DE1136871B - Mittel zur Regelung, insbesondere Unterdrueckung des Pflanzenwachstums - Google Patents
Mittel zur Regelung, insbesondere Unterdrueckung des PflanzenwachstumsInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
H36162IVa/451
ANMELDETAG: 20. APRIL 1959
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 20. SEPTEMBER 1962
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 20. SEPTEMBER 1962
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Regelung, insbesondere Unterdrückung, des Pflanzenwachstums,
enthaltend Trichlorphenylessigsäure, ihre Salze, Ester, Amide oder Halogenide.
Diese Mittel sind dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Gehalt an 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
oder ihrer Verbindungen und gegebenenfalls einen solchen an Trägerstoffen oder anderen das Pflanzenwachstum
beeinflussenden Mitteln aufweisen. 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure und Ester, Amide,
Salze oder Chloride der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure besitzen Eigenschaften, welche sie zur Regelung
des Pflanzenwachstums und zur Bekämpfung unerwünschten Pflanzenwachstums besonders geeignet
erscheinen lassen. Diese Eigenschaften können aus den Eigenschaften der bekannten Isomeren dieser
Verbindung nicht von vornherein abgeleitet werden. Im folgenden wird unter dem Ausdruck »herbicid«
sowohl die abtötende Wirkung auf das Pflanzenwachstum als auch die regelnde Wirkung auf das
Pflanzenwachstum verstanden.
Ester der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure sind ebenso wirksam wie die Säure selbst und besitzen darüber
hinaus den zusätzlichen Vorteil, mit organischen Lösungsmitteln, wie Petroleum, Kerosin, Toluol
od. dgl., gut verträglich zu sein, und aus derartigen Lösungen können Emulsionen mit Wasser hergestellt
werden. Derartige Ester sind beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Amyl-, Hexyl-,
Heptyl-, Octyl-, Nonyl-, Decyl-, Dodecyl- und
Laurylester (d. h. Ester von Alkanolen), Allyl-, Oleyl- und Linolylester (d. h. Ester von Alkenolen),
aber auch B-Chloräthyl-, Β,Β,Β-Trichloräthyl- und
2-Chlorallylester (d. h. chlorierte Ester von Alkanolen
und Alkenolen) und weiter die Ester von Benzyl- oder anderen arylsubstituierten Alkanolen.
Einige dieser Ester besitzen weitere Vorteile, wie im folgenden noch eingehend ausgeführt wird.
Es wurde gefunden, daß Ester der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure mit aliphatischen Alkoholen, welche
mindestens ein Heteroatom in der Kette zwischen 2 Kohlenstoffatomen oder zwischen Kohlenstoffatom
und Wasserstoffatom aufweisen, den Vorteil besitzen, nur wenig flüchtig zu sein und bereits
vor dem Aufkeimen der Pflanzen eine hohe Wirksamkeit zu entwickeln. Derartige geeignete Verbindungen
sind beispielsweise die Methoxyäthanol-, Äthoxyäthanol-, Butoxyäthanol- oder andere Alkoxyäthanolester
der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure, wobei auch die im Handel als Cellosolve bekannten
Alkohole, Methoxypropanol, Äthoxypropanol, Butoxypropanol und andere Alkoxypropanole, Methoxy-
Mittel zur Regelung, insbesondere Unterdrückung des Pflanzenwachstums
Anmelder:
Hooker Chemical Corporation, Niagara Falls, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Hoffmann, Patentanwalt, München 22, Widenmayerstr. 34
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 22. April 1958 (Nr. 730 051)
Edward Davil Weil, Lewiston, N. Y., Jack Samuel Newcomer, Wilson, N. Y.,
und Edwin Dorfman, Grand Island, N. Y. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
äthoxyäthanol, Äthoxyäthoxyäthanol, Butoxyäthoxyäthanol oder andere Alkoxyalkoxyalkanole, einschließlich
der im Handel als Carbitole bekannten Alkohole, Butoxyäthoxypropanol, Äthylenglykol, Diäthylenglykol,
Triäthylenglykol, Polyäthylenglykol geeignete Ester ergeben. Auch die im Handel unter
dem Namen »Carbowaxe« bekannten Alkohole und deren Monoalkyläther und Propylenglykol,
Polymethylenglykol, Glycerin, Sorbit, Mannit oder andere Polyalkohole können mit Vorteil verwendet
werden. Die Ätherbrücke derartiger Alkohole kann durch eine Schwefel- oder Stickstoffbrücke ersetzt
werden, wobei die Vorteile der entsprechenden Ätheralkohole zum Teil aufrechterhalten werden.
Derartige Alkohole können beispielsweise sein: Thiodiäthanol, Thiodipropanol, Methylmercaptoäthanol,
Mercaptoäthanol, Triäthanolamin, Dimethylaminoäthanol, Dimethylaminopropanol und
andere Aminoalkohole. Es können aber auch cycloaliphatische Alkohole, wie beispielsweise Tetrahydrofurfurylalkohol,
welche ein Heteroatom im Ring oder in den Seitenketten aufweisen, verwendet werden.
