DE1122835B - Photographisches Diffusionsuebertragungsverfahren und Photomaterial hierfuer - Google Patents

Photographisches Diffusionsuebertragungsverfahren und Photomaterial hierfuer

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DE1122835B
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image
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silver
emulsion
dye
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DEI16409A
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English (en)
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Edwin Herbert Land
Meroe Marston Morse
Elizabeth Laura Yankowski
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Polaroid Corp
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Polaroid Corp
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/30Additive processes using colour screens; Materials therefor; Preparing or processing such materials

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Optical Filters (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)

Description

Erfindungsgemäß wird ein photographisches Verfahren vorgeschlagen, bei dem eine belichtete Halogensilberemulsionsschicht zwischen zwei Bildempfangsschichten gelegt und zwecks Bildung von bilderzeugenden Bestandteilen behandelt wird, die dann auf die beiden Bildempfangsschichten übertragen werden und dort zu dem in der Emulsionsschicht vorliegenden Bild umgekehrte Bilder bilden, d. h. wenn das Bild in der Emulsionsschicht ein Negativ ist, sind die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Bilder Positive und umgekehrt. Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in einem einzigen Verfahren aus einer einzigen Emulsionsschicht zwei Bilder hergestellt.
Zur Ausführung des neuen Verfahrens dient ein erfindungsgemäßes Photomaterial, das aus einem Bildempfangsmaterial, dessen Bildempfangsschicht mit einer Halogensilberemulsionsschicht verbunden ist, einer darüber angeordneten zweiten Bildempfangsschicht und aus einem zwischen diesen Schichten angeordneten zerreißbaren Behälter, der einen Entwickler zum Entwickeln der Emulsionsschicht enthält, besteht, so daß nach dem Übereinanderlegen zwischen den beiden Bildempfangsschichten ein einen Halogensilberentwickler enthaltendes Behandlungsmittel aus dem Behälter zwecks Übertragung von bilderzeugenden Bestandteilen freigesetzt werden kann, die dort zu dem in der Emulsionsschicht vorliegenden Bild umgekehrte Bilder liefern.
Die erfindungsgemäßen Verfahren und Materialien werden im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, in denen
Fig.l ein Querschnitt durch ein Material, das zur Herstellung von zwei Positivbildern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird,
Fig. 2 ein Querschnitt durch ein weiteres, dem in Fig. 1 gezeigten ähnlichen Material ist, das jedoch zur Herstellung von positiven Aufsichts- und Durchsichtsbildern verwendet wird,
Fig. 3 ein Querschnitt durch ein Material zur Herstellung von zwei monochromatischen, positiven Übertragungsbildern,
Fig. 4 ein Querschnitt durch ein Material zur Herstellung von zwei subtraktiven Mehrfarbenbildern ist, in dem zu dem lichtempfindlichen Material eine siebartige lichtempfindliche Schicht gehört, und
Fig. 5 ein Querschnitt durch ein Material zur Herstellung von zwei Mehrfarbenbildern nach dem additiven Farbverfahren ist.
Bei der Herstellung von Übertragungsbildern nach dem Diffusionsübertragungsumkehrverfahren wird bekanntlich eine belichtete, lichtempfindliche Halogen-
Photographisches Diffusionsübertragungsverfahren und Photomaterial hierfür
Anmelder:
International Polaroid Corporation,
Jersey, N. J. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauer Str. 2,
und Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 12. Mai 1958 (Nr. 734 475)
Edwin Herbert Land, Cambridge, Mass.,
Meroe Marston Morse, Boston, Mass.,
und Elizabeth Laura Yankowski,
Watertown, Mass. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
silberemulsionsschicht, die ein latentes Bild enthält, mit einem einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittel durchfeuchtet, wird das latente Bild entwickelt und werden die diffusionsfähigen, bilderzeugenden Bestandteile bildmäßig verteilt. Das gewünschte Übertragungsbild wird durch Übertragen derartiger diffusonsfähiger, bilderzeugender Bestandteile auf eine darüber angeordnete Bildempfangsschicht erhalten. Nach einer geeigneten Einsaugzeit wird die Bildempfangsschicht von der Halogensilberemulsionsschicht abgetrennt.
Bei der Herstellung von Silberübertragungsbildern nach einem derartigen Verfahren wird ein löslicher Komplex von nicht belichtetem Halogensilber mit einem Halogensilberlösungsmittel gebildet, worauf der lösliche Halogensilberkomplex zu einer Empfangsschicht übertragen wird, in der der lösliche Halogensilberkomplex zur Herstellung eines Silberbildes, z. B. durch Reduktion und/oder Abscheidung, verwendet wird. Zur Erleichterung der Bildung des Silberbildes kann die Bildempfangsschicht Silber abscheidende Mittel enthalten.
109 787/352
Farbübertragungsbilder können nach verschiedenen Diffusionsübertragungsumkehrverfahren hergestellt werden, bei denen gewöhnlich in den nicht belichteten Flächen ein duffusionsfähiger bilderzeugender Bestandteil gebildet wird und diese diffusionsfähigen bilderzeugenden Bestandteile auf eine darüber angeordnete Bildempfangsschicht zwecks Herstellung des gewünschten Farbbildes übertragen werden. Bei einem dieser Verfahren ist der bilderzeugende Bestandteil ein diffusionsfähiger Farbstoff oder ein Farbstoffzwischenprodukt, z. B. ein Farbkuppler. Bei einem anderen Verfahren wird eine Halogensilberemulsionsschicht durch ein additives Farbfilterraster belichtet, worauf das nicht belichtete Halogensilber auf eine darüber angeordnete Bildempfangsschicht zwecks Erzeugung eines Silberbildes übertragen wird, das dann ein Mehrfarbenbild liefert, wenn es mit dem dazu ausgerichteten additiven Farbfilterraster betrachtet wird, durch das die Emulsionsschicht beuchtet worden ist.
Erfindungsgemäß wurde gefunden, daß mindestens zwei Übertragungsbilder bei einem einzigen Durchfeuchten hergestellt werden können, wenn die Übertragung der diffusionsfähigen bilderzeugenden Bestandteile auf getrennte, auf den gegenüberliegenden Seiten der Emulsionsschicht angeordnete Bildempfangsschichten erfolgt. Die Übertragungsbilder werden durch Übertragen diffusionsfähiger bilderzeugender Bestandteile auf eine erste Bildempfangsschicht, die an einer Seite der Halogensilberemulsionsschicht dicht angeordnet ist, und durch gleichzeitiges Übertragen bilderzeugender Bestandteile auf eine zweite Bildempfangsschicht erhalten, die auf der anderen Seite der Halogensilberemulsionsschicht angeordnet ist.
Die Herstellung von Silberübertragungsbildern durch Übertragen von nicht belichtetem Halogensilber ist bekannt. Derartige Verfahren sind z. B. in den folgenden USA.-Patentschriften beschrieben worden: 2 543181, 2 698 237, 2 698 238, 2 698 245, 2 765 240 und 2 774 667.
Bei derartigen photographischen Übertragungsumkehrverfahren wird in einer belichteten Halogensilberemulsion ein latentes Bild in Gegenwart eins Halogensilberlösungsmittels entwickelt. Nahezu gleichzeitig mit der Entwicklung wird mit dem Halogensilberlösungsmittel ein löslicher Silberkomplex aus nicht belichtetem Halogensilber gebildet, der dann in Lösung und durch Einsaugen auf eine darüber angeordnete Bildempfangsschicht übertragen wird. Das dabei auf die Bildempfangsschicht übertragene Silber wird unter Bildung des gewünschten Silberbildes abgeschieden. Bei einer besonders brauchbaren Ausführungsform dieses Verfahrens wird das einen Halogensilberentwickler enthaltende Behandlungsmittel in einer dünnen Schicht zwischen der belichteten Halogensilberschicht und der Bildempfangsschicht ausgebreitet, wenn diese Schichten aufeinander angeordnet werden. Die Schichten werden nach einer geeigneten Durchdringungszeit voneinander getrennt. Geeignete Filmgebilde, einen Halogensilberentwickler enthaltende Behandlungsmittel und Bildempfangsschichten sind sowohl in den oben angegebenen Patentschriften als auch in anderen USA.-Patentschriften beschrieben.
