DE108360C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H27/00—Toy aircraft; Other flying toys
- A63H27/08—Kites
Landscapes
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77: Sport.
(Maryland, V. St. A.).
Drache ohne Schwanz.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1899 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Drachen, der derart construirt ist, dafs das Gleichgewicht
nach allen Richtungen hin und ein stabiler Flug unter wechselnden Windbedingungen gesichert wird. Der Drache kann auch zusammengefaltet
und in ein Bündel zusammengerollt werden, zum Zwecke, ihn verschicken oder bei Nichtgebrauch aufbewahren
zu können.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dafs der Drache mit einer Anzahl
von Flügeln versehen ist, die in verschiedenen Ebenen angeordnet sind, welche sich einander in der Achse des . Drachens
schneiden.
Fig. ι zeigt den Drachen in perspectivischer Ansicht, Fig. 2 denselben in Vorderansicht.
Fig. 3 zeigt einen mit einer Tasche versehenen Drachen in perspectivischer Ansicht. Fig. 4
zeigt in perspectivischer Ansicht einen Drachen, der mit Halteschnüren für die Flügel versehen
ist. Fig. 5 zeigt in perspectivischer Ansicht einen Drachen, der an jedem Ende mit Versteifungsarmen
versehen ist und dessen Kanten verstärkt oder eingefafst sind. Diese Figur stellt den Drachen in der Lage dar, welche er
beim Fliegen einnimmt. Fig. 6 stellt in perspectivischer Ansicht einen aus Stoff hergestellten
Drachen dar, bei welchem der Längsarm entfernt ist. Fig. 7 stellt denselben Drachen, jedoch mit dem Längsversteifungsstreifen
versehen dar. Fig. 8 stellt einen Drachen dar, dessen Flügel central ausgeschnitten
sind. Fig. 9 zeigt einen Drachen, bei welchem die Schlinge G nur an einem einzigen Flügel befestigt ist. Fig. ι ο stellt den
Drachen in zusammengerolltem Zustande dar. Fig. 11 zeigt einen mit drei Flügeln versehenen
Drachen in Vorderansicht. Fig. 12 zeigt einen mit sechs Flügeln versehenen Drachen in
Vorderansicht. Fig. 13 zeigt in perspectivischer Ansicht einen Theil eines Drachens, dessen
Kanten mit Schnur eingefafst sind.
Gewöhnlich besitzt der Drache vier Flügel, die in zwei Ebenen angeordnet sind, welche
sich in der Achse des Drachens schneiden. Bei der in Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsform, welche besonders für kleinere Papierdrachen
geeignet ist, sind die Flügel durch zwei Arme A versteift, die nahe dem oberen
oder vorderen Ende des Drachens angebracht sind, und von welchen sich jeder von der
Spitze des einen Flügels bis zur Spitze des gegenüberliegenden Flügels erstreckt und den
anderen Arm im Mittelpunkt kreuzt. Diese Arme können aus kleinen Stücken oder leichten
Drähten bestehen und werden in passender Weise an ihrer Stelle befestigt, indem man
Papierstreifen B darüberklebt, die durch den verwendeten Klebestoff oder durch Stärke versteift
sind und gleichfalls dazu beitragen, die Flügel zu versteifen und zu stützen. Gewünschtenfalls
kann jedoch jeder Arm A aus zwei Theilen zusammengesetzt werden, von welchen
jeder für einen Flügel bestimmt ist (Fig. 4) und die an ihren inneren Enden mittelst geeigneter
Scharniere b mit einander verbunden werden. Bei dieser Construction ist es erforderlich,
die verschiedenen Flügel durch Halteschnüre b1 mit einander zu verbinden,
die sich über die Winkel zwischen den Flügeln hin erstrecken. Um einen solchen Drachen
herzustellen, verfährt man auf folgende Weise: Man nimmt zwei Bogen Papier, schneidet sie
entsprechend zu und biegt sie der Länge nach um, so dafs jeder Bogen zwei Flügel bildet
(Fig. 2). Die beiden Bogen werden dann gegen einander gehalten und mittelst Klebestreifen
an einander befestigt. Diese Streifen C dienen gleichzeitig dazu, den Drachen in
axialer und Längsrichtung zu versteifen und zu verstärken.
Bei gröfseren Drachen (Fig. 5, 6, 7 und 8) ist es wünschenswerth, die Verstärkungsarme A
an beiden Endtheilen des Drachens zu verwenden, und wenn der Drache aus Stoff besteht,
so empfiehlt es sich, ihn an seiner Achse mittelst eines geeigneten Stockes, Drahtes oder
Rohres D in der Längsrichtung zu versteifen, der in der Spitze des Winkels zwischen zwei
Flügeln angeordnet wird (Fig. 7). Dieser Stock kann entfernt werden und wird von Schlingen
d an seiner Stelle gehalten, die auf dem Drachen sitzen und mit den Endtheilen des
Stockes in Eingriff treten. Der Stock kann aber auch auf jede andere Weise derart festgehalten
werden, dafs er bequem lösgelöst und der Drache gerollt oder zusammengefaltet werden
kann.
Bei Stoffdrachen kann man auch die Arme an ihrem Kreuzungspunkte mittelst eines
Stiftes /2 verbinden, der die Arme verhindert, sich in einer Endrichtung zu bewegen (Fig. 6).