Diese Ester sind wasserlöslicher als die einfachen nichtflüchtigen Alkylester, und dies bewirkt bei der
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Behandlung von tiefwurzelnden perennierenden schaft der Amide wird durch deren geringe Flüch-Pflanzen
besondere Vorteile. Sie sind jedoch nicht so tigkeit noch weiter gesteigert, wobei noch hinzulöslich,
als daß sie aus dem Boden rasch ausgelaugt kommt, daß die Amide weniger stark als die Säure
werden können. Die Löslichkeiten einiger dieser aus dem Boden ausgelaugt werden und nicht so
Ester der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure in Wasser 5 rasch in den Boden eindringen. Aus diesem Grunde
bei 25° C sind in der folgenden Tabelle angegeben. sind sie besonders geeignet für eine lang andauernde
^teriüsierung des Bodens, insbesondere dann, wenn
Freie Säure . 9 16 g/l ^e behandelte Fläche scharf begrenzt bleiben muß.
Methylester o]o79 g/l ^e oben angegebenen Derivate und Salze der
Isobutylester o]oO64 g/1 10 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure sind im allgemeinen
2-Äthylhexylester ".'. o]o031 g/l m einer Menge von ungefähr 5,6g/a oder mehr
Butyl-cellosolveester 0,12 g/l wirksam, und um deren Anwendung zu erleichtern,
»Carbowax-1500«-Ester (ein han- können gebräuchliche Verdünnungsmittel, wie bei-
delsübliches Polyäthylenglykol) .. unbegrenzt spielsweise Tön, Holzmehl, Fullererde, Sojabohnen
mischbar 15 mehl, oder ein flüssiger Trägerstoff, wie beispielsweise
Wasser, Xylol, Kerosin, Alkohole oder Ketone,
Es wurde weiter gefunden, daß die Ester der aber auch andere Trägerstoffe verwendet werden,
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure mit Phenol und sub- deren Auswahl von den Löslichkeiten der entsprestituierten
Phenolen hinsichtlich der herbiciden chenden Verbindungen in diesen Stoffen, von Wirt-Wirkung
und der Wirkungsdauer im Boden gegen- 20 schaftlichkeitsfragen oder davon abhängt, wie die
über Estern der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure mit Verteilung des Herbicides erfolgen soll. Aus diesen
aliphatischen Alkoholen bedeutende Vorteile be- Derivaten hergestellte Mischungen können Emulsitzen.
Derartige Ester sind beispielsweise die Ester gatoren, wie beispielsweise Sorbitlaurat, Netzmittel,
der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure mit Phenol, Kresol, wie beispielsweise Natriumalkylarylsulfonat, Na-Xylol
oder anderen Alkylphenolen, mit Chlor- 25 triumalkylsulfonat und Natriumalkylsulfat, aber
phenolen, Nitrophenolen, Naphtholen, Dioxyben- auch bei der Unkrautbekämpfung übliche Trägerzolen,
Salicylsäure, Salicylaten und Oxybiphenylen. stoffe enthalten. Kombinationen der erfindungsge-Diese
Aufzählung ist jedoch nicht einschränkend, mäßen Mittel zur Bekämpfung von Pflanzenwachssondern
nur erläuternd. Es ist jedoch auch möglich, tum mit anderen derartigen bekannten Mitteln
den aromatischen Substituenten so zu wählen, daß 30 können zwecks Erreichung eines gewünschten Kombidas
nach Hydrolyse des 2,3,6-Trichlorphenylessig- nationseffektes hergestellt werden. Die erfindungssäureesters
erhaltene Phenol im Boden und im gemäßen Verbindungen können mit Vorteil in Pflanzengewebe zusammen mit der bei der Hydrolyse ,Mischungen mit anderen, eine schnelle Vernichtung
entstandenen 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure auf der Unkräuter bewirkenden Mitteln verwendet
Grund seiner Giftigkeit gegenüber Pflanzen das 35 werden.
