DE100719C - - Google Patents

Info

Publication number
DE100719C
DE100719C DENDAT100719D DE100719DA DE100719C DE 100719 C DE100719 C DE 100719C DE NDAT100719 D DENDAT100719 D DE NDAT100719D DE 100719D A DE100719D A DE 100719DA DE 100719 C DE100719 C DE 100719C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
valve
piston
shut
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT100719D
Other languages
English (en)
Publication of DE100719C publication Critical patent/DE100719C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/42Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die neue Vorrichtung wird unmittelbar an einem Dampfkessel vor dem Dampfabsperrventil angebracht und hat den Zweck, beim Eintreten von Brüchen der vom Kessel gespeisten Dampfleitungen sofort in selbstthätiger Weise die Dampfleitung abzusperren und dadurch das Ausströmen gröfserer Dampfmengen, welche den in der Nähe befindlichen Personen gefährlich werden könnten, zu verhindern.
Diese Vorrichtung kennzeichnet sich durch einen belasteten Kolben, welcher in einem mit der Dampfleitung oder dem Kessel in Verbindung stehenden Cylinder verschiebbar und durch Hebel und Gestänge derart mit einem zwischen ihm und dem Kessel eingeschalteten Dampfabsperrorgan verbunden ist, dafs er beim Sinken des Dampfdruckes unter ein bestimmtes Mafs den Schlufs des Absperrorganes veranlafst. Letzteres ist entweder zwangläufig mit dem Kolben verbunden oder es bewirkt der Kolben nur die Auslösung des Dampfabsperrorganes, welches durch den Dampfdruck oder eine Feder geschlossen wird.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen einer derartigen Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι ist der Verticalschnitt einer selbstthätigen Absperrvorrichtung; Fig. 2 zeigt den Horizontalschnitt durch den zugehörigen Hahnschieber; Fig. 3 veranschaulicht eine abgeänderte Anordnung der Vorrichtung im Verticalschnitt, Fig. 4 in der Seitenansicht; Fig. 5 zeigt eine weitere Abänderung der Vorrichtung.
α ist der Dampfraum des Kessels, a1 die Dampfleitung, in welche unmittelbar beim Kessel ein Hahn b eingeschaltet ist. Mit dem zwischen dem Hahn b und dem gebräuchlichen Absperrventil as befindlichen Theile der Dampfleitung steht- ein Cylinder c1 in Verbindung, in welchen ein langer Kolben c dicht eingeschliffen ist. Dieser Kolben endigt oben in einen Kegel c2 und in eine Stange c8, welche mit dem bei d1 gelagerten, den Kolben beständig abwärts drückenden Gewichtshebel d verbunden ist. Das Moment des Gewichtshebels wird derart geregelt, dafs erst beim Sinken der Dampfspannung unter ein gewisses Maafs der Kolben c im Cylinder c1 nach unten bewegt wird. Der Cylinder ist an seinem Obertheil mit einer Oeffnung c4 versehen, durch welche beim Niedersinken des Kolbens c Luft einströmen kann. So lange in der Dampfleitung normaler Druck herrscht, wird der Kolben, c nach oben gedrückt, wobei er mit seinem kegelförmigen Ende c1 eine Oeffnung c5 des Cylinders c1 verschliefst und das Ausströmen der etwa zwischen dem Kolben c und dem Cylinder c1 durchströmenden geringen Dampfmenge verhindert. Der kurze Arm' des Gewichtshebels d ist durch eine gegabelte Zugstange f mit den an beiden Enden der Achse des cylindrischen Hahnes b sitzenden Kurbeln b1 verbunden. Der cylindrische Hahn ist in das Gehäuse b2 eingeschliffen und an den Achsen durch Stopfbüchsen b3 abgedichtet.
Sobald durch einen Bruch der Rohrleitung a1 an.. irgend einer Stelle eine gröfsere Menge Dampf ausströmt und die Dampfspannung infolge dessen unter das geringste zulässige Maafs sinkt, wird der Kolben c durch den Gewichtshebel d herabgedrückt, bis er auf den unteren
Absatz a% des Cylinders c gelangt. Hierbei wird der Hahn b um ungefähr go° gedreht und sperrt die Dampfzuleitung ab.
Zwecks neuerlichen Anlassens der Dampfleitung wird der Gewichtshebel d langsam gehoben, so dafs etwas Dampf durch den Hahn b strömt und vor den Kolben c gelangt. Der Dampfdruck bewirkt sodann das Anheben des Kolbens und das vollständige Oeffnen des Hahnes b.
Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, kann der Hahn b durch einen Rohrschieber b ersetzt werden, welcher eine Anzahl von Durchgangsschlitzen besitzt und auf einem ebenfalls geschlitzten, in dem Gehäuse b1 befestigten Cylinder bi drehbar ist. Der Gewichtshebel d, dessen Gewicht auch durch eine Feder <i2 (Fig. 4) ersetzt sein kann, wirkt mittelst der Zugstange f auf die Kurbel f1 einer horizontalen Welle f'2, welche mittelst eines Armes f3 die Kurbel b1 des Rohrschiebers bewegt. Der Arm f3 ist mit einem Längsschlitz versehen, in welchem der Bolzen f*, welcher in den Schlitz der Kurbel bl eingreift, verschoben und festgestellt werden kann. Durch Verstellen des Bolzens f* kann die Gröfse des Ausschlages der Kurbel f3 derart geregelt werden, dafs beim Herabsinken des Kolbens c das Absperren des Rohrschiebers b in verläfslicher Weise stattfindet.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Anordnung ist anstatt des Hahn'es ein Ventil b vorgesehen, welches mit einer Schraubengewinde tragenden Spindel g, versehen ist. Diese Spindel besitzt eine Längsnuth, in welche eine das Drehen der Spindel verhindernde Schraube g1 eingreift. Diese Schraube sitzt in einer festen Führungshülse g-2, welche mit einer seil liehen Durchbrechung versehen ist, die das Eindringen eines Sperrkeiles g3 gestattet. Letzterer ist an dem kurzen Arme eines bei f5 gelagerten Winkelhebels f% angelenkt, dessen längerer Arm mit der Zugstange f verbunden ist. Es kann jedoch auch der Keil g3 unmittelbar mit der Zugstange f verbunden sein.
Die Ventilspindel g ist mit einem Einschnitt versehen, in welchen bei der gezeichneten Stellung der Keil g3 eingreift, so dafs das Ventil in geöffneter Lage gehalten wird.
Sinkt der Druck in der Dampfleitung unter ein gewisses Maafs, so drückt der Hebel d den Kolben c herab und zieht gleichzeitig den Sperrkeil g3 aus der Ausnehmung der Ventilspindel g heraus. Das frei werdende Ventil b wird von dem Dampfstrom gegen seinen Sitz geprefst und hierdurch die Dampfleitung abgesperrt.
Zum Oeffnen des Ventiles b dient das auf der Spindel g verschraubbare Handrad /7, welches sich hierbei gegen die Führungshülse g1 stützt. Nachdem das Ventil so weit geöffnet ist, bis der Keil b3 wieder in die Ausnehmung der Ventilspindel einfällt, wird das Rad h in seine äufserste Stellung zurückgeschraubt, so dafs es den raschen selbstthätigen Schlufs des Ventiles nicht hindert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Vorrichtung zum selbsttätigen Absperren einer Dampfleitung, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Absperrventil bei unbeschädigter Rohrleitung entgegen der Einwirkung eines Gewichtes oder einer Feder durch einen einseitig unter dem Dampfdruck der Leitung stehenden.Kolben (cj geöffnet gehalten wird, während beim Bruch der Leitung der Kolben vom Dampf entlastet und nun das Absperrventil unter dem Druck des Gewichtes oder der Feder geschlossen wird.
    Bei einer Vorrichtung der unter !.'genannten Art die Anordnung eines Absperrventiles (bj, das in offener Stellung durch einen von dem Gewichtshebel (d) bethätigten Y3
    Keil
    )
    gehalten wird, welcher das Ventil
    freigiebt, so dafs es von dem Dampfstrom gegen seinen Sitz geprefst werden kann, sobald infolge des Sinkens des Dampfdruckes der Kolben c von dem Hebel d herabgedrückt wird (Fig. 5).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT100719D Active DE100719C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE100719C true DE100719C (de)