Die Herstellung von mehreren Übertragungsbildern während einer einzigen Durchdringungsstufe erfolgt durch Übertragen von bilderzeugenden Bestandteilen,
z. B. von aus nicht belichtetem Halogensilber gebildeten löslichen Silberkomplexen, auf zwei Bildempfangsschichten, zwischen denen während der Behandlung die belichtete Halogensilberemulsionsschicht liegt.
In Fig. 1 ist ein photographisches Material zur Herstellung von zwei Übertragungsbildern während einer einzigen Durchdringung gezeigt. Das lichtempfindliche Material oder das Negativ besteht aus einem
ίο Träger 2, der eine Bildempfangsschicht 4 trägt, die wiederum eine lichtempfindliche Halogensilberemulsionsschicht 6 trägt. Ein zweites Bildempfangsmaterial besteht aus einem Träger 12, der lediglich die Bildempfangsschicht 10 trägt. Die Behandlung der vor der Vereinigung mit dem zweiten Bildempfangsmaterial belichteten Negativschicht erfolgt durch Zerreißen eines zerreißbaren Behälters 8, der ein einen Halogensilberentwickler enthaltendes Behandlungsmittel enthält, und durch Ausbreiten dieses Behandlungsmittels in einer dünnen Schicht zwischen dem Negativ und dem Bildempfangselement. In den nicht belichteten Flächen werden bilderzeugende Bestandteile in Form eines löslichen Silberkomplexes aus nicht belichtetem Halogensilber gebildet, worauf ein Anteil dieses lösliehen Silberkomplexes zu der ersten hinter der Halogensilberemulsionsschicht 6 angeordneten Bildempfangsschicht 14 diffundiert. Ein weiterer Anteil dieses löslichen Silberkomplexes wird auf die zweite Bildempfangsschicht 10 übertragen, die auf der anderen Seite der Halogensilberemulsionsschicht 6 angebracht ist. Nach einer geeigneten Durchdringungszeit wird das darüber angeordnete Bildempfangsmaterial, das die zweite Bildempfangsschicht 10 enthält, zwecks Freilegung eines Übertragungsbildes abgetrennt, das zu dem in der Schicht 6 vorliegenden Bild umgekehrt ist, wobei die Ubertragungsbilder gewöhnlich Positive sind, weil das Bild in der Schicht gewöhnlich ein Negativ ist. Die belichtete und behandelte Halogensilberemulsionsschicht 6 wird dann von der ersten Bildempfangsschicht 4 zwecks Freilegung des anderen, auch umgekehrten Übertragungsbildes abgetrennt. Die Entfernung der Halogensilberemulsionsschicht 6 kann durch Waschen, Überwischen oder Abziehen der Emulsionsschicht erfolgen. Geeignete Verfahren zur Entfernung der Emulsion sind bekannt.
Die bei der Herstellung der Silberübertragungsbilder verwendeten Bildempfangsschichten enthalten vorzugsweise Silber abscheidende Mittel. Zu bevorzugten silberabscheidenden Mitteln gehören Metallsulfide, -selenide und -selenosulfide, einschließlich von Polysulfiden und Polyseleniden. Zu Beispielen für andere geeignete Silber abscheidende Mittel gehören kolloide Metalle, wie Silber, Gold und Quecksilber, Dithiooxalate und deren Blei- und Zinkkomplexe, Kaliumdithiooxalat und dessen Bleikomplexe und Thioacetamid. Verfahren zur Herstellung geeigneter Bildempfangsschichten sind z. B. in den USA.-Patentschriften 2 698 237, 2 698 238, 2 698 240, 2 698 245 und 2 774 667 beschrieben. In diesen Patentschriften werden auch die Verbesserungen beschrieben, die beim Verteilen von Silber abscheidenden Mitteln in einer Schicht erhalten werden, die aus einem einzelnen makroskopisch ununterbrochenen, aus kolloiden Kieselsäureteilchen hergestellten Film oder einer Unterlage besteht.
Das in Fig. 1 gezeigte Produkt liefert zwei positive Aufsichtsbilder, d. h. die Bildempfangsschichten sind
auf undurchsichtigen Trägern aufgebracht. Die Herstellung eines Aufsichtsbildes und eines Durchsichtsbildes ist jedoch leicht möglich, wenn das in Fig. 2 erläuterte Material verwendet wird, bei dem ein undurchsichtiger Träger 20 eine erste Bildempfangsschicht 22 und eine Halogensilberemulsionsschicht 24 trägt. Mit diesem Negativmaterial ist ein zerreißbarer, ein einen Halogensilberentwickler enthaltendes Behandlungsmittel enthaltender Behälter 8 und ein Bildempfangsmaterial verbunden, das aus einem durchsichtigen Träger 30 und einer Bildempfangsschicht 28 besteht. Wenn der undurchsichtige Träger 20 von einem durchsichtigen Träger ersetzt wird, können zwei positive Durchsichtsbilder erhalten werden. Selbstverständlich kann das gezeigte Material verändert werden, indem der undurchsichtige Träger 20 durch einen durchsichtigen Träger und der durchsichtige Träger 30 durch einen undurchsichtigen Träger ersetzt wird, wobei das Durchsichtbild in der hinter der Emulsionsschicht liegenden Schicht gebildet wird. Wenn die Emulsion zu Anfang auf einen durchsichtigen Träger aufgetragen worden ist, kann die Belichtung durch diesen durchsichtigen Träger erfolgen.
Bei der Herstellung von sowohl Durchsichts- als auch Aufsichtsbildern mit einem der erfindungsgemäßen Produkte kann die Schicht des viskosen, einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittels als eine der Bildempfangsschichten dienen. Wenn das Positivbild aus Silber besteht, enthält die Schicht des viskosen, einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittels vorzugsweise Silber abscheidende Mittel als praktisch unlösliche Salze und in stark verteiltem, im wesentlichen kolloidem Zustand, was in der USA.-Patentschrift 2 662 822 beschrieben wird.
In Fig. 3 ist ein Material zur Herstellung von zwei einfarbigen Bildern während einer einzigen Durchdringungsstufe gezeigt. Ein lichtempfindliches Material oder ein Negativ besteht aus einem Träger 40, einer ersten Bildempfangsschicht 42 und einer Halogensilberemulsionsschicht 44, die eine farberzeugende Substanz enthält. Dieses Negativ wird durch Zerreißen eines zerreißbaren Behälters 8 behandelt, wobei eine dünne Schicht des einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittels zwischen dem Negativ und dem darüber angeordneten Bildempfangsmaterial ausgebreitet wird, das aus einem Träger 50 und einer zweiten Bildempfangsschicht 48 besteht.
Die farberzeugende Substanz ist eine organische Verbindung und ist ein Farbstoff oder ein Farbstoffzwischenprodukt, wie ein Farbkuppler. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die farberzeugende Substanz ein vollständiger Farbstoff und vorzugsweise ein Farbstoffentwickler, d. h. ein vollständiger Farbstoff, der eine Halogensilber entwickelnde Gruppe enthält und daher belichtetes Halogensilber entwikkeln kann. Die Verwendung von Farbstoffentwicklern zur Herstellung von farbigen Übertragungsumkehrbildern wird in der britischen Patentschrift 804 971 erläutert. Bei der Verwendung derartiger Farbstoffentwickler wird der diffusions- und übertragungsfähige Farbstoffentwickler als Folge der Festlegung des Farbstoffentwicklers in den belichteten Flächen durch die Entwicklung bildmäßig verteilt. Diese Festlegung ist mindestens teilweise auf die verringerte Löslichkeit des Oxydationsprodukts des Farbstoffentwicklers zurückzuführen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein zusätzliches oder beschleunigendes Entwicklungsmittel in Verbindung mit dem Farbstoffentwickler verwendet, wobei angenommen wird, daß ein Anteil des in den belichteten Flächen 5 oxydierten Farbstoffentwicklers durch Umsetzen mit dem oxydierten zusätzlichen Entwicklungsmittel oxydiert werden kann.