Unkrautwachstum im gewünschten Ausmaß hemmt. Mischungen von schnell wirkenden, nach dem
Wasserlösliche Salze der 2,3,6-Trichlorphenyl- Aufkeimen der Pflanzen anzuwendenden Herbiessigsäure
und die Säurehalogenide derselben sind ciden mit 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure und deren
vor dem Aufkeimen der Pflanzen in ihrer Wirksam- Derivaten, in denen die ersteren zur sofortigen
keit von der freien Säure im wesentlichen nicht zu 40 Abtötung bereits vorhandener Unkräuter und die
unterscheiden. Der hervorspringendste Vorteil der letzteren zur Verhinderung des Wiederaufkeimens
wasserlöslichen Salze, beispielsweise des Natrium- verwendet werden, sind wünschenswert. Derartige
oder des Dimethylammoniumsalzes der Säure, be- bekannte, schnell wirkende, nach Aufkeimen der
steht in der bequemen und wirtschaftlichen Her- Pflanzen wirksame Herbicide sind beispielsweise
stellungsweise wäßriger Lösungen derselben. Die 45 Natriumchlorat, Natriumchloratborat, Natriumtriweniger
wasserlöslichen Salze von anderen Metallen chloracetat, Natrium-2,2-dichlorpropionat, 2,4-D,
als Alkalimetallen zeigen einen erhöhten Widerstand 2,4,5-T, 2-(2,4-Dichlorphenoxy)-propionsäure,
gegen Auslaugen. 2-(2,4,5-Trichlorphenoxy)-propionsäure, Aminotri-
Es wurde weiter gefunden, daß die 2,3,6-Trichlor- azol, naphthenbasisches Öl, Hexachloraceton, Octaphenylessigsäureamide
für bestimmte Anwendungs- 50 chlorcyclohexenon und sind in Kombination mit fälle besonders günstige Eigenschaften besitzen. den erfindungsgemäßen Verbindungen besonders
Die Amide der 2,3,6-Triehlorphenylessigsäure üben wirksam. Für die vollkommene Sterilisierung des
nämlich dann, wenn diese Verbindungen auf die Bodens sind Kombinationen der 2,3,6-Trichlor-Pflanzenblätter
gelangen, einen weniger schädlichen phenylessigsäure und deren Derivaten mit gegen
Einfluß auf die Pflanzen aus als die Säure selbst' 55 perennierendes Gras wirksamen Herbiciden beson-
oder ihre Ester. Dies liegt zum Teil in der höheren ders vorteilhaft. Einige solcher bekannter Herbicide
Polarität und in der geringeren Fettlöslichkeit der sind beispielsweise p-Chlorphenyldimethylharnstoff,
Amide, doch können auch biochemische Faktoren (3,4-Dichlorphenyl)-dimethylharnstoff, 2,4-Di-(äthylzur
Erklärung dieses Unterschiedes herangezogen amino)-6-chlor-s-triazin, Natriumchlorat, Natrium-'
werden. Diese Eigenschaft der Amide, kann nun, 60 trichloracetat, Ester der Trichloressigsäure, 2,2-diwie
gefunden wurde, in der Praxis dazu ausgenutzt chlorpropionsaures Natrium und Ester der 2,2-Diwerden,
die Bekämpfungen von Unkraut durch chlorpropionsäure.
2,3,6-Trichlorphenylacetamide noch vor dessen Auf- Die Herstellung der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
keimen, beispielsweise auf Rasen oder in der Nach- ist nicht Gegenstand des Schutzbegehrens,
barschaft von schmückendem Buschwerk, von 65 In den folgenden Beispielen wird die Verwendung
Bäumen, stehenden Pflanzenkulturen oder anderen der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure u. dgl. als Mittel
wertvollen Pflanzen, ohne Schädigung der Blätter zur Regelung des Pflanzenwachstums, insbesondere
dieser Pflanzen vorzunehmen. Diese wertvolle Eigen- zur Unterdrückung desselben, beschrieben.
Um die den erfindungsgemäßen Verbindungen zukommende, das Pflanzenwachstum regelnde Wirkung
zu bestimmen, wurde folgender Versuch durchgeführt: Gurkensamen wurden bei Raumtemperatur
auf einem Cellulosekissen, welches mit wäßrigen Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen der zu
prüfenden Verbindungen getränkt war, gekeimt und die Verlangsamung des Wurzelwachstums gegenüber
Blindversuchen 3 Tage nach der Aussaat der Samen auf dem Medium bestimmt und das Ergebnis
in Prozent ausgedrückt.
Die Ergebnisse sind die folgenden:
Die Ergebnisse sind die folgenden:
Verlangsamung des Wachstums der Wurzeln von Gurken
Verbindung Prozentuale Verlangsamung bei der angegebenen Konzentration
33 ppm
64 ppm
128 ppm
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
Isopropyl^^o-trichlorphenylacetat
2-Äthylnexyl-2,3,6-trichlorphenylacetat
Tetrahydrofurfuryl^^o-trichlorphenylacetat
Carbitol^^o-trichlorphenylacetat
2-Oxyäthyl-2,3,6-trichlorphenylacetat
Triäthylenglykol-(mono)-2,3,6-tricülorphenylacetat
Phenyl-2,3,6-trichlorphenylacetat
2,3,6-Trichlorphenylacetamid
N-i-Oxyäthyl^^o-trichloiphenylacetamid
N^'-Bis-Äthylen^^o-trichlorphenylacetamid ...
2,3,6-Trichlorphenylthioacetamid
2,3,6-Trichlorphenylacetureid
2,3,6-Trichlorphenylacetohydrazid
Carbowax-lSOO^^o-trichlorphenylacetat
82
62
34
77
82
80
85
74
61
8
0
45
55
65
81
62
34
77
82
80
85
74
61
8
0
45
55
65
81
83
65
41
81
85
82
84
82
65
19
4
63
61
73
85
65
41
81
85
82
84
82
65
19
4
63
61
73
85
85 76 50 83 86 85 85 86 77 37 7 56 65 77 95
Handelsübliche Herbicide zu Vergleichszwecken:
4-Chlorphenyldimethylharnstoff 13
3,4-Dicnlorphenyldimethylharnstoff ... 30
2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure .... 75
(ppm = Teile [pars] pro Million)
Diese Daten zeigen die große Streuung der Wirksamkeit der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure und der
Ester und Amide der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure. Diese Wirksamkeiten der Verbindungen können bei
der Anwendung durch die Art des Bodens, durch die Pflanzenart, durch die Wirkung von Mikroorganismen,
durch Licht, von Hilfsmitteln und vielen anderen Faktoren noch zusätzlich beeinflußt
werden, wie in den weiter unten angeführten Beispielen noch erläutert wird.
