DE110855C - - Google Patents

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DE110855C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28CPREPARING CLAY; PRODUCING MIXTURES CONTAINING CLAY OR CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28C1/00Apparatus or methods for obtaining or processing clay
    • B28C1/02Apparatus or methods for obtaining or processing clay for producing or processing clay suspensions, e.g. slip
    • B28C1/06Processing suspensions, i.e. after mixing
    • B28C1/08Separating suspensions, e.g. for obtaining clay, for removing stones; Cleaning clay slurries

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Clay, And Manufacture Of Mixtures Containing Clay Or Cement (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thonwaaren-, Stein-, Cementindustrie.
CARL VOGELSANG in MAGDEBURG.
oder schlammigen Flüssigkeiten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. April 1899 ab.
Um aus Flüssigkeiten, welche feste Körper enthalten, letztere abzusondern, pflegt man den festen Körpern Gelegenheit zu geben, sich an einem tieferen Punkte des Gefäfses oder in einer besonders angebrachten Vertiefung der Leitung abzusetzen. In dieser Weise können z. B. schlammige Bestandtheile aus Flüssigkeiten entfernt werden.
Handelt es sich jedoch um breiige Flüssigkeiten, welche mehr oder minder kleine oder leichte Körper fein zertheilt enthalten, so genügt die angedeutete Einrichtung nicht, um gröfsere oder schwerere Körper, z. B. Steine, zu entfernen, denn die betreffende Vertiefung im Gefäfs oder in der Leitung wird im Laufe der Zeit nicht nur mit den abzusondernden kleineren Körpern (Steine), sondern auch mit dem Schlamm oder den feineren Körpern angefüllt werden, deren Abscheidung nicht beabsichtigt ist. Eine solche Abscheidung kann indessen nach vorliegender Erfindung mit Er-'folg dadurch erzielt werden, dafs man die in der zur Abscheidung bestimmten Vertiefung enthaltenen breiigen oder schlammigen Flüssigkeiten mittelst eines Rührwerkes beständig in Bewegung erhält, derart, dafs die kleineren oder leichteren Theilchen der Flüssigkeit nicht Zeit finden, sich abzusetzen, sondern abgeführt werden.
Eine solche Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt. Das Rohr a (Fig. 1), durch welches die breiige oder schlammige Flüssigkeit geleitet wird, ist mit einer trichter- oder sackförmigen, nach unten reichenden Erweiterung b ausgestattet, an die sich das Rohr d zur Ablassung der Flüssigkeit anschliefst. In der Erweiterung b ist ein Rührwerk f angeordnet, das beliebig gestaltet sein und dessen Welle g in beliebiger Weise angetrieben werden kann. Meistens genügen zwei einfache Flügel, man kann aber auch z. B. das Rührwerk als Schraubengang ausbilden. Die in die Erweiterung b gelangende Flüssigkeit erfährt eine Ablenkung ihrer Bewegung, und es würden bald an der tiefsten Stelle von b nicht nur die auszuscheidenden festen Körper (Steine) sich ablagern, sondern auch die fein zertheilteh Bestandtheile der Flüssigkeit, welche abgeführt werden sollen. Wird jedoch die Flüssigkeit in der Erweiterung b durch das Rührwerk f in eine wirbelnde Bewegung versetzt, so finden die kleinsten Theilchen keine Gelegenheit, sich abzusetzen; sie werden vielmehr durch die ursprüngliche Bewegung der Flüssigkeit im Rohre α durch das Rohr d weitergeführt, und es fallen nur die festen Steine u. s. w. in der Erweiterung b zu Boden. Um während des Betriebes die in der Erweiterung b angesammelten Steine und dergl. und andere auszuscheidende Körper abzulassen, kann die Erweiterung b an ihrer tiefsten Stelle mit einer Klappe h (oder einem Hahn
oder Schieber) versehen sein, die sich öffnen läfst. Ein oberhalb der Klappe h angebrachter Schieber oder eine drehbare Klappe / gestattet dann, den unteren Theil der Erweiterung b abzusperren, wie in punktirten Linien angedeutet ist, so dafs nur der zwischen / und h befindliche Theil der Flüssigkeit bei Oeffnung von h abfliefst. Wird darauf nach Schlufs der Klappe h die Klappe / wieder in die senkrechte Lage gebracht, so kann von Neuem eine Ausscheidung von Steinen u. s. w. erfolgen.
Die beschriebene Einrichtung läfst sich entweder, wie in Fig. ι dargestellt, in einer Rohrleitung anbringen oder auch unmittelbar an Apparaten, welche beispielsweise zur Bereitung der breiigen oder schlammigen Flüssigkeiten dienen, beispielsweise an Maischapparaten oder dergl. Die Einrichtung wird dann nach Fig. 2 unmittelbar an der Unterseite des Apparates angebracht, so dafs die Flüssigkeit mit den abzusondernden Theilen in senkrechter Richtung nach dem Abscheider gelangt.
Die beschriebene Einrichtung läfst sich u. A. vorzüglich zur Abscheidung von Steinen aus Torfmassen verwenden, welche, behufs Herstellung von Brikettes in einem Maischapparate durchgearbeitet, zu einer gleichmäfsigen schlammigen Masse umgewandelt sind. Sie ist aber auch für andere Zwecke in allen Fällen verwendbar, wo aus breiigen oder schlammigen Flüssigkeiten Steine und dergl. abgeschieden werden sollen.

Claims (2)

Pa tent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Abscheiden von Steinen und anderen groben Beimengungen aus breiigen oder schlammigen Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dafs in der zur Aufnahme der abzuscheidenden Stoffe dienenden, zweckmäfsig mit einer oberen trichterförmigen oder sackartigen Erweiterung (b) und Ablafsvorrichtung für die Steine u. s. w. versehenen Vertiefung der Flüssigkeitsleitung ein Rührwerk (f) angebracht ist, welches die Steine u. s. w. zu Boden sinken läfst, die Flüssigkeit aber derart in wirbelnde Bewegung versetzt, dafs kleinere und leichtere Körper am Niedersinken verhindert werden und durch eine Leitung (d) abgeführt werden können.
2. Vorrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, dafs die Erweiterung (b) mit dem Rührwerk (f) unmittelbar am Boden des Flüssigkeitsbehälters angeordnet ist, so dafs die Flüssigkeit mit den abzusondernden Theilen in senkrechter Richtung nach dem Abscheider abfällt und der von den groben Beimengungen befreite Schlamm oder Brei durch ein unter dem Behälter angeordnetes Rohr abgeführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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