DE117151C - - Google Patents

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DE117151C
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zinc
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F11/00Treatment of sludge; Devices therefor
    • C02F11/12Treatment of sludge; Devices therefor by de-watering, drying or thickening
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F11/00Treatment of sludge; Devices therefor
    • C02F11/10Treatment of sludge; Devices therefor by pyrolysis
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/40Valorisation of by-products of wastewater, sewage or sludge processing

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Reinigung von Abfallwässern hat man vorgeschlagen, Mischungen von Kalk, Kohle und Eisen, sei.es als Salze, Oxyde oder im metallischen Zustand, zu verwenden und die erhaltenen Schlammmassen durch Glühen zu regeneriren (s. z. B. die englischen Patentschriften 3151/77 und 3784/74).
Demgegenüber besteht das Wesen der vorliegenden Erfindung in der Verwendung von metallischem Zink in Form von Zinkstaub als Reinigungsmittel in Verbindung mit den genannten, d. i. Kohle und Kalk. Die Vortheile der Anwendung gerade des Zinks beruhen auf der grofsen Reductionsfähigkeit desselben, da bei Gegenwart von Zinkstaub viele organische, färbende und riechende Verbindungen reducirt und dadurch für die Aufnahme durch die Kohle geeignet gemacht werden. Aufserdem hat das Zink die Fähigkeit, in der alkalischen Flüssigkeit etwas in Lösung zu gehen und dadurch eine schnellere Niederschlagsbildung zu veranlassen. Endlich hat das Zink den Vortheil, dafs es in den reducirten Flüssigkeiten den Schwefel sofort bindet und dadurch die Wässer geruchlos macht.
Der, wie angegeben, durch Versetzen der Abwasser mit Kohle, Kalkmilch und Zinkstaub gebildete Niederschlag wird getrocknet und unter Luftabschlufs erhitzt bezw. der trockenen Destillation unterworfen, wobei neben Ammoniakwasser, Leuchtgas und Theer ein kohliger Rückstand erhalten wird, welcher nunmehr das zur Reinigung oder Ausfällung weiterer Mengen von Abwässern dienende Material bildet, sowie als Filtermaterial zur ergänzungsweisen Reinigung der bereits durch Ausfällen vorgereinigten Abwässer verwendet wird. Das abwechselnde Ausfällen der Abwässer und das Erhitzen bezw. Vergasen des erhaltenen Niederschlages mit darauffolgender Ausfällung neuer Mengen von Abwässern mittelst des bei dem ■genannten Vergasen verbleibenden kohligen Rückstandes kann selbstverständlich öfters wiederholt werden, so dafs also thatsächlich bei dem vorliegenden Verfahren das zur Durchführung der Reinigungsoperationen erforderliche Material stets regenerirt wird.
Behufs praktischer Durchführung des im Vorstehenden gekennzeichneten Verfahrens versetzt man zunächst eine beliebige Menge der zu reinigenden Abwasser mit durch Erhitzen organischer Abfallstoffe in bekannter Weise gewonnener Kohle in feingemahlenem Zustande sowie mit Kalkmilch und Zinkstaub 'in den nachfolgenden, je nach dem Grade der Verunreinigung der Abwässer innerhalb der angegebenen Grenzen variablen Verhältnissen (pro Kubikmeter Abwassers):
ι bis 5 kg Kohle,
0,1 bis ι kg trockener Kalk bezw. die entsprechende Menge Kalkhydrat und
0,005 bis 0,1 kg Zinkstaub.
Der durch den Zusatz dieser Stoffe zu den Abwässern entstehende Niederschlag setzt sich rasch ab und wird mittelst Filterpressen abgeprefst, sodann getrocknet und der trockenen Destillation unterworfen. Die sich hierbei ergebenden Producte (Ammoniakwasser, Leuchtgas und Theer) können in bekannter Weise gereinigt und der gewerblichen Verwerthung zugeführt werden, während der kohlige Rückstand fein gemahlen und aufs Neue mit oder
ohne Zusatz neuer Mengen von Kalk und Zinkstaub zur Ausfällung weiterer Mengen von Abwässern verwendet wird.
Zwecks ergänzender Reinigung der in angegebener Weise durch Ausfällung vorgereinigten Abwässer läfst man diese letzteren noch durch ein Filter laufen, welches mit einem Theile des in vorerwähnter Weise erhaltenen kohligen Rückstandes beschickt ist; das ablaufende Filtrat stellt eine farblose, von mechanischen, chemischen und organischen Verunreinigungen vollständig freie Flüssigkeit dar.
Wie sich von selbst versteht, mufs die als Filtermaterial dienende kohlige Masse nach einiger Zeit ganz oder theilweise erneuert werden. Das unwirksam gewordene Filtermaterial wird in gleicher Weise wie der durch die Ausfallung der Abwasser erhaltene Niederschlag entwässert und trocken destillirt, wobei wieder Ammoniak, Leuchtgas und Theer entstehen und organische Kohle regenerirt wird, die man nun neuerdings als Fällungsmittel bezw: Filtermaterial in dem beschriebenen Reinigungsprocefs verwendet.
Das in Rede stehende Reinigungsverfahren ermöglicht, wie sich aus Vorstehendem ergiebt, die Nutzbarmachung der in den städtischen und gewerblichen Abwässern enthaltenen organischen Stoffe in Form von Ammoniakwasser, Leuchtgas und Theer bezw. von a'ufserst wirksamem Filtermaterial, welch letzteres zur Vervollständigung der chemischen, mechanischen und bacteriologischen Reinigung der durch Ausfällen vorgereinigten Abwasser dient; weiter wird bei diesem Verfahren auch der gröfste Theil des zur Fällung verwendeten Kalkes und Zinkstaubes während der Vergasung oder trockenen Destillation des erhaltenen Niederschlages regenerirt und in Form des· erwähnten kohligen Destillationsrückstandes, d. h. bereits mit Kohle gemengt, der Wiederverwendung als Fällungsmittel zugeführt.
. Die mittelst des beschriebenen Verfahrens gereinigten Wässer sind farblos, sowie von organischen Beimengungen frei und können; ohne dafs eine Verunreinigung der Flufsläufe zu befürchten ist, in letztere abgelassen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung und Verwerthung städtischer und gewerblicher Abfallwässer unter Anwendung einer Mischung von Kalk, Kohle und Metall und Regenerirung der dabei entstehenden Niederschläge durch trockene Destillation, gekennzeichnet durch Anwendung metallischen Zinks (Zinkstaub).
DENDAT117151D Expired DE117151C (de)

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