais 2 zieht an. Beim zweiten
Abfallen des Impulsempfangsrelais J wird der Stromkreis (10) durch den Kontakt i2
unterbrochen. Das Hilfsrelais X fällt ab. Nach dem zweiten Impuls sind die Relais
W1, la, 1 LT, K, 2a, 2 und W2 angezogen. Beim dritten
Anziehen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch die Kontakte x2 und 2a2 vorbereitet
Stromkreis (12): Plus, il, ivh, x2, 2a2, Zählrelais 3a, 1, Minus. Das Zählrelais
3a zieht über Wicklung I an und hält sich über Wicklung Il weiter: Stromkreis (13):
Plus, iv13, k2, 3a3, Zählrelais 3a, Il, Minus. Durch das Anziehen des Zählrelais
3a wird der Stromkreis (11) mittels des Kontaktes 3a4 unterbrochen und gleichzeitig
der Stromkreis (14) eingeschaltet: Plus, w13, k 2, 2a4, 3a4, 4a4, Zählrelais
3, Minus. Das Zählrelais 3 zieht an.
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Beim dritten Abfallen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch den
Kontakt 3a5 vorbereitet Stromkreis (15): Plus, lag, 1" 4a5, 3a5, Hilfsrelais X,
Minus. Das Hilfsrelais X zieht an. Nach dem dritten Impuls sind die Relais WL
X, la, 1 Ü, K, 2a, 3a, 3 und W2
angezogen. Beim vierten Anziehen
des Impulsempfangsrelais J entsteht durch die Kontakte x2 und 3a2 vorbereitet Stromkreis
(16): Plus, il, w11, x2, 3a2, Zählrelais 4a, 1, Minus. Das Zählrelais 4a zieht über
die Wicklung 1 an und hält sich über die Wicklung II weiter.
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Stromkreis (17): Plus, w13, k2, 4a3, Zählrelais 4a, 11, Minus. Der
Kontakt 1, unterbricht den Stromkreis (15) und schaltet gleichzeitig den
Stromkreis (10) wieder ein, in dem sich das Hilfsrelais X weiter hält.
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Durch das Anziehen des Zählrelais 4a wird der Stromkreis (14) mittels
des Kontaktes 4a4 unterbrochen und gleichzeitig der Stromkreis (18) eingeschaltet:
Plus, w13, k2, 2a4, 3a4, 4a4, 5a4, Zählrelais 4,
Minus.
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Das Zählrelais 4 zieht an. Beim vierten Abfallen des Impulsempfangsrelais
J wird der Stromkreis (10) durch den Kontakt i2 unterbrochen. Das Hilfsrelais X
fällt ab. Nach dem vierten Impuls sind die Relais W l, l a,
10,
K, 2a, 3a, 4a, 4 und W2 angezogen.
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Beim fünften Anziehen des Impulsempfangsrelais J entsteht durch die
Kontakte x2 und 4a2 vorbereitet Stromkreis (19): Plus, il, w11, x2, 4a2, Zählrelais
5a, 1, Minus. Das Zählrelais 5a zieht über die Wicklung 1 an und hält sich über
die Wicklung 11 weiter.
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Stromkreis (20): Plus, w13, k 2, 5a3, Zählrelais 5a, 11, Minus.
Durch das Anziehen des Zählrelais 5a wird der Stromkreis (18) mit dem Kontakt
5a4 unterbrochen, und gleichzeitig entsteht Stromkreis (21): Plus, w l" k2,
2a4, 3a4, 4a4, 5a4, 6a4, Zählrelais 5, Minus.
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Das Zählrelais 5 zieht an. Beim fünften Abfallen des Impulsempfangsrelais
J entsteht durch den Kontakt 5a5 vorbereitet Stromkreis (22): Plus, 1a2, 1" 5a5,
Hilfsrelais X, Minus.
