DE1069198B - - Google Patents

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DE1069198B
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04JMULTIPLEX COMMUNICATION
    • H04J1/00Frequency-division multiplex systems
    • H04J1/02Details
    • H04J1/16Monitoring arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Transmission In General (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Mehrkanalübertragungssystem mit Ton- oder Systemwahleinrichtungen und mit einer jeweils einem Bündel zusammengefaßter Übertragungskanäle zugeordneten Pilotüberwachungseinrichtung, die bei auftretenden Störungen in nur einer Übertragungsrichtung, infolge Ausfall des Pilots der gestörten Übertragungsrichtung eine Auslösung belegter Kanäle und eine Wahlsperrung in der zugeordneten Wählvermittlung bewirkt und bei dem eine Rückmeldung in der Gegenrichtung zur Auslösung belegter Kanäle und zur Wahlsperrung der Wählvermittlung der Gegenrichtung erfolgt.
Fernsprechverbindungen, die mit Tonwahl- oder Systemwahleinrichtungen ausgerüstet sind und über Trägerfrequenzsysteme laufen, müssen bei Ausfall einer oder beider Übertragungsrichtungen vor Belegung durch aufwählende Teilnehmer gesperrt werden bzw. beim Eintreten einer Störung während eines bestehenden Gespräches ausgelöst werden.
Es sind verschiedene Verfahren dafür bekannt. Unabhängig von der Art des Übertragungsweges zwischen zwei Wählämtern können z. B. die abgehenden Relaisübertragungen solcher Verbindungen von Hand gesperrt werden, während die ankommenden Relaisübertragungen durch Betätigen einer Sperrtaste in die Gegenrichtung »rückwärtige Sperrung« senden, ein intermittierendes Dauerzeichen, welches an der abgehenden Übertragung der Gegenstelle ebenfalls eine Sperrung auslöst. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß eine Störung des Übertragungssystems nicht frühzeitig genug bemerkt wird und meistens erst vom Amtspersonal des Trägerfrequenzamtes dem des Wählamtes fernmündlich mitgeteilt werden muß. Ferner belasten die laufend gegebenen rückwärtigen Sperrimpulse, z. B. bei Ausfall eines größeren Bündels von Wahlkanälen, das Trägerfrequenzsystem so stark, daß unter Umständen Übersteuerungen der Gruppen-, Übergruppen- usw. Verstärker erfolgen können. Dies ist auch dann noch der Fall, wenn die rückwärtigen Sperrimpulse zeitlich gestaffelt über mehrere Kanäle desselben Systems ausgesendet werden.
Ein anderes Verfahren, das insbesondere den Nachteil der notwendigen gegenseitigen Verständigung des Amtspersonals vermeiden soll, ist die lau- 4-5 fende Überprüfung eines solchen Leitungsbündels durch kurzzeitiges Belegen und Auslösen aller freien Wahlverbindungen mittels eines Schrittschaltwerkes. Bei jedem nicht betriebsbereiten AVahlkanal fehlt das Quittungszeichen von rückwärts, wodurch die betreffende Relaisübertragung »Prüfalarm« gibt und sich automatisch sperrt. Da ein Umlauf eines solchen Schrittschaltwerkes, das an größere Bündel von Wahlkanälen angeschlossen werden kann, eine län-Mehrkanalübertragungssystem
mit Wahlsperrung im Störungsfall
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Günter Pietrzik, München, ist als Erfinder genannt worden
gere Zeit dauert, ist auch hier keine sofortige Sperrung einer Wahlverbindung nach einer Trägerfrequenzstörung garantiert. Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Überprüfung bzw. Auslösung der belegten Kanäle, denn das Schrittschaltwerk überprüft nur die gerade nicht belegten Kanäle.
