DE34386C - Sicherheitsvorrichtung für Dampfkessel - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung für Dampfkessel

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DE34386C
DE34386C DENDAT34386D DE34386DA DE34386C DE 34386 C DE34386 C DE 34386C DE NDAT34386 D DENDAT34386 D DE NDAT34386D DE 34386D A DE34386D A DE 34386DA DE 34386 C DE34386 C DE 34386C
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DE
Germany
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pipe
blow
steam
valve
boiler
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34386D
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English (en)
Original Assignee
R. WEINLIG in Magdeburg-Sudenburg, Westend Nr. 9
Publication of DE34386C publication Critical patent/DE34386C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/48Devices or arrangements for removing water, minerals or sludge from boilers ; Arrangement of cleaning apparatus in boilers; Combinations thereof with boilers
    • F22B37/54De-sludging or blow-down devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: . Dampfkessel nebst Ausrüstung
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juli 1885 ab.
Wie aus beiliegender Zeichnung ersichtlich, ist auf dem Mantel des Dampfkessels ein gufseiserner Stutzen α befestigt, welcher nach aufsen eine Stopfbüchse und die bekannte Einrichtung eines Niederschraubventils hat und nach unten . ein in den Kessel hineinreichendes, cylindrisches, abgedrehtes Stück trägt, welches als Führung für ein Rohr e dient.
Die Schraubenspindel b kann auf- und niedergedreht werden und trägt an ihrem unteren Ende einen beweglichen Zapfen d, welcher als Ventil dient, um den durch die Schlitze s s in das Rohr e eintretenden Dampf abzusperren oder nach entsprechender Drehung der Spindel durch die Oeffnung in dem kugelförmigen Stücke (Ventil) f in das Abblaserohr A zu lassen.
Das kugelförmige Stück / ist fest mit dem Rohr e verbunden, und das Rohr e reicht durch den Wasserraum hindurch bis in den Dampfraum des Kessels. Das Stück f bildet ebenso wie d zugleich . einen Ventilverschlufs am oberen Ende des Abblaserohres A und wird dadurch fest und dicht in das Abblaserohr geprefst, dafs die Schraubenspindel b niedergedreht wird, wobei sie erst die Oeffnung im Stücky durch das Ventil dichtet und dann das Stück f niederdrückt und die Oeffnung im Abblaserohr verschliefst.
Wird die Schraubenspindelb emporgeschraubt, so öffnet sich erst das Ventil d, bis ein Mitnehmer m in dem Schlitz s des Rohres e oben anstöfst, und dann öffnet sich durch fortgesetztes Drehen der Schraubenspindel b auch das Abblaserohr, indem das Stück f gehoben wird.
Der Gang des Dampfkesselbetriebes und des Abblasens ist nun folgender: Die Schraubenspindel b sei so weit wie möglich nach unten gedreht. Infolge dessen sind die Ventile d und f geschlossen. Durch die Schlitze s s tritt Dampf in das Rohr e und der aus dem Kesselwasser sich niederschlagende Schlamm kann nicht in das Abblaserohr A kommen. Dieser Zustand, wie er gezeichnet ist, ist der normale während des Dampfbetriebes. Soll nun der Kessel mit Dampfdruck abgeblasen werden, so dreht man die Schraubenspindel b nach oben und öffnet das Ventil d. Es drückt ■ nun der Dampf auf die Masse im Abblaserohr A und sucht sie hinauszutreiben, wozu das bei jedem Dampfkessel vorhandene Ventil V oder der Hahn im Abblaserohr geöffnet werden mufs. Da das Ventil d nur klein ist, so kann nur wenig Dampf durchtreten und das Abblasen beginnt sehr langsam, was für die Sicherheit von Kessel und Zubehör von grofser Wichtigkeit ist. Ist bei unreinem Speisewasser das Abblaserohr A trotzdem verstopft, so kann man ruhig das Ventil V lösen, um mit einer eisernen Stange den Schlamm aufzulockern, denn man kann dabei das Ventil d ganz oder fast ganz schliefsen. Ist der etwa festgesetzte Schlamm gelockert, so läfst man das Ventil d eine Weile offen, um das Abblaserohr durch Dampf rein zu blasen, und dann öffnet man das Ventil f, um den Kessel vollständig von Wasser und Schlamm zu entleeren. Sind das Dampfrohr e und das Ventil d nicht vorhanden, sondern nur das Ventil f, so verstopft sich das Abblaserohr beim Abblasen vollends, weil der Schlamm sich am Boden des Kessels ablagert
und zuerst in das an sich schon etwas verschlammte Abblaserohr tritt.
Die Einrichtung des Dampfrohres e mit Ventil d dient auch dem wichtigen Zwecke, durch öfteres Oeffnen und Durchblasen in kurzen Zwischenräumen das Abblaserohr rein zu erhalten. Da die ganze Manipulation von aufsen geschieht, wobei der heifse Inhalt des Kessels stets abgeschlossen ist, so ist ein Verbrühen der Mannschaft unmöglich und aufserdem ist die Arbeit des Abblasens sehr erleichtert und bequem vom Vorgesetzten zu controliren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Eine Sicherheitsvorrichtung an Abblaseröhren von Dampfkesseln, bestehend aus einem Ventil, welches, im Innern des Kessels angebracht, die Oeffnung des Abblaserohres gegen" zu reichliches Eindringen von Schlamm verschliefst, aber von aufsen ohne Störung des Betriebes beliebig geöffnet werden kann, und welches mit einem Rohr verbunden ist, das durch den Wasserraum des Kessels hindurch in den Dampfraum reicht, so dafs, wenn ein in dem grofsen Ventilkörper (innerhalb des genannten Rohres) angebrachtes zweites, kleineres Ventil durch die für beide Ventile gemeinschaftlich zur Anwendung gebrachte Schraubenspindel gehoben wird, ein Dampfstrahl in die Oeffnung des Abblaserohres treten mufs, wodurch das Abblaserohr jederzeit von etwa eingetretenem Schlamm reingeblasen werden kann, ohne den Betrieb zu stören.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT34386D Sicherheitsvorrichtung für Dampfkessel Expired - Lifetime DE34386C (de)

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