DE1125437B - Verfahren zur Herstellung primaerer, gegebenenfalls substituierter, aliphatischer Amine durch katalytische Hydrierung von Nitrilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung primaerer, gegebenenfalls substituierter, aliphatischer Amine durch katalytische Hydrierung von Nitrilen

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DE1125437B
DE1125437B DEU6348A DEU0006348A DE1125437B DE 1125437 B DE1125437 B DE 1125437B DE U6348 A DEU6348 A DE U6348A DE U0006348 A DEU0006348 A DE U0006348A DE 1125437 B DE1125437 B DE 1125437B
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nitriles
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aliphatic amines
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Denis Szabo
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Unilever NV
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    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/44—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers
    • C07C209/48—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers by reduction of nitriles

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Description

  • Verfahren zur Herstellung primärer, gegebenenfalls substituierter, aliphatischer Amine durch katalytische Hydrierung von Nitrilen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung primärer, gegebenenfalls substituierter, aliphatischer Amine durch katalytische Hydrierung von Nitrilen.
  • Primäre Amine haben als Ausgangsstoffe für die Herstellung mancher Produkte, wie z. B. von synthetischen waschaktiven Stoffen, Wachsen, Unkrautbekämpfungsmitteln und Mitteln zum Wasserdichtmachen von Textilien, praktische Bedeutung. Sie können durch katalytische Hydrierung von Nitrilen erhalten werden, dabei ergeben sich jedoch infolge von Nebenreaktionen verschiedene Schwierigkeiten.
  • Eine dieser Nebenreaktionen führt zur Bildung wesentlicher Mengen sekundärer und tertiärer Amine.
  • So ist z. B. bei der katalytischen Hydrierung von Nitrilen unter den zum Härten von Fetten üblichen Bedingungen das Hauptprodukt ein sekundäres Amin.
  • Zur Verringerung der Menge unerwünschter Nebenprodukte sind besondere Methoden entwickelt worden. Nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2287219 werden primäre Amine aus Nitrilen hergestellt, indem man die katalytische Hydrierung in der flüssigen Phase unter einem Druck von 12 bis 15 at unter Anwendung eines Raneynickelkatalysators in Gegenwart wäßrigen Alkalis und unter partiellem Ammoniakdruck durchführt. Selbst bei Verfahren dieser Art bilden sich jedoch sekundäre und tertiäre Amine in Mengen der Größenordnung von 20 bis 30e/o. In der kanadischen Patentschrift 521 924 wird eine Hydrierung von Nitrilen in der flüssigen Phase in Gegenwart von Ammoniak und eines mit den Nitrilen mischbaren, organischen Lösungsmittels beschrieben. Dabei sind jedoch hohe Drücke zur Erzielung befriedigender Ergebnisse erforderlich.
  • Es ist nun gefunden worden, daß sich die Bildung sekundärer und tertiärer Amine dadurch unterdrücken läßt, daß man die Hydrierung in der Dampfphase unter Anwendung eines Katalysators in der Wirbelschicht bei etwa Atmosphärendruck durchführt und daß sich dabei die Anwendung von Alkali und Ammoniak erübrigt. Es hat sich sogar gezeigt, daß bei zweckmäßiger Wahl der Bedingungen die Hydrierung zu primärem aliphatischem Amin ohne wesentliche Bildung sekundärer und tertiärer Amine verlaufen kann.
  • Das Verfahren ist besonders für Fettsäurenitrile und vor allem für Nitrile mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen von Bedeutung. Zweckmäßig ist das angewendete Nitril von in Ölen oder Fetten enthaltenen Fettsäuren abgeleitet, wie z. B. Lauro- oder Stearonitril. Das Nitril kann gesättigt oder ungesättigt und durch andere Gruppen, welche die Reaktion nicht beeinträchtigen, substituiert sein. Das Nitril soll so beschaffen sein, daß es bei für die Hydrierung ge eigneten Temperaturen und Drücken verdampft werden kann.