Andere Verfahren benutzen beispielsweise den Piloten einer Trägerfrequenzgruppe aus zwölf Kanälen dazu, die Störung des Trägerfrequenzsystems zu kennzeichnen, und leiten von diesem die Sperrung der betreffenden Wahlübertragungen ab. Hierbei ist im Falle der Störung nur einer Übertragungsrichtung die Rückmeldung in der Gegenrichtung schwierig. Bei Wahlsystemen mit Zustandsteuerung, bei denen z. B. im Ruhezustand ein Dauerzeichen mit tiefem Pegel über jeden Trägerfrequenzkanal übertragen wird, erfolgt die Rückmeldung z. B. durch Wegnahme dieses Dauerzeichens in der Rückrichtung jedes einzelnen Wahlkanals, was von der gegenüberliegenden Relaisübertragung als Belegung ausgewertet werden kann, wodurch weitere Teilnehmer nicht aufwählen können. Dieses Verfahren ist jedoch auf systemeigene Wahlkanäle mit Tiefpegelübertragung beschränkt, wenn das Trägerfrequenzsystem nicht beliebig belastet werden kann. Bei Wählsystemen mit Impulssteuerung, die z. B. keine Dauerzeichen übertragen (Tonwahl oder systemeigene Wahl mit Hochpegelzeichen), würde als Rückmeldung wiederum die sogenannte »rückwärtige Sperrung« in Form von Sperrimpulsen auf jedem einzelnen Kanal notwendig werden, was wiederum zu der bereits erwähnten Systemüberlastung führen kann. Hier kann man den Gruppenpiloten der Gegenrichtung zur Übertragung der Rückmeldung aller zugehörigen Kanäle ausnützen. Es darf aber nicht voll abgeschaltet werden, weil sonst eventuell damit gesteuerte Dämpfungsregler der Leitung falsch eingestellt werden. Ferner be-
909 649-286
dingt diese Art Signalisierung einen gleichartigen Aufbau und gleichartige Wirkungsweise auf beiden Endämtern. Ein gänzliches Abschalten des Piloten auf beiden Seiten hat dann zur Folge, daß die Trägerfrequenzverbindung nach Beseitigung der Störung nicht mehr automatisch in Betrieb gesetzt werden kann. Eine z. B. impulsweise Abschaltung des Pilottones erfordert dagegen besondere Taktgeber und Aliswerteschaltungen, die einen zusätzlichen Aufwand für die Piloteinrichtung bedeuten. Auch sind diese Schaltungen in der Regel an ganz bestimmte Trägerfrequenzsysteme gebunden; ein nachträglicher Einbau in andere Systeme ist nicht möglich. Ferner muß das Impuls-Pause-Verhältnis des Piloten an die Zeitbedingungen der Regeleinrichtungen angepaßt werden, die von Fall zu Fall verschieden sein können. Bei lang anhaltenden Störungen treten überdies auch bei gut angepaßtem Impuls-Pause-Verhältnis Fehlregelungen auf.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird daher das Mehrkanalübertragungssystem gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß die Rückmeldung in der Gegenrichtung über die systemseitigen Wahleinrichtungen bzw. mit der Tonwahlfrequenz eines Kanals des in \rorwärtsrichtung gestörten Kanalbündels erfolgt. Dadurch wird gegenüber bekannten Anordnungen, die über ein Schrittschaltwerk die Kanäle nacheinander überprüfen, der Vorteil erreicht, daß Auslösung und Sperrung auch der belegten Kanäle bereits nach kurzer Zeit erfolgt. Gegenüber Systemen, die zur Rückmeldung den Piloten benutzen, wird ferner der wesentliche Vorteil erreicht, daß hier die vom Pilot gesteuerten Regeleinrichtungen der Gegenrichtung ohne Einschränkung funktionsbereit bleiben, was insbesondere dann wichtig ist, wenn in der nicht gestörten Gegenrichtung ein Rundfunkübertragungskanal mit über das Trägerfrequenzsystem gegeben wird. Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, daß die für die Auslösung und Wahlsperrung notwendigen Zusatzeinrichtungen unabhängig von den Aus-Steuerungsverhältnissen auf den Trägerfrequenzsystemen und deren speziellen Piloteinrichtungen sind und sich nachträglich ohne Änderung des Trägerfrequenzsystems auf allen Systemen alter und neuer Art einsetzen lassen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das Mehrkanalübertragungssystem so ausgebildet, daß das infolge einer in der einen Übertragungsrichtung auftretenden Störung abfallende Pilotempfangsrelais, insbesondere über ein weiteres Hilfsrelais, die amtsseitigen Wahleinrichtungen eines Kanals der ungestörten Übertragungsrichtung abschaltet und bei Systemwahl den systemseitigen Wahleinrichtungen oder bei Tonwahl dem Sprachkanal direkt ein Dauerzeichen der Wahlfrequenz zuführt, wodurch empfangsseitig bei Systemwahl ein hinter den systemseitigen Wahleinrichtungen oder bei Tonwahl über einen zusätzlichen, parallel an den Ausgängen des Sprachkanals angeschalteten Tonempfänger angeordnetes anzugverzögertes Auswerterelais anspricht, 6u dessen Verzögerungszeit größer ist als die maximale Zeichenlänge der Wahlzeichen und welches seinerseits die empfangsseitig angeordneten, amtsseitigen Wahleinrichtungen abschaltet und auch hier die Auslösung bzw. Wahlsperrung in an sich bekannter Weise über sogenannte Sperrgeräte für das gesamte gestörte Kanalbündel bewirkt. Der zusätzlich parallel an den Ausgängen des Sprachkanals angeschaltete Tonempfänger braucht jedoch weder sprachsicher noch zeichenverzerrungsfrei zu arbeiten.
