DE54523C - Elektricitätszähler - Google Patents

Elektricitätszähler

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DE54523C
DE54523C DENDAT54523D DE54523DA DE54523C DE 54523 C DE54523 C DE 54523C DE NDAT54523 D DENDAT54523 D DE NDAT54523D DE 54523D A DE54523D A DE 54523DA DE 54523 C DE54523 C DE 54523C
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Germany
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carriage
balance beam
electricity meter
lever
wheel
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54523D
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English (en)
Original Assignee
E. mares in Paris, 70 rue de Ri voli
Publication of DE54523C publication Critical patent/DE54523C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Particle Accelerators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
. ETIENNE MARES in PARIS. Elektricitätszähler.
Vorliegende Erfindung hat einen Elektricitätszähler zum Gegenstande, der die folgenden drei Haupttheile enthält:
1. ein Uhrwerk,
2. eine Zählvorrichtung und
3. einen Mechanismus zur Bewegung dieser Zählvorrichtung, welcher Mechanismus den besonderen Gegenstand vorliegender Erfindung . bildet.
Der Zähler ist in Fig. 5 in Seitenansicht und in Fig. 6 im Grundrifs dargestellt.
In der Fig. 1 und 2 ist A ein von zwei Röllchen getragener Wagen. Die Röllchen laufen in der Nuth eines schwingenden Balkens B, der wie der Balken einer Waage um die Schneide C schwingt. H ist ein Behälter für Bleischrot, der mittelst schräg gestellter Stäbe unter der Platte des Wagens A so aufgehängt ist, dafs der Schwerpunkt des Ganzen in die Verticale durch den Aufhängepunkt des Balkens B verlegt wird.
. D ist das Treibrad des Zählers m, das beim Rollen des Wagens A auf dem Balken B in Drehung versetzt wird, so lange letzterer horizontal steht und die Platte des Wagens mit dem Umfange des Rades in Berührung ist (Fig. 1). Wenn jedoch, wie aus Fig. 2 ersichtlich, Balken B in Schwingung versetzt wird, so rollt der Wagen wohl auf dem Balken hin, bleibt aber mit dem Rad D nicht mehr in Berührung, wodurch letzteres nicht mehr in Drehung versetzt wird.
Der auf dem Balken hinrollende und bei horizontal stehendem Balken das Rad des Zählers bewegende Wagen A ist der Haupttheil der Erfindung, die aufser an Elektricitätszählern auch an anderen Registrirvorrichtungen zur Anwendung gelangen kann.
Fig. 3 und 4 zeigen beispielsweise die Verwendung der Erfindung an einer beliebigen Registrirvorrichtung. Der Wagen A trägt einen Schreibstift G und das Rad. D wird durch einen sich drehenden Cylinder F ersetzt, auf welchem der Schreibstift parallel zur Achse liegende Linien markirt, die je nach der Berührungsdauer des Schreibstiftes mit dem Cylinder mehr oder weniger lang sind.
Fig. 6 zeigt im Grundrifs einen Elektricitätszähler, der nach dem in Fig. 1 und 2 gekennzeichneten Grundgedanken einer Schnellwaage ausgeführt ist. Fig. 5 zeigt den Verticalschnitt nach Linie X- Y der Fig. 6.
Es soll zunächst jeder einzelne Theil und dann der Gang der Vorrichtung beschrieben werden.
A ist der auf den beiden Röllchen a b, Fig. 5, ruhende Wagen, der in einer Nuth des um die Schneide C schwingenden Balkens B läuft. Fig. 7 zeigt die Nuth, sowie das Röllchen im Schnitt. H, Fig. 5, ist der die Vorrichtung auf Null einstellende und mit Schrot gefüllte Behälter.
IJK ist ein den Stromverbrauch EI, d. h. das Product aus der elektromotorischen Kraft E und der Intensität / anzeigender Watt-Messer. Das Stäbchen M, das mittelst eines Hakens an den auf dem Balken B verschiebbaren und durch eine Schraube einstellbaren Reiter H1 angehängt ist, trägt einen Holzkern L, auf welchem die feine und drehbare Drahtspule K des Watt-Messers Lagerung findet.
JV ist eine Kurbelscheibe, die durch ein in ein Kästchen η eingesetztes mechanisches oder elektrisches Uhrwerk in Drehung versetzt wird. Der bei d auf der Grundplatte gelagerte Hebel Q trägt einen seitlich vorstehenden Stift ε ε1, der durch eine Verbindungsstange W mit dem Zapfen β der Kurbelscheibe N verbunden ist. Dieser an dem einen Ende gabelförmig gespaltene Hebel Q nimmt einen Stift q auf, der an dem Ende der für den Antrieb des Wagens A bestimmten Stange P sitzt; letztere läuft zur Vermeidung von Reibung auf den Röllchen χy und steht zur Uebertragung der Bewegung auf den Wagen von der Unterseite der Stange P eine Backe \ mit Stift f ab. Letzterer ragt zwischen zwei unterhalb der Wagenplatte A vorstehende Stifte g h hinein (Fig. 8).
Die Bewegung des Balkens B wird durch die Anschlagschrauben R und S begrenzt. T ist der das Ausrücken des Balkens B bewirkende Hebel, der gegen einen am Ende des Schwinghebels i sitzenden Stift j anstöfst; der Schwinghebel i schwingt um einen am Ende des Balkens B sitzenden Stift k. An dem anderen Ende des Schwinghebels / sitzt ein Stift j1, der unter die Nase ü eines in den Fig. ι ο und 11 im Einzelnen ersichtlichen Theiles U greift. Letzterer ist mittelst Schraube auf einem Träger Q.1 befestigt (Fig. 5) und kann hinsichtlich seiner Höhe durch eine Führung r eingestellt werden. Wenn der Hebel T gegen den Stift j anstöfst, so entfernt sich der Stift j'1 von der Nase u des Theiles U und das rechte Ende des freigewordenen Balkens B hebt sich so lange, bis dessen linkes Ende an der Anschlagschraube R antrifft; in dieser Stellung steht der Balken auf Null, d. h. in einer zur Ausführung einer Doppelschwingung geeigneten Stellung.
