DE114879C - - Google Patents

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DE114879C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/16Apparatus for joining warp ends

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 114879 KLASSE 86 h.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ausführungsform der durch Patent 100503 geschützten Webketten - Andrehvorrichtung und kennzeichnet sich dadurch, daß die nicht immer zuverlässig arbeitende, planetarisch bewegte Bürste zum Zusammendrehen der Fäden durch ein mit elastischen Einlagen versehenes Backenpaar ersetzt ist, welches bei der Bewegung seiner Backen in entgegengesetzter Richtung zu einander die dazwischen gebrachten Fäden zusammendreht.
In den beiliegenden Zeichnungen ist die neue Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt mit theilweiser Ansicht, Fig. 2 und 3 eine Ansicht von unten in der Richtung des Pfeiles in Fig. 4, welche eine Vorderansicht der Neuerung mit den mit ihr zusammenarbeitenden Theilen darstellt. Die Vorbereitungen zum Andrehen der Webketten sind ebenso wie die Antriebsvorrichtungen dieselben geblieben.
Die mit den elastischen Einlagen e1, f1 versehenen Backen e, f des die Bürste vertretenden Backenpaares sind durch Bolzen k, k mit in einem Schlitten 0 gerade geführten Zahnstangen h bezw. i verbunden (Fig. 1, 2 und 3) und werden durch Federn k1 aus einander und mit ihren Rückenflächen gegen Druckrollen I gedrängt. Die Drehzapfen der letzteren sind einander gegenüber an den Enden der Zinken η einer Gabel befestigt, welche um ihr Querstück n1 am Schlitten 0 schwingbar befestigt ist. Durch eine ebenfalls am Schlitten 0 befestigte Blattfeder n2, die beide Gabelzinken η überfaßt, wird die Gabel beständig abwärts gedrängt. Die Rückenflächen der Backen e, f sind nicht glatt, sondern besitzen keilähnliche Absätze t, welche unter die Rollen Z zu fassen· und diese mitsammt der Gabel so weit anzuheben vermögen, daß besagte Rollen über die Backen e und / zu stehen kommen und damit ihren Einfluß auf die Backen verlieren, so daß diese, lediglich unter dem Einflüsse der Federn k1 stehend, aus einander gehen, sobald sie die eine Endstellung (Fig. 2) erreicht haben. In der anderen Endstellung (Fig. 3) befinden sich die Rollen I in Berührung mit den Rückenflächen der Backen e, f, treten aber, um trotzdem auch in dieser Stellung ein Oeffnen der Backen zu gestatten, in zu diesem Zwecke vorgesehene entsprechende Vertiefungen e2 bezw. /2 der Rückenflächen ein.
Ihre einander entgegengesetzte Bewegung erhalten die Backen e und f vermittelst der mit ihnen gelenkig verbundenen, im Schlitten 0 ge^ führten Zahnstangen h bezw. i (Fig. 2 und 3), die mit ihren einander zugekehrten Verzahnungen in ein gemeinsames, um einen am Schlitten 0 befestigten Zapfen drehbares Stirnrad i1 eingreifen. Der Schlitten 0 ist zwischen
Führungsleisten o1 gerade geführt, welche an einer am Gestell der Vorrichtung befestigten "Platte .? angeordnet sind (Fig. i, 2 und 3). Die Hin- und Herbewegung des Schlittens 0 erfolgt durch ein auf einer senkrechten Welle ν (Fig. 1) sitzendes Excenter a, welches vermittelst eines Lenkers b eine bei c am Gestell gelenkig befestigte Schwinge d erfaßt, deren freies unteres Ende durch einen Lenker g mit dem Schlitten 0 verbunden ist. Welle ν erhält ihren Antrieb von der Hauptwelle Ar der Vorrichtung aus durch Kegelräder W1, ZV2.
Die eine der Zahnstangen i ist zeitweise mit dem Schlitten 0 kuppelbar. Beim Ausführungsbeispiel geschieht dies durch eine Schnappfeder r, welche, am Schlitten 0 befestigt, mit ihrem Ansätze r1 in einen entsprechenden Einschnitt r2 an der Zahnstange i eintreten kann, und deren abgebogenes vorderes Ende, sobald sich der Schlitten seiner Endstellung (Fig. 2) nähert, von einem feststehenden Anschlagstifte q beeinflußt und bei Seite, gedrängt wird (Fig. 2), so daß die Zahnstange i freigegeben wird und der Einwirkung einer Feder p folgen kann, welche an einem an der Zahnstange i sitzenden Arme h3 anfaßt und diese Zahnstange i mit dem entgegengesetzten Ende der anderen Zahnstange h verbindet.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung gestaltet sich wie folgt:
■ Haben die Backen e, f und ihre Zahnstangen die Endstellung", der sie sich in Fig. 2 nähern, erreicht, so sind die Rollen I durch die Keilflächen t über sie hinweggehoben worden, also einflußlos, und infolge dessen öffnen sich die Backen e, f. Darauf erhält der Schlitten 0 die entgegengesetzte Bewegung wie vorher, d. i. im Sinne des Pfeiles I (Fig. 2). Bei dieser Bewegung1 des Schlittens 0 gelangt das freie Ende der Zahnstange i an einen feststehenden Anschlag in. Sie kann infolge dessen die Weiterbewegung des Schlittens nicht mehr mitmachen und Zahnrad i1, welches am Schlitten drehbar befestigt ist, wälzt sich auf ihr ab, der anderen Zahnstange h eine Bewegung in der Richtung des Pfeiles / (Fig. 2) ertheilend. Hierdurch wird Feder p gespannt. Ist Schlitten 0 am Ende seiner Bewegung angelangt, so tritt Schnappfeder r mit ihrem Ansatz r1 in den Einschnitt r~ der Zahnstange i, wodurch die feste Verbindung letzterer, mit dem Schlitten 0 während1 der nun folgenden Bewegung dieses in dem dem Pfeile / (Fig. 2) entgegengesetzten Sinne hergestellt ist. Auch während dieser Bewegung' bleiben die Backen e, f infolge Einflußlosigkeit der Rollen i geöffnet. In Fig. 3 der Zeichnung hat Schlitten 0 seine Endstellung vorn nahezu erreicht. Die Backen e, f sind geöffnet, da die Rollen I in die Vertiefungen e2 bezw. /-' der Rückenflächen eingetreten sind. Es sind nun durch die beiden Greifer h1, h2 (Fig. 1 und 4) die beiden an die Reihe kommenden Fadenenden ι und 2 (Fig. 4) aus den Klemmleisten Kl1 und KP heraus und derart über die Backen e, f gehoben worden, daß die herabhängenden Enden zwischen die Backen gerathen. Hat nun Schlitten 0 seine Endstellung erreicht, so giebt Schnappfeder r1, von Anschlag q beeinflußt, Zahnstange i frei und beide Zahnstangen h und i werden durch die gespannte Feder p gleichzeitig und gleichmäßig, jedoch in entgegengesetzter Richtung, wie die Pfeile Fig'. 2 dies zeigen, im Schlitten 0 verschoben, die Backen .e btzw. f mitführend. Letztere werden dabei, die Andrehfäden zwischen sich, durch den Einfluß der Rollen I zusammengepreßt und drehen damit die Fäden zwischen sich zusammen.