Bei weiteren Verfahren zur Herstellung farbiger Ubertragungsbilder werden Farbkuppler und Farbentwicklungsmittel verwendet, was z. B. in der USA.-Patentschrift 2 661293 beschrieben wird. Bei derartigen Verfahren wird der Farbkuppler in den belichteten Flächen durch die Bildung eines diffusionsfesten Produkts durch Umsetzen mit dem oxydierten Farbentwickler diffusionsfest gemacht. Der nicht umgesetzte Farbkuppler in den nicht belichteten Flächen wird auf Bildempfangsschichten übertragen und dort unter Bildung des gewünschten Farbbildes, z. B. durch Kuppeln mit einem Oxydationsprodukt eines Farbentwicklers, umgesetzt.
Als Beispiele für vollständige Farbstoffe außer Farbstoffentwicklern, die zur Herstellung von farbigen Übertragungsbildern verwendet werden können, können Kupplungsfarbstoffe erwähnt werden, die in der USA.-Patentschrift 2 774 668 erläutert werden. Der Kupplungsfarbstoff wird in den belichteten Flächen durch Umsetzen mit dem Oxydationsprodukt eines Farbentwicklers diffusionsfest gemacht. Der in den nicht belichteten Flächen vorliegende nicht umgesetzte Kupplungsfarbstoff wird auf die Bildempfangsschicht übertragen und kann dort zum Erzeugen eines umgekehrten Farbbildes ohne eine weitere Umsetzung verwendet werden.
Farberzeugende Substanzen, die anfänglich diffusionsfest sind, jedoch durch Umsetzen mit nicht verbrauchtem Entwicklungsmittel, das in den nicht belichteten Anteilen der Halogensilberschicht vorliegt, diffusionsfähig gemacht werden können, können auch verwendet werden. Derartige farberzeugende Substanzen können als reduzierbare farberzeugende Substanzen bezeichnet werden. Deren Verwendung zur Herstellung von Farbübertragungsbildern ist in dem deutschen Patent 1 047 620 erläutert. Die Herstellung von zwei einfarbigen, positiven Übertragungsbildern ist in Verbindung mit dem in Fig. 3 erläuterten Filmgebilde erläutert worden. Wenn auch die farberzeugende Substanz als in der Halogensilberemulsionsschicht angeordnet gezeigt worden ist, kann diese selbstverständlich zu Anfang an einer anderen Stelle,
z. B. in einer Schicht hinter der Halogensilberschicht oder in einer Schicht zwischen zwei Schichten der Halogensilberemulsion, vorliegen.
In Fig. 4 wird ein Filmmaterial gezeigt, das zur Herstellung von mehrfarbigen Ubertragungsumkehrbildern nach dem subtraktiven Farbverfahren geeignet ist. Ein lichtempfindliches Material oder Negativ besteht aus einem Träger 60, einer ersten Bildempfangsschicht 62 und einer lichtempfindlichen Schicht 64, die aus mehreren lichtempfindlichen Anteilen besteht, die jeweils eine farberzeugende Substanz enthalten und in Form eines Rasters angeordnet sind. Wenn auch die lichtempfindliche Schicht 64 in Fig. 4 als aus einer Rasteranordnung von drei lichtempfindlichen Anteilen, d. h. bleuempfindlichen, grünempfindlichen und rotempfindlichen Halogensilbermaterialien bestehend gezeigt worden ist, kann selbstverständlich erfindungsgemäß auch ein Raster verwendet werden, das zwei lichtempfindliche Anteile enthält.
Bei einem Verfahren zur Herstellung solcher lichtempfindlicher Schichten, die eine sehr große Zahl lichtempfindlicher Anteile in einer Rasteranordnung enthalten, wird eine sehr große Zahl von benachbarten parallelen Linienelementen von mikroskopischer Breite durch Auspressen zwecks Herstellung des gewünschten Rasterelements aufgebracht. Die einzelnen lichtempfindlichen Anteile werden auf unterschiedliche Anteile des Spektrums selektiv sensibilisiert. Dies kann durch Verwenden von Chlorsilberemulsionen, die unabhängig auf die gewünschten Anteile des Spektrums sensibilisiert worden sind, oder durch Anbringen geeignet gefärbter Filter, die den entsprechenden rot- bzw. grünempfindlichen Emulsionen angepaßt sind, erfolgen.
Nach der Belichtung wird das in Fig. 4 gezeigte Negativ durch Zerreißen eines zerreißbaren Behälters 8 und Ausbreiten einer dünnen Schicht des einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittels zwischen dem Negativ und einem Bildempfangsmaterial behandelt, das aus einem Träger 70 und einer zweiten Bildempfangsschicht 68 besteht. Die gewünschten mehrfarbigen Ubertragungsumkehrbilder werden in der ersten und der zweiten Bildempfangsschicht durch Übertragen von diffusionsfähigen, farberzeugenden Substanzen aus den nicht belichteten Flächen der Anteile, die diese Rasterschicht 64 ausmachen, gebildet. Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden die von jeder Fläche der Halogensilberemulsionsschicht diffundierenden farberzeugenden Substanzen auf einer größeren Fläche der entsprechenden Bildempfangsschichten, d. h. durch seitliche Diffusion, abgeschieden, so daß die von den benachbarten Flächen der lichtempfindlichen Siebschicht diffundierten farberzeugenden Substanzen auf den Bildempfangsschichten unter Bildung von Mischungen subtraktiver Farben überlappen. Die umgekehrten Mehrfarbenbilder werden betrachtet, indem zunächst das die zweite Bildempfangsschicht enthaltende Bildempfangsmaterial von der Halogensilberemulsionsschicht entfernt wird. Das in der ersten Bildempfangsschicht 62 enthaltene Umkehrbild kann dann durch Entfernen der lichtempfindlichen Schicht 64 nach dem oben angegebenen Verfahren freigelegt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch zur Herstellung von zwei Positivfarbbildern nach dem additiven Farbübertragungsumkehrverfahren verwendet werden. Bei derartigen additiven Farbverfahren wird eine Halogensilberemulsionsschicht durch ein additives Farbraster belichtet. Ein diffusionsfähiger Silberkomplex wird dann aus dem nicht belichteten Halogensilber gebUdet und auf eine darüber angeordnete Bildempfangsschicht zwecks Erzeugung eines Silberbildes übertragen. Dieses Silberbild wird dann mit einem dazu ausgerichteten additiven Farbraster betrachtet, durch das die Belichtung erfolgte. Verfahren zur Herstellung additiver Farbbilder nach Diffusionsübertragungsumkehrverfahren und die zur Herstellung solcher Bilder geeigneten Filmgebilde sind z. B. in der USA.-Patentschrift 2 614 926 beschrieben.