Family

ID=371505

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT100719D Active DE100719C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE100719C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH621588A5 (de)
DE100719C (de)
DE108091C (de)
DE112958C (de)
AT203233B (de) Einrichtung zur Ausschaltung von Leerzählungen eines Flüssigkeitszählers infolge von Luft- oder Gaseinschlüssen
DE92927C (de)
DE27154C (de) Neuerungen an Kondensationswasser-. Abieitern mit offenem Schwimmtopf
DE221165C (de)
DE723413C (de) Dampfwasserableiter mit gleichachsigen Ventilen fuer den Einlass und fuer die Umfuehrung
DE196744C (de)
DE114246C (de)
DE111651C (de)
AT234535B (de) Überfüllsicherung für Flüssigkeitsbehälter
AT165024B (de) Flüssigkeitsmeß- und Ausgabevorrichtung
DE123369C (de)
DE162109C (de)
DE33972C (de) Dampfdrosselventil mit selbstthätiger Regulirung
DE289801C (de)
DE63478C (de) Doppelsitziges pendelndes Rückschlagventil mit Blattfederbelastung und Auslafshabn
DE46454C (de) Hahn mit doppeltem Ventilschlufs
DE112926C (de)
DE18507C (de) Regulirapparat für Dampfmaschinen
DE610966C (de) Axial gelagerter Fluessigkeitsstandregler
DE874112C (de) Sicherheitsvorrichtung an Ausschankanlagen fuer gaerfaehige Getraenke
DE45270C (de) Ventile für selbstthätige Speise-: apparate