DE106309C - - Google Patents

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DE106309C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21CMACHINES OR EQUIPMENT FOR MAKING OR PROCESSING DOUGHS; HANDLING BAKED ARTICLES MADE FROM DOUGH
    • A21C15/00Apparatus for handling baked articles
    • A21C15/04Cutting or slicing machines or devices specially adapted for baked articles other than bread

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine, mittelst welcher bei der Zwiebackbäckerei der in langen Laiben hergestellte Einback in Stücke von gewünschter und immer gleich bleibender Stärke zerschnitten werden soll.
Solche Maschinen sind allerdings schon mehrfach bekannt geworden, so z. B. durch die deutschen Patente Nr. 33001, 35460, 44108 und 90054. Von diesen unterscheidet sich die vorliegende Maschine im Bau und auch in ihrer Wirkungsweise. Denn während bei jenen Maschinen die Bewegung des Messers entweder von Hand direct, also in sehr ermüdender Weise, oder auch, wie beim Patent 44108, mittelst Kurbelantriebes, jedoch in der Weise bewirkt wird, dafs das Heben und das Senken des Messers mit dem gleichen Zeitaufwand erfolgt, wird bei der vorliegenden Maschine eine günstigere Arbeitsvertheilung dadurch erreicht, dafs der Schnitt langsam, die Rückführung des Messers in die Anfangsstellung dagegen sich schnell vollziehen. Dies hat zur Folge, dafs bei dieser Maschine sowohl der Kraftverbrauch als auch die Abnutzung des Messers eine bedeutend geringere ist wie bei älteren Maschinen.
Zwecks Erzielung quantitativ sowie qualitativ besserer Leistung ist die Maschine mit einem gieichmäfsig arbeitenden Vorschubmechanismus für den vorzuschiebenden Brotlaib versehen, bestehend in einer Transportschraube, auf der der Vordrücker als Mutter sitzt und die beim Rückgang des Messers mittelst eines Schaltwerkes immer um das gewünschte Stück gedreht wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Maschine dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 dieselbe in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht und Fig. 3 in Draufsicht.
α ist der zur Aufnahme des zu zerschneidenden Gebäckes dienende Kasten, der hinten und vorn auf entsprechenden Lagergestellen b bezw. c ruht. An dem vorderen, entsprechend breiteren Gestell c sind unten je an einem Ende die beiden Schwingen d und e drehbar gehalten, an deren obere Enden, um die Zapfen/ beweglich, das lange dünne Messer g angelenkt ist.
Durch Verstellung der Zapfen f in den Lä'ngsschlitzen i der Schwingen d und e kann der Abnutzung des Messers Rechnung getragen werden.
Die Bewegung wird dem Messer ertheilt durch das Zusammenwirken der Kurbel k mit dem Hebelarm m auf der Achse /, dessen-Zapfen η in einen Längsschlitz 0 der Schwinge d eingreift.
Bei einer Drehung der Kurbel nimmt der Zapfen η die Schwinge d mit und führt somit das Messer, das hierbei immer seine anfängliche Lage zur Horizontalen beibehält, nach rechts (auf der Zeichnung) und abwärts bis in die in Fig. 1 strichpunktirt angegebene niedrigste Stellung und dann auf demselben Wege in die Anfangsstellung zurück. Die erstgenannte Bewegung wird aber bedeutend langsamer ausgeführt wie die zweite, da, wie aus Fig. 1
ersichtlich, während ersterer der Hebelarm m den Winkel α, während der zweiten dagegen nur den bedeutend kleineren β durchläuft.
Den Vorschub des zu zerschneidenden Gebäckes bewirken die beiden vertical stehenden Vordrücker ρ an einer in dem Längsschlitze g des Kastenbodens geführten Mutter r auf der unter dem Kasten angeordneten und in den Lagergestellen b und c drehbar gelagerten Schraubenspindel s. Diese trägt auf ihrem vorderen, aus dem Gestell c vorstehenden Ende ein Schaltrad t, während der zu diesem gehörige Schaltkegel u an einem um ν drehbaren Hebel w sitzt, den eine Feder χ an den Stift x1, also von dem Schaltrade weg zu drücken strebt.
Zur Bethätigung dieses Schaltwerkes dient ein passend einstellbarer Anschlag y an der Schwinge e, derart, dafs beim Rückgange der letzteren in die Anfangsstellung der Anschlag an den Hebel w anstöfst, den Schaltkegel η in das Schaltrad t eindrückt und dadurch dieses und die Transportschraube s um das gewünschte Stück weiterdreht.
Die Steigungsverhältnisse der Schraube s und die Theilung des Schaltrades t werden natürlich so gewählt, dafs bei einer Drehung des Schaltrades um eine Zahntheilung die Mutter r und die Vordrücker ρ um so viel vorrücken, dafs dadurch der Brotlaib um das gewünschte Stück vorgeschoben wird.
Das Handrad % endlich auf dem hinteren Ende der Transportschraube s dient zum Rückwärtsdrehen derselben und zum Einstellen der Vordrücker.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Das zu zerschneidende Gebäck wird in den Kasten α gelegt und mittelst Drehen des Handrades \ durch die Vordrücker ρ genau bis über den Rand des Kastenbodens vorgeschoben. Wird jetzt durch Drehen der Kurbel k die Maschine in Thätigkeit gesetzt, so bewegt sich das Messer g in schräger Richtung langsam nach rechts und abwärts, hierbei den über den vorderen Rand des Bodens von α vorstehenden Geba'cktheil abschneidend.
Ist es in seiner tiefsten Stellung (strichpunktirt in Fig. ι angegeben) angekommen, so kehrt es, wie oben gezeigt, mit beschleunigter Bewegung in seine Anfangsstellung zurück. Hierbei ist aber, wie ebenfalls schon beschrieben, der Schaltmechanismus tuw durch den Anschlag^ an der Schwinge e in Thätigkeit versetzt worden und hat durch Vermittelung der Transportschraube und der Vordrücker das Gebäck um das gewünschte Stück vorgeschoben.
Da bei der vorliegenden Maschine der Schnitt des Messers bei langsamer, die Rückführung aber bei beschleunigter Bewegung bei stetiger Drehung der Kurbel ausgeführt wird, ist der erforderliche Kraftaufwand ein verhältnifsmäfsig geringer und der Betrieb ein leichter.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Eine Zwiebackschneidemaschine mit parallel geführtem Messer und schrittweise gleichmä'fsig vorgeschobenem Laib, dadurch gekennzeichnet, dafs zwecks langsamen Vorschubes und Niederganges des Messers während des Schneidens und raschen Rücklaufs desselben und hierbei stattündendem Vorschieben des Laibes in genau bestimmtem Maafse der durch gleichmäfsige Kurbeldrehung erfolgende Antrieb des Messers durch einen auf der Kurbelachse sitzenden Arm (m) bewirkt wird, dessen Endzapfen (n) in einen Schlitz (o) der einen Messerschwinge (d) eingreift, während die andere Schwinge (e) mit einem Anschlag (y) versehen ist, der beim Rückgang des Messers eine Schraubenspindel (s) in Drehung versetzt, auf der an einer achsial sich verschiebenden Mutter (r) die Vordrücker (p) geführt sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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