i, 2, 3, 4 sind die Anschlufsklemmen für die Drähte; die Klemmen 1 und 2 verbinden die Vorrichtung mit einer beliebigen Elektricitätsquelle (Dynamomaschine, Stromsammler u. s. w.), während die Klemmen 3 und 4 die Vorrichtung mit den Lampen oder anderen Verwendungsstellen verbinden.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise:
Der von der Elektricitätsquelle kommende Strom geht von der Klemme 1 nach Klemme 3, wobei er durch die Spulen 1 und J aus dickem Draht strömt, tritt dann an Klemme 4 von neuem in die Vorrichtung ein, nachdem er die Lampen oder andere Verwendungsstellen durchströmt hat, um von Klemme 2 aus wieder zur Dynamomaschine zurückzukehren.
V ist eine Zweigleitung, die von Klemme 1 nach der Spule mit feinem Draht sich erstreckt und sich durch Draht Z von dieser Spule an die Klemme 2 anschliefst.
Die Zweigleitungen sind angeordnet, einmal vor dem Eintritt des Stromes in die Verwendurigsstellen und das andere Mal,- wenn der Strom diese letztere durchflossen hat.
Angenommen, es ströme zunächst kein Strom durch die Vorrichtung.
Sobald der Wagen A sich in Bewegung setzt, wird der Schwerpunkt des Balkens B verschoben, so dafs letzterer um seine Schneide C herumschwingt. Da die Platte des Wagens A durch Reibung nicht mehr am Rad D anliegt, dreht sich letzteres nicht und der Zähler arbeitet nicht.
Läfst man in die Vorrichtung einen Strom ein, so wird die feine Drahtspule K von der Spule J angezogen und von der Spule / abgestofsen. Stäbchen M zieht hierauf das linke Ende des Balkens B von oben nach unten, bis letzterer auf der Stellschraube B aufliegt.
Ist dann der Wagen in eine Stellung gelangt, dafs der Behälter H so weit von seiner Ausgangsstellung entfernt ist, um die am Balkenende wirkende Kraft auszugleichen, so schwinkt der Balken aus und der Stift p an i wird von der Nase u des Theiles U erfafst, was verhindert, dafs sich der Balken wieder hebt, wenn der Wagen bei seiner Rückkehr durch die beständig vom Uhrwerk η hin- und herbewegte Stange P an demselben Punkt vorbeigeht.
Kehren wir nun zu dem Ausgangspunkt der Bewegung zurück, so wird Stift j1 beim Sinken des Hebels i von der Nase u entfernt, welcher Hebel von dem Ende des durch das Uhrwerk η unter Vermittlung der Stange P schwingenden Hebels T vorgeschoben wird; letzterer legt sich gegen den Stift j an und der Balken P gelangt von neuem auf die Anschlagschraube R. Der von einem Punkt auf der Umfläche des Rades D durchlaufene Weg ist gleich dem vom Wagen durchlaufenen Weg, bis sich der Balken wieder senkt. Rad D summirt. also den Werth der in periodisch regelmä'fsigen Zeitintervallen aufgewendeten Kräfte und kann das Endproduct auf den Zifferblättern des Zählapparates abgelesen werden, wobei man Product ΐχ/χΓ erhält, das den Stromverbrauch für eine gegebene Zeit T angiebt.
Das zur Bethätigung des Wagens und des Hebels T dienende Uhrwerk kann ein elektrisches Uhrwerk oder ein gewöhnliches Federuhrwerk sein oder in beliebig anderer Weise bethätigt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Elektricitätszähler, gekennzeichnet durch einen auf einem Waagebalken B von einem Uhrwerk stetig hin- und herbewegten Wagen, dessen Platte beim Hingange des Wagens mit dem Triebrad B des Zähl-
    Werkes in Berührung kommt und dieses antreibt, so lange der Waagebalken unter den entgegengesetzten Einflüssen des zu messenden Stromes und der Schwere des Wagens in waagrechter Lage erhalten wird, während beim Rückgange der Wagen dagegen aufser Berührung mit dem Rad D bleibt, dadurch, dafs der Waagebalken beim Ausschwingen aus der waagrechten Lage sich an einer Hemmung fafst, die bei der Umkehr des Wagens in den Hingang gelöst wird.
  2. 2. An Stelle des im Patent-Anspruch i. erwähnten Zählwerkes mit Triebrad die Anordnung einer Schreibtrommel F, auf welche ein am Wagen befestigter Schreibstift G zur Trommelachse parallel laufende Linien von einer der Stromstärke entsprechenden Länge beim Hingange des Wagens aufzeichnet.
    Bei dem im Patent-Anspruch i. gekennzeichneten Elektricitätszähler die Anordnung der Hemmung für den Waagebalken in der Form, dafs mit einem an dem Triebwerk für den Wagen angebrachten Hebel T ein an dem Waagebalken schwingend gelagerter Schwinghebel i in Verbindung tritt, dessen Stift ^-1 beim Niedergange des Balkens in den Sperrhaken U einklinkt, und zwar derart, dafs diese Sperrung bei Ankunft des Wagens in der Ausgangsstellung aufgehoben wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54523D Elektricitätszähler Expired - Lifetime DE54523C (de)

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