DE117007C - - Google Patents

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DE117007C
DE117007C DE1900117007D DE117007DA DE117007C DE 117007 C DE117007 C DE 117007C DE 1900117007 D DE1900117007 D DE 1900117007D DE 117007D A DE117007D A DE 117007DA DE 117007 C DE117007 C DE 117007C
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reduction
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DE1900117007D
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ja 117007 KLASSE 12 #.
In der Patentschrift 116942 ist ein Verfahren zur Reduction von Nitrokörpern beschrieben, das im Wesentlichen darin besteht, daß man Zinn in saurer Lösung im Kathodenraum einer elektrolytischen Zelle bei gleichzeitigem Stromdurchgange auf die Nitroverbindung einwirken läßt, wobei man neben einander eine Reduction der betreffenden Verbindungen und eine Regeneration des angewendeten Metalles erzielt.
Es hat sich nun im weiteren Verfolg dieser Untersuchungen ergeben, daß sich diese Methode auch mit Hülfe anderer Metalle bezw. Metallsalze durchführen läßt, und zwar haben sich dazu bisher das Kupfer, Blei, Eisen, Chrom und Quecksilber als geeignet erwiesen.
Wie bei dem Verfahren des Patentes 116942 ist auch hier das Material, der Kathode gleichgültig, da dieselbe nur zur Einleitung des elektrischen Stromes dient, während der Reductionsvorgang allein abhängig ist von dem Vorhandensein eines der oben genannten Metalle im Kathodenraum., Dabei ist es unerheblich, ob man ein Salz des Kupfers, Bleis, Eisens, Chroms, Quecksilbers oder das betreffende Metall selbst in fein vertheiltem Zustand zum Kathodenelektrolyten hinzusetzt; die Reduction verläuft in dem einen wie in dem anderen Falle über das regenerirte Metall bezw. Metallion, und es besteht lediglich ein Unterschied in der Regenerationsform des Metalles bezw. des Metallsalzes, welche abhängig ist von der Größe der elektrolytischen Lösungstension des betreffenden Elementes. Ist dieselbe gering, so wird das Metali, nachdem es bei seinem Uebergang in den Ionen- j zustand den Reductionsproceß bewirkt hat, direct aus dem Ionenzustand zum Metall regenerirt, das ist z.B. beim Kupfer der Fall; ist dieselbe groß, so wird nicht das Metall zurückgebildet, sondern nur das minderwerthigere Metallion, so geht z. B. beim Eisen die Regeneration vom Fe111 des Eisenchlorides nur bis zum Fe11 des Chlorürs zurück.
Beispiele:
I. Reduction des Nitrobenzols bei
Gegenwart von Kupfer.
a) Unter Zusatz von Kupferchlorür zum
Kathodenelektrolyten.
Eine elektrolytische Zelle wird durch ein Diaphragma in einen Kathoden- und Anodenraum getheilt. In dem letzteren befindet sich als Elektrolyt 10 proc. Schwefelsäure. Die Anode selbst besteht aus irgend einem indifferenten Metall. Der Kathodenraum enthält eine' cylinderförmige Platinelektrode und ist beschickt mit 500 Raumtheilen rauchender Salzsäure, 500 Theilen Wasser, 123 Gewichtstheilen Nitrobenzol und 30 Gewichtstheilen Kupferchlorür. Das Nitrobenzol wird durch einen rasch rotirenden Rührer in steter Suspension gehalten und nach Verbrauch wieder durch frisches ersetzt. Während der Dauer des Processes wird zweckmäßig gekühlt.
Man leitet den Strom mit einer Stromdichte von nahezu 1900 Ampere pro Quadratmeter ein, bis regelmäßige Wasserstoffentwickelung sichtbar zu werden beginnt.
Nach Beendigung der Elektrolyse ist das Kupfer desKupferchlorürs in feiner Schwammform abgeschieden und Kupfer im Kathoden-
(2. Auflage, ausgegeben am 3. November jgo^J
elektrolyten nicht nachweisbar. Das' Nitrobenzol ist fast quantitativ in salzsaures Anilin verwandelt, aus welchem die Base nach bekannten Methoden isolirt werden kann.
b) Unter Zusatz von Kupferpulver zum
Kathodenelektrolyten.
Es wird wie in I a. verfahren, nur werden statt 30 g Kupferchlorür 20 g fein vertheiltes Kupfer zum Kathodenelektrolyten hinzugesetzt.
II. Reduction von Nitrobenzol unter Zusatz von Eisenchlorür zum Kathodenelektrolyten.
Die Versuchsanordnung und Mengenverhältnisse sind dieselben wie in Beispiel I, nur wird statt des Kupferchlorürs die gleiche Menge Eisenchlorür angewendet.
. Die Stromdichte beträgt ebenfalls 1900 Ampere pro Quadratmeter. Regenerirt wird hierbei nicht metallisches Eisen, sondern nur Eisenchlorür.
Bei der Verwendung der anderen in der Einleitung genannten Metalle bezw. Metallsalze bleiben die Versuchsbedingungen im Wesentlichen dieselben wie in den vorstehenden Beispielen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reduction von Nitrokörpern zu den entsprechenden Aminen, darin bestehend , daß man die Nitrokörper in saurer Lösung unter gleichzeitiger . Einleitung des elektrischen Stromes mittelst einer indifferenten Elektrode und unter Zusatz eines Kupfer-, Eisen-, Chrom-, Blei-, Quecksilbersalzes oder der betreffenden Metallcomponenten in fein vertheilter Form reducirt, so daß dabei entweder das verwendete Metall oder die entsprechende Werthigkeitsstufe des Metallions regenerirt wird je nach der größeren oder geringeren elektrolytischen Lösungstension des Metalles.
DE1900117007D 1900-04-09 1900-04-09 Expired - Lifetime DE117007C (de)

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