  • Das Verfahren läßt sich bei beliebigem Druck in der Hydrierungsapparatur durchführen, wobei es möglich ist, einen - gewünschtenfalls mit einem inerten Gas verdünnten - Strom Nitrildampf und Wasserstoff zu unterhalten, der ausreicht, die Katalysatorteilchen im Schwebezustand zu halten. Der Druck, bei dem das Verfahren durchgeführt wird, d. h. der Druck des das Nitril und den Wasserstoff enthaltenden Dampfes, unmittelbar bevor er in die Wirbelschicht gelangt, kann Atmosphärendruck oder ein niedrigerer Druck sein; vorzugsweise werden jedoch Drücke angewendet, die etwas höher als Atmosphärendruck sind, z. B. von 1 bis 5 at. Im allgemeinen führt ein Druck von 2 bis 3 at zu guten Ergebnissen. Gewöhnlich wird man einen Wasserstoffüberschuß anwenden, etwa in einem Verhältnis Wasserstoff zu Nitril von 8: 1 bis 2: 1. Das vorzugsweise angewendete Verhältnis ist 3 bis 2 Mol Wasserstoff auf 1 Mol Nitril.
  • Die Temperatur, auf welche die Dämpfe erhitzt werden, bevor sie den Katalysator durchströmen, hängt von der Aktivität des Katalysators und auch von dem angewendeten Druck und dem zu hydrierenden Nitril ab, denn bei Herabsetzung des Druckes wird die zu einer genügenden Nitrilverdampfung erforderliche Temperatur selbst erniedrigt. Für den Hydrierungsvorgang eignen sich im allgemeinen Temperaturen über 1500 C, und wenn man die höheren Nitrile verarbeitet, kommen Temperaturen von 200 oder sogar 2500 C in Betracht.
  • Das Ausmaß, in dem die Bildung sekundärer und tertiärer Amine sowie anderer Nebenprodukte unterdrückt wird, hängt teilweise von dem für das Wirbelschichtbett gewählten Katalysator ab. Einige Katalysatoren sind für die Hydrierung zu primären Aminen ohne Bildung wesentlicher Mengen von Nebenprodukten besonders geeignet. Solche Katalysatoren findet man unter den Metallen und Metalloxyden; sehr geeignet sind Chromoxyd, Zinkoxyd und Zinkchromit.
  • Der Katalysator wird vorzugsweise auf einen geeigneten Träger, z. B. Aluminiumoxyd, aufgebracht. Weil indessen Chromoxyd, Zinkoxyd und Zinkchromitkatalysatoren sich während der Reaktion infolge der Bildung eines Niederschlags von Nebenprodukten auf den Katalysatoren kaum im Schwebezustand halten lassen, empfiehlt es sich, in diese Katalysatoren eine geringe Menge metallisches Kupfer in Form von Kupferoxyd einzubringen. Dieser Zusatz scheint in bezug auf die Inaktivierung des Katalysators günstig zu wirken; aber die Menge des zugegebenen Kupfers darf nicht zu hoch sein, weil bei einem Kupfergehalt von mehr als 100/o die Katalysatoren vorzugsweise sekundäre Amine bilden. Meistens wird bis 7,5 7,5°/o, vorzugsweise 5 bis 7,5o, Kupferoxyd, berechnet auf das Katalysatorgewicht (ohne Träger), zugegeben.
  • Die Katalysatoren selbst können nach den üblichen Methoden hergestellt werden; es können gefällte Katalysatoren sein; aber vorzugsweise verwendet man imprägnierte oder gemeinsam ausgefällte Katalysatoren, da diese Typen bessere mechanische Eigenschaften haben. Der Katalysator soll in genügend feinzerteiltem Zustand vorliegen, um ein Wirbelschichtbett bilden zu können. Die Teilchen des Katalysators sollen groß genug sein, um den Katalysatorverlust mit den dem Reaktor entströmenden Gasen möglichst niedrig zu halten, während die Teilchen andererseits gleichzeitig leicht genug sein sollen, um unter den bei der benutzten Arbeitsweise angewendeten Bedingungen hinsichtlich der Dampfströmung eine Wirbelschicht zu bilden. Es eignet sich z. B. ein Träger mit einer Teilchengröße von durchschnittlich 20 bis 100 kl, insbesondere ein Siliciumdioxyd-Aluminiumoxyd-Träger, der aus Teilchen besteht, von denen 90°/o einen Durchmesser zwischen 20 und 100 F haben.