In Fig. 5 wird ein Filmmaterial gezeigt, das zur Herstellung von zwei positiven Mehrfarbenbildem nach dem additiven Farbverfahren geeignet ist. Ein Negativ besteht aus einem durchsichtigen Träger 90, einem additiven Farbnlterraster in einer Bildempfangsschicht 92, einer Halogensilberemulsionsschicht 94 und einem additiven Farbnlterraster 96, das dem in der Bildempfangsschicht 92 enthaltenen additiven Farbnlterraster angepaßt ist. Dieses Negativmaterial wird mittels eines zerreißbaren, ein einen Halogensilberentwickler enthaltendes Behandlungsmittel enthaltenden Behälters 8 und eines Bildempfangsmaterials behandelt, das aus einer zweiten Bildempfangsschicht 100 und einem durchsichtigen Träger 102 besteht. Nach der Belichtung und Aufbringung des einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittels durch Zerreißen des zerreißbaren Behälters 8 wird das Bildempfangsmaterial nach einer geeigneten Durchdringungszeit abgetrennt. Wenn das Bildempfangsmaterial abgetrennt wird, bleibt das additive Farbnlterraster 96 an der zweiten Bildempfangsschicht 100 haften, so daß ein Silberbild freigelegt wird, das durch das ausgerichtete additive Farbfilterraster, durch das die Belichtung erfolgte, betrachtet werden kann. Nach der Entfernung der Halogensilberemulsionsschicht 94 kann das in der Bildempfangsschicht 92 erzeugte Bild, das ein additives Farbfilterraster enthält, das ursprünglich zu dem zur Belichtung verwendeten additiven Farbfilterraster 96 ausgerichtet war, betrachtet werden. Wenn die hinter der Emulsion angeordnete, ein additives Farbraster enthaltende Bildempfangsschicht 92 durch eine Bildempfangsschicht, die zur Herstellung von Silberbildern geeignet ist, ersetzt wird, kann ein Schwarzweißübertragungsbild und ein additives Farbbild erhalten werden.
Selbstverständlich können die in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Filmmaterialien verändert werden, wobei z. B. geeignete Abziehschichten angebracht werden können, die die Entfernung der Halogensilberemulsionsschicht von der ersten Bildempfangsschicht, über der die Emulsionsschicht ursprünglich angeordnet ist, erleichtern. Ferner können vorübergehende Diffusionstrennschichten, die von dem einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittel langsam durchdringbar sind, zwecks Verhinderung einer vorzeitigen Übertragung der bilderzeugenden Bestandteile auf eine oder auf beide Bildempfangssschichten verwendet werden.
Erfindungsgemäß können auch zwei Übertragungsbilder an Stelle eines Übertragungsbildes auf einer bestimmten Seite der Emulsion hergestellt werden. Außerdem können natürlich ein oder mehrere solcher Bilder auf der anderen Seite der Emulsion erzeugt werden. Dies kann nach Verfahren erreicht werden, die in der USA.-Patentschrift 2 563 342 beschrieben sind. Bei derartigen Verfahren wird ein Bild in einer Bildempfangsschicht und ein weiteres in einer undurchsichtigen weißen, durchlässigen Schicht erzeugt, die zwischen der Halogensilberemulsionsschicht und der Bildempfangsschicht angeordnet ist. Nach dem Durchdringen werden die beiden Schichten zwecks Freilegens der beiden Übertragungsbilder getrennt. Ferner kann die Schicht des einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittels als Bildempfangsschicht dienen, indem ein weißes Pigment einverleibt und dadurch die getrocknete Schicht undurchsichtig gemacht wird.
Es sollte betont werden, daß das einen Halogensilberentwickler enthaltende Behandlungsmittel auf nur eine Oberfläche der Halogensilberemulsionsschicht aufgetragen wird, wie dies in den Fig. 1 bis 5 gezeigt worden ist.
Die erfindungsgemäßen Verfahren und Produkte liefern mindestens zwei Übertragungsbilder durch
Übertragen von bilderzeugenden Bestandteilen von einem lichtempfindlichen Material auf mehrere Bildempfangsschichten während einer einzigen Durchdringungsstufe. Die diffusionsfähigen bilderzeugenden Bestandteile diffundieren dabei rückwärts zu einer Bildempfangsschicht und praktisch gleichzeitig nach vorn zu einer zweiten Bildempfangsschicht. Das in der hinter der lichtempfindlichen Schicht angeordneten und hier als erste Bildempfangsschicht bezeichneten Bildempfangsschicht erzeugte Bild ist ein Spiegelbild des Bildes, das durch Übertragen auf die Bildempfangsschicht erzeugt worden ist, die hier als zweite Bildempfangsschicht bezeichnet wird und auf der anderen Seite der lichtempfindlichen Schicht angeordnet ist.
Bildempfangsschichten, die zur Herstellung von Silberübertragungsbildern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet sind, sind in der USA.-Patentschrift 2 774 667 beschrieben. Eine bezeichnende Bildempfangsschicht, die im Beispiel 1 dieser Patentschrift beschrieben wird, wird nach dem folgenden Verfahren hergestellt;
lO'/oige Lösung von Silbernitrat
(AgNO3) 6,30 ecm
Wasser 14,0 ecm
2n-Natriumhydroxydlösung (NaOH) .. 1,88 ecm
Dabei wird eine Abscheidung erhalten, die dann in 3 ecm einer lO°/oigen Lösung von Ammoniumhydroxyd (NH4OH) gelöst wird.
Dieser Lösung werden dann 100 ecm einer 2°/oigen Gelatinelösung zugesetzt, worauf das Gemisch in einem Wasserbad erhitzt und anschließend 15 Stunden stehengelassen wird. Die Lösung wird dann in einer Abdampfschale verdunstet, worauf der trockene Rückstand erneut in 20 ecm Wasser gelöst wird. 3,6 ecm der erhaltenen Lösung werden 300 ecm kolloider Kieselsäure zugesetzt, worauf das erhaltene Gemisch als Überzug auf einen Träger aufgetragen wird.
Ein einen Halogensilberentwickler enthaltendes Behandlungsmittel, das zur Herstellung von Silberübertragungsbildern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden kann, besteht z. B. aus den folgenden Bestandteilen:
Wasser 1000,0 ecm
Natriumsulfit 7,0 g
Hydrochinon 3,3 g
Natriumthiosulf at 1,4 g
Wäßrige Lösung von 20 g Natriumcarboxymethylcellulose mittlerer Viskosität in 100 ecm Wasser 5,0 g
Natriumhydroxyd 3,0 g
Weitere Beispiele für geeignete einen Halogensilberentwickler enthaltende Behandlungsmittel können in den oben angegebenen Patentschriften gefunden werden.
Die folgenden Beispiele, in denen die Herstellung von zwei Übertragungsbildern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert wird, dienen lediglich zur Erläuterung. Der hier verwendete Ausdruck »Positivbild« bezeichnet das in einer der Bildempfangsschichten erzeugte Bild, »erstes Positivbild« bezeichnet das Positivbild, das in der hinter der HaIogensilberemulsionsschicht liegenden Bildempfangsschicht erzeugt worden ist, und der Ausdruck »zweites Positivbild« bezeichnet schließlich das Positivbild, das in der auf der anderen Seite der Emulsionsschicht liegenden Bildempfangsschicht erzeugt worden ist.
Beispiel 1
Eine Abziehschicht wird auf ein Bildempfangsmaterial aufgetragen, indem dieses mit einer Masse überzogen wird, die aus einem Teil Wachs, das kolloidale Kieselsäure enthält (»Slip Retardant Safety Floor Wax«), und 6 Teilen Wasser besteht. Nach dem
ίο Trocknen dieser Abziehschicht wird eine Bromjodsilberemulsionsschicht aufgetragen. Dieses lichtempfindliche Material wird dann belichtet und mit einem einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittel behandelt, das zwischen diesem Element und einer darüber angeordneten Bildempfangsschicht ausgebreitet wird. Nach einer Durchdringungszeit von 2 Minuten werden das darüber angeordnete Bildempfangsmaterial und das lichtempfindliche Material abgezogen. Die Emulsionsschicht wird von der dahinterliegenden Bildempfangsschicht durch Waschen oder Wischen entfernt, wodurch das andere positive Übertragungsbild freigelegt wird. Das in der Bildempfangsschicht hinter der Emulsionsschicht erzeugte Bild, d. h. das Bild, das durch rückwärtige Diffusion erzeugt worden ist und als erstes Positivbild bezeichnet wird, hat eine etwas geringere Dichte als das Positivbild, das in der auf der Belichtungsseite der Emulsionsschicht liegenden Bildempfangsschicht erzeugt worden ist, d. h. das Bild, das durch Diffusion nach vorn erzeugt worden ist und als zweites Positivbild bezeichnet wird, zeigt jedoch eine größere Auflösung, und zwar von 40 Linien je Milümeter gegenüber 20 Linien je Millimeter.