In Weiterbildung der Erfindung kann zur Vermeidung von Fehlsperrungen von systemwahlbetriebenen Kanalbündeln auf jeder Sendeseite in dem für die Rückmeldung vorgesehenen Kanal je ein anzugverzögertes Schutzrelais vorgesehen sein, dessen Anzugsverzögerung kleiner ist als diejenige des empfangsseitig angeordneten anzugsverzögerten Auswerterelais, aber größer ist als die maximal auftretende Zeichenlänge der Wahlzeichen und welches bei in den amtsseitigen Wahleinrichtungen oder auf der Verbindungsleitung zwischen diesen und den systemseitigen Wahleinrichtungen auftretenden Erdschlüssen die Aufgabe eines Dauerzeichens verhindert. Zur weiteren Erhöhung der Übertragungssicherheit kann es ferner zweckmäßig sein, für die Rückmeldung an Stelle eines Wahlkanals einen oder zwei weitere in gleicher Weise ausgestattete Wahlkanäle zu verwenden und eine Sperrung empfangsseitig erst dann auszulösen, wenn die Empfangskriterien dieser Kanäle übereinstimmen. Damit wird insbesondere bei Tonwahl sichergestellt, daß der am Rückmeldekanal angeschlossene Teilnehmer nicht durch mißbräuchliches Pfeifen der Tonwahlfrequenz die Sperrung eines ganzen Kanalbündels verursachen kann.
Die Verzögerungszeiten der Auswerte- und der Schutzrelais können auch so bemessen sein, daß der jeweils für die Rückmeldung vorgesehene Kanal auch für die Übertragung der in der Fernsprechtechnik erforderlichen Rufzeichen verwendbar ist.
Die Erfindung wird an Hand der in den Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer gerichteten Wahlverbindung mit systemeigener Zeichenübertragung außerhalb des Sprachbandes über ein Trägerfrequenzsystem. Dieses Trägerfrequenzsystem ist in jeder Übertragungsrichtung mit einer Pilotüberwachung ausgerüstet, die ein Bündel von z. B. zwölf Kanälen überwacht. In der Fig. 1 bedeuten 1 und 2 Pilotempfänger, 3 und 4 Pilotgeneratoren, 5 Kanalmodulatoren, 6 Kanalfilter und 7 die Wahlsendeschaltung. Im Betriebszustand sind die Empfangsrelais PEl und PE2 der Pilotempfänger 1 bzw. 2 und die Folgerelais Vl und V 2 in beiden Endämtern angezogen und damit die Impulsgeber für die Sperrzeichen SpGl und SpG2 oder ein für die Weitergabe von Dauersperrzeichen an die zwölf Relaisübertragungen beider Wählämter über besondere Signaladern oder Phantomschaltungen vorgesehenes Zwischenrelais in Ruhe. Wahlzeichenimpulse würden von Kontakt s 1 der abgehenden Wahlübertragung Ue-g über das anzugsverzögerte Relais W 22, die Kontakte w22 und υ2 gleichstrommäßig zum Trägerfrequenzsignaleingang S2an gelangen, danach in Wechselstromzeichen umgeformt und so über den Trägerfrequenzweg übertragen werden. Empfangsseitig werden diese Impulse im Empfangsrelais El des Wahlzeichenempfängers wieder in Gleichstromimpulse umgesetzt und über den Signalausgang S2ab, das Relais W11, den Kontakt ze/11 und über Signaladern dem Impulsrelais I1 der ankommenden Wahlübertragung Ue-k des Gegenamtes zugeführt. In gleicher Weise erfolgt die Übertragung von rückwärts laufenden Wahlkennzeichen vom Kontakt j 2 zum Impulsrelais 72.