Um die 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure und die verschiedenen Derivate der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
zu überprüfen, inwieweit sie wirksam sind, wenn sie vor dem Aufkeimen der Pflanzen
angewendet werden, wurden auf sandigem Lehmboden abgesteckte und mit Fingergras, Kreuzkraut,'
Kolbengras und rotem Sandkraut bewachsene FeIdparzellen nach der Aussaat, jedoch vor dem Aufkeimen
der ausgesäten Unkrautarten, mit den in der folgenden Tabelle angegebenen Verbindungen
besprüht. Die nach 3 Wochen beobachteten Ergebnisse sind in der untenstehenden Tabelle angegeben.
Wirkung auf Grasarten und breitblättrige Unkräuter vor deren Aufkeimen
| Verbindung | Angewendete Menge (g/a) |
Ausmaß der Wirkung Gras |
Breitblättriges Unkraut |
| 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure Natrium-l^o-trichlorphenylacetat Natrium^^o-trichlorphenylacetat Natrium-2,3,6-trichlorphenylacetat Methyl^^o-trichlorphenylacetat Methyl^^o-trichlorphenylacetat Methyl^^o-trichlorphenylacetat N-Butyl^^o-trichlorphenylacetat N-Butyl-2,3,6-trichlorphenylacetat N-Butyl^^jo-trichlorphenylacetat Butyl-cellosolve^jo-trichlorphenylacetat Butyl-cellosolve^^o-trichlorphenylacetat Butyl-cellosolve^^o-trichlorphenylacetat |
5,6 11,2 22,4 44,8 11,2 . 22,4 44,8 5,6 11,2 22,4 5,6 1-1,2 22,4 5,6 11,2 22,4 |
6 9 10 10 9 10 10 6 7 bis 8 9 7 6 bis 7 8 bis 9 7 7 bis 8 9 bis 10 |
6 bis 9 9 bis 10 10 10 9 bis 10 10 10 9 9 10 9 9 10 9 10 10 |
Verbindung
Ausmaß der Wirkung
| Angewendete | Gras | Breitblättriges |
| Menge (g/a) | Unkraut | |
| 5,6 | 7 bis 8 | 9 |
| 11,2 | 9 | 9 bis 10 |
| 22,4 | 9 bis 10 | 10 |
| 5,6 | 8 | 9 |
| 11,2 | 9 bis 10 | 10 |
| 22,4 | 10 | 10 |
| 5,6 | Obis I | O bis 1 |
| 11,2 | Obisl | 5 bis 6 |
| 44,8 | Obis I | 6 bis 7 |
| 5,6 | Obis I | O bis 1 |
| 11,2 | 0 bis 1 | 5 bis 6 |
| 44,8 | Obis I | 6 bis 7 |
| 44,8 | O bis 1 | O |
| 89,6 | 1 bis 2 | O |
Phenyl-^Sjo-trichlorphenylacetat
Phenyl-^Bjo-trichlorphenylacetat
Phenyl^^.o-trichlorphenylacetat
2,3,6-Trichlorphenylacetamid
2,3,6-Trichlorphenylacetamid
2,3,6-Trichlorphenylacetamid
N-Methyl^^ö-trichlorphenylacetamid ..
N-Methyl^^o-trichlorphenylacetamid ..
N-Methyl^^ö-trichlorphenylacetamid ..
NjN-Diäthyl^^o-trichlorphenylacetamid
NjN-Diäthyl^^o-trichlorphenylacetamid
N,N-Diäthyl-2,3,6-trichlorphenylacetamid
N,N-Diallyl-2-chloracetamid
Bekannte handelsübliche Herbicide
- 0 = keine Schädigung; 1 bis 3 = geringe Schädigung; 4 bis 6 = mäßige Schädigung; 7 bis 9 = schwere Schädigung; 10 = vollständige
Schädigung, keine oder nur abgestorbene Pflanzen.
■ Um die Wirkung der 2,3,6-Trichlorphenylessig- der darauffolgenden 30 Stunden fielen 7,62 cm Regen,
säure und verschiedener ihrer Derivate an Getreide und weitere 12,7 cm Regen fielen innerhalb der
zu erproben, wurde dieses in sandigem, mit Wasser 25 ersten Woche nach dem Versprühen. Die in der
getränktem Boden ausgesät. Das Versprühen der folgenden Tabelle angeführten Ergebnisse wurden
Verbindungen erfolgte einen Tag später. Innerhalb ermittelt, nachdem das Getreide etwa 15,0 bis
17,5 cm hoch stand.
