DE11047C - Neuerungen an Thürschlössern - Google Patents

Neuerungen an Thürschlössern

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DE11047C
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DE
Germany
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lock
swinging
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innovations
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DENDAT11047D
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English (en)
Original Assignee
F. WILLIG in Warmbrunn. - Vom 13. Mär/ 1880 ab
Publication of DE11047C publication Critical patent/DE11047C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B15/00Other details of locks; Parts for engagement by bolts of fastening devices
    • E05B15/08Key guides; Key pins ; Keyholes; Keyhole finders

Landscapes

  • Sheet Holders (AREA)

Description

1880.
Klasse 68.
F. WILLIG in WARMBRUNN. Neuerungen an Thürschlössern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. März 1880 ab.
Das auf beiliegender Zeichnung abgebildete Schlofs mit gebohrtem Schlüssel kann von beiden Seiten geschlossen werden.
Ohne auf diejenigen Theile, welche wie in jedem gewöhnlichen Schlosse construirt sind, hier besonders Rücksicht zu nehmen, sollen hier diejenigen beschrieben werden, durch welche das Schlofs die vorerwähnte Eigenschaft erhält.
Bei einem gewöhnlichen Schlosse mit gebohrtem Schlüssel befindet sich an der Rückwand desselben ein feststehender Dorn, auf welchen sich der Schlüssel mit der Bohrung schiebt; statt dessen sind auf jeder Seite des vorliegenden Schlosses im Innern desselben Schieber 1 und ι' angeordnet, welche die auf beiden Seiten befindlichen Schlüssellöcher von innen überdecken und, um einen Punkt 2 und 2 ' drehbar, sich unter gewissen Umständen durch den in das Schlofs eingeführten Schlüssel bei' Seite schieben lassen. Auf diesen Schiebern befinden sich der Dorn und das Eingerichte; bei ausgezogenem Schlüssel liegen die Dorne beider Schieber konaxial. Die Fig. 1, 2 und 3 der Zeichnung zeigen ein Schlofs mit abgenommenem Deckel, und zwar Fig. 1 und 2 ohne die Wirkung des Schlüssels, und Fig. 3 während derselben. In Fig. ι wird Schieber 1 durch eine Klinke 3 in der Ruhelage erhalten, in Fig. 3 ist diese Feder ausgehoben und der Schieber 1 durch Umdrehen des Schlüssels bei Seite geschoben. Das Ausheben der Klinke 3 geschieht mittelst eines Stechers 4, Fig. 6, welcher auf der Seite, von welcher man schliefsen will, in den Schlitz 5 gesteckt wird. Durch eine Feder 6 beeinflufst, drückt bei dieser Manipulation das Stück 7 den Stecher in der Richtung des Pfeiles, so dafs die an dem Stecher befindliche Warze 8 desselben gegen den Klinkhebel 3 drückt und diesen aushebt, so dafs 1 sich frei seitwärts bewegen kann. Nach dem Herausziehen des Stechers geht der Klinkhebel 3, veranlafst durch eine auf ihn wirkende Feder 9, wieder in die Anfangslage zurück.
Auch kann man anstatt der einen Klinke eine gröfsere Anzahl anwenden und mittelst eines mit Stufen versehenen Stechers, nach Chubb's Princip, dieselben ausheben, um Dieben das Oeffhen des Schlosses zu erschweren bezw. unmöglich zu machen.
Die zu beiden Seiten des Schlosses vorhandenen Schlüssellöcher sind je. durch die in Fig. 4 besonders dargestellte Vorrichtung überdeckt. Dieselbe besteht aus einer auf das Schlofs genieteten scheibenförmigen Kapsel, welche eine Scheibe 10 einschliefst, die ebenfalls ein Schlüsselloch enthält, das bei abgezogenem Schlüssel indefs gegen das wirkliche Schlüsselloch im Schlosse um 90° verdreht ist. An einem federnden Plättchen 11, Fig. 3, befindet sich ein Knaggen 12, welcher in das Schlüsselloch der Scheibe greift und dieselbe sperrt, wenn der Schlüssel es verlassen hat. Die Scheibe 10 hat ferner einen in das Schlofs hineinspringenden Stift 13, welcher in dem concentrisch mit ihr gearbeiteten Schlitz 14 des Schlofsgehäuses frei spielt, dagegen, in den Schlitz 15 des Schiebers 1 eingreifend, diesen bei der Drehung von 10 veranlafst, sich bei Seite zu schieben.
Hiernach vollzieht sich das Schliefsen des Schlosses, gleichviel von welcher Seite aus, wie folgt:
ι. Durch den Einstecker werden die Klinken 3 aus ihrer Sperrlage gedruckt, die Schieber 1 und ι' gleichwohl aber noch durch die auf sie wirkenden Federn 16 und 16' in ihrer Lage erhalten.
2. Der gebohrte Schlüssel wird in die Scheibe ι ο eingeführt und durch axialen Druck auf denselben die durch das federnde Plättchen 11 bewirkte Sperrung dieser Scheibe aufgehoben, worauf sich der Schlüssel mit 10 frei drehen kann. Ist eine Drehung von 90° erfolgt, so decken sich die Schlüssellöcher der Scheibe 10 und des Schlosses, und der Schlüssel kann eindringen, da durch die Drehung von 10 auch bereits mittelst des Stiftes 13 der schwingende Schieber 1 bei Seite geschoben wurde.
3. Der auf der anderen Seite des Schlosses angebrachte Schieber 1 ' blieb bei den vorhergehenden Bewegungen in Ruhe und pafst mithin die Bohrung des Schlüssels auf den Dorn, und die Einstriche des Schlüssels correspondiren mit dem Eingerichte; es kann also die Vorschiebung des Riegels mittelst Drehung des Schlüssels, jedoch in entgegengesetzter Richtung, an welcher die Scheibe 10 nunmehr nicht mehr theilnimmt, erfolgen.
4. Beim Oefmen des Schlosses wie beim Schliefsen begeben sich alle bewegten Theile, durch ihre bezw. Federn beeinflufst, wieder in
ihre Anfangsstellung zurück; hierbei ist zu bemerken, dafs die Scheibe io, während sie erst mittelst des Stiftes 13 den mit ihr correspondirenden schwingenden Schieber bei Seite schob, nunmehr durch dessen Feder beeinflufst wieder in ihre Anfangsstellung zurückkehrt und darin durch den Knaggen 12 des federnden Plättchens 11 festgehalten wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Thürschlofs, das mit gebohrtem Schlüssel von beiden Seiten geschlossen oder geöffnet werden kann, in seiner ganzen, durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zusammensetzung.
2. An diesem Thürschlofs insbesondere die
schwingenden Schieber, welche die Dorne und das Eingerichte tragen.
Das Stechschlofs zum Ausheben der Sperrung der schwingenden Schieber, bestehend aus den Klinkhebeln, dem Stecher und dem auf diesen wirkenden, durch eine Feder 6 beeinflufsten Plättchen 7.
Die äufsere, mit Schlüsselloch versehene Scheibe 10 und deren Sperrung durch die kleine Plattenfeder 11 mit Knaggen 12.
Die Combination dieser Scheibe mit den schwingenden Schiebern, aufweiche dieselbe mittelst des in den Schlitz 15 greifenden Stiftes 13 wirkt. Alles zum Zwecke wie beschrieben und im wesentlichen wie gezeichnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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