DE572956C - Verfahren zum Betrieb von Wasserenthaertungsanlagen - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Wasserenthaertungsanlagen

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DE572956C
DE572956C DE1930572956D DE572956DD DE572956C DE 572956 C DE572956 C DE 572956C DE 1930572956 D DE1930572956 D DE 1930572956D DE 572956D D DE572956D D DE 572956DD DE 572956 C DE572956 C DE 572956C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/02Softening water by precipitation of the hardness

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
:Aüsgegebenä|h
A25.MÄRZ1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 572956 KLASSE 85 b GRUPPE loi
(I Bälioihek §;d
Jörgen Krüger in Kopenhagen Verfahren zum Betrieb von Wasserenthärtungsanlagen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1930 ab
Es ist bekannt, den im Rohwasser enthaltenen Kalk und Magnesia durch Zusatz von Ätzkalk, Ätznatron, Soda oder Mischungen von diesen Stoffen auszuscheiden. Hierbei bilden sich unlösliche Verbindungen, welche ausgefällt werden.
Wenn das Wasser aber kalt ist, geht diese Ausfällung sehr langsam vor sich. Es ist deshalb notwendig, das mit dem Fällungsmittel angesetzte Wasser 2 bis 3 Stunden in Behältern stehenzulassen, bis der Bodensatz abfiltriert werden kann. Da solche Enthärtungsanlagen ziemlich kostspielig sind und viel Platz einnehmen, ist es von größter Bedeutung, die Ausfällung des Kalkes und der Magnesia zu beschleunigen.
Zu diesem Zweck hat man die Beschleunigung der Ausfällung dadurch versucht, daß das mit den Ausfällungsmitteln versetzte
ao Wasser über Körper mit rauher Oberfläche geleitet wird. Hierdurch wird aber nur eine geringe Beschleunigung erreicht. Da Carbonatoberflächen eine katalytische Beschleunigung auf das mit Fällmitteln versetzte Was-
s>5 ser ausüben, so hat man auch versucht, diese Tatsache zur Beschleunigung des Prozesses auszunutzen, indem man ausgefällte Carbonate in Form von Schlamm mit dem Wasser zirkulieren ließ. Auch hierdurch wird nur eine sehr geringe Beschleunigung erreicht.
Dagegen wird aber eine sehr bedeutende Beschleunigung der Ausfällung erreicht, wenn man in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung solche Körper verwendet, deren Oberflächen aus Carbonaten bestehen. Das vorbehandelte Wasser kommt unmittelbar nach dem Zusatz der Ausfällungsmittel mit einer ruhenden Schicht solcher Körper, die eine eigentliche Filterwirkung nicht ausüben, so lange in Kontakt, bis die Hauptmenge der Calcium- und Magnesiumcarbonate ausgefällt ist, ehe das Wasser die Anordnung verläßt.
Die Katalysatoranordnung bewirkt, daß die Ausfällung sozusagen momentan vor sich geht, so daß die Durchströmgeschwindigkeit sehr groß sein kann. Z. B. kann die Anordnung so dimensioniert sein, daß sie von dem Wasser mit einer Geschwindigkeit von etwa 3om/Std. passiert wird, und daß der Durchgang 2 Minuten dauert. Die hierzu nötigen Behälter werden dementsprechend wesentlich kleiner als bisher.
Da die beschriebene Anordnung nicht alle Ausscheidungen zurückhält, muß das Wasser, nachdem es den Katalysator passiert hat, noch durch ein gewöhnliches, mechanisches Wasser-
filter von entsprechender Größe und an und für sich bekannter Bauart geleitet werden, um von jeder Spur der Ausfällungen befreit zu werden, ehe es als gereinigtes Wasser zu der Verbrauchsstelle geleitet wird. ;'■'.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Betrieb von Wasserenthärtungsanlagen unter Verwendung von Zusätzen von Ätzkalk, Ätznatron, Soda oder Mischungen dieser Stoffe, bei dem das Wasser unmittelbar, nachdem die Ausfällungsmittel hinzugesetzt sind, mit einer ruhenden Schicht solcher Körper, daß sie eine wesentliche Filterwirkung nicht ausübt, so lange in Kontakt bleibt, bis die Hauptmenge der Calcium- und Magnesiumcarbonate ausgefällt ist, ehe das Wasser die Anordnung verlaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Körper von Anfang an aus Carbonaten bestehen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser «5 nach dem Durchgang durch die Katalysatoranordnung durch ein an und für sich bekanntes mechanisches Wasserfilter geleitet wird, um von dem Bodensatz befreit zu werden.
DE1930572956D 1929-09-14 1930-02-12 Verfahren zum Betrieb von Wasserenthaertungsanlagen Expired DE572956C (de)

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DE1930572956D Expired DE572956C (de) 1929-09-14 1930-02-12 Verfahren zum Betrieb von Wasserenthaertungsanlagen

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DE (1) DE572956C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976467C (de) * 1936-09-16 1963-09-19 Margarete Zentner Verfahren zur Beseitigung der Carbonathaerte von Wasser nach dem Kalkverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976467C (de) * 1936-09-16 1963-09-19 Margarete Zentner Verfahren zur Beseitigung der Carbonathaerte von Wasser nach dem Kalkverfahren

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