Vergleich der schädigenden Wirkung von 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure und deren Derivaten
auf Getreide in leichtem Boden bei feuchten Bedingungen
auf Getreide in leichtem Boden bei feuchten Bedingungen
Verbindung
| 11,2 g/a | Schädigung bei | 33,6 g/a | 44,8 g/a | 67,2 g/a | |
| 5,6 g/a | 3 | 22,4 g/a | , - | 10 | 10 |
| 1 bis 2 | Obis 1 | 3 | 4 bis 5 | — | 9 |
| —: — | 0 | 2 bis 3 | 0 | — | 1 |
| — | 0 | 0 | Obis I | — | 1 |
| 0 | 0 | Obis I | — | Obis I | |
| — | Obis I | ||||
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
Methyl^^o-trichlorphenylacetat
N-Butyl-2,3,6-trichlorphenylacetat
Butyl-cellosolve^^o-trichlorphenylacetat
2,3,6-Trichlorphenylacetamid
10 = abgestorben; 9 bis 7 = schwere Schädigung; 6 bis 4 = mäßige Schädigung; 3 bis 1 = geringe Schädigung; 0 = keine Schädigung.
Versuchsfelder auf leichtem Boden wurden Anfang welches mindestens 3 Wochen nach dem Besprühen
September in der Nähe von Wilson, New York, be- 45 keimte, gemacht, um die lang andauernde Wirkung
sprüht. Die Beobachtungen wurden an rotem Sand- der untersuchten Verbindungen auf spätkeimende
kraut, Senf und spätkeimendem ljährigem Gras, Unkrautarten zu erproben. Die Ergebnisse sind
folgende:
Vergleich der schädigenden Wirkung auf spätkeimende Unkräuter vor deren Aufkeimen
Verbindung
| Unkrautverhütung in Prozent | Senf | ljähriges Gras | |
| angewendete Menge (g/a) |
rotes Sandkraut |
99 | 0 |
| 0,5 | 20 | 100 | 10 |
| 1 | 80 | 100 | 75 bis 80 |
| 2 | 100 | 100 | 100 |
| 4 | 100 | 50 | 10 bis 20 |
| 0,5 | 20 | 99 | 40 |
| 1 | 70 | 100 | 100 |
| 2 | 95 | 50 | 10 bis 20 |
| 0,5 | 30 | 90 | 40 |
| 1 | 60 | 100 | 70 |
| 2 | 100 | 10 | Obis 5 |
| 0,5 | 80 | 100 | 75 bis 80 |
| 1 | 99 | 100 | 90 |
| 2 | 100 |
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
Methyl^^.o-trichlorphenylacetat
Methyl^^ö-trichlorphenylacetat
Methyl^^o-trichlorphenylacetat
N-Butyl-iAo-trichlorphenylacetat
N-Butyl^^o-trichlorphenylacetat ......
N-Butyl^^o-trichlorphenylacetat
Butyl-cellosolve^^o-trichlorphenylacetat
Butyl-cellosolve^^o-trichlorphenylacetat
Butyl-cellosolve^^jo-trichlorphenylacetat
Natürlich mit mehreren Arten von breitblättrigem Unkraut, hauptsächlich mit Melde, Kreuzkraut,
rauhhaarigem Fuchsschwanz und verschiedenen 1jährigen Gräsern bewachsene Versuchsparzellen
wurden gepflügt, geeggt und vor dem Aufkeimen der Pflanzen mit verschiedenen Derivaten der
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure, in Mengen von 5,6 bis 33,6 g/a besprüht. Nach 6wöchigem anhaltend
trockenem Wetter wurden die Versuchsparzellen untersucht. Die Bekämpfung der breitblättrigen
Unkräuter in den Versuchsparzellen wurde mit 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure, deren Dimethylammoniumsalz,
2,3,6-Trichlorphenylacetamid, Butylcellosolve^^o-trichlorphenylacetat,
Tetrahydrofurfuryl-2,3,6-trichlorphenylacetat, 2-Oxyäthyl-2,3,6-trichlorphenylacetat
und N-2-(Oxyäthyl)-2,3,6-trichlorphenylacetamid durchgeführt. In allen Versuchsparzellen
zeigte sich, daß die Bekämpfung der Unkräuter bei einer angewendeten Menge der Verbindungen von 5,2 g/a, laut Zählung, zu einer
Verminderung der Unkräuter auf 5 bis 10% und bei einer angewendeten Menge, von 33,6 g/a der
obigen Verbindungen zu einer Verminderung bis auf weniger als 1% geführt hatte. Weitere, mit
einem einen Monat alten Buchweizen, türkischen Bohnen, Hafer und Tomaten bestandene Versuchsparzellen
wurden nach dem Aufkeimen der Pflanzen mit denselben Verbindungen in einer Menge von
33,6 g/a besprüht und die Versuchsparzellen 3 Wochen später untersucht. Die 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure,
deren Dimethylammoniumsalz, das Butylcellosolve^^o-trichlorphenylacetat,
Tetrahydrofurfuryl-2,3,6-trichlorphenylacetat und 2-Oxyäthyl-2,3,6-trichlorphenylacetat
zeigten in allen Versuchsparzellen eine starke Verhinderung des Wachstums dieser Pflanzen. Das 2,3,6-Trichlorphenylacetamid
übte nur einen geringen Einfluß auf das Wachstum von Tomaten, türkischen Bohnen und Buchweizen
aus. Das N-(2-Oxyäthyl)-2,3,6-trichlorphenylacetamid zeigte in den Versuchsparzellen keinen wesentliehen
Einfluß auf das Wachstum von Buchweizen, Tomaten oder Bohnen. Dieses Beispiel zeigt den
Vorteil der Amide, welche nahezu keinen schädlichen Einfluß auf Feldfrüchte besitzen, wenn sie
nach dem Aufkeimen derselben angewendet werden.