Tritt nun eine einseitige Leitungsstörung in Aufbaurichtung {Ue-g nach Ue-k) auf, dann fällt das PilotrelaisFEl ab und ebenso über den Kontakt pel auch das abfallverzögerte Relais VI. Dieses bewirkt einerseits über den einen Kontaktwl die Einschal-

Claims (5)

tung des Sperrimpulsgebers ,S1^G 1, der nun auf alle Signaladern der zu der gestörten Trägerfrequenzgruppe gehörenden Kanäle Sperrimpulse gibt bzw. an besondere Leitungen oder Phantomkreise Erdpotential anlegt, welches in den Relaisübertragungen entsprechend ausgewertet wird und womit die Wahlübertragungen des Ankunftsamtes entweder ausgelöst oder gesperrt werden können. Andererseits legt ein weiterer t> I-Kontakt Erdpotential an die Signalader S2an an die Rückrichtung des für die Rückmeldung vorgesehenen Trägerfrequenzkanals. Dieses Dauerzeichen wird im Trägerfrequenzgerät des Ausgangsamtes vom Empfangsrelais E2 des dortigen Wahlempfängers in einen Gleichstrom umgesetzt. Über den Kontakt e 2 wird zunächst das Impulsrelais/2 erregt und löst die zugehörige Wahlübertragung aus. Nach einer bestimmten Zeit zieht das anzugverzögerte Relais W12 an und hält sich nun über die Störungszeit hinweg über den eigenen Kontakt w 12. Ein weiterer Kontakt w 12 schaltet den Sperrimpulsgeber SpG2 ein, der nun seinerseits die zu der gestörten Trägerfrequenzgruppe gehörenden weiteren elf Wahlübertragungen auslöst bzw. sperrt. Ist die Störung behoben, zieht das PilotrelaisPEl wieder an, wodurch die vorher beschriebenen Schaltvorgänge rückgängig gemacht werden. Bei Ausfall beider Übertragungseinrichtungen wird die Auslösung bzw. Sperrung der Wahlübertragungen beider Seiten direkt von den Relais Vl und V2 durchgeführt. Zwischen den Sendekontakten si bzw. s2 der Relaisübertragungen einerseits und den Relaiskontakten v2 bzw. vi der Signaladern der Sendeseiten andererseits ist ferner je ein zusätzliches anzugverzögertes Relais 1V22 bzw. W21 vorgesehen, durch welches verhindert werden kann, daß eine fälschliche Erdung dieser Signaladern auf dem Gegenamt Sperrung und Auslösung aller überwachten Kanäle einer Trägerfrequenzgruppe hervorruft. Die Anzugszeit des Relais W22 bzw W21 muß zweckmäßigerweise kürzer sein als die des Relais ^rIl bzw. W12. Eine fälschliehe Dauererde würde in einem solchen Fall die Signaladern S2an mittels der Kontakte w22 und w21 für die Dauer der Störung vom Trägerfrequenzsystem abschalten. Mit dieser Maßnahme ist auch die Möglichkeit gegeben, Trägerfrequenzkanäle mit Rufeinrichtungen zu überwachen. Nähert sich die Rufdauer der durch die Relais Wll bzw. W12 vorgegebenen Verzögerungszeit, dann schalten W 22 bzw. W21 vorher den Ruf ab und halten sich über die eigenen Kontakte bis zum Rufende. Eine weitere Möglichkeit, Sperrungen bei fälschlicher Erde auf einer Signalader S2an zu verhindern und gleichzeitig die Sicherheit der Rückmeldung auf dem Trägerfrequenzweg zu erhöhen, besteht darin, einen weiteren Kanal aus der zu überwachenden Trägerfrequenzgruppe ebenfalls zur Rückmeldung zu benutzen. Durch Hintereinanderschaltung von je einem Kontakt w 11 bzw. w 12 der beiden Rückmeldekanäle wird dann sichergestellt, daß die Sperrung nur dann in Tätigkeit tritt, wenn über beide Wege der Rückmeldedauerton empfangen wird. Dies ist in Fig. 2 skizziert. Die in dieser Schaltung nicht näher bezeichneten bzw. im Text nicht näher erläuterten Symbole sind ebenso wie diejenigen in der Fig. 1 ohne weiteres verständlich. Bei Tonwahlverbindungen wird an Stelle der Relais W11 und W12 an jedem Ende ein einfacher Tonempfänger an die Sprachkanalausgänge F 2ab angeschaltet, der, seinerseits die Folgerelaisf^ll und W12 bringt. Er braucht nicht sprachsicher zu sein, da die Anzugverzögerung der Folgerelais groß gegen die durch Sprachspannungen hervorgerufenen Fehlimpulse ist. Die Einspeisung der Sperrsignale in Richtung der Relaisübertragungen auf den Sprechadern sowie die Einspeisung des Dauertones in die Rückrichtung erfolgt dann mittels Tonfrequenz. Eine derartige Schaltungsanordnung für Tonwahlverbindungen über Trägerfrequenzsysteme ist in Fig. 3 dargestellt. Auch hier können besondere Signaladern oder Phantomkreise verwendet werden, um die Sperrsignale von den Trägerfrequenzämtern zu den Wahlämtern zu übertragen. Eine