DE111189C - - Google Patents

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DE111189C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVU11189 -
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. April 1898 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Anordnung, welche zum Antriebe der Registrirvorrichtung an mit einem Pendelkontaktwerk als Zeitmesser arbeitenden Strommessern dient.
In der beiliegenden Zeichnung ist in
Fig. ι diese Vorrichtung dargestellt, während Fig. 2 und 3 zwei Einzeltheile in gröfserem Mafsstabe darstellen.
Fig. 4 zeigt das sich ergebende Diagramm. Die Einrichtung besitzt ein Pendel, welches in zwei Spitzenschrauben g hängt, so dafs ein unten an diesem Pendel g1 g2 befestigter Anker α in den Spulen b1 Z>2 sich frei bewegen kann. Der eigentliche Pendelkörper (Anker a) besteht aus einem kegelförmigen Eisentheile; er ist unterhalb seines Schwerpunktes in zwei Stahlspitzen ο ο gelagert, so dafs sich hierdurch seine Achse niemals in horizontaler Lage befinden kann; seine verlängerte Achse p, die beiderseits mit Stellschrauben m1 m2 verbunden ist, wird vielmehr stets einen der beiden Kontakte c1 c2 geschlossen halten. Innerhalb dieser Spulen und unterhalb des Ankers α sind Eisenstreifen s1 s2 eingesetzt. Zwischen den Stangen des Pendels g1 und g2 ist in der Mitte verschiebbar eine Stange f angeordnet, welche vermöge eines Bolzens h einen geschlitzten Hebel i bewegt. Letzterer ist durch den Bolzen k an der Stange g'2 drehbar gelagert. An dem einen Ende dieses Hebels i ist ein Registrirstift χ befestigt, welcher sich in einer Gabel ^ ^, die gleichzeitig als Führung dient, auf- und niederbewegen kann. Am anderen Ende trägt derselbe ein verstellbares Balancirgewicht. Diese Gabelführung \ ist mit einem Gegenhebely verbunden, der seine Drehung auf einem Bolzen m hat, und zwar erfolgt diese Drehung je nach der Bewegung des Hebels. Durch die Drehung dieses Hebels y bezw. ^ wird eine am Hebely befestigte Sperrklinke IV bewegt, die auf ein Sperrrad 4 wirkt, wodurch also das Sperrrad je nach der Bewegung des Hebelsy mehr oder weniger in Umdrehung versetzt wird. Unterhalb des Hebels i ist eine Platte 6 mit den Stangen g1 g2 fest verbunden, welche zur Aufnahme von vier Elektromagnetspulen dient. Es ist die Anordnung so getroffen, dafs jede Spule mit ungefähr einem halben Ampere Strom belastet werden kann. Diese vier Spulen CDFG sind aus Fig. 2 und 3 ersichtlich. Des ferneren ist jede dieser Spulen ein Solenoid. Die entsprechenden Eisenkerne, welche verschiedene Längen aufweisen, damit dieselben nach einander zur Wirkung kommen, sind auf einer Führungsplatte 5 befestigt, die vom Hebel i vermöge der Stange f getragen werden. Die Stange/ ist nach abwärts verlängert und kann sich lose spielend durch die Platte 6 bewegen, und findet ihr Ende in einer weiteren Führungsplatte 7. Letztere ist beweglich, wie die Platte 5, und mit der Stange f fest verbunden.
Die vorhin genannten Elektromagnetspulen CDFG sind unter einander durch Quecksilberkontakte HJK verbunden (Fig. 2 und 3).
In Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung ist im gröfseren Mafsstabe die Anordnung der Eisenkerne und Elektromagnetspulen zu ersehen und läfst alles Nähere ohne Weiteres erkennen.
Die Wirkungsweise des Apparates selbst erklärt sich auf nachstehende Weise:
Das in der Ruhelage hängende Pendel mit den daran hängenden und in horizontaler Richtung angebrachten seitlichen Ankerkernen, welche unterhalb ihrer Mittellini« gelagert sind, werden in der Ruhelage stets einseitig auf dem der Neigung entsprechenden Blattfederkontakte C1 bezw. C2 aufliegen und dadurch die zugehörige Spule kurz schliefsen.
