DE55456C - Elektrizitätszähler - Google Patents

Elektrizitätszähler

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DE55456C
DE55456C DENDAT55456D DE55456DA DE55456C DE 55456 C DE55456 C DE 55456C DE NDAT55456 D DENDAT55456 D DE NDAT55456D DE 55456D A DE55456D A DE 55456DA DE 55456 C DE55456 C DE 55456C
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DENDAT55456D
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H. H. CUTLER in Newton, Massach., V. St. A
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Details Of Measuring Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Elektricitätszähler.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Elektricitätsmesser, der die Stärke des durch einen Leiter gehenden Stromes zu irgend einer Zeit mifst, sowie auch das Gesammtproduct aus der Stärke des durchlaufenden Stromes und der Zeit anzeigt, während welcher der Strom durchgeleitet wird.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Drähten, die einander gleich sind und gleich stark gespannt werden. Durch einen der Drähte läuft der zu messende Strom, wobei sich der Draht erhitzt und entsprechend ausdehnt.
Die beiden Drähte sind an einem Waagebalken angehängt, welcher mit einem Zeiger ausgerüstet ist. Auf den Stützpunkt des Waagebalkens wirkt eine Feder, welche die Drähte spannt, so dafs jede Ausdehnung und Zusammenziehung, welche beide Drähte gleichmäfsig erfahren, nur eine lineare Verschiebung des Waagebalkens, aber keine Drehung hervorrufen kann; der Zeiger wird somit verschiedene radiale Stellungen nur bei verschiedenen Strommengen des den Draht durchfliefsenden Stromes einnehmen.
Um die Gesammtmenge des Stromes innerhalb der Zeit auzuzeigen, während welcher der Strom durch die Leitung fliefst, arbeitet der Zeiger zusammen mit einem Uhrwerk und mit einem Zählwerk. Das letztere ist derart angeordnet, dafs die Anzahl der Bewegungen desselben während eines gegebenen Zeitraumes von der Lage des Zeigers abhängt und dem Strom entspricht, welcher während dieser Zeit vom Zeiger angegeben wird.
Das Uhrwerk wird nur dann angetrieben, wenn der Strom durchläuft.
Fig. ι ist die Vorderansicht der Mefsvorrichtung.
Fig. 2 ist die Seitenansicht des Uhrwerkes.
Fig. 3 zeigt Einzelheiten des Zähl- oder Anzeigewerkes.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Schaltung in den Leitungen für das Uhrwerk und die Mefsvorrichtung. ,
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der Vorrichtung und der an denselben angeschlossenen Leitungen für stärkere Ströme.
Fig. 6 zeigt den Umschalter für die Mefsdrähte.
Der Theil der Vorrichtung, welcher unmittelbar vom elektrischen Strom beeinflufst wird, ist der Mefsdraht a, welcher ebenso wie der Mefsdraht α1 an den mit a? a3 bezeichneten Enden an dem Gestell A der Vorrichtung befestigt ist. Beide Drähte sind von den Befestigungsdrähten λ2 α3 aus zu einem Waagebalken b geführt, mit welchem sie mittelst steigbügelartiger Schleifen a4 a5 oder ähnlicher Vorrichtungen verbunden sind. Der Waagebalken b ist drehbar um eine Schlinge oder Schleife b[, auf welche eine Feder c einwirkt, die das Bestreben hat, die Drähte α al zu spannen und sie stets gleich stark gespannt zu erhalten.
Die Drähte α al sind vollständig von einander isolirt und werden am besten aus Neusilber hergestellt, da dieses gegen die Einwirkung eines hindurchgeleiteten elektrischen Stromes sehr empfindlich ist. Da die Drähte von derselben Stärke und Länge und demselben
Stoff ausgeführt sind, so ist es klar, dafs jede Ausdehnung oder Zusammenziehung, welche beide Drähte gleichmäfsig erfahren, nur eine Verschiebung, nicht aber eine Verdrehung des Waagebalkens b herbeiführen kann. Eine solche Ausdehnung und'Zusammenziehung wird durch die Nachgiebigkeit der Spannvorrichtung c ausgeglichen, folglich werden Temperaturänderungen keine Drehung des Waagebalkens b veranlassen.