  • Beispiel 1 Lauronitril wurde in kleinem Maßstab nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hydriert, wobei als Katalysator Zinkchromit angewendet wurde, das 5 °/o Kupfer enthielt und durch Imprägnierung von Aluminiumoxyd hergestellt worden war. Das Nitrit wurde verdampft und kontinuierlich mit Wasserstoffgas durch den Reaktor geführt, der bei Atmosphärendruck auf 2000 C gehalten wurde. Die Gasgeschwindigkeit wurde so reguliert, daß der Katalysator eine Wirbelschicht bildete, wobei die Menge Wasserstoff stets größer als die Menge Nitrildampf war und das Molekularverhältnis von Wasserstoff zu Nitrit 3: 1 betrug. Der Reaktor war eine gläserne Laboratoriumapparatur mit einem Durchmesser von 60 mm und einer Höhe von 200 mm. Die Höhe der Wirbelschicht betrug unter diesen Bedingungen etwa 60 bis 80 mm.
  • Der Katalysator war folgendermaßen hergestellt worden: 96,2 g Chromioxyd wurden in 100 ml Wasser gelöst; in der sauren Lösung wurden 56,6 g Zinkoxyd und 6,2 g Cuprioxyd gelöst. 100 g des Aluminiumoxydträgers wurden mit dieser Lösung imprägniert, und der getrocknete Katalysator wurde bei 4500 C l/2 Stunde lang geglüht. Der geglühte Katalysator wurde ein zweites Mal mit einer frischen Lösung imprägniert und nochmals geglüht.
  • Die Reduktion des Katalysators wurde in dem Reaktor bei 2300 C im Wasserstoffstrom durchgeführt.
  • Durch den Reaktor wurde dann mit 50 g Katalysator beladenes Lauronitril mit einer Geschwindigkeit von 15 g/Std. 3,5 Stunden lang geführt, anschließend wurde der Wasserstoffstrom weiter 1/2 Stunde lang aufrechterhalten. Das Reaktionsprodukt durchströmte einen Kühler mit Ausscheider. Die Teilchengröße des Katalysators betrug durchschnittlich 60 bis 120,u.
  • Es wurden 15 g eines Produktes erhalten, in welchem bei Analyse 60 o primäres Amin gefunden wurde; es war kein sekundäres Amin vorhanden, und der Rest bestand aus nichtumgesetztem Nitril. Das primäre Amin ließ sich leicht von dem unverbrauchten Nitril in Form eines wasserlöslichen Salzes trennen.
  • Beispiel 2 Unter den gleichen Bedingungen wurde Lauronitril unter Anwendung eines 10 ovo Kupfer enthaltenden Chromitkatalysators hydriert. Das erhaltene Produkt enthielt 70,5ovo primäres und 28,8 Olt> sekundäres Amin. Aus diesem Beispiel geht deutlich der Einfluß des Kupferzusatzes zu dem Katalysator hervor.
  • Beispiel 3 Der Versuch wurde unter den gleichen Bedingungen gemäß Beispiel 1 wiederholt, jedoch unter Anwendung von 50 g Zinkchromitkatalysator der imprägnierten Art. Die Herstellung dieses Katalysators unterschied sich von derjenigen gemäß Beispiel 1 nur dadurch, daß statt Aluminiumoxyd ein Silicaträger, der aus einem üblichen Krackkatalysator mit 87°/o Siliciumdioxyd und 13°/o Aluminiumoxyd bestand, imprägniert wurde. Die Teilchengröße des Katalysators betrug durchschnittlich 20 bis 100 pl.
  • Das Hydrierungsprodukt enthielt keine Spur sekundäres und tertiäres Amin und hatte einen Gehalt an primärem Amin von 71,2s/o.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRUCHE: 1. Verfahren zur Herstellung primärer, gegebe nenfalls substituierter, aliphatischer Amine durch katalytische Hydrierung von Nitrilen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Nitril in der Dampfphase unter Anwendung eines Katalysators in der Wirbelschicht bei etwa Atmosphärendruck, vorzugsweise bei 2 bis 3 at, hydriert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Chromioxyd, Zinkoxyd oder Zinkchromit als Katalysator anwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Katalysator anwendet, der außerdem bis 7,5 O/o Kupferoxyd enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Nitrile als Ausgangsverbindungen wählt, die 6 bis 22 Kohlenstoffatome enthalten.
DEU6348A 1958-07-15 1959-07-15 Verfahren zur Herstellung primaerer, gegebenenfalls substituierter, aliphatischer Amine durch katalytische Hydrierung von Nitrilen Pending DE1125437B (de)

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DE1543677A1 (de) * 1966-12-07 1969-10-09 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung von primaeren Aminen

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GB855027A (en) 1960-11-30
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