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Das Hilfsrelais X zieht an. Nach dem fünften Impuls sind die Relais
W1, X, l a, 1 Ü, K, 2a, 3a, 4a, 5a, 5
und W2 angezogen.
Beim
sechsten Anziehen des Impulsempfangs-7 relais J entsteht durch die Kontakte x2 und
5a2 vorbereitet Stromkreis (23) Plus, il, ivll, x2, 5a2, Zählrelais 6a, I,
Minus. Das Zählrelais 6a zieht über die Wicklung I an und hält sich üher die Wicklung
1I weiter.
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Stromkreis (24): Plus, ivl3, k2, 6a3, Zählrelais 6a, II, Minus. Der
Kontakt i2 unterbricht den Stromkreis (22) und schaltet erneut den Stromkreis (10)
ein, in dem sich das Hilfsrelais X weiter hält. Durch das Anziehen des Zählrelais
6a wird der Stromkreis (21) mit dem Kontakt 6a4 unterbrochen, und gleichzeitig entsteht
Stromkreis (25): Plus, iv l3, k2, 2a4, 3a4, 4a4, 5a4, 6a4, Zählrelais 6, Minus.
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Das Zählrelais 6 zieht an. Nach dem sechsten Impuls schließt sich
bei der Impulsserie V,""" die lange Impulspause an, in der folgende Schaltvorgänge
ablaufen: Zuerst fällt das durch den Widerstand R2 abfallverzögerte Zählrelais 1
a ab. Mittels des Kontaktes 1a2 werden die Stromkreise (22) und (3) unterbrochen.
Das Hilfsrelais X fällt ab. Das Überwachungsrelais 1 Ü hält sich infolge seiner
längeren Abfallverzögerung durch den Kondensator Cl über die lange Impulspause.
Mittels des Kontaktes l a, wird der durch den Kontakt 6 vorbereitete Stromkreis
(26) geschlossen: Plus, w13, k2, laQ, 6, Zählrelais 6b, Minus. Das Zählrelais 6b
zieht an und bringt im Stromkreis (27) das Löschrelais L zum Anziehen: Plus, 1a2,
6b1, Löschrelais L, Minus.
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Dieses läßt mittels des Kontaktes h das abfallverzögerte Kontrollrelais
K im Stromkreis (5) abfallen.
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Durch das Abfallen des Kontrollrelais K werden mittels des Kontaktes
k2 die Stromkreise (9), (13), (17), (20), (24), (25) und (26) unterbrochen, die
Zählrelais 2a, 3a, 4a, 5a, 6a, 6 und 6b fallen ab. Durch den Kontakt 6b1
wird der Stromkreis (27) unterbrochen, das Löschrelais L fällt ab und die im Kondensator
C4 gespeicherte Spannung lädt den Kondensator C5 auf und bringt das Speicherrelais
I zum Anziehen. Es hält sich infolge der Abfallverzögerung über eine vorbestimmte
Zeit. Nach dem Ablauf dieser Schaltvorgänge ist der Empfang und die Auswertung der
ersten empfangenen Impulsserie Vnta@ beendet und die Schaltung zum Empfang der nächsten
Impulsserie vorbereitet.
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Der Kontakt Il schaltet das Führerstandsignal vorbereitend auf den
Geschwindigkeitsbegriff V1.
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Beim Empfangen der zweiten Impulsserie V"Zax wiederholen sich die
bereits beschriebenen Schaltvorgänge in derselben Weise. Außerdem ziehen beim Abfallen
des Zählrelais l a in der langen Impulspause die Speicherrelais 1I,
111, IV, V und VI an und halten sich nach dem Abfallen des Kontrollrelais
K über ihre eigenen Kontakte weiter. Auf dem Führerstand wird der Geschwindigkeitsbegriff
Y;."", angezeigt, und zwar solange der Zug den Streckenabschnitt befährt, zu dem
der Geschwindigkeitsbegriff V,",., gehört und auf dem Triebfahrzeug die zugehörige
Impulsserie empfangen wird. Das Übertragungsverfahren wü#d also durch Wiederholung
der Impulsserien gesichert.