Sicherung gegenüber Dauerzeichen mit der Tonwahlfrequenz, die z. B. mißbräuchlich von einem Teilnehmer abgegeben werden und zu einer Sperrung einer Trägerfrequenzgruppe führen könnten, ist auch hier durch parallele Durchgabe der Rückmeldungen für die Sperrung auf zwei getrennten Wahlkanälen gegeben. Ebenso läßt sich in die Sendeseiten der Sprachkanäle je ein Schutzrelais für die Leitungsauftrennung einfügen, welches von je einem weiteren Tonempfänger, der parallel an den Sprechadern angeschaltet ist, zum Ansprechen gebracht wird. Bei der Schaltung nach Fig. 3 bedeutet einen Tongenerator, 11 einen Tonwahlgenerator, einen Tonempfänger und 13 einen Tonwahlempfänger. !' AT EN TANSP RÜ CHK
1. Mehrkanalübertragungssystem mit Tonoder Systemwahleinrichtungen und mit einer jeweils einem Bündel zusammengefaßter Übertragungskanäle zugeordneten Pilotüberwachungseinrichtung, die bei auftretenden Störungen in nur einer Übertragungsrichtung, infolge Ausfall des Pilots der gestörten Übertragungsrichtung, eine Auslösung belegter Kanäle und eine Wahlsperrung in der zugeordneten Wählvermittlung bewirkt und bei dem eine Rückmeldung in der Gegenrichtung zur Auslösung belegter Kanäle und zur Wahlsperrung der Wählvermittlung der Gegenrichtung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückmeldung in der Gegenrichtung über die systemseitige Wähleinrichtung bzw. mit der Tonwahlfrequenz eines Kanals des in Vorwärtsrichtung gestörten Kanalbündels erfolgt.
2. Mehrkanalübertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das infolge einer in der einen Übertragungsrichtung auftretenden Störung abfallende Pilotempfangsrelais, insbesondere über ein weiteres Hilfsrelais, die amtsseitigen Wahlvermittlungseinrichtungen eines Kanals der ungestörten Übertragungsrichtung abschaltet und bei Systemwahl der systemseitigen Wähleinrichtung oder bei Tonwahl dem Sprachkanal direkt ein Dauerzeichen mit der Tonwahlfrequenz zuführt, wodurch empfangsseitig bei Systemwahl ein hinter der systemseitigen Wähleinrichtung oder bei Tonwahl über einen zusätzlichen, parallel an den Ausgängen des Sprachkanals angeschalteten Tonempfänger angeordnetes anzugverzögertes Auswerterelais anspricht, dessen Verzögerungszeit größer ist als die maximale Zeichenlänge der Wahlzeichen und welches seinerseits auch hier die empfangsseitig angeordnete, amtsseitige Wahlvermittlungseinrichtung abschaltet und die Auslösung bzw. Wahlsperrung für das gesamte gestörte Kanalbündel bewirkt.
3. Mehrkanalübertragungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von Fehlsperrungen von mit Systemwahl
Γ 069
betriebenen Kanalbündeln auf jeder Sendeseite in dem für die Rückmeldung vorgesehenen Kanal je ein anzugverzögertes Schutzrelais vorgesehen ist, dessen Anzugsverzögerung kleiner ist als diejenige des empfangsseitig angeordneten anzugverzögerten Auswerterelais, aber größer ist als die maximal auftretende Zeichenlänge der Wahlzeichen und welches bei in den amtsseitigen Wahleinrichtungen oder auf der Verbindungsleitung zwischen diesen und den systemseitigen Wahleinrichtungen auftretenden Erdschlüssen die Abgabe eines Dauerzeichens verhindert.
4. Alehrkanaliibertragungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn-
zeichnet, daß zur Erhöhung der Übertragungssicherheit für die Rückmeldung an Stelle eines Wahlkanals ein oder zwei weitere in gleicher Weise ausgestattete Wahlkanäle verwendet sind und eine Sperrung empfangsseitig erst dann ausgelöst wird, wenn die Empfangskriterien dieser Kanäle übereinstimmen.
5. Mehrkanalsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeiten der Auswerte- und der Schutzrelais so bemessen sind, daß die jeweils für die Rückmeldung vorgesehenen Kanäle auch für die Übertragung der in der Fernsprechtechnik erforderlichen Rufzeichen verwendbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3014438A1 (de) * 1980-04-15 1981-10-22 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Empfaenger fuer traegerfreuenz-uebertragungssystem

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3014438A1 (de) * 1980-04-15 1981-10-22 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Empfaenger fuer traegerfreuenz-uebertragungssystem

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