Andererseits wird jede Verlängerung oder Verkürzung eines der Drähte eine Verdrehung des Waagebalkens b herbeiführen. Der letztere ist mit einem langen Zeiger d ausgerüstet, welcher die Drehung mitmacht, so dafs das freie Ende des Zeigers die Längenänderungen der Drähte α α' angiebt, jedoch in bedeutend vergröfsertem Mafse.
Der Draht ä ist in eine Leitung zwischen der Hauptleitung 2,3, Fig. 4, und den Verbrauchsstellen eingeschaltet, welche von der Hauptleitung aus gespeist werden sollen. Der ganze verbrauchte Strom fliefst also durch diesen Draht, welcher von dem Strom in bekannter Weise erhitzt und ausgedehnt wird.
Eine Scala für den Zeiger ist bei dl, Fig. 1, gezeichnet; sie wird von einem schwingenden Rahmen getragen, dessen Zweck weiter unten angegeben werden wird. Wenn ein Strom von nahezu gleichmäfsiger elektromotorischer Kraft verwendet wird, so bewegt sich der Zeiger schrittweise, je nachdem die Zahl der eingeschalteten Verbrauchsstellen geändert wird. Um die nachfolgende Beschreibung zu vereinfachen, ist die Mefsvorrichtung beispielsweise für zehn Glühlampen gezeichnet.
Der Zeiger ist so angeordnet, dafs er zwischen einem Zählwerk B und einer Triebvorrichtung e liegt, Letztere wirkt auf das Zählwerk in der Art, dafs das Stück, um welches das Zählwerk B während irgend einer Bewegungsdauer des Triebwerkes verstellt wird, entsprechend der Stellung des Zeigers d und folglich entsprechend der Zahl der Glühlampen, welche in Thätigkeit sind, sich ändert. Das Triebwerk, welches die Form einer Trommel e hat, macht in bestimmten Zeiträumen volle Umdrehungen, so lange die Glühlampen in Thätigkeit sind.
Die Trommel e ist unterhalb des Zeigers d angeordnet, so dafs die Spitze des letzteren bei seiner Bewegung von einem Ende der Trommel zum anderen streicht; letztere ist mit einer Anzahl vorstehender Blätter oder Rippen e1 von verschiedener Länge ausgerüstet. Diese Rippen sind verschieden lang; nur eine einzige Rippe ist so lang wie die Trommel selbst.
Der Zeiger d ist dünn und biegsam, oder er ist an einem Scharnier aufgehängt, so dafs er leicht senkrecht zu derjenigen Ebene verschoben werden kann, in welcher er durch den Waagebalken b beim Anzeigen der Stromstärke , bewegt wird.
Sobald eine Glühlampe in den Stromlauf eingeschaltet wird, bewegt, sich der Zeiger d aus der Ruhestellung Fig. 1 nach dem ihm zunächst liegenden Ende der Trommel e hin, indem er an derjenigen Rippe e1 entlanggleitet, welche über die ganze Länge der Trommel sich ausdehnt, so dafs das Ende des Zeigers d bei jeder vollen Umdrehung der Trommel einmal quer schwingt.
Sind zwei Lampen in Thätigkeit, so bewegt sich der- Zeiger einen Schritt weiter an der Trommel entlang, so dafs die nächst kürzere Rippe e1 denselben ebenfalls erfafst und auf diese Weise zwei Querbewegungen des Zeigers hervorruft, wenn die., Trommel sich einmal dreht, und so fort. ..Beim Einschalten jeder ferneren Lampe macht der Zeiger jedesmal eine Querbewegung mehr, während sich die Trommel nur einmal dreht.
Die Anzahl der Querbewegungen des Zeigers ist deshalb gleich der Anzahl der Lampen, welche bei jeder Umdrehung der Trommel e brannten. -;
Diese Anzahl der Bewegungen wird durch das Zählwerk B angezeigt. Letzteres wird mittelst der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung angetrieben.
Die Spitze des Zeigers d ruht auf der einen Seite des schwingenden Rahmens f, so dafs jede Querbewegung des Zeigers eine entsprechende schwingende Bewegung dieses Rahmens hervorruft.
