DE112280C - - Google Patents

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DE112280C
DE112280C DENDAT112280D DE112280DA DE112280C DE 112280 C DE112280 C DE 112280C DE NDAT112280 D DENDAT112280 D DE NDAT112280D DE 112280D A DE112280D A DE 112280DA DE 112280 C DE112280 C DE 112280C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/02Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from diazotised o-amino-hydroxy compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wurde gefunden, dafs man durch Einwirkung von diazotirter Pikraminsä'ure auf Ct1-O4-Amidonaphtolsulfosäuren, besonders Ct1-Ct4-Ct2-, Ct1-Ct4-A3 -, ct1-ct43 - Amidonaphtolsulfosäure, H1-Ct4-P2-P3-, Ct1-Ct4-P2-Ct3- und Ct1-ct4-a23-Amidonaphtoldisulfosäure, schwarze Farbstoffe erhält, die sich durch hervorragende Echtheitseigenschaften auszeichnen.
Die Farbstoffe sind vorzüglich egalisirende schwarze Monoazofarbstoffe. Schwarze Monoazofarbstoffe von ähnlichen Eigenschaften sind bisher nicht in den Handel gebracht worden. Sämmtliche Wollschwarz, die am Markte sind, sind Disazofarbstoffe, denen wegen ihres schweren Egalisirungsvermögens und ihrer Eigenschaft, »schipperig« zu färben, jedoch ein hochwichtiger Theil der Wollstückfärberei — die Färberei von glatten Damen-Kammgarnstoffen — verschlossen geblieben ist. Im D. R. P. 79471 ist schon ein Farbstoff aus diazotirter Pikraminsäure und Chromotropsäure beschrieben, der auch schwarze Färbungen liefert. Dieser Farbstoff war jedoch zur technischen Verwerthung ungeeignet in dem Sinne, wie es die Combinationen aus diazotirter Pikraminsäure und Amidonaphtolsulfosäuren sind. Der Werth der neuen Farbstoffe liegt darin, dafs man mit ihnen in Mischung mit Farbstoffen vom Typus des Azosäureblau und geeigneten Nüancirfarbstoffen Schwarznüancen von der hervorragenden Schönheit des Blauholz-Chromschwarz bei gleicher Lichtechtheit erzielt und dafs diese Schwarz auch sonst allen den Anforderungen an Färbe- und Echtheitseigenschaften entsprechen, welche wichtige Zweige der Wollfärberei-Industrie stellen. Für diesen hochwichtigen Zweck war der ältere Farbstoff des D. R. P. 79471 ungeeignet. Denn er ist nicht im Stande, das Verschiefsen nach Roth der älteren Azosäureschwarz unter der Wirkung des Lichtes aufzuheben. Er ist ferner so kupferempfindlich, dafs er durch kupferne Fä'rbegefäfse in der Nuance total nach- Rothbraun geändert wird, und so empfindlich gegen kalkhaltiges Gebrauchswasser, dafs er auch aus diesen Gründen in verschiedenen Industriezweigen unanwendbar ist.
Die neuen Farbstoffe zeigen in allen diesen Richtungen wesentliche Vorzüge und es wird also durch das vorliegende Verfahren ein erheblicher technischer Fortschritt — der volle Ersatz des Blauholz in sehr wichtigen Zweigen der Wollfärberei-Industrie ·— nicht nur gegenüber den im Handel befindlichen Farbstoffen, sondern auch gegenüber dem Monoazofarbstoff aus Pikraminsäure und Chromotropsäure erreicht.
Beispiel:
22,2 kg pikraminsaures Natron werden in Wasser gelöst und 6,9 kg Nitrit zugesetzt. Diese Lösung trägt man in eine Mischung von 40 kg Salzsäure und 100 kg Eiswasser ein und rührt kurze Zeit. Die Diazoverbindung scheidet sich in gelbgrünen Kryställchen zum gröfsten Theil aus. Läfst man diese zu einer Lösung von 34,2 kg H-Säure und 30 kg Soda in Wasser einlaufen, so färbt sich die Masse blau-
roth und der entstehende Farbstoff fällt in bronzeglänzenden Blättchen aus. Zur Vollendung der Reaction rührt man noch 6 Stunden die Mischung gut durch. Dann erwärmt man auf ioo° und salzt aus. Nach dem Trocknen stellt der Farbstoff ein bronzeglänzendes Pulver dar, welches sich in Wasser mit rothblauer Farbe löst. Der Farbstoff färbt in saurem Bade Wolle in blauschwarzen Tönen an.
Beim nachträglichen Behandeln mit Bichromat gehen die Färbungen in ein tiefes Grün von vorzüglicher Wasch-, Seif- und WTalkechtheit über. In nachstehender Tabelle sind die Eigenschaften der wie vorstehend mit Amidonaphtoldisulfosäure H und der auf gleiche Weise mit den übrigen oben genannten Amidonaphtolsulfosäuren erhaltenen Farbstoffe zusammengestellt:
Combination:
Pikraminsäure mit
Aussehen des
Farbstoffes
Lösung in
Wasser
Lösung in
Alkalien
Lösung in
cone. i?2 S O4
Saure
Färbung
Amidonaphtolsulfo-
säure Ct1-K4-Ct2
blauschwarzes
Pulver
blauschwarz blauschwarz rothviolett blauschwarz
Amidonaphtolsulfo
säure Ct1-Ci4-Ct3
grünschwarzes
Pulver, bronzirend
blauroth blauroth fuchsinroth schwarzblau
Amidonaphtolsulfo-
säure H1-Ct4-P3
grünschwarzes
Pulver, bronzirend
blauroth blauroth violettröth schwarzblau
Amidonaphtoldisulfo-
säure Ci1-Ct4-P2-H3
grünschwarzes
Pulver, bronzirend
blauviolett . rothviolett roth schwarzblau
Amidonaphtoldisulfo-
säure Ct1-Ct4-P3-P3
metallisch glän
zendes gelbgrünes
Pulver
dichroitisch
rothblau
blauroth gelbroth schwarz
Amidonaphtoldisulfo-
säure Ct1-Ct4-Ct2-P3
dichroitisch roth
blau
blauroth blauroth gelbroth schwarz.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von schwarzen Monoazofarbstoffe^ darin bestehend, dafs man diazotirte Pikraminsäure auf nachfolgende A1-C4-Amidonaphtolsulfosäuren:
    Amidonaphtolsulfosäure Ct1-Ci4-Ci2,
    Amidonaphtolsulfosäure Ci1-Ci4-Ci3,
    Amidonaphtolsulfosäure αχ43,
    Amidonaphtoldisulfosäure Ci1 -a42-c3,
    Amidonaphtoldisulfosäure αλ -ct42-(38,
    Amidonaphtoldisulfosäure a1-a.i-a2i
    einwirken läfst.
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