DE106910C - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B47/00—Survey of boreholes or wells
- E21B47/02—Determining slope or direction
- E21B47/026—Determining slope or direction of penetrated ground layers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5: Bergbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 189g ab.
Wie bei den Vorrichtungen von Dr. Moritz
Wolff in der Patentschrift 47221 der Kl. 5 und von Köbrich (Patentschrift 44299, Kl. 5),
die den gleichen Zweck der Bestimmung des Streichens der Schichten in Bohrlöchern haben,
ist bei vorliegender Einrichtung eine Magnetnadel in Anwendung gebracht, die selbsttätig
durch ein Uhrwerk festgelegt und mit diesem in einem aus magnetisch indifferentem Material
gebildeten, wasserdicht abgeschlossenen Räume in das Bohrloch oder dergl. gelassen wird.
Die vorliegende Einrichtung unterscheidet sich aber von den beiden vorerwähnten dadurch,
dafs sie an dem Bohrgestänge hinuntergelassen, mit dem Bohrkern in feste Verbindung gebracht
und, sobald die Magnetnadel festgestellt und der Kern abgebrochen worden ist, zu Tage
geholt wird. Infolge der festen Verbindung vom Kern und der Einrichtung, die besonders
in loseren, leicht blätternden Gebirgsschichten zuverlässiger ist, als diejenigen bei den bekannten
Einrichtungen, schwindet die Un- > sicherheit bezüglich der Feststellung der relativen
Lage beider zu einander; aufserdem erwächst daraus der Vortheil, dafs das Gestänge
nicht zweimal in das Bohrloch geführt zu werden braucht, was eine grofse Zeitersparnifs
bedeutet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zeigt:
Fig. ι einen Querschnitt des Bohrcylinders,
Fig. 2 einen Querschnitt des Bohrcylinderkopfes mit aufser Thätigkeit gesetzter Einrichtung,
Fig. 3 eine obere Ansicht der Einrichtung, Fig. 4 und 5 je einen Querschnitt der Einrichtung in Thätigkeit,
Fig. 6 einen Grundrifs und
Fig. 7 eine untere Ansicht desselben, während
Fig. .8 und 9 das Controlverfahren kennzeichnen.
Die Herstellung des aus mehreren Theilen zusammengeschraubten Bohrcylinders a, des
Kopfes b und des an diesem anschliefsenden Gestänges c (Fig. 1) geschieht aus magnetisch
indifferenten Metallen. Unten am Bohrcylinder befindet sich in bekannter Weise die mit einem
Kernfängerring versehene Bohrkrone d und in demselben der Kern k. Zur Feststellung der
Magnetnadel, wie auch zur Vergleichung ihrer Stellung wird eine Uhr verwendet. Diese befindet
sich in einem Gehäuse, welches an dem in den Bohrcylinder α eingeschraubten und
durch den Kopf b desselben gesicherten Ring e befestigt ist. In diesem ist mittelst der Führung g
(Fig. 2 und 3) das Uhrgehäuse h nicht drehbar eingesetzt, mit welchem der das Uhrwerk i
tragende Boden hl mittelst Bajonettverschlusses verbunden ist.
Das Uhrwerk i ist, um irgend welche Störung zu verhindern, ohne Läutewerk' und Minutenänzeiger,
sonst aber nach Art der Weckeruhren und mit herausspringendem kleinen Zeiger ausgearbeitet.
Der Ausrücker r kann, wie immer bei Weckeruhren, beliebig eingestellt werden.
Auf der Spitze der senkrecht stehenden Welle des Minutenrades schwebt eine Magnetnadel /,
welche plötzlich durch eine Vorrichtung in ihrer Lage gegen einen am Uhrgehäuse h vorgesehenen
Steg m festgestellt werden kann.
(2. Auflage, ausgegeben am 10. Mai igooj
Zu diesem Zweck ist die Magnetnadel mit kleinen Spitzen und der Steg mit einem Lederoder
Papierüberzug ausgerüstet.