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Aus Platzersparnisgründen sind in F i g, 4 nur zwei vollständige Impulsserien
V"nax dargestellt. Dabei ist angenommen, daß bei der dritten und letzten Impulsserie
V."" vor dem Verlassen des Abschnittes nur fünf an Stelle von sechs Impulsen dieser
Impulsserie empfangen werden und bei Abschnittwechsel als sechster Impuls der bereits
erwähnte -Störimpuls empfangen wird. In diesem Falle werden zwar sechs Impulse gezählt,
aber es wird so ausgewertet, als wäre nur ein Impuls empfangen worden. Beim Empfang
des sechsten Impulses fällt nicht das abfallverzögerte Zählrelais la, sondern das
abfallverzögerte Relais W1 zuerst ab. Der Kontakt w 14 unterbricht den Stromkreis
zu den Speicherrelais I, 11, 11I, IV, V, VI und dem Hilfsrelais W2. Außerdem wird
durch den Kontakt ir13 der Stromkreis zu den Wicklungen II der Zählrelais
2a, 3a, 4a, 5a, 6a, 6 und dem Kontrollrelais K unterbrochen. Diese Zählrelais
fallen ab, das Kontrollrelais IC fällt verzögert ab. Ferner wird das Zählrelais
1 a mittels des Kontaktes iv 12 abgeschaltet. Es fällt ohne zusätzliche Abfallverzögerung
ab und schaltet mittels seines Kontaktes l a, das Hilfsrelais X und
das Überwachungsrelais 1 Ü ab. Das Hilfsrelais X fällt ab, während sich das Überwachungsrelais
10
infolge seiner Abfallverzögerung weiter hält. Zuletzt fällt das
abfallverzögerte Kontrollrelais K ab, welches durch den Kontakt k4 den im Kondensator
C4 gespeicherten Impuls auf den Kondensator C, und das Speicherrelais I freigibt.
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Nach dem Empfang des Störimpulses spricht, das Relais W1 wieder an,
und die Schaltung ist aufnahmebereit zum Empfangen der nächsten Impulsserie.
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Als nächstes soll der Geschwindigkeitsbegriff VE empfangen werden,
dem fünf Impulse sowie eine lange Impulspause zugeordnet sind. Die dabei ausgelösten
Schaltvorgänge sind aus F i g. 4 ersichtlich. In der langen Impulspause wird durch
Anziehen des Zählrelais 5b das Speicherrelais VI abgeschaltet. Das Zählrelais 6a
wird beim Empfang dieser Impulsserie nicht erregt. Auf dem Führerstand wird der
Geschwindigkeitsbegriff V_, angezeigt, der ankündigt, daß ab dem nächsten Streckensignal
eine Geschwindikeitseinschränkung zu erwarten ist. Aus Platzersparnis ist nur eine
vollständige Impulsserie VE in F i g: 4 dargestellt, außerdem ist angenommen, daß
der Empfang der Impulsserie V_, mit der langen Impulspause abschließt.
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Im anschließenden Streckenabschnitt soll die Impulsserie V3 empfangen
werden. Wie beim Einfahren in jeden Streckenabschnitt wird jedoch zuerst der Störimpuls
empfangen. Dieser kann sich nur auf das Speicherrelais 1 auswirken. Danach ist die
Schaltung wieder ordnungsgemäß empfangsbereit, worauf die Impulsserie i%3 empfangen
wird. In der langen Impulspause werden, bedingt durch das Anziehen des Zählrelais
3a, die Speicherrelais IV und V abgeschaltet und auf dem Führerstand erscheint das
Signal für den Geschwindigkeitsbegriff V3. Nach F i g. 4 ist angenommen, daß von
der letzten Impulsserie V3 vor Überfahren des Isolierstoßes nur noch ein Impuls
empfangen wird und anschließend der Störimpuls.
