DE116103C - - Google Patents

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DE116103C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/06Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes
    • D05B3/08Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes for buttonholes with eyelet ends
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D05B73/12Slides; Needle plates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung für Knopf loch - Nähmaschinen, mit deren Hülfe die Einstellung des schrittweise zu bewegenden Stoffklemmenträgers bezw. der Stoffklemme in der Weise geregelt und bestimmt werden kann, dafs die Stoifklemme und dadurch das Knopfloch die richtige Anfangsstellung zur Maschinennadel erhält, damit diese ihre Näharbeit an der richtigen Stelle des Stoffes bezw. des eingeschnittenen Knopfloches beginnen kann.
Bis jetzt geschah die Einstellung der Stoffklemme von Knopfloch-Nähmaschinen mit rotirendem Stoff klemmen-Träger in der Weise, dafs man durch Hin- und Herdrehen dieses Stoffklemmen-Trägers, der Stoffklemme bezw. dem eingespannten Stoff die richtige Stellung zur Maschinennadel zu geben suchte; es leuchtet ein, dafs diese Art der Einstellung umständlich, zeitraubend und in Bezug auf Gleichmäfsigkeit auch wenig verläfslich ist. Die Beseitigung dieses Uebelstandes ist nun der Zweck der vorliegenden Erfindung und wird dadurch erreicht, dafs man den Klemmenträger mit einem entsprechend der Knopflochlänge einbezw. verstellbaren Anschlag versieht und in der Bahn dieses Anschlages einen umlegbaren Sperrhebel anordnet. Um. die Stoffklemme oder den eingespannten Stoff in die richtige Stellung zur Nadel zu bringen, hat man dann nur nöthig, den Träger so lange zu drehen, bis der der Knopflochlänge entsprechend eingestellte Anschlag gegen den Sperrhebel schlägt und die Bewegung des Stoff klemmen-Trägers aufhält. Die Stoffklemme ist dann durch ihren Träger so zur Nadel vorbewegt bezw.
eingestellt, dafs, wenn jetzt der Sperrhebel ausgerückt, d. h. aus der Bahn des Anschlages entfernt und die Nähmaschine selbst in Gang gesetzt wird, die Nadel ihre Stiche an der richtigen Stelle beginnt. Ist das Knopfloch benäht und verriegelt, so setzt ein zweiter, auf dem Stoff klemmen-Träger befestigter einstellbarer Anschlag in bekannter Weise einen Ausrückmechanismus in Thätigkeit, wodurch die Maschine wieder zum Stillstand kommt. Die Ausrückung des Sperrhebels und Einrückung der Nähmaschine kann unabhängig von einander geschehen, jedoch wird es sich empfehlen, die Anordnung so zu treffen, dafs durch die Ausrückbewegung des Sperrhebels auch gleichzeitig bezw. unmittelbar darauf die Einrückung der Maschine erfolgt, so dafs man zum Ausrücken der den Stoff klemmen -Träger festhaltenden Sperrung und zum Ingangsetzen der Nähmaschine nur einen einzigen Handgriff nöthig hat.