In einer weiteren Reihe von Versuchen wurde ein Gebiet verwendet, welches natürlich mit einer Anzahl
von 1jährigen Grasarten bewachsen war. Die Versuchsparzellen wurden geeggt, mit den verschiedenen
zu untersuchenden Wirkstoffen besprüht und nach 6 Wochen untersucht. Die Ergebnisse waren die
folgenden:
55
| Ange | Verhinderung | |
| wendete | des Wachstums | |
| Verbindung | Menge | in Prozent |
| (g/a) | von ljährigem Gras | |
| (Durchschnitt) | ||
| N-Butyl-2,3,6-trichlor- | 22,4 | |
| phenylacetat | 70 | |
| Butyl-cellosolve^^o-tri- | 5,6 | |
| chlorphenylacetat | 40 | |
| Butyl-cellosolve-^^-tri- | 11,2 | |
| chlorphenylacetat | 75 bis 80 | |
| Butyl-cellosolve-2,3,6-tri- | 22,4 | |
| chlorphenylacetat .... | 90 | |
Die obigen Beispiele zeigen deutlich die länger andauernde Wirkung eines Alkoxyalkylesters im'
Vergleich zu den niederen Alkylestern.
Versuchsparzellen, welche mit Melde, rauhhaarigem Fuchsschwanz und Kreuzkraut bewachsen
waren, wurden gepflügt, geeggt und noch vor dem Aufkeimen der Pflanzen mit verschiedenen Estern
in Mengen von 5,2 g bis 44,8 g/a besprüht. Die Versuchsparzellen wurden 6 Wochen später untersucht.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben.
30 2,3,6-TrichJorphenylessigsäureester
g/a
Isopropylester 5,6
N-Butylester 5,6
2-Äthylhexylester 5,6
Laurylester 5,6
Carbitolester 5,6
Carbowax-350-ester ... 5,6
Carbowax-750-ester ... 5,6
Carbowax-750-ester ... 5,6
Isopropylester 44,8
N-Butylester 44,8
2-Äthylhexylester 44,8
Laurylester 44,8
Carbitolester 44,8
Carbowax-350-ester ... 44,8
Carbowax-750-ester ... 44,8
Carbowax-750-ester ... 44,8
Durchschnittliche
Verhinderung
des Wachstums
breitblättriger Unkräuter
20 bis 30 20 bis 30 10 bis 20 10 bis 20 40 bis 50 30 bis 40 30 bis 40
100
90 bis 95 50 bis 60 40 bis 50
100
100
100
| Ange | Verhinderung des Wachstums |
|
| Verbindung | wendete Ayfonna |
in Prozent |
| Menge | von ljährigem Gras | |
| (g/aJ | (Durchschnitt) | |
| Methyl-^.o-trichlor- | ||
| phenylacetat | 5,6 | 10 bis 20 |
| Methyl^^o-trichlor- | ||
| phenylacetat | 11,2 | 40 |
| Methyl-^.o-trichlor- | ||
| phenylacetat | 22,4 | 75 |
| N-Butyl^^o-trichlor- | ||
| phenylacetat | 5,6 | 10 bis 20 |
| N-Butyl-2,3,6-trichlor- | ||
| phenylacetat | 11,2 | '40 |
_ Unkrautzählung im Versuchsabschnitt χ 100
Unkrautzählung im Vergleichsabschnitt
Dieses Beispiel zeigt die Abnahme der Wirksamkeit, wenn durch Verwendung gewöhnlicher Alkylgruppen
höheren Molekulargewichts der Versuch gemacht wird, die Flüchtigkeit zu verringern und
wie diese Abnahme der Wirksamkeit durch Verwendung von Alkylgruppen mit Heteroatomen in der
Kette vermieden werden kann.
In einer weiteren Reihe von auf Feldern durchgeführten Bewertungsversuchen wurden natürlich mit
Melde, rauhhaarigem Fuchsschwanz und Kreuzkraut bewachsene Versuchsparzellen gepflügt, geeggt,
vor dem Aufkeimen der Pflanzen besprüht und 2 Monate später untersucht.