Beispiel 2
35
Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wird wiederholt, nur wird das lichtempfindliche Material hergestellt, indem eine Abziehschicht auf das Bildempfangsmaterial mittels einer Lösung von 0,5 % Celluloseacetathydrophthalat in Aceton aufgetragen wird. Die Emulsionsschicht wird dann mit einer Lösung der folgenden Zusammensetzung aufgetragen:
Panchromatisch sensibilisierte Halogensilberemulsion, die etwa 5 Gewichtsprozent Halogensilber und 6 Gewichtsprozent Gelatine enthält 50,0 ecm
Wasser 25,0 ecm
Lösung von 5 °/o deacetyliertem Chitin
hoher Viskosität in 3°/oiger Essigsäure 20,0 ecm Nichtionisches Polyoxypropylenpolyoxy-
äthylenkondensat 1,5 ecm
Nach einer Belichtung von V25 Sekunde bei Blende 4,5 und einer Durchdringungszeit von 2 Minuten wird das darüber angeordnete Bildempfangsmaterial zwecks Freilegens des zweiten positiven Übertragungsbildes abgetrennt, worauf die Emulsionsschicht zwecks Freilegens des ersten positiven Übertragungsbildes von der anderen Bildempfangsschicht abgezogen wird. Diese Bilder hatten die folgenden Eigenschaften:
max min Gammawert
1,46 0,07 der Gradation
Erstes Positivbild 1,58 0,03 1,16
Zweites Positivbild ... 1,21
109 787/352
11 12
Beispiel 3 zweiten durchsichtigen Bildempfangsmaterial, das
Das im Beispiel 2 beschriebene Verfahren wurde silberabscheidende Mittel enthält, behandelt. Nach
wiederholt, nur wurde die Abziehschicht aus Cellu- einer 2minutigen Durchdringungszeit werden die
loseacetathydrophthalat weggelassen. Das erste Posi- übereinander angeordneten Materialien abgetrennt,
tivbild hatte eine Dichte Dmax = 1,56, das zweite 5 worauf die Halogensilberemulsion zwecks Freilegung
Positivbild eine Dichte Dmax = 1,46. des zweiten positiven Übertragungsbildes abge-
Die in diesem Beispiel verwendete Emulsions- waschen wird.
schicht ist ausreichend steif, so daß sie nach dem Be- In den folgenden Beispielen wird die Verwendung
handeln ohne Waschen oder Verwendung einer Ab- vollständiger Farbstoffe, d. h. von Farbstoffentwick-
ziehschicht leicht abgezogen werden kann. Dies ist io lern, zur Herstellung von zwei positiven Ubertra-
auf die Wirkung des einverleibten entacetylierten gungsbildern nach dem erfindungsgemäßen Verfah-
Chitins zurückzuführen. ren erläutert.
Beispiel 4 Beispiel 7
Das im Beispiel 2 beschriebene Verfahren wurde 15 Zwecks Herstellung einer ersten Bildempfangs-
wiederholt, nur wurde der Halogensilberemulsions- schicht wird ein mit Polyvinylbutyral überzogener
schicht ein Silber abscheidendes Mittel zugesetzt. Träger mit einer wäßrigen 80%igen Isopropanol-
Neben dem ersten und zweiten Positivbild, die in den lösung überzogen, die 15% N-Methoxymethylpoly-
auf jeder Seite der Emulsionsschicht angeordneten hexamethylenadipamid enthält. Anschb'eßend wer-
Bildempfangsschichten erzeugt worden waren, wurde 20 den zwei Wachsüberzüge gemäß Beispiel 1 und eine
ein drittes Positivbild in der Halogensilberemulsions- Schicht aus Celluloseacetathydrophthalat aufgetragen,
schicht erzeugt, das abgezogen und auf einen anderen Dann wird eine Bromjodsilberemulsionsschicht aufge-
Träger aufgebracht werden konnte. tragen, indem eine Emulsionsüberzugsmasse verwen-
Wie bereits erwähnt, ist auch die Herstellung von det wird, die 1,5 Gewichtsprozent l,4-Bis-(a-methylpositiven Durchsichtsbildern möglich. Das Positivbild 25 β - 2', 5' - dihydroxyphenyl) - äthylaminoanthrachinon kann dabei in einer durchsichtigen Bildempfangs- darin dispergiert enthält. Eine zweite Bildempfangsschicht auf einem durchsichtigen Träger erzeugt wer- schicht wird hergestellt, indem in gleicher Weise eine den, oder das Positivbild kann in der Schicht des Schicht aus obigem Polyamid auf ein mit Celluloseeinen Halogensilberentwickler enthaltenden Behänd- acetat überzogenes Barytpapier aufgetragen wird, lungsmittels erzeugt werden, wobei diese Schicht an 30 Das lichtempfindliche Material wird belichtet, worauf einem durchsichtigen, zum Erleichtern des Ausbrei- ein wäßriges, einen Halogensilberentwickler enthaltens dieses Behandlungsmittels verwendeten Träger tendes Behandlungsmittel aus
haftet und von diesem getragen wird. In der USA.- Gewichts-Patentschrift 2 662 822 werden Verfahren zur Her- Prozent stellung von durchsichtigen Positivbildern erläutert, 35 Natriumcarboxymethylcellulose . . 4,0 bei denen die Schicht des einen Halogensilberent- Natriumhydroxyd 2 0
wickler enthaltenden Behandlungsmittels als Bild- l-Phenyl-3-pyrazoUdon '.'".'".'".'.'". oiö
empfangsschicht verwendet wird. Die für diesen 2,5-Bis-äthyleniminohydrochinon 0,6
Zweck geeigneten emen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittel sind dort eingehend be- 40 aufgetragen wird, wenn das lichtempfindliche Mateschrieben, die entweder mit undurchsichtigen oder rial mit dem Bildempfangsmaterial aufeinander andurchsichtigen Trägern verwendet werden können. geordnet wird. Nach einer Durchdringungszeit von
Die Herstellung von sowohl Aufsichts- als auch etwa 2 Minuten werden die übereinander angeordne-
Durchsichtsbildern wird in dem folgenden Beispiel ten Materialien getrennt und wird die Emulsions-
erläutert. . . 45 schicht entfernt. Jede der Bildempfangsschichten
Beispiel 5 trägt ein cyanblaues positives Übertragungsbild.