Die Einrichtung und Arbeitsweise .der Knopfloch-Nähmaschine selbst als auch der Stoffklemme ist bekannt und. bleibt in dem vorliegenden Falle unverändert.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung an der bekannten Singer-Knopfloch-Nähmaschine, wie sie z. B. in der amerikanischen Patentschrift 272126 beschrieben ist, zur Veranschaulichung gebracht. Fig. 1 ist eine Seitenansicht des Obergestelles einer der vorliegenden Erfindung gemäfs eingerichteten Knopfloch-Nähmaschine; Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B (Fig. 1); Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie C-D (Fig. 2); Fig. 4 ist eine der Fig. 2 ähnliche Darstellung, welche den Stoff-
klemmen - Träger und seine einstellbare Anschlag- oder Sperrvorrichtung zeigt; die Stoffklemme, die Stoffplatte, die Stichplatte und die Greifer sind abgenommen gedacht; Fig. 5 ist eine der Fig. 4 ähnliche Aufsicht, welche den Stoff klemmen-Träger und folglich auch die mit einem Stift in die Nuth des Trägers eingreifende Stoffklemme in der für den Beginn oder zum Anfangen des Nähens richtigen Stellung zeigt; der Anschlag des Stoffklemmen-Trägers hat gegen den Sperrhebel gestofsen und der letztere ist gerade zur Seite bewegt oder ausgerückt, so dafs der Stoffklemmen-Träger durch den Bewegungsmechanismus der Nähmaschine umgedreht werden kann, sobald dieser durch Einrücken oder Ingangsetzen der Nähmaschine bethätigt wird; Fig. 6 ist eine mehr schematische Darstellung, welche die Stellung des Stoff klemmen-Trägers in dem Augenblicke zeigt, in welchem seine Bewegung durch Auftreffen des Anschlages auf den Sperrhebel beendet ist, nachdem die Stoff klemme die richtige Stellung zur Maschinennadel erreicht hat; Fig. 7 und 8 sind zwei der Fig. 6 ähnliche Darstellungen, welche veranschaulichen, wie die Länge der Stichbildung geändert werden kann bezw. wie die Nadel ihre Stichbildung an falschen Stellen beginnen würde, wenn der Anschlag des Stoffklemmen-Trägers nicht richtig, d. h. nicht der Länge des vorliegenden Knopfloches entsprechend eingestellt worden wäre; im ersteren Falle (Fig. 7) würde die Nadel erst etwa in der Mitte des Knopfloches, im letzteren Falle (Fig. 8) aber schon vor dem Knopfloch zu nähen anfangen.
Der Stoffklemmen-Träger r ist in bekannter Weise um einen Hohlzapfen 2 drehbar in: der Nähmaschinenplatte 3 eingelagert und besitzt aufser der mit federndem Sperrstück 4 versehenen Treibnuth 5 für den. Stift 6 der Stoffklemme zwei Reihen von Löchern. In der einen Reihe dieser Löcher ist ein Daumen 7 verstellbar befestigt, welcher nach Beendigung der Knopflochbenähung bezw. Verriegelung einen mit der Ausrückeinrichtung in Verbindung stehenden Hebel 8 bethätigt (Fig. 4 und 5), um das Triebrad 9 der Maschinenwelle auszulösen und dadurch die Maschine zum Stillstand zu bringen. In der anderen Lochreihe ist ein Anschlag 10 verstellbar befestigt, in dessen Bahn ein Arm 11 eines an der Nähmaschinenplatte angebrachten Hebels 12 heraufreicht. Dieser Hebel 12 kann gegen den Zug einer Feder 13 mit Hülfe einer durch einen Handhebel 14 zu bethätigenden Zugstange 15 umgelegt werden, so dafs der Arm ir aus der. Bahn des Anschlages 10 heraustritt und diesen bezw. den Stoffklemmen-Träger freigiebt, damit er durch den bekannten und daher nicht besonders gezeichneten Triebmechanismus der Nähmaschine umgedreht werden kann.
Ueber dem Stoff klemmen -Träger befindet sich die mit Führungsschlitz 16 versehene Stoffplatte 17 (Fig. 2 und 3); in letzterer sitzt verschiebbar gelagert die Stichplatte 18. Auf der Stoffplatte und Stichplatte liegt die Grundplatte 19 der Stoff klemme, welche sich mit einem Schlitz 20 auf einem Knopf 21 der Stichplatte führt und mit ihrem Stift oder Zapfen 6 durch den Schlitz 16 der Stoffplatte hindurch in die Nuth 5 des Stoffklemmen-Trägers eingreift. Das Zusammenwirken dieser Theile ist bekannt und mehrfach ausführlich beschrieben, z. B. in der amerikanischen Patentschrift 272126, so dafs eine eingehende Erläuterung dieser Theile und ihrer Wirkungsweise nicht mehr erforderlich ist. Auch von einer ausführlichen Beschreibung der Stoffklemme kann abgesehen werden, da dieselbe den Gegenstand der deutschen Patentschriften 34799 und 37059 bildet. Aus diesem Grunde ist auch in der Zeichnung der Einfachheit halber nur die Grundplatte der Stoffklemme dargestellt.
