DE105102C - - Google Patents

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DE105102C
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salts
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indigo
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/38Oxygen atoms in positions 2 and 3, e.g. isatin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wie bekannt und z. B. in den Patenten Nr. 54626 und 56273 und ihren Zusätzen und Patent Nr. 85071 beschrieben, erhält man durch Erhitzen der verschiedenen aromatischen Glycine mit Alkalien und alkalischen Erden Leukoverbindungen, welche in Indigo bezw. substituirte Indigofarbstoffe überführbar sind.
Dieses Erhitzen der Glycine mit Alkalien etc. mufs, wie wir gleichfalls in den genannten Patenten mitgetheilt haben, unter Ausschlufs von Luft vorgenommen werden, weil sonst die organische Substanz sich oxydiren und verbrennen würde.
Es wurde nun gefunden, dafs diese Oxydation der organischen Substanz durch Zuführung einer beschränkten .Luftmenge zur Schmelze so geleitet werden kann, dafs ein Theil der genannten Indigoleuköverbindungen zu Isatinen bezw. isatinsauren Alkalien oxydirt wird. Hierin liegt eine neue und nicht vorauszusehende Darstellungsmethode für die Isatine und die isatinsauren Salze.
Beispiel:
Das Gemisch eines aromatischen Glycins mit Aetzalkali mit oder ohne Zusatz von Erdalkali, wie solches in den Beispielen der Patente Nr. 54626, 56273, 85071 oder ihrer Zusätze zur Verwendung gelangt, wird in lockerer lufthaltiger Form derart erhitzt, dafs die in dem Pulver eingeschlossene Luft oxydirend wirken kann. Die Zuführung der beschränkten Luftmenge kann natürlich auch in anderer als der in diesem Beispiel beschriebenen Weise erfolgen.
Nach dem Auflösen der Schmelze in Wasser und dem Abscheiden des Indigos in einer durch die genannten Patente beschriebenen Weise werden die Mutterlaugen . durch Eindampfen concentrirt, wobei sich die Alkälisalze der Isatinsauren, event, noch mit anderen Salzen vermischt, abscheiden, da ,sie in Aetzalkalilauge schwer löslich sind.
Da die isatinsauren Salze, wie wir gefunden haben, beim