Ein lichtempfindliches Material wurde nach dem „ . 10 im Beispiel 2 beschriebenen Verfahren hergestellt. «eispiel 8 Nach der Belichtung wird das lichtempfindliche Ma- Ein lichtempfindliches Material wird nach dem terial mit dem Behandlungsmittel, das einen Halogen- 50 folgenden Verfahren hergestellt: Eine Bildempfangssilberentwickler enthält, und dem durchsichtigen schicht wird auf einen mit Polyvinylbutyral über-Bildempfangsmaterial behandelt. Wenn die überein- zogenen Träger mit einer wäßrigen 80%igen Isoander angeordneten Materialien nach einer 2minuti- propanollösung aufgetragen, die 4% Polyamid gegen Durchdringungszeit abgetrennt werden, liegt ein maß Beispiel 7 enthält. In der folgenden Reihenfolge zweites Positivbild in der getrockneten Schicht dieses 55 wird (1) eine wäßrige Lösung von 0,5% Natrium-Behandlungsmittels in Form eines positiven Durch- carboxymethylcellulose (hohe Viskosität), (2) eine sichtsbildes vor. Das erste Positivbild ist ein Auf- wäßrige Lösung von 2% Polyvinylalkohol und (3) sichtsbild, das durch Entfernen der Halogensilber- eine Acetonlösung von 2% Celluloseacetathydroemulsionsschicht von der ersten Bildempfangsschicht phthalat und 0,5 % Celluloseacetat aufgetragen. Eine freigelegt wird. 60 blauempfindliche Bromjodsilberemulsion, die eine ge-
Das folgende Beispiel erläutert die Herstellung von ringe Menge von Kaliumchromalaun enthält, wird zwei positiven Durchsichtsbildern. dann aufgetragen. Nach dem Trocknen dieser Schicht . λ (■ wird em Überzug mittels einer Lösung des Farbstoff-Beispiel ο entwicklers aufgetragen, die durch Lösen von
Ein durchsichtiges, Silber abscheidendes Mittel 65 0,4 g l-Phenyl-3-n-hexylcarboxamido-4-(p-2",5"-di-
enthaltendes Bildempfangsmaterial wird mit einer hydroxyphenäthyl)-phenylazo-5-pyrazolon (nach dem
Bromjodsilberemulsion überzogen und belichtet. in der deutschen Patentschrift 1 036 640 angegebenen
Diese wird dann mit einem darauf angeordneten Verfahren hergestellt) in 4 ecm Tetrahydrofuran und
13 14
Zugeben von 15 ecm Methanol, der 4°/o o-Benzol- sion verwendet wird, kann in dem ersten Positivbild sulfonylacetal von Polyvinylalkohol enthält, herge- eine Auflösung in der Größenordnung von 80 bis stellt worden ist. Dann wird eine weitere Schicht der 100 mu erzielt werden.
blauempfindlichen Bromjodsilberemulsion aufgetra- Wegen dieser höheren Auflösung ist das erste
gen, die Kaliumchromalaun enthält. Das lichtemp- 5 Positivbild zur Herstellung von Kopien hoher Güte findliche Material wird dann belichtet, worauf ein besonders geeignet. Weil dieses Bild ein Spiegelbild wäßriges, einen Halogensilberentwickler enthaltendes ist, ist es besonders zur Herstellung von Kopien ge-Behandlungsmittel aus eignet.
Natriumhydroxyd 3 0% Selbstverständlich kann je nach der Art des ge-
Natriumcarboxymethylcellulose 4,5 °/o 10 wünschten Bildes die Konzentration der Silber-
l-Phenyl-2-pyrazolidon 0,8»/« abscheidungsmittel in jeder der Bildempfangsschich-
2,5-Bisäthyleniminohydrochinon 0,6·/. ten verändert werden. Wenn ein Durchsichtsbild zur
Projektion oder zum Betrachten verwendet werden
dann aufgetragen wird, wenn das lichtempfindliche soll, sollte es einen verhältnismäßig hohen Kontrast Material mit einem Bildempfangsmaterial überein- 15 aufweisen, so daß die Konzentration des Silberander angeordnet wird, das durch Auftragen einer abscheidungsmittels verhältnismäßig groß sein muß. 4°/oigen Lösung des im Beispiel 7 genannten Poly- Wenn demgegenüber das Durchsichtsbild vorwiegend amids mit einem mit Cellusoleacetat überzogenen zur Herstellung von Kopien verwendet werden soll, Barytpapier hergestellt worden ist. Nach einer sollte es einen weichen, verhältnismäßig geringen Durchdringungszeit von etwa 1 Minute werden die 20 Kontrast haben, so daß die Konzentration der Silberübereinander angeordneten Materialien getrennt, abscheidungsmittel verhältnismäßig gering sein muß. worauf die Emulsionsschicht von der ersten Bildemp- Bilder mit geringem Kontrast können auch durch fangsschicht entfernt wird. Jede der Bildempfangs- Verkürzen der Durchdringungszeit erhalten werden. schichten trägt ein gelbes Farbstoffpositivbild. Das In bestimmten Fällen kann es zweckmäßig sein,
erste Positivbild hat eine Dichte Dmux =1,2 und das 25 die Halogensilberemulsion unmittelbar vor der Bezweite Positivbild hat eine Dichte Dmax = 1,0. lichtung, z. B. durch Zerreißen eines die Emulsion
Die Celluloseacetathydrophthalatschicht auf der enthaltenden Behälters, aufzubringen. Derartige Ver-Bildempfangsschicht dient nicht nur als Abzieh- fahren sind in der deutschen Patentschrift 1 020 865 schicht, sondern schützt auch das in der Bildemp- beschrieben. Gebilde dieser Art sind bis zum Freifangsschicht gebildete Bild. Nach dem Abziehen ver- 30 setzen und Ausbreiten der Emulsion nicht lichtempbleibt eine restliche Schicht von Celluloseacetat- findlich. Dabei wird eine größere Sicherheit bei der hydrophthalat auf der Bildempfangsschicht. Diese Handhabung erzielt und kann die Verwendung von verhindert besonders ein Abreiben, wenn das Bild lichtdichten Schichten vermieden werden. Bei einer anschließend einer weiteren Behandlung unterworfen derartigen Ausführungsform kann die Emulsion zwiwird, z. B. einem Überwischen mit einem Stabilisie- 35 sehen zwei Bildempfangsschichten ausgebreitet werrungsmittel. Die Entfernung der Emulsionsschicht den, wobei die Emulsion Substanzen, wie das Entvon der ersten Bildempfangsschicht ohne Beeinträch- wicklungsmittel, enthalten kann, tigung der Güte des ersten Positivbildes wird er- Wenn der Halogensilbergehalt der Emulsion in geleichtert, wenn eine Abziehschicht vorgesehen oder eigneter Weise geregelt wird, so daß das Halogenwenn die Emulsion, z. B. durch Zugeben von ent- 40 silber praktisch vollständig von den nicht belichteten acetyliertem Chitin, entfernbar gemacht wird, ohne Flächen der Emulsionsschicht übertragen wird, kann daß gewischt werden muß. selbstverständlich auch ein brauchbares Negativbild
In allen erfindungsgemäßen Materialien, in denen neben den beiden Positivübertragungsbildern erhalein gefärbter, bilderzeugender Bestandteil, z. B. ein ten werden.
Farbstoff, verwendet wird, kann der Farbstoff in der 45 Neben der Entfernung der behandelten und ent-Emulsionsschicht oder in einer Schicht hinter der wickelten Emulsionsschicht durch Abwaschen oder Emulsion vorliegen. Wenn der Farbstoff in der Emul- Überwischen oder, falls die Emulsionsschicht aussion vorliegt, sollten geeignete Vorkehrungen getrof- reichend selbsttragend ist, durch einfaches Abziehen, fen werden, damit eine unerwünschte Lichtabsorption kann die feuchte Emulsionsschicht auch entfernt durch den Farbstoff, durch die die Empfindlichkeit 50 werden, indem eine mit Gelatine überzogene Folie der Emulsion verringert werden würde, vermieden gegen die feuchte Emulsionsschicht gepreßt wird. Bei wird. Bei einem Verfahren zur Verringerung der der Entfernung der mit Gelatine überzogenen Folie Lichtabsorptionswirkung der gefärbten farberzeugen- bleibt die feuchte Emulsionsschicht daran haften und den Substanz wird diese Substanz im dichroitischen wird dadurch entfernt. Durch Zugeben von entacety-Zustand, z. B. in Form von polarisierenden, Vorzugs- 55 liertem Chitin zu der Gelatineemulsionsschicht wird weise orientierten Kristallen, verwendet. Wenn als die Entfernung der Emulsionsschicht, wie in den Bei-Emulsionsmedium Polyvinylalkohol verwendet wird, spielen 3 und 4 gezeigt worden ist, wesentlich erkönnen die lichtempfindlichen Anteile nach dem Auf- leichtert.
