DE119830C - - Google Patents

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DE119830C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon
    • C09C1/48Carbon black

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch das Haupt-Patent ist ein Verfahren zur Erzeugung von Gasrufs geschützt, das darin besteht, die Rufs erzeugenden Brenner mit einem aus geringwerthigen, brennbaren. Gasen und aus Benzol- oder ähnlichen Dämpf en gebildeten Gemisch zu speisen, dessen Kohlenstoffgehalt dem von gutem Oelgas annähernd entspricht.
Weitere Versuche haben ergeben, dafs sich zur Darstellung von Gasrufs auch ein Gemisch eignet, zu dessen Bildung an Stelle der brennbaren Gase (wie Leuchtgas, Hochofengichtgas, Koksofengas, Generatorgas), nicht brennbare Gase, ζ. Β. nicht brennbare gasförmige Verbrennungsproducte jeder Art, oder auch atmosphärische Luft verwendet werden.
In diesem Falle muis man das Mischungsverhältnifs zwischen den nicht brennbaren Gasen oder der Luft und. den verdampften . Kohlenwasserstoffen (wie Benzin, Petroleum, Naphtalin, Benzol, Toluol, Xylol, Solvent-Naphta u. s. w.) so wählen, dafs das Gasgemisch brennbar wird.
Dieses brennbare Gemisch wird, ebenso wie im Haupt-Patente angegeben, den Brennern der zur Darstellung von Rufs dienenden Apparate zugeführt.
Indem man die verdampften Kohlenwasserstoffe mit nicht brennbaren Gasen mischt und verbrennt, gewinnt man ein Rufsproduct, wie dies auf die bisher bekannte Art und Weise durch Verbrennung von Kohlenwasserstoffen nicht zu erhalten war. Das nach dem Verfahren des Haupt-Patentes und nach vorliegendem Verfahren erzeugte Rufsproduct ist nämlich von tieferer Schwärze und von höherem Werth für Kunstdruckfarben, als das aus Benzol u. s. w. allein erzeugte Rufsproduct.
Die kohlenstofffreien Gase, welche vorwiegend in Betracht kommen, sind vor Allem die verbrannten Abgase der Hoch- und Koksöfen, die, anstatt durch den Schornstein zu entweichen, zu dem angeführten Zweck Verwendung finden können.
Die verbrannten Abgase der Hoch- und Koksöfen werden nicht direct aus dem Hochbezw. Koksofenbetrieb erhalten, sondern sie entstehen erst nach vollständiger Verbrennung der Hochofen- bezw. Koksofengase secundär.
Die für das vorliegende Verfahren in Betracht kommenden Gase gewinnt man z. B., wenn man die Abgase der Koksöfen, die bereits zum Heizen der Koksöfen selbst in bekannter Weise gedient haben, oder zum Heizen von Dampfkesselanlagen, zum Betrieb von Gasmotoren u. s. w., oder die Gichtgase von Hochöfen, die bereits zur Kesselheizung, zum Betrieb von Gasmotoren u. s. w. Verwendung gefunden haben, kühlt, sodann auffängt und aufspeichert (z. B. in einem Gasometer).

Claims (1)

  1. Alle diese Abgase haben also vor ihrer Verwendung bei dem vorliegenden Verfahren bereits eine Ausnutzung erfahren, und zwar eine Ausnutzung insoweit, als eine solche bei den bisher bekannten Anlagen üblich und möglich war, so dafs man die Verwendung dieser verbrannten Abgase zur Erzeugung von Rufs als secundäre Verwendung dieser Abgase bezeichnen könnte.
    Das Verhältnifs der Mischung zwischen diesem nicht verbrennbaren Gase und dem verdampften Kohlenwasserstoff ist nicht absolut festzulegen; jedoch ist die Mischung stets so zu wählen, dafs ihr Kohlenstoffgehalt dem Kohlenstoffgehalt von gutem Oelgas annähernd entspricht.
    Paten τ-Anspruch:
    Das durch den Anspruch ι des Haupt-Patentes 109826 geschützte Verfahren zur Erzeugung von Gasrufs, dahin abgeändert, dais zur Speisung der zur Rufserzeügung dienenden Brenner ein Gasgemisch verwendet wird, das an Stelle der geringwerthigen brennbaren Gase nicht brennbare Gase jeder Art oder atmosphärische Luft in zweckentsprechenden Verhältnissen zu den verdampften Kohlenwasserstoffverbindungen enthält.
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