Der Rahmen f ist mit einem Arm f1 ausgerüstet, dessen Sperrklinke /2 in ein Sperrrad f3 auf der ersten Welle des Zählwerkes eingreift. Jede Schwingung des Rahmens hat also die Schaltung um einen Zahn zur Folge. Die Gesammtzahl dieser Schaltungen, welche das Zählwerk in bekannter Weise .anzeigt, ist also gleich der Summe der Querschwingungen des Zeigers d, welcher nach dem Vorübergang jeder Rippe in seine Anfangslage zurückgeht, bevor die nächste Rippe ihn erfafst.
Das Uhrwerk, welches die Trommel e treibt, wird bei dem dargestellten Beispiel von dem elektrischen Strom selbst getrieben und besteht im wesentlichen aus einem Rädergetriebe g g1 2 g3. Der Trieb gs desselben ist auf einer Welle h befestigt, die ein Sperrrad hl trägt, Fig. 2.
Dieses Räderwerk bewegt die Trommel e viel langsamer als das Sperrrad h\ welches von der Sperrklinke i eines Hebels i1 schrittweise bewegt wird. Der Hebel i1 schwingt um einen Zapfen z2 und ist mittelst einer Lenkstange i3 mit dem Anker eines Elektromagneten oder einer Spule k verbunden, welche eine
verhältnifsmäfsig grofse Verschiebung der Kerne gestattet. -
Um den Zeitpunkt für die auslösenden Bewegungen des Ankers ?4 derart zu regeln, dafs die schrittweise Bewegung des Sperrrades h und die dadurch herbeigeführte Drehung der Trommel e gleichmäfsig und in gleichen Zwischenräumen erfolgen, wird die Bewickelung des Magneten k durch eine schwingende Unruhe m beeinflufst. Diese Unruhe ist mit einer sehr feinen Haarfeder ml versehen und wirkt zusammen mit einem Anker oder einer Hemmung m2, welche in ein Steigrad m3 eingreift. Das letztere ist auf der Welle h des Uhrwerkes beweglich, aber durch eine Feder m4 mit der Welle h verbunden, so dafs jedesmal, wenn das Sperrrad h1 um einen Zahn gedreht ist, die Feder sich spannt und das Hemmrad veranlafst, in derselben Richtung zu folgen.
Das Hemmrad giebt also den Schaltzähnen den nöthigen Anstofs, um den Hebel m2 in schwingender Bewegung zu erhalten. Dieser Hebel ist mit einem Stromschliefser η ausgerüstet, welcher den Stromkreis des Magneten k schliefst oder öffnet.
Das Sperrrad wird demnach bei jeder Schwingung vorgeschoben, und die Feder, welche auf das Hemmrad wirkt, wird bei jeder Drehung fast gleichmäfsig gespannt. Auf diese Weise wird die Kraft, welche das Räderwerk und die Walze e für das Zählwerk treibt, von dem Magneten k abgeleitet, während die Kraft, welche die Theile m m2 m3 des Uhrwerkes treibt, von der Feder m4 abgeleitet wird.
Da es nur nöthig ist, dafs das Uhrwerk geht, wenn Strom zu den Lampen geleitet wird, so kann der Magnet durch einen Stromschliefser o, an welchen der Zeiger d, Fig. ι, sich legt, ein- und ausgeschaltet werden. Die Leitung ist unterbrochen, wenn der Zeiger in der Nullstellung, sich befindet, also kein Strom durch die Vorrichtung fliefst; sie wird aber infolge der Bewegung des Zeigers geschlossen, sobald schon ein ganz schwacher Strom durch die Lampen fliefst.
Damit die Unruhe m zur geeigneten Zeit in Bewegung und stillgesetzt werden kann, ist ein Hebel ρ angeordnet, welcher einen dünnen, nachgiebigen Arm ρλ besitzt, der sich an den Umfang der Unruhe legt, sobald der Magnet k entmagnetisirt ist. , Dieser Hebel ρ wird von dem Hebel i1 beeinflufst, welcher das Sperrrad h1 antreibt.
Der Hebel ρ ist ferner mit einem Vorsprung p2 ausgerüstet, welcher sich an den Hebel z2 legt, so dafs, wenn der letztere infolge der Anziehung des Magneten k hochgehoben wird, auch der Hebel ρ hochgeht und sein Arm p1 die Unruhe dreht und damit deren Schwingungen einleitet.