tragen unter Bildung einer orientierten, dichroiti- Die Entfernung der Emulsionsschicht kann selbst-
schen Emulsion gestreckt werden. Die Verwendung 60 verständlich in gewissen Fällen unterbleiben, z. B. von farberzeugenden Substanzen im dichroitischen dann, wenn eines der Positivbilder in der Schicht des Zustand ist in der deutschen Patentschrift 1 026 172 einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandbeschrieben, lungsmittels erzeugt worden ist und diese Schicht, mit Betont sei, daß das erste Positivbild, d. h. das in der Emulsionsschicht als Einheit zusammen betrachder hinter der Emulsionsschicht liegenden Bildemp- 65 tet, ein Positivbild liefert.
fangsschicht erzeugte Bild, eine viel höhere Auf- Das bei der Behandlung des lichtempfindlichen
lösung als das in der zweiten Bildempfangsschicht er- Materials verwendete, einen Halogensilberentwickler zeugte Bild hat. Wenn eine geringempfindliche Emul- enthaltende Behandlungsmittel besteht aus min-
15 16
destens einer wäßrigen Lösung und kann eine alka- ten beschränkt, sondern kann auch für Filmpacks lische Substanz enthalten. Wenn das flüssige Behänd- als auch für Folienfilme verwendet werden, lungsmittel auf das belichtete lichtempfindliche Ma- Die Art und die Bauweise von zerreißbaren Behälterial durch Ausbreiten, vorzugsweise in einer ver- tern wie dem Behälter 8 von Fig. 1 ist bekannt (vgl. hältnismäßig dünnen gleichmäßigen Schicht, aufge- 5 USA.-Patentschriften 2 543 181 und 2 634 886). tragen werden soll, kann es auch eine viskositäts- Das Bildempfangsmaterial besteht aus einer Bilderhöhende Verbindung enthalten, die filmbildende empfangsschicht aus einem undurchsichtigen oder Eigenschaften hat, und nach dem Ausbreiten und durchsichtigen, flüssigkeitsdurchlässigen Material und Trocknen einen verhältnismäßig festen und beständi- kann aus einer einzigen Schicht eines durchlässigen gen Film bildet. Ein bevorzugtes filmbildendes Mate- io Materials, z. B. aus Papier, bestehen. Dieses Material ist ein hochmolekulares Polymerisat, z. B. ein rial kann jedoch auch aus einem durchsichtigen polymerer wasserlöslicher Äther, wie Hydroxyäthyl- oder undurchsichtigen Träger bestehen, auf dem mincellulose oder Natriumcarboxymethylcellulose, der in destens eine flüssigkeitsdurchlässige Bildempfangsalkalischen Lösungen inert ist. Auch andere film- schicht aufgebracht ist. Die Trägerschicht kann einen bildende Materialien oder Dickmittel, deren viskosi- 15 wasserundurchlässigen Grundüberzug aufweisen, auf tätserhöhende Eigenschaften beim längeren Verblei- dem die Schicht des Bildempfangsmaterials aufgeben in Lösung nicht beeinträchtigt werden, können tragen worden ist. Wie bereits erwähnt, kann in verwendet werden. Das filmbildende Material ist vor- einigen Fällen eine Schicht des einen Halogensilberzugsweise in geeigneten Mengen in dem einen Halo- entwickler enthaltenden Behandlungsmittels als Bildgensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittel 20 empfangsschicht dienen, die nach dem Trocknen auf enthalten, so daß diesem Mittel eine Viskosität ober- einer Trägerschicht beim Abziehen haften bleiben halb von 1000 cP bei einer Temperatur von etwa kann. Zahlreiche Beispiele für geeignete Bildemp-24C C und vorzugsweise von 1000 bis 200 000 cP bei fangsmaterialien sind in den oben angegebenen Pader gleichen Temperatur verliehen wird. Beispiele für tentschriften zu finden.
geeignete flüssige, einen Halogensilberentwickler ent- 25 Wenn eine farberzeugende Substanz als bilderzeuhaltende Behandlungsmittel sind in verschiedenen der gender Bestandteil verwendet wird, besteht die BiIdhier angegebenen Patentschriften und auch in den empfangsschicht aus einem aus alkalischen Lösungen Beispielen zu finden. Unter gewissen Bedingungen färbbaren Material. Ein für derartige Bildempfangskann es zweckmäßig sein, das flüssige, einen Halo- schichten bevorzugtes Material ist ein Polyamid und gensilberentwickler enthaltende Behandlungsmittel vor 30 vorzugsweise ein Polyamid, wie N-Methoxymethylder Belichtung nach einem Verfahren auf das licht- polyhexamethylenadipamid. Andere als Bildempempfindliche Material aufzubringen, das in der oben fangsschichten geeignete Materialien bestehen aus angegebenen deutschen Patentschrift 1020 865 er- einem teilweise hydrolysierten Polyvinylacetat aus läutert ist. Polyvinylalkohol mit oder ohne Weichmacher, Baryt-Das lichtempfindliche Material der hier beschrie- 35 papier, d. h. einem Träger, der einen Barytüberzug benen erfindungsgemäßen Produkte wird Vorzugs- trägt; Celluloseacetat mit Füllstoffen, z. B. Celluloseweise von der Emulsionsseite her belichtet. Es ist da- acetat und Ölsäure zu gleichen Teilen, und aus anher zweckmäßig, das lichtempfindliche Material und deren bekannten Materialien ähnlicher Art. das Bildempfangsmaterial an einem Ende durch Obwohl ein zerreißbarer Behälter, z. B. der in Fig. 1 Haltevorrichtungen zusammenzuhalten, die aus 40 gezeigte Behälter 8, eine zweckmäßige Vorrichtung Scharnieren, Haltern od. dgl. bestehen, so daß das zum Ausbreiten eines flüssigen, einen Halogensilberlichtempfindliche Material und das Bildempfangs- entwickler enthaltenden Behandlungsmittels zwischen material aus der in Fig. 1 gezeigten Behandlungs- Schichten einer Filmeinheit darstellt, so daß die Bestellung auseinandergeklappt werden können. Wenn handlung innerhalb der Kamera durchgeführt werdie Filmeinheit ein Rollfilm ist, werden das licht- 45 den kann, kann dieses Ausbreiten auch auf andere empfindliche Material und das Bildempfangsmaterial Weise erfolgen. Ein lichtempfindliches Material kann auf getrennten Walzen aufgerollt, worauf die freien z. B. nach der Belichtung in einer geeigneten Kamera Enden in der beschriebenen Weise miteinander ver- unter Lichtabschluß aus einer derartigen Vorrichtung bunden werden. Eine zur Verarbeitung von Rollfilm entfernt und mit dem flüssigen, einen Halogensilberder beschriebenen Art geeignete Kamera ist z. B. in 50 entwickler enthaltenden Behandlungsmittel getränkt der deutschen Patentschrift 945 608 erläutert. Eine werden, indem das Mittel auf das lichtempfindliche derartige Kamera gestattet die emulsionsseitige auf- Material aufgetragen oder dieses Material auf andere einanderfolgende Belichtung von einzelnen Rahm- Weise mit dem Mittel durchfeuchtet wird, worauf das chen des lichtempfindlichen Materials als auch die durchfeuchtete, belichtete lichtempfindliche Material, einzelne Behandlung eines belichteten Rahmens, bei 55 immer noch unter Lichtausschluß, mit dem Bildempder der belichtete Rahmen mit einem vorherbestimm- fangsmaterial zwecks Erzeugung eines Bildes nach ten Anteil des Bildempfangsmaterials zusammenge- dem erfindungsgemäßen Verfahren zusammengebracht wird, während diese Anteile der Filmanord- bracht wird.
nung durch ein Druckwalzenpaar gezogen werden, Selbstverständlich können auch ohne die Verwenwodurch ein damit verbundener Behälter zerrissen 60 dung eines filmbildenden Materials in dem flüssigen, und die dabei freigesetzte, einen Halogensilberent- einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandwickler enthaltende Behandlungsflüssigkeit zwischen lungsmittel erfolgreich Bilder hergestellt werden. Ein und in Berührung mit dem belichteten lichtempfind- nicht viskoses flüssiges, einen Halogensilberentwickler liehen Rahmen und der vorherbestimmten, ausgerich- enthaltendes Behandlungsmittel ist besonders für das teten Fläche des Bildempfangsmaterials ausgebreitet 65 zuletzt genannte Verfahren geeignet und kann auf wird. das belichtete lichtempfindliche Material nach Ein-Selbstverständlich ist das erfindungsgemäße Ver- saug- oder Überzugsverfahren aufgebracht werden, fahren nicht auf die Verwendung von Rollfilmeinhei- bevor diese Materialien übereinandergelegt oder
zwecks Übertragung der diffusionsfähigen bilderzeugenden Bestandteile in Berührung gebracht werden.