209 6577256
| Ange | Wachstums | |
| wendete Menge |
verhütung | |
| Verbindung | (g/a) | breitblättriger Unkräuter |
| (Durchschnitt) | ||
| Lauryl-2,3,6-trichlor- | 5,6 | |
| phenylacetat ........ | 10 bis 20 | |
| Äthylenglykol-2,3,6-tri- | 5,6 | |
| chlorphenylacetat .... | 80 bis 90 | |
| Triäthylenglykol-2,3,6-tri- | 5,6 | |
| chlorphenylacetat | 80 bis 90 | |
| Butyl-cellosolve^^o-tri-; | 5,6 | |
| chlorphenylacetat ... | 95 bis 100 | |
| Butoxyäthoxypropyl- | ||
| 2,3,6-trichlorphenyl- | 5,6 | |
| acetat | 75 bis 85 | |
| Tetrahydrofurfuryl- | ||
| 2,3,6-trichlorphenyl- | 5,6 | |
| acetat | 90 bis 95 | |
| Verbindung 5 |
Ange wendete Menge (g/a) |
Wachstums verhütung breitblättriger Unkräuter (Durchschnitt) |
| Polypropylenglykol- 2,3,6-trichlorphenyl- acetat IO |
5,6 | 60 bis 70 |
Natürlich mit Melde, rauhhaarigem Fuchsschwanz, Wegerich und Quecke bewachsene Versuchsfelder
wurden gepflügt, geeggt, mit englischem Raygras besät und gegen Frühlingsende mit verschiedenen
Wirkstoffen in einer Menge von 11,2 g/a besprüht.
Nach Ablauf von 2 Monaten, während welcher heftiger Regen fiel, wurden die Versuchsparzellen
untersucht und die unten angegebenen Ergebnisse
20 erhalten.
Durchschnittliches Zählergebnis bei Unkräutern gegenüber Vergleichsabschnitten in Prozent
| Verbindung | Weißer Gänsefuß |
Kreuzkraut | Quecke | Wegerich , | Ausdauernder Winterlolch |
| Phenyl^Sjo-trichlorphenylacetat 2-Oxyäthyl-2>3,6-trichlorphenylacetat 2-Butoxyäthyl-2,3,6-trichlorphenylacetat Natrium^^o-trichlorphenylacetat 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure p-Ghlorphenyldimethylharnstoff (handelsübliches Herbicid) Vergleichsversuch |
5 40 20 20 bis 30 20 bis 30 20 100 |
0 ' 5 0 0 0 10 100 |
5 20 10 20 20 20 100 |
0 0 10 0 0 90 100 |
30 60 60 60 50 10 100 |
Durch diese Ergebnisse wird die hohe Wirksamkeit der Phenylester auf breitblättrige Unkräuter und
samentragendes Gras bewiesen.
Natürlich mit Quecke und anderen 1jährigen Gräsern bewachsene Versuchsparzellen wurden gepflügt,
geeggt und besprüht. Während des folgenden Monats, nach dessen Ablauf die Versuchsparzellen
untersucht wurden, fiel äußerst wenig Regen. In diesem Falle unterdrückte Phenyl^^ö-trichlorphenylacetat,
in einer Menge von 44,8 g/a angewendet, nur etwa 50% des 1jährigen Grases, Oxyphenyl-2,3,6-trichlorphenylphenylacetat
unterdrückte jedoch den Pflanzenwuchs zu 100%. Dieses Beispiel
zeigt, daß die Anwesenheit einer Hydroxylgruppe unter solchen trockenen Bedingungen von besonderem
Vorteil und Nutzen ist.
Derivate der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure, welche gegen Hydrolyse im Boden besonders Widerstandsfähig
sind, sind, wie festgestellt wurde, als Herbicide wenig nützlich. Solche Derivate sind beispielsweise
das N,N'-Bis-methylenamid und das Nitril der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure.
Die ebenfalls als Herbicid vorgeschlagene 2,4,5-Trichlorphenylessigsäure
besitzt gegenüber der 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure, in denselben Mengen angewendet
wie letztere, keinerlei Wirkung auf das Wachstum von Unkrautarten und Nutzfrüchten,
einschließlich auf das Wachstum der Wurzel derselben.
Es wurden Gewächshausversuche durchgeführt, bei welchen vor dem Aufkeimen oder nach dem
Aufkeimen von auf Versuchsparzellen ausgesäten Unkrautarten 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure bzw.
2,4,5-TrichlorphenyIessigsäure versprüht wurde. Einen Monat nach dem Versprühen wurde durch
Zählung der abgetöteten Pflanzen die Wirksamkeit der in Frage kommenden Verbindungen als Herbicide
bestimmt. Es konnte dabei festgestellt werden, daß die 2,4,5-Trichlorphenylessigsäure gegenüber der
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure, beide in Mengen von 22,4 g/100 m2 angewendet, keinerlei Wirksamkeit
besaß, und diese Tatsache ist in den beiden folgenden Tabellen zahlenmäßig belegt.
Tabelle I
Versprühen vor dem Aufkeimen der Pflanzen
Versprühen vor dem Aufkeimen der Pflanzen
Unkraut
Amerikanische
Säckelblume
Säckelblume
Melde
Portulack ....
Kornrade oder
Taumellolch
Taumellolch
o/o Abgetötete Pflanzen bei einer
angewendeten Menge von
22,4 g/100 ην*
Wirkung der
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
100
Wirkung der
2,4,5-Trichlorphenylessigsäure
2,4,5-Trichlorphenylessigsäure
0
0
0
Tabelle II
Versprühung nach dem Aufkeimen der Pflanzen
Versprühung nach dem Aufkeimen der Pflanzen
Unkraut
Amerikanische
Säckelblume
Säckelblume
Melde
Portulack ....