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Es werden zwar zwei Impulse eingezählt, aber es wird nur ein Impuls
für die Speicherung im Speicherrelais I übernommen. Nach dem Empfang dieses Störimpulses
soll entsprechend F i g. 4 der uncodierte Blockstrom, dem der Geschwindigkeitsbegriff
I'a
zugeordnet ist, empfangen werden. Der uncodierte Blockstrom
kommt nur im letzten Abschnitt vor einem bzw. mehreren gerätelosen Abschnitten im
Bahnhof zur Aussendun.
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In diesem Fall ist das Impulsempfangsrelais J ständig erregt. Zuerst
zieht das Zählrelais la an, welches das Überwachungsrelais 1 Ü und das Kontrollrelais
h° einschaltet. Das Kontrollrelais K schaltet das Zählrelais 1 an. Danach fällt
zuerst das abfallverzögerte Relais W1 ab, welches die Zählrelais la und 1, das Kontrollrelais
K und das Hilfsrelais W2 abschaltet. Das Zählrelais la fällt ohne Abfallverzö-erung
ab und schaltet das Überwachungsrelais 1 Ü ab. Nach dem Abfallen des Kontrollrelais
K wird nochmals ein eingespeicherter Impuls auf das Speicherrelais I übertragen.
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Wie aus F i g. 4 ersichtlich ist, fällt dann das Hilfsrelais il-'2
ab. Dieses schaltet das Speicherrelais W3 ein. Auf dem Führerstand wird der Signalbegriff
VB anezeigt. Dann fällt das abfallverzögerte Überwachungsrelais 1 Ü ab, welches
das Speicherrelais I mit dein Kontakt 1 Ü ohne zusätzliche Abfallverzö"erung zum
Abfallen bringt. Danach fallen auch die Speicherrelais I1 und III ab. Während der
Zeit des Einpfaus des uncodierten Blockstromes ist also nur das Speicherrelais W3
eingeschaltet.
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Nach dem Überfahren des nächsten Isolierstoßes und dem Empfangen des
Störimpulses soll der Codeempfang aussetzen. Nach Ablauf der in F i g. 4 dargestellten
Schaltvorgänge bleiben die Relais W1, ll'2 und W3 erregt. Auf dem Führerstand wird
weiterhin der Signalbegriff l,$ angezeigt. Erst nach anschließendem Empfangen der
in F i g. 4 nicht mehr damestellten Impulsserie Y, die gegenüber dem uncodierten
Blockstrom einen geschwindigkeitserhöhenden Begriff darstellen soll, wird auf dem
Führerstand die Geschwindigkeitsanzeige von VB auf V4 umgeschaltet. Kommt der Empfang
der Impulsserie V4 nicht zustande, dann darf der Triebfahrzeugführer nur mit einer
dem Signalbegriff VB entsprechenden Gescli,«-indi2keit die Fahrt fortsetzen, oder
er muß die Zu4-beeinflussungsanlage auf dem Triebfahrzeug außer Betrieb setzen.
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Auch auf eine Besonderheit der Schaltung sei noch hin-ewiesen: Fehlt
in den empfangenen Impulsserien die lange Impulspause, handelt es sich also um den
Empfang von Dauerimpulsen, dann bleibt das Zählrelais 1 a ständig erregt, die Speicherrelais
I, l1, 11I, IV, V und VI fallen ab, und am Führerstand erscheint »rot«.
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Die Schaltung ist in einfacher Weise erweiterungsfähig. Soll z. B.
die längste Impulsserie sieben Impulse und eine lange Impulspause haben, so kann
die Schaltung in entsprechender Weise durch Zählrelais mit der Bezeichnung 7a, 7,
7b und ein Speicherrelais VII ergänzt werden.
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Die Schaltungsanordnung ist nicht an die Verwendung von Relais gebunden;
so kann auch mit elektronischen Bauelementen, z. B. Relaisröhren, die gleiche Wirkung
erzielt werden.