Wenn nichts anderes vermerkt ist, sind in allen Beispielen die Prozentzahlen der Bestandteile als Gewichtsprozent angegeben worden. Der in der Be-Schreibung verwendete Ausdruck »Positivbild« ist nicht im einschränkenden Sinne, sondern vorwiegend zur Erläuterung verwendet worden, weil dieser Ausdruck das auf der bildtragenden Schicht gebildete, im Positiv-Negativ-Sinn zu dem in der lichtempfindlichen Schicht vorliegenden Bild umgekehrte Bild bezeichnet. Wenn man z. B. das lichtempfindliche Material durch ein Negativdurchsichtsbild mit Bogenlicht belichtet, erhält der Ausdruck »Positivbild« eine andere Bedeutung. In diesem Fall ist nämlich das latente Bild in dem lichtempfindlichen Element ein Positivbild und das auf der Bildempfangsschicht erzeugte Bild ein Negativbild. Der Ausdruck »Positivbild« soll daher nur das auf der Bildempfangsschicht erzeugte Bild bezeichnen, das natürlich zu dem in der Emulsionsschicht vorliegenden Bild ein umgekehrtes Bild ist.
In der Beschreibung ist häufig der Ausdruck »Farbe« verwendet worden. Dieser Ausdruck soll auch die Verwendung von drei Farben zwecks Erzeugung von Schwarz umfassen.
In der Beschreibung ist ferner der Ausdruck »übereinander angeordnet« verwendet worden. Dieser Ausdruck soll die Anordnung von zwei übereinanderliegenden Schichten beschreiben, die sich entweder mit den Flächen berühren oder die in getrenntem Zustand vorliegen, wobei sich zwischen diesen Schichten mindestens eine Schicht oder Lage eines Materials befindet, das eine viskose Flüssigkeit sein kann.
Die hier verwendeten Ausdrücke »erste Bildempfangsschicht«, »zweite Bildempfangsschicht«, »erstes Positivbild« und »zweites Positivbild« sind lediglich zur Erleichterung der relativen Anordnung und Stellung dieser Bilder und Bildempfangsschichten verwendet worden, so daß sie nicht die tatsächliche Anzahl der entsprechenden Bilder begrenzen sollen. Obwohl diese Ausdrücke auch in den meisten Fällen einzelne Bilder und Bildempfangsschichten bezeichnen, können sie selbstverständlich auch mehr als ein Bild bezeichnen, wenn z. B. zwei Übertragungsbilder auf einer bestimmten Seite der Emulsionsschicht erzeugt werden. Der verwendete Ausdruck »erstes Positivbild« würde daher beide Bilder bezeichnen.
Erfindungsgemäß kann auch eines der Übertragungsbilder nach einem Verfahren hergestellt werden, bei dem das Positivbild ohne Abtrennung der Halogensilberemulsions- und Bildempfangsschicht sichtbar ist. Bei derartigen Verfahren wird die Halogensilberkonzentration der Emulsion derartig bemessen, daß nach dem vollständigen Entwickeln eine vorherbestimmte geringe maximale Dichte erhalten wird. Der übertragene Silberkomplex wird in einer stark silberabscheidenden Umgebung zu Silber reduziert, so daß ein Positivbild mit einer höheren optischen Dichte erhalten wird, als eine gleiche Menge Silber in dem entwickelten Negativ ergibt. Wenn die entwickelte Halogensilberemulsionsschicht und die Bildempfangsschicht gemeinsam betrachtet werden, ist ein Positivbild sichtbar.

Claims (15)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Photographisches Diffusionsübertragungsverfahren, bei dem eine photographisch belichtete Halogensilberemulsionsschicht mit einem einen Halogensilberentwickler enthaltenden Behandlungsmittel behandelt wird und diffusionsfähige, bilderzeugende Bestandteile, z. B. ein löslicher Silberkomplex oder ein Farbstoff oder ein Farbstoffzwischenprodukt, aus den nicht entwickelten Anteilen der Halogensilberemulsionsschicht zu einer darauf angeordneten Bildempfangsschicht übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogensilberemulsionsschicht zwischen zwei Bildempfangsschichten eingebettet ist und die diffusionsfähigen bilderzeugenden Bestandteile auf beide Bildempfangsschichten übertragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildempfangsschichten von blattartigen Trägern getragen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß undurchsichtige Träger verwendet werden, auf denen Aufsichtsbilder erzeugt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durchsichtige Träger verwendet werden, auf denen Durchsichtsbilder erzeugt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Emulsionsschichten verwendet werden, die für zwei oder mehr unterschiedliche Anteile des Spektrums empfindlich sind, daß die Umkehrbilder nach einem subtraktiven Farbverfahren hergestellt werden und daß die nach den unterschiedlichen Anteilen des Spektrums entsprechenden farberzeugenden Substanzen auf die Bildempfangsschichten bildmäßig übertragen werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Farbstoff entwickler, d. h. ein Farbstoff, der belichtetes Halogensilber entwickeln kann, zur Entwicklung der Emulsionsschicht verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbstoffentwickler ein Farbstoff verwendet wird, der eine Hydrochinongruppe enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Bildung der Umkehrbilder eine Bildempfangsschicht von der Emulsionsschicht abgezogen wird, die dann von der anderen Bildempfangsschicht entfernt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion durch ein additives Farbraster belichtet wird und das somit erzeugte Übertragungsbild mit einem hierzu angepaßten Farbraster betrachtbar ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Erzeugung der Umkehrbilder eine Bildempfangsschicht und dessen Farbraster von der Emulsionsschicht abgezogen werden, die dann von der anderen Bildempfangsschicht und dessen Farbraster entfernt wird.
11. Photographisches Material für die Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieses aus einem Bildempfangsmaterial, dessen Bildempfangsschicht mit einer Halogensilberemulsionsschicht verbunden ist, einer darüber angeordneten zweiten Bildempfangsschicht und aus einem zwischen diesen Schichten angeordneten zerreißbaren Behälter, der ein einen Halogensilberentwickler enthaltendes
109 787/352
Behandlungsmittel zum Entwickeln der Emulsionsschicht enthält, besteht, wobei die Emulsionsschicht trennbar zwischen den beiden Bildempfangsschichten eingebettet ist.
12. Photomaterial nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es einen solchen diffusionsfähigen Farbstoff oder ein solches Farbstoffzwischenprodukt enthält, die nach dem Übertragen in den Bildempfangsschichten einfarbige Bilder erzeugen.
13. Photomaterial nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als Behandlungsmittel und als Entwickler einen Farbstoffentwickler, d. h. einen Farbstoff, der Halogensilber entwickeln kann, enthält.
14. Photomaterial nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es Emulsionsschichten enthält, die für zwei oder mehrere Anteile des Spektrums empfindlich sind, und daß diese Emulsionsschichten farberzeugende Substanzen enthalten, die zur Herstellung von Umkehrbildern nach dem subtraktiven Farbverfahren geeignet sind.
15. Photomaterial nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es als lichtempfindliches Element zwei additive Farbraster aufweist, zwischen denen die Emulsionsschicht eingebettet ist, wobei ein Farbraster so angeordnet ist, daß es zur Betrachtung der ersten Bildempfangsschicht geeignet ist, während das andere Raster an der zweiten Bildempfangsschicht haftet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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