Die Feststellvorrichtung der Magnetnadel besteht aus einer Feder η (Fig. 2 und 4 bis 7),
welche im oberen Theil des Uhrwerkes befestigt und unten mittelst des konischen Stiftes 0
geführt ist. Der Stift 0 legt sich bei spielender Magnetnadel gegen einen konischen Ansatz des
Hebels ρ und hält diesen bezw. den kleinen Stift p1 desselben von der Unruhe q des Uhrwerkes
fern (Fig. 5 und 7). Stellt man den Zeiger r (Fig. 2 bis 5) auf eine beliebige Zahl
des Zifferblattes i\ z. B. 2 (Fig. 3) ein, so schnellt infolge Einspringens des Ansatzes s
(Fig. 4 und 5) in den entsprechenden Ausschnitt des mit dem Zeiger r in Verbindung
stehenden Stellrädchens s1 die Feder η und mit
dieser der Zeiger r1 in die Höhe. Hierdurch wird die Magnetnadel / gegen den Steg m gedrückt
und festgestellt (Fig. 2). Gleichzeitig wird der konische Stift ο von dem Hebel ρ
frei und der Stift p1 wird durch die Feder t
(Fig. 7) gegen die Unruhe q gedrückt, wodurch infolge dieser Anordnung der Gang der Uhr
in demselben Augenblick zum Stillstand gebracht wird. Nachdem nun die Uhr in dieser
Weise festgestellt und die Magnetnadel in ihrer auf der Zeichnung durch Schraf6rung angedeuteten,
nach Norden zeigenden Lage arretirt ist, wird der fest eingeklemmte Kern abgebrochen
und in dem Bohrcylinder mit dem Gestänge zu Tage geholt.
Der Bohrcylinder α wird nun bis auf den unteren Theil d, der mit zwei Marken A und
B gezeichnet ist, losgeschraubt, so dafs der Kern oben vollständig freiliegt. Dieser wird
in Richtung der Cylindermarken A und B (Fig. 8) mit einem Strich gezeichnet und in die
mit gleichen Marken ausgestattete Hülse u so eingesetzt, dafs die Marken und die entsprechenden
Striche auf dem Kern in eine Richtung fallen, und auf die Drehscheibe ν gestellt (Fig. 8
und 9), welche gleichfalls mit einer durch A und B bezeichneten geraden Linie versehen
ist, und zwar so, dafs die Merkzeichen A und B der Hülse u und der Drehscheibe sich genau
decken. Hierauf wird das Verbindungsstück b des Bohrcylinders abgeschraubt, desgleichen
der Deckel _/' der angeschraubten Hülse, so dais das Zifferblatt und die Magnetnadel sichtbar
werden. Durch Lothe n> legt man die Richtung der noch arretirten Magnetnadel fest,
verbindet die Lothpunkte durch eine gerade Linie und schreibt die Stellung der Magnetnadel
auf. Hierauf schraubt man die oberen Theile des Bohrcylinders nach einander ab, wodurch der Bohrkern und die in demselben
enthaltenen Schichtenlagerungen sichtbar werden; sodann wird die Uhr auf den Bohrkern gesetzt,
und zwar so, dafs die immer noch festliegende Magnetnadel wieder genau in die Richtung der
durch die Lothpunkte festgestellten geraden Linien zu stehen kommt. Wenn nun die
Magnetnadel durch Zurückdrehen des Ausrückers r freigemacht wird und ihre durch die
Polrichtung bedingte Lage wieder eingenommen hat, dreht man die Drehscheibe mit dem Bohrkern
und der darauf feststehenden Uhr so weit herum, bis der Pol N der Magnetnadel wieder
diejenige Ziffer des Zifferblattes erreicht, auf welcher er in der Erdtiefe fixirt wurde. Die
sich hieraus ergebende Stellung des Bohrkernes ist seine ursprüngliche, d. h. genau dieselbe,
in welcher er abgerissen wurde.
Für den Fall, dafs nur der untere Theil des Bohrkernes, welcher noch in der Bohrkrone
durch den Kernfängerring eingeklemmt ist, für die Untersuchung in Frage kommen soll, wird
der Bohrkern, ohne den in der Richtung der Marken A und B daran bezeichneten Strich zu
verletzen, von unten nach oben aus der konischen Bohrkrone ausgehoben und sodann in
gleicher Weise wie vor auf die Linie A-B gestellt bezw. mit der Drehscheibe verfahren.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Vorrichtung zur Ermittelung des Streichens von Schichten in Bohrlöchern, dadurch gekennzeichnet, dafs der mit Magnetnadel (I) und einem diese arretirenden Uhrwerk ausgestatteten Bohrcylinder an seinem unteren Ende (d) zwei Marken (A und B) trägt zwecks späterer Bestimmung der relativen Lage desselben zur Compafsrichtung und der Kern in dem Cylinder festgeklemmt und mit diesem nach Feststellung der Magnetnadel aufgeholt wird.
- 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung einer mit einer Linie (A-B) ausgerüsteten, drehbaren Scheibe (v) in Verbindung mit den mit Merkzeichen versehenen Hülsen (u und u1) und der Lothe(u>), für die Vergleiche des gekennzeichneten Bohrcylinders (a) des Körpers (k) unter der Magnetnadel (I) unter Berücksichtigung der Scalenscheibe (I1).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE106910C true DE106910C (de) |
Family
ID=377028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT106910D Active DE106910C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE106910C (de) |
-
0
- DE DENDAT106910D patent/DE106910C/de active Active
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