Die Schneidvorrichtung zum Einschneiden der Knopflöcher, welche aber nicht einen Theil der Erfindung bildet, besteht aus einem auf der Nähmaschinenplatte 3 angebrachten, unter Federwirkung stehenden Handhebel 22 mit auswechselbarer Backe 23. Unterhalb der Platte 3 ist eine Schwingwelle 24 gelagert, welche die Arme 25 und 26 trägt. Der Arm 25 ist durch ein Verbindungsglied 27 mit dem Handhebel 22 verbunden, während der andere Arm 26 unter einen das Messer 28 tragenden Hebel 29 zu fassen vermag. Der Arm 26 kann auch noch durch eine Schlitzschiene 30 mit dem Hebel 29 verbunden sein (Fig. 3). Befindet sich die Schneidvorrichtung in Ruhe, so nimmt sie die in Fig. 1 gezeigte Stellung ein; wird dagegen der Handhebel 22 niedergeschwungen, so wird durch die Zusammenwirkung der gegen einander bewegten und schlielslich auf oder gegen einander stofsenden Theile, nämlich des Messers 28 und des Backens 23 (s. Fig. 3 und punktirte Stellung Fig. 1), ein Knopfloch in den in die Stoff klemme eingespannten Stoff eingeschnitten. Zum Durchlassen des Messers 28 ist der Stoffklemmen -Träger mit einem zweckmäfsigen Ausschnitt 31 versehen. :
Die Herstellung eines Knopfloches geschieht nun in folgender Weise. Zunächst werden der Anschlag 10 und der Ausrückdaumen 7 auf dem Stoff klemmen-Träger 1 eingestellt, d. h. in den Stellungen auf der Scheibe 1 befestigt, welche der gewünschten Knopflochlänge entsprechen. Zur Erleichterung dieser Einstellungen sind auf der Scheibe entsprechende Eintheilungen vorgesehen. Hierauf wird
die Stoffplatte 17 aufgeschraubt und die Stoffklemme aufgelegt, indem man den Schlitz 20 ihrer Grundplatte 19 auf den Knopf 21 der Stichplatte schiebt und den Zapfen 6 in ein Loch 32 der Stoffplatte einsetzt. Alsdann dreht man mittelst einer von Hand zu bethätigenden Schaltvorrichtung, welche am besten aus einem Handhebel 33 und einer in eine Randverzahnung 34 der Scheibe 1 einfassenden Schaltklinke 35 besteht, in Richtung des eingezeichneten Pfeiles so lange herum, bis ein auf der Scheibe 1 eingeschlagenes Merkzeichen 36 in dem geraden Theil des Schlitzes 16 in der in der Fig. 2 gezeigten Weise sichtbar wird. In dieser Stellung befindet sich der Ausschnitt 31 unmittelbar über dem Messer 28 und in Linie mit dem anderen geraden Theil des Schlitzes 16 und dem Schlitz 20 der Stoff klemme; die einzelnen Theile sind also in solcher Lage zu einander, dafs die Schneidvorrichtung bethätigt bezw. das Messer hoch geschnellt werden kann, um in der oben beschriebenen Weise ein Knopfloch in den in die Stoffklemme oberhalb des Schlitzes 20 eingespannten Stoff 37 (Fig. 3) einzuschneiden.
