DE114246C - - Google Patents

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DE114246C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/20Excess-flow valves
    • F16K17/22Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line
    • F16K17/24Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line acting directly on the cutting-off member
    • F16K17/26Excess-flow valves actuated by the difference of pressure between two places in the flow line acting directly on the cutting-off member operating in either direction

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Die Erfindung betrifft ein Ventil für Flüssigkeits- oder Dampfleitungen, welches im Falle eines Rohrbruches die Leitung selbstthätig abschliefst und ebenfalls das Zurückströmen von Flüssigkeit oder Dampf verhindert, während gleichzeitig die Absperrung der Rohrleitung in gewöhnlicher Weise durch dasselbe erfolgen soll.
In beiliegender Zeichnung ist ein derartiges Ventil in vier verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
Wie aus Fig. ι ersichtlich, ist das Ventil in gewöhnlicher Weise in einem Gehäuse α untergebracht, welch letzteres mittelst Flantschen oder dergl. in die Rohrleitung eingeschaltet wird. Die Spindel b ist mit einer Stopfbüchse durch den Deckel des Gehäuses hindurchgeführt und kann' mittelst einer Schraube und eines Handrades bethätigt werden. Der eigentliche Abschlufs der Leitung erfolgt durch das Ventil c, welches auf der Spindel frei beweglich ist und durch den an der Spindel angebrachten Bund d auf seinen Sitz gedrückt wird. Zum Abschlufs der Leitung im Falle eines Rohrbruches dient das Hülfsventil e, welches nach der entgegengesetzten Richtung öffnet und unter der Einwirkung der Feder f oder eines entsprechenden Eigengewichtes steht. Die Ventilspindel selbst ist im Boden des Gehäuses noch einmal geführt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Wenn die Ventilspindel durch Drehen der Schraube angehoben wird, so wird das Absperrventil c freigegeben und kann sich unter dem Drucke der in der Pfeilrichtung einströmenden Flüssigkeit oder des einströmenden Dampfes öffnen. Das Zurückströmen der Flüssigkeit oder des Dampfes ist dadurch verhindert, dafs dieses Ventil nicht fest mit der Spindel verbunden ist und sofort beim Richtungswechsel der'durchströmenden Flüssigkeit auf seinen Sitz zurückgedrückt wird.
Wenn durch einen Rohrbruch oder auf irgend eine andere Weise hinter dem Ventil eine aufsergewöhnlich grofse Dampfentnahme stattfindet, so dafs die Geschwindigkeit eine gröfsere wird, als dies bei normalen Verhältnissen der Fall ist, so wird das Hülfsventil e entgegen der Wirkung der Feder f nach oben mitgerissen und schliefst auf diese Weise die Leitung selbstthätig ab. Die Feder f oder das Eigengewicht des Ventils mufs natürlich derartig bemessen sein, dafs das Hülfsveritil bei normaler Geschwindigkeit des Dampfes oder der Flüssigkeit in Ruhe bleibt und der Flüssigkeit den Durchtritt gestattet.
Fig. 2 zeigt eine etwas abgeänderte Ausführungsform insofern, als hier die Ventilspindel nicht ganz durchgeführt ist und das Hülfsventil auf eine besondere kürzere Spindel aufgeschoben ist. Um dem Hauptventil eine bessere Führung zu geben, versieht man dasselbe in diesem Falle mit äufseren Führungsrippen.
In der Anordnung nach Fig. 3 ist die Feder durch eine Luftbuffereinrichtung ersetzt, indem die Führungshülse des Hülfsventils bis in den cylindrischen Theil des eigentlichen Absperrventils hineingeführt ist, so dafs der Raum oberhalb als Buffer dient.
Fig. 4 zeigt eine ebenfalls mit Luftbuffer versehene Ausführungsform, bei welcher analog
zu Fig. 2 die Ventilspindel nicht durchgeht und das Hülfsventil sich auf einem im Boden des Gehäuses eingeschraubten Stift verschiebt.
Die Anordnung der Feder ist natürlich beliebig und kann entweder nach Fig. ι gewählt werden, wo sich die Feder gegen das Hauptventil stützt, oder nach Fig. 2, wo zwischen den beiden Ventilsitzen geeignete Ansätze oder Knaggen g angegossen sind, um die Feder zu stützen, oder dies kann auch ganz fortfallen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung ist noch eine Vorrichtung getroffen, durch welche das Ansetzen von Schmutz oder anderer vom Dampf mitgerissener Unreinigkeiten dadurch verhindert ist, dafs die Führungshülse des Hülfsventils bis in das als Glockenventil ausgeführte Absperrventil hineingeführt ist, so dafs der Zwischenraum zwischen Führungshülse und Ventilspindel von oben durch diese Glocke verdeckt wird, während bei Fig. 2 die Spindel von der Ventilführung ganz verdeckt ist. Es ist hierbei noch zu beachten, dafs die Entfernung des Hülfsventils von dem oberen Ventil mindestens gleich oder gröfser ist als der Hub des Hülfsventils selbst, damit sich letzteres auch dann schliefsen kann, wenn das Hauptventil noch nicht oder nicht ganz geöffnet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Absperr- und Selbstschlufsventil zum selbstthätigen Abschliefsen von Rohrleitungen im Falle einer übermäfsigen Entnahme von Flüssigkeit oder Dampf, sowie zur Verhinderung des Zurückfliefsens, dadurch gekennzeichnet, dafs ein auf der Ventilspindel verschiebbarer und durch diese auf seinen Sitz zu drückender Ventilkegel c beim Herausschrauben der Ventilspindel durch den Druck des Flüssigkeits - oder Gasstromes geöffnet, durch einen entgegengesetzt gerichteten Strom dagegen selbstthätig geschlossen wird, während gleichzeitig ein entgegengesetzt öffnender Ventilkegel e bei richtiger Durchflufsgeschwindigkeit durch eine entsprechend bemessene Feder- oder Buffereinrichtung offen gehalten, bei gröfserer Durchflufsgeschwindigkeit aber entgegen dieser Buffervorrichtung auf den Sitz gedrückt wird und die Leitung selbstthätig abschliefst.
    Absperr- und Selbstschlufsventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs das Ansetzen von Schmutz oder dergl. an der Ventilspindel dadurch verhindert wird, dafs die Führungshülse des Hülfsventils e bis in das in Glockenform ausgebildete Absperrventil c hineingeführt ist.
    Absperr- und Selbstschlufsventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der Obertheil des Absperrventils c als Cylinder ausgebildet ist und die nach oben verlängerte Führungshülse des Hülfsventils so umschliefst, dafs über dieser Hülse ein freier Raum bleibt, der als Luftbuffer zum Offenhalten des Hülfsventils e dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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