Soll nun der Strom gemessen werden, so wird zunächst ein Zweigstrom, wie aus Fig. ι ersichtlich, in der Pfeilrichtung zur Spule b'2 und dann zu b1, welche in der Figur kurz geschlossen ist, fiiefsen; das Pendel schwingt also nach rechts. Nachdem dies geschehen, wird die entgegengesetzte Kurzschlufsvornchtung in Wirkung treten, die andere Spule wird dagegen zum Stromdurchgange freigegeben. Diese Bewegung der Ankerkerne bezw. des Pendels wiederholt sich bei Einschaltung des Apparates 60 Mal in der Minute, und ist demnach das vorhandene Pendel ein Secundenpendel.
Der zu messende Hauptstrom wird über Z1 Z zu der Kontaktspule C geleitet, und diese zieht den Kern I in die Spule hinein, nimmt somit die Platte 5 mit nach abwärts und infolge dessen auch den Registrirhebel i vermöge des Bolzens h. Der Registrirstift gleitet mit nach abwärts, indem er in die Führung ^ ^ gleitet. Da aber das ganze Pendel schwingt, mufs die Sperrklinke IV in entsprechende Zähne des Sperrrades 4 greifen, vollführt somit die Fortschaltung des Zählwerkes.
Angenommen, die Spule C ist bewickelt mit einem Drahte von Y10 mm Durchmesser und kann somit von einem halben Ampere mit 110 Volt Spannung durchflossen werden. Ist dies der Fall und ist der Eisenkern I auf eine bestimmte Länge in die Spule hineingezogen, so "gelangt ein zweiter hinter demselben angebrachter Platinenkontakt Y (Fig. 1, 2 und 3) mit dem darunter liegenden Quecksilbergefäfse H in Berührung. Durch diese Berührung wird die zweite Spule G durch Parallelschaltung in Thätigkeit gesetzt und zieht hierdurch den Kern II hinein. Der übrige Vorgang ist derselbe wie bei der Spule C.
Nach der Spule G gelangen endlich die Spulen F D zur Wirkung, und richtet sich überhaupt die Anzahl der Spulen nach der zu messenden Stromstärke.
Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 4 ein Diagramm dargestellt. Es stellt dar: Die Strecke /von 5 bis s1 1J2 Ampere, die Strecke von s bis s2 ι Ampere, von s bis s3 1'/2 Ampere und von s bis s4 2 Ampere. Bei abnehmender Stromstärke werden sich die Spulen CDFG nach einander ausschalten.
Der oben beschriebene Apparat kann ebenso gut als Wattstundenzähler Verwendung finden, nur sind alsdann die Eisenkerne I, II, III durch Stromspulen zu ersetzen, die einen der wirksamen Spannung proportionalen Strom führen.
Was das Schaltungsschema der Solenoide CDFG anbetrifft und ebenso dasjenige der Quecksilberkontakte, so sei folgendes bemerkt:
Sämmtliche Solenoide sind mit dem einen Ende ihres Drahtes an die Leitung Z angeschlossen. Die erste Spule C (Fig. 2 und 3) ist mit dem zweiten Ende an die Leitung Z angeschlossen, während die Leitung Z1, wie aus Fig. 2 ersichtlich, an sämmtliche Platinenstifte Y angeschlossen ist. Das andere Ende der Spule D dagegen ist an das Quecksilbergefäfs H angeschlossen, während die Quecksilberkontakte H J K an und für sich isolirt sind. Von der Spule F ist das zweite Ende des Drahtes an das Quecksilbergefäfs / und das zweite Ende des Drahtes der Spule G ist an das Quecksilbergefäfs K angeschlossen u. s. w.
Aus dem Vorhergegangenen ergiebt sich ein Schaltungsschema, bei welchem stets ein Quecksilbergefäfs weniger vorhanden zu sein braucht, da das erste Solenoid kein Quecksilbergefäfs benöthigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektricitätszähler derjenigen Art, bei welcher eine Registrirvorrichtung durch ein als Zeitmesser dienendes Pendelkontaktwerk um einen vom Stromverbrauch abhängigen Betrag weitergeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dafs ein an der Pendelstange gelagerter Registrirhebel (i) von einer gleichfalls mit dem Pendel mitschwingenden Strommefsvorrichtung (C D F G) dem jeweiligen Stromverbrauch entsprechend eingestellt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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