Ist dies geschehen, so wird der Zapfen 6 der Stoff klemme aus dem Loch 32 herausgehoben und durch den Schlitz 16 hindurch in die Führungsnuth 5 der Scheibe 1 eingesetzt, wie dies in Fig. 4 angedeutet ist. Hierauf wird die Scheibe mittelst der Schaltvorrichtung in Richtung des Pfeiles umgedreht, während dessen die Nähmaschine selbst natürlich in Ruhe verbleibt. Durch die Drehung der . Scheibe 1 wird die Stoffklemme nach innen bewegt, um das darin eingespannte Knopfloch in die1 richtige Lage zur Maschinennadel zu bringen. Diese richtige Lage ist erreicht, sobald der Anschlag 10 gegen den Sperrhebelarm 11 schlägt (Fig. 6), wodurch dann auch gleichzeitig die Drehung des Stoffklemmen-Trägers begrenzt ist, so dafs die einmal richtig eingestellte Stoffklemme aus dieser richtigen Stellung nicht wieder herausgebracht werden kann.
Soll nach erfolgter Einstellung, welche auch noch durch ein in der Stoffplatte vorgesehenes Schauloch 38 beobachtet werden kann, die Nähnadel ihre Arbeit beginnen, so wird zunächst durch Umlegen des Hebels 14 der Arm 11 des Sperrhebels 12 aus der Bahn des Anschlages 10 herausbewegt (Fig. 5) und dann die Schnurscheibe 9 der Nähmaschine eingerückt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Ausrückhebel 14 derart mit einer Vorrichtung zum Einrücken bezw. Auslösen des Triebrades verbunden, dafs durch die Umlegung des Hebels 14 auch gleichzeitig die Einrückung bezw. Ingangsetzung der Maschine erfolgt. Zu diesem Zwecke ist der Hebel 14 mit einem Arm 39 ausgerüstet, welcher beim Umlegen des Hebels 14 eine Art Winkelhebel 40 dreht, der seinerseits eine den Gabelhebel 41 der Ausrückvorrichtung bethätigende Schubstange 42 gegen den Zug einer Feder 43 vorschiebt, wodurch der Gabelhebel umgestellt, der Schieber 9 eingerückt und die Nähmaschine in Gang gesetzt wird. Durch die Umlegung des Hebels 14 werden also der Sperrhebel 11, 12 und die Ausrückung gegen den Zug ihrer Federn 13 bezw. 43 gespannt und in dieser gespannten Stellung durch eine den Winkelhebel 40 feststellende Fangvorrichtung beliebiger Construction gesichert. Die Ausrückung als solche ist bekannt und z. B. in der Patentschrift 231 5 ι beschrieben, so dafs eine eingehende Beschreibung derselben nicht nothwendig ist.
Hat die Nähmaschine ihre Arbeit verrichtet, d. h. ist das Knopfloch benäht und verriegelt, so stöfst der Daumen 7 gegen den Hebel 8 und schwingt denselben seitlich aus. Diese seitliche Ausschwingung des Hebels 8 bewirkt die Auslösung der. nicht besonders dargestellten Fangvorrichtung und dadurch die Freigabe des Winkelhebels 40, worauf die auf diese Weise entspannte Ausrückung in bekannter Weise in Wirkung tritt und die Maschine zum Stillstand bringt, während der Sperrhebel ebenfalls in seine Anfangsstellung zurückkehrt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Antriebvorrichtung für die Stoffklemme von Knopfloch - Nähmaschinen, bei welcher der Stoffklemme die richtige Anfangsstellung zur Maschinennadel selbstthätig dadurch gesichert wird, dafs der rohrende Stoff klemmen-Träger mit einem entsprechend der gewünschten Knopflochlänge einzustellenden Anschlag (10) versehen ist, welcher die mittelst Hand auszuführende Einstellung. oder Drehbewegung des Stoffklemmen-Trägers durch Auftreffen auf einen ausrückbaren Sperrhebel (11,12) oder dergl. begrenzt, sobald die Stoffklemme die richtige Anfangsstellung zur Maschinennadel erreicht hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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