Kornrade oder
Taumellolch
Taumellolch
o/o Abgetötete Pflanzen bei einer
angewendeten Menge von
22,4 g/100 m2
angewendeten Menge von
22,4 g/100 m2
Wirkung der
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
100
88
88
Wirkung der
2,4,5-Trichlor-
phenylessigsäure
0
0
0
Auch bei der Durchführung von Versuchen zur Bestimmung der Wirksamkeit der beiden isomeren
Trichlörphenylessigsäuren auf Nutzfrüchte, Unkrautarten und auf die Wurzeln derselben zeigten sich die
in der folgenden Tabelle angegebenen Wirkungen, wobei als Nutzfrüchte Mais, Erbsen, Zwiebeln,
Rettich, Gurken, Runkelrüben, Lattich, Bohnen
und Karotten und als Unkrautarten Fingergras, Roggentrespe, Kolbengras, Senf, amerikanische
Säckelblume, Melde, Hasenampfer, Portulack, Kornrade oder Taumellolch und Distel mit den entsprechenden
isomeren Säuren behandelt wurden.
Vergleichende Bewertung der herbiciden
Eigenschaften
Eigenschaften
Nutzfrüchte
!5 Unkraut ...
Wurzeln ...
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure
mittlere Wirkung
starke Wirkung
starke Wirkung
starke Wirkung
starke Wirkung
2,4,5-Trichlorphenylessigsäure
keine Wirkung
keine Wirkung
keine Wirkung
keine Wirkung
keine Wirkung
Wie aus den vorhergehenden Beispielen im ganzen gesehen hervorgeht, besitzen die Derivate der
2,3,6-Trichlorphenylessigsäure Eigenschaften, die sie
für die Verwendung als Herbicide besonders geeignet machen.
Die angeführten Verbindungen und deren Anwendung gemäß der Erfindung sind lediglich als Beispiele
angeführt worden, und der Fachmann kann, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu treten, ohne
weiteres entsprechende Abänderungen treffen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Mittel zur Regelung, insbesondere Unterdrückung, des Pflanzenwachstums, enthaltend Trichlorphenylessigsäure, ihre Salze, Ester, Amide oder Halogenide, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Gehalt an 2,3,6-Trichlorphenylessigsäure oder ihrer Verbindungen und gegebenenfalls einen solchen an Trägerstoffen oder anderen das Pflanzenwachstum
aufweisen.beeinflussenden MittelnIn Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 167 294;
schweizerische Patentschrift Nr. 257 640;
USA.-Patentschrift Nr. 2 444 905.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US69204657A | 1957-10-24 | 1957-10-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1136871B true DE1136871B (de) | 1962-09-20 |
Family
ID=24779042
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH34593A Pending DE1080998B (de) | 1957-10-24 | 1958-10-22 | Verfahren zur Herstellung der als Herbicid dienenden 2, 3, 6-Tri-chlorphenylessigsaeure oder ihrer Salze, Ester, Amide oder Halogenide |
| DE1959H0036162 Pending DE1136871B (de) | 1957-10-24 | 1959-04-20 | Mittel zur Regelung, insbesondere Unterdrueckung des Pflanzenwachstums |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH34593A Pending DE1080998B (de) | 1957-10-24 | 1958-10-22 | Verfahren zur Herstellung der als Herbicid dienenden 2, 3, 6-Tri-chlorphenylessigsaeure oder ihrer Salze, Ester, Amide oder Halogenide |
Country Status (6)
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|---|---|
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| FR (2) | FR1216980A (de) |
| GB (1) | GB860310A (de) |
| NL (3) | NL238427A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1260856B (de) * | 1963-07-15 | 1968-02-08 | Hooker Chemical Corp | Verwendung von 2, 3, 6-Trichlorphenylessigsaeure zur Behandlung des Ulmensterbens oder der Eichentrockenfaeule |
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| US3147306A (en) * | 1961-03-31 | 1964-09-01 | Hooker Chemical Company | Nu-hydroxymethyl-2, 3, 6-triclorophenylacetamide as a fungicide |
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| CN107759459A (zh) * | 2017-04-18 | 2018-03-06 | 南京工业大学 | 一种2,5-二溴苯乙酸的合成方法 |
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| AT167294B (de) * | 1943-06-28 | 1950-12-11 | Ici Ltd | Präparat zur Unkrautvertilgung |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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0
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- NL NL238427D patent/NL238427A/xx unknown
-
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- 1958-10-22 GB GB3382258A patent/GB860310A/en not_active Expired
- 1958-10-22 DE DEH34593A patent/DE1080998B/de active Pending
- 1958-10-23 CH CH6535758A patent/CH375704A/de unknown
- 1958-10-23 FR FR777316A patent/FR1216980A/fr not_active Expired
-
1959
- 1959-04-17 FR FR792353A patent/FR75580E/fr not_active Expired
- 1959-04-20 DE DE1959H0036162 patent/DE1136871B/de active Pending
Patent Citations (3)
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE577695A (de) | |
| DE1080998B (de) | 1960-05-05 |
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| FR75580E (fr) | 1961-07-17 |
| GB860310A (en) | 1961-02-01 |
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| NL238427A (de) | |
| CH375704A (de) | 1964-03-15 |
| FR1216980A (fr) | 1960-04-29 |
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