Gröfsere Papierdrachen können an den äufseren Kanten der Flügel verstärkt werden, -um
ein Einreifsen zu verhüten. Man verwendet hierzu geeignete Einlagen oder Verstärkungen E.
Die Stoffdrachen können an den Kanten durch Schnüre E1 verstärkt werden, die in Kerben
oder Nuthen in den Enden der Arme A geführt sind. Die Flügel können ge\vünschtenfalls
auch an ihren centralen Theilen ausgeschnitten werden (bei F in Fig. 8), um einen
Drachen zu bilden, der acht Flügel besitzt, und zwar vier an jedem Ende.
Die im Obigen beschriebenen Drachen kann man, in zwei verschiedenen Stellungen fliegen
lassen, nämlich entweder in einer Stellung, bei welcher sich die Flügel in Form eines X in
■ schrägen Ebenen kreuzen und die oberen und unteren Winkel scharfe sind, oder in einer
Stellung, bei welcher die Flügel senkrecht auf einander stehen oder die Form eines aufrechtstehenden Kreuzes bilden. Im ersteren Falle,
der vorzuziehen ist, ist die Drachenschnur G mit einer kurzen Schnur H verbunden, die
über dem unteren Winkel des Drachens eine Schlinge bildet, und deren Enden mit den
Armen A an Punkten etwa zwischen der Achse des Drachens und den Spitzen der Flügel verbunden
sind. Werden die Enden dieser Schnur G zu nahe der Achse befestigt, so werden die Flügel das Bestreben haben, sich
beim Fluge horizontal auf einander zu legen,, während, wenn die Schnur zu weit von der
Achse entfernt befestigt wird, die Flügel das Bestreben haben werden, sich vertical auf einander
zu legen, da im ersteren Falle der Luftdruck die Spitzentheile der unteren Flügel
heben und die oberen Flügel niederdrücken wird, während im zweiten Fälle der Luftdruck
den axialen Theil des Drachens heben wird, worauf der hieraus resultirende Zug auf
die Drachenschnur bestrebt sein wird, die Flügel zu einer verticalen Ebene hin zu ziehen.
Bei gröfseren Drachen kann die Drachenschnur an Schleifen H an jedem Endtheile des Drachens
befestigt werden (Fig. 8), doch wird sie vortheilhaft
nur an einem Ende befestigt. ,
Läfst man den Drachen in der Stellung fliegen, in welcher sich die Flügel in schrägen
Ebenen befinden, so sind diese Ebenen einander derart entgegengesetzt, dafs ein Seitwärtsgleiten
des Drachens im Winde verhindert wird, und der Drache vorwärts gehen mufs. Infolge der Biegsamkeit der Flügel auf beiden
Seiten der Arme A und des von ihnen gebildeten Winkels wird ein Umschlagen des
Drachens bezw. ein Vornüberschiefsen desselben verhindert. Der auf den Drachen ausgeübte
Winddruck ist beständig bestrebt, die Flügel horizontal auf einander zu klappen, während
der Zug der Drachenschnur, vorausgesetzt, dafs dieselbe richtig befestigt ist, bestrebt ist, dieses
Zusammenklappen zu verhindern. Beim Flug werden demgemäfs, je nachdem der Winddruck
sich ändert, die Flügel in mehr oder weniger starker Schwingung sein.
Läfst man den Drachen in der Stellung fliegen, in welcher sich die Flügel in verticalen
und horizontalen Ebenen befinden, und die^ horizontalen Flügel als Stützebene wirken, so
wird der untere verticale Flügel als Kiel und der obere verticale Flügel als Rückenflosse
wirken. Die Drachenschnur G ist hierbei an dem Arme A des unteren verticalen Flügels
befestigt (Fig. 9). :.
Zu weiterer Sicherheit gegen ein Vornüber^ schlagen des Drachens kann in seinem unteren
Winkel eine Tasche I vorgesehen werden (Fig. 3). Dieselbe ist jedoch nicht erforderlich,
da die Drachen auch ohne sie richtig fliegen werden.
Die Anordnung der Flügel giebt dem Drachen schon eine beträchtliche Versteifung
in Querrichtung^ und axialer Richtung, doch empfiehlt es sich, bei gröfseren Stoffdrachen
einen axialen Streifen zu verwenden, um jede Neigung des Drachens, in der Längsrichtung1
zusammenzuklappen, zu verhindern.
Zwecks Verschickung oder Aufbewahrung des Drachens können die Flügel zunächst flach
auf einander geklappt werden. Dann kann der ganze Drache zusammengefaltet und zu einem
kleinen Packet zusammengerollt werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Ein Drache ohne Schwanz, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Anzahl gleicher Flügel, die sich in der Längsachse des Drachens kreuzen und mit Versteifungsarmen versehen sein können.
Eine Ausführungsform des in Anspruch ι gekennzeichneten Drachens, bei welcher in einem Winkel zwischen den Flügeln eine Lufttasche angeordnet ist, um ein Vornüberschiefsen des Drachens zu verhindern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE108360C true DE108360C (de) |
Family
ID=378340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT108360D Active DE108360C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE108360C (de) |
-
0
- DE DENDAT108360D patent/DE108360C/de active Active
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