Damit der Hebel ρ die Unruhe nicht mehr berührt, nachdem diese einmal in Gang gesetzt ist, ist eine Stütze p3 für den Hebel angebracht. Wenn der Zeiger auf Null steht, so drückt er auf den unteren Hebelarm,, wodurch der obere Arm von p3 nicht in der Bahn des Hebels ρ liegt, letzterer daher mit seinem dünnen Arm pl auf die Unruhe fällt und diese festhält. Sobald indessen ein Strom durch den Apparat geht, wird der Hebel]? angezogen, der dünne Arm p1 dreht die Unruhe, die nunmehr durch die Feder m4 weiter in Schwingung versetzt wird, während der hochgegangene Hebel ρ auf die von dem Zeiger d verlassene und daher vorgetretene Stütze p3 sich legen kann und die Unruhe so lange nicht behindert, bis der Zeiger in die Nullstellung zurückgekehrt ist und den Arm p3 zurückgedrückt hat, infolge dessen der Hebel ρ wieder herabfällt und seinen Arm p1 an die Unruhe anlegt.
Die Stromleitung ist in Fig. 4 schematisch dargestellt, in welcher 2 und 3 die Hauptleitung, 40 und 50 die beiden Zweige, der Nebenleitung darstellen, in welche in bekannter Weise die Lampen T parallel geschaltet sind. Der Draht α der Vorrichtung zum Anzeigen der Stromstärke ist in einen Stromkreis zwischen einer der Hauptleitungen, in diesem Falle 2, und einen Arm der Neben-. leitung, nämlich 40, eingeschaltet, so dafs der ganze Strom, welcher die Nebenleitung durchfliefst, den Draht durchfliefst.
Der Magnet k ist in eine besondere Leitung zwischen der Hauptleitung 2, 3 eingeschaltet. Diese Leitung besitzt einen hohen Widerstand, so dafs nur ein geringer Theil des Gesammtstromes von derselben verbraucht wird. Das eine Ende des Magneten ist bei 25 mit dem Leiter 2 der Hauptleitung und das andere Ende durch eine Leitung 26 mit einem Stromschliefser t verbunden, welcher isolirt am Gestell des Uhrwerkes angebracht ist. Das Uhrwerk selbst ist durch die Leitung 27 mit dem zweiten Leiter 3 der Hauptleitung verbunden. Die Feder η des Stromschliefsers, welche durch die Hemmung der Uhr bewegt wird, ist mit den Metalltheilen der Uhr und deshalb durch die Leitung 27 mit der Hauptleitung 3 leitend verbunden, und folglich ist, wenn die Feder η bei den Schwingungen des Ankers den Stromschliefser t trifft, der Strom, welcher durch den Magneten k fliefst, durch 25, 26, 27 geschlossen. Dadurch wird der Magnet erregt, so dafs das Sperrrad h1 gedreht wird. Sobald die Feder η den Stromschliefser t nicht mehr berührt, wird der Strom unterbrochen und der Anker des Magneten fällt ab. Sobald der Strom bei der folgenden Schwingung aufs Neue geschlossen wird, findet wieder eine Bewegung des Ankers statt. Sowie der Zeiger d auf Null zurückgeht, wird die Uhr stillgesetzt,
weil nunmehr der Hebel ρ herunterfällt, da er seine Stütze ps durch das Zurückgehen des Zeigers verliert. Der dünne Arm ρλ des Hebels berührt jetzt die Unruhe, welche dadurch stillsteht, wodurch auch die Leitung zwischen η und t unterbrochen wird. Es würde nun nothwendig sein, dafs die Leitung durch andere Vorrichtungen, als durch den Stromschliefser η t, wieder geschlossen wird, wenn die Uhr abermals in Gang kommen soll. Dies wird durch den Stromschliefser ο bewirkt, welcher vom Uhrgestell isolirt, aber durch den Draht 28 mit dem Antriebshebel ρ verbunden ist. Der letztere ist ebenfalls gegen das Uhrgestell isolirt; sobald aber die Uhr angehalten wird, stellt er mit dem Umfang der Unruhe m Stromschlufs zwischen den Theilen des Uhrwerkes her. Wenn also der Stromschliefser 0 mit t infolge der Bewegung des Zeigers d aus der Nullstellung in Berührung kommt, so wird die Leitung geschlossen, deren Strom durch den Magneten k, die Leitungen 25, 26, t, o, 28, p, das Uhrwerk und 27 fliefst. Dadurch wird der Magnet erregt, welcher das Uhrwerk ansöfst und gleichzeitig den Antriebshebel ρ nach oben dreht. Der letztere wird durch die Stütze ps in dieser Lage erhalten, so dafs der Schlufs des Stromkreises zwischen den Leitungen 26 und 27 jetzt von den Stromschliefsern η und t abhängig ist, so lange, bis das Uhrwerk infolge des Rückganges des Zeigers d in die Nullstellung wieder stillgesetzt ist.