Das Zuführen der Fäden 1, 2 (Fig. 4) geschieht, wie schon gesagt, durch die Häkchen h1, h2, die die Fadenenden aus den Klemmstäben Kl1, KP ziehen, worauf die Backen e und / im offenen Zustande unter die Häkchen kommen.
Um ein sicheres Umlegen der zusammenzudrehenden Fadenenden während der Verdrehung' zu ermöglichen, wird der eine der Greiferhaken, und zwar h1 (Fig. 1 und 4), zurückgezogen, wodurch die bereits halb zusammengedrehten Fäden nur noch in dem anderen Haken h2 liegen bleiben. Dieser aber gestattet infolge einer Aussparung A seiner Gleitbahn, durch seitliches Ausschwingen, den sich weiter zusammendrehenden Fäden ein Ueberdrehen und verhilft damit zu der eigentlichen Andrehung.
Das Zurückziehen des Greiferhakens h1 erfolgt durch einen an der Zahnstange i befestigten, gebogenen Draht s3, welcher bei der Bewegung des Schlittens 0 in Richtung des Pfeiles / (Fig. 2) durch Vermittelung des federnden Hebels hr', dessen Stift /* beim Lenken des Greiferwerkes in den Weg des hakenförmigen Endes des Drahtes s3 gebracht wird, den am Schenkel z1 bei c3 angelegten Greiferhaken h1 erfaßt und eine kleine Strecke mitnimmt.
Das Heben und Senken des Greiferwerkes erfolgt durch das auf der Welle N sitzende Excenter E. Die gelenkig aufgehängten Schenkel z1, s2 werden durch eine Blattfeder F3 beständig aus einander gedrängt, so daß ihre Leitrollen fortwährend gegen ihre feststehenden Gleitbahnen gedrängt werden, die derart gestaltet sind, daß beim Ab\värtsgehen des Greiferwerkes die Haken h1, h2 zusammentreten (Fig. 4). Beim Aufwärtsgehen dagegen tritt die Leitrolle des Schenkels z2 in
eine in ihrer Gleitbahn vorgesehene Aussparung A und vollführt nun, durch Feder fs beeinflußt, eine seitliche. Schwingung und gestattet hierdurch den Fäden i, 2 das Ueberdrehen.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Ausführung-sform der durch Patent 100503 geschützten Webketten-Andrehvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die planetarisch bewegte Bürste durch ein mit elastischen Einlagen (e1-, f1) versehenes Backenpaar ersetzt ist, welches bei der Bewegung seiner Backen in entgegengesetzter Richtungzu einander die dazwischen gebrachten Fäden zusammendreht.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Backen (e, f) querschwingbar an, in einem hin- und herbeweglichen Schlitten (0) geführten, durch eine Feder (p) verbundenen, in ein gemeinsames, um einen am Schlitten fest angeordneten Zapfen drehbares Stirnrad (i1) eingreifenden Zahnstangen (h, i) befestigt sind, von denen die eine (i) von einem feststehenden Anschlage (m) bei der Bewegung des Schlittens (0) in Richtung des Pfeiles / (Fig. 2) aufgehalten, die andere (Ji) vermittelst des Rades (i1) zu einer Eigenbewegung zwingt, welche die Spannung der Feder (p) zur Folg'e hat, deren Wirkung auf die Zahnstangen während der Bewegung des Schlittens im anderen Sinne gehemmt und erst nach Erreichen der vorderen Endstellung freigegeben wird, um eine gegenläufige Bewegung der sich schließenden, die Fäden zwischen sich nehmenden Backen zu einander zu bewirken.
Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks sicheren Umlegens der zusammenzudrehenden Fadenenden während des Zusammendrehens der eine der Greiferhaken ■ (h1), gelenkig an seinem Schenkel (zx) befestigt, bei der Rückbewegung des Schlittens von diesem aus so weit rückwärts geschwungen wird, daß die Fäden von ihm abgleiten.
Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, um ein Ueberdrehen der sich zusammendrehenden Fäden zu gestatten, der Greiferhaken (Ji2), unter dem Einflüsse einer Feder (fs) stehend, nach dem Abfallen der Fäden vom Greiferhaken (h1) eine seitliche Schwingung erhält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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