Werden stärkere Ströme benutzt, als mit Sicherheit durch den Draht α gehen dürfen, ohne dafs letzterer gegen den schwächsten der durchfliefsenden Ströme unempfindlich wird, so kann die Vorrichtung in einen Stromkreis eingeschaltet werden, wie Fig. 5 zeigt, bei welchem die Mefsvorrichtung für jede Anzahl von Lampen bis zu einem Hundert eingerichtet ist.
Die Lampen T, welche vom Strom gespeist werden, sind alsdann in eine Anzahl Abtheilungen zu gruppiren, deren jede von Zweigleitungen 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 gespeist werden. Die Enden dieser Leitungen sind an die Hauptleitungen in folgender Weise angeschlossen: Das eine Ende jeder Zweigleitung, nämlich die Enden 4, 6, 8 und 10, sind unmittelbar mit einer der Hauptleitungen, und zwar 3, verbunden. Die anderen Enden 5, 7, 9 und 11 sind mit Umschaltern C verbunden. Dieselben stellen eine Verbindung der Enden entweder mit einem Draht 12 her, der unmittelbar an die Hauptleitung 2, oder mit einem Draht 13, der unter Einschaltung der Mefsvorrichtung an die Leitung 2 angeschlossen ist.
Die Umschalter C sind so angeordnet, dafs sie die Verbindung zwischen den Leitungen und dem Draht 12 unterbrechen, wenn sie die Verbindung zwischen dem Draht 13 herstellen, und umgekehrt; die Leitungen sind deshalb immer in Verbindung mit den Hauptleitungen. Die Umschalter C stellen für gewöhnlich die Verbindung mit dem Draht 12 her und mit dem Draht 13 nur zeitweise. Nur je eine der Leitungen führt jeweilig den Strom durch den Mefsapparat, und 'diese Leitungen werden bei Stromverbrauch nach einander in bestimmten Zwischenräumen mit der Mefsvorrichtung verbunden.
Die Mefsvorrichtung ist im wesentlichen ebenso eingerichtet, wie vorher beschrieben; es sind zwei Drähte α und α 10 angeordnet, welche die zugehörigen Zeiger d und d10 bewegen. Die letzteren gleiten über die Umfange der Trommeln e und e !0 hin, und jeder dieser Zeiger kann das Zählwerk B in Betrieb setzen, welches in dieser Weise eine Zahl angiebt, die gleich ist der Zahl der Querschwingungen desjenigen der beiden Zeiger d d]0, welcher sich gerade über dem Umfang der zugehörigen Trommel befindet.
Der Draht α 10 ist leitungsfähiger als der Draht α und deshalb wird er beim Durchgang desselben Stromes weniger erhitzt. Der Strom fliefst bei gewissen Stellungen des Apparates durch beide Drähte, welche hinter einander geschaltet sind, zum Draht 13. Der Draht a besitzt so hohen Widerstand, dafs er durch diejenige Wärme eines Stromes, welche eine Lampe speisen kann, merklich verlängert wird.
Der Draht α genügt jedoch nur für zehn Lampen, während der Draht a10 einen solchen Widerstand besitzt, dafs er erst dann merklich beeinflufst wird, wenn der für den Draht a bestimmte Strom seinen gröfsten WTerth erreicht. Wenn also der durch die Leitung 13 fliefsende Strom für elf und mehr Lampen ausreicht, so wird der Draht a10 merklich ausgedehnt und treibt den Zeiger d 10 vorwärts und über die Trommel e10 hinweg.
Der Zeiger d10 wirkt auf einen Umschalter, welcher als Arm auf einer Welle £)2, Fig. 6, befestigt und mit einem Finger D3 versehen ist. Letzterer taucht in . eine mit Quecksilber gefüllte Schale D4, sowie die Welle gedreht wird. Letztere ist mit einem Arm D5 ausgerüstet, welcher von einem Zapfen oder Vorsprung am Ende des Zeigers oder vom Zeiger selbst erfafst wird. Wenn also der Zeiger sich aus seiner Endstellung nahe dem Ende der Trommel e10 hin- oder herbewegt, so wird durch die Theile D3D* des Umschalters die Verbindung zwischen den Drähten 15 und 16, welche mit diesen Theilen des Umschalters leitend verbunden sind, unterbrochen bezw. wieder hergestellt. Das Gewicht des belasteten Fingers Z)3 am Umschalter bringt den Arm in eine aufrechte Stellung. Der Finger taucht also infolge seines Gewichtes in das Quecksilber ein

Claims (1)

  1. und verbleibt darin so lange, als der Zeiger d10 nicht seine Nullstellung einnimmt.
    Die Drähte 15 und 16 sind auch mit dem Draht 13 an jeder Seite des Meisdrahtes α von gröfserem Widerstände in Verbindung. Sind die Drähte 15 und 16 durch den Umschalter mit einander verbunden, so stellen sie eine Zweigleitung mit einem geringen Widerstände um den Mefsdraht α her. Durch diesen Draht fliefst dann ein Strom, welcher vernachlässigt werden kann; der Zeiger geht also in die Nullstellung zurück, in welcher er von den Rippen der Trommel e nicht erfafst werden kann.
    Jeder Strom also, welcher stärker ist als der stärkste Strom, für welchen der Mefsdraht a bestimmt ist, veranlafst beim Durchgang durch den Draht aw eine Bewegung des Zeigers d10, welche'hinreicht, den Stromschlufs herzustellen und den Draht α auszuschalten. Aufserdem wird der Zeiger d10 so verstellt, dafs seine Trommel ew auf ihn wirken kann; Verstärkungen des Stromes würden den Zeiger d10. veranlassen, an der Trommel e10 entlang gleitend, verschiedene Stellungen einzunehmen.
    Die Rippen, auf der Trommel e10 sind derart angeordnet, dafs, falls der Zeiger d10 anfangs über die Trommel hinübertritt, er von elf Rippen erfafst wird. Infolge dessen wird bei einer Umdrehung der Trommel das Zählwerk um elf Zacken vorgerückt. Bei jedem ferneren Vorrücken des Zeigers an der Trommel entlang wirkt eine Rippe mehr auf den Zeiger und rückt daher das Zählwerk bei jeder Umdrehung der Trommel eine Zahl mehr vor.
    Soll ein Strom für eine gröfsere Anzahl von Lampen gemessen werden, welche in dieselbe Leitung eingeschaltet sind, so würde man einen dritten Mefsdraht und einen dritten Umschalter benutzen müssen, welcher zu . dem Draht α 10. in demselben Verhältnifs steht, wie der Draht α10 und der Umschalter zu dem Draht α steht.
    Es stellen sich jedoch praktische Hindernisse entgegen, wenn man mehrere empfindliche Mefsdrähte von verschiedener Leistungsfähigkeit benutzen wollte. Wenn daher stärkere Ströme, als solche, die unmittelbar durch einen Apparat mit zwei Mefsdrähten gemessen werden können, zu messen sind, so zerlegt man dieselben in verschiedene Theile, wie schon angegeben. Anstatt also für jeden Satz während der ganzen Arbeitszeit zu zählen, wird für jede Abtheilung besonders gezählt während eines Zeitraumes, welcher von der Zahl der in der Abtheilung enthaltenen Lampen abhängt, und dann das Ergebnifs aller Zählungen summirt.
    Die vorbeschriebene Vorrichtung kann noch vereinfacht werden, wenn man an Stelle der mit Rippen versehenen Trommel e, Fig. 1, 2 und 5, die in Fig. 7 dargestellte Einrichtung anwendet.
    Der Zeiger d ist hier mit einem Stift oder Ansatz u versehen, auf welchen sich der eine Arm ν eines Hebels vv1 legt, der bei v2 im Gestell A oder sonstwie passend drehbar gelagert ist. Der andere Arm v1 dieses Hebels ist mit einer Schaltklinke Vs versehen, welche in die Zähne eines Schaltrades n> einfällt. Dieses Schaltrad n> ist mit einem Zählwerk irgend einer bekannten Art versehen, welches die Bewegungen dieses Schaltrades genau zählen kann.
    An dem Gestell A oder auf sonst geeignete Weise ist ferner eine Scheibe χ drehbar gelagert, die mit dem Uhrwerk (Fig.. 2) derart in Verbindung steht, dafs in bestimmten Zeitabschnitten diese Scheibe genau einmal gedreht wird. Auf der Scheibe ist eine Rolle, ein Zapfen oder Vorsprung λ:1 angebracht, der in der Bahn des Hebelarmes vl liegt, so dafs bei jedesmaliger Umdrehung der Scheibe χ der Hebelarm v1, welcher bei Nichtbenutzung des Apparates, wenn also kein Strom durch den Apparat hindurchgeht und der Zeiger d auf den Nullpunkt der Scala zeigt, die gestrichelt gezeichnete Lage einnimmt. In dieser Lage des Zeigers und u ° des Stiftes liegt der Hebel ganz aus der Bahn des Vorsprunges x1 der Scheibe x; bei etwaiger Drehung der letzteren wird also die Lage des Hebels nicht verändert und also auch das Zählrad w nicht gedreht. Wenn dagegen infolge des. Stromdurchganges der Zeiger d nach rechts sich bewegt, so geht der Hebelarm ν herab, je nach der Stellung des Stiftes u, und wenn beispielsweise der Zeiger d die voll ausgezogene Stellung bei der Zahl 10 der Scala einnimmt, so wird bei Umdrehung der Scheibe χ der Stift x1 den Hebel vl nach links verschieben, und zwar um so viel, dafs die Klinke gerade zehn Zähne des Schaltrades w vorschiebt. Je nach der Stellung des Zeigers d wird also eine entsprechende Zahl von Zähnen des Schaltrades verschoben, und dadurch werden die jeweiligen Stellungen des Zeigers genau zusammengezählt und auf dem Rad w und dem mit ihm verbundenen Zählwerk verzeichnet.
    Patεnt-AnSprüche:
    ι . Eine Mefsvorrichtung für elektrische Ströme, bestehend aus der Verbindung des durch die infolge des Stromdurchganges eintretende Erwärmung eines an ihn angehängten Drahtes bewegten Waagebalkens b mit einem Zählwerk durch den von dem Waagebalken b bewegten Zeiger d und einem von einem gleichmäfsig sich drehenden Uhrwerk bewegten Schaltwerk in der Weise, dafs je nach der Lage des Zeigers d durch das gleichmäfsig sich drehende Uhr-
    werk das Schaltwerk mehr oder weniger weit bewegt wird.
    Zu dem Zwecke, mehrere Mefsvorrichtungen nach Anspruch i. nach einander in Thätigkeit zu setzen, die Anordnung eines aus einem beweglichen, mit Stromschlufsvorrichtungen versehenen Arm D5 bestehenden Umschalters in der Weise, dafs der Arm £)5 von dem Zeiger der einzelnen Mefsvorrichtung bewegt und dadurch der Strom zu einer anderen Mefsvorrichtung übergeleitet oder von einer solchen abgeleitet wird.
    In Verbindung mit der Mefsvorrichtung. nach Anspruch ι. ein zur Drehung des treibenden Theiles bestimmtes Uhrwerk, bestehend aus folgenden drei zusammenwirkenden Theilen:
    a) einem Elektromagneten k mit dem ein Schaltwerk bethätigenden Anker desselben;
    b) der die Regelung des Gangwerkes und die abwechselnde Oeffnung und Schliefsung des Elektromagnetstromkreises bewirkenden Einrichtung, enthaltend die Unruhe m und die von der Ankerhemmung m2 bethä'tigte Stromschlufsvorrichtung;
    c) der zum Inbetriebsetzen des Uhrwerkes dienenden Stromschlufsvorrichtung η t für den Zeiger d.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT55456D Elektrizitätszähler Expired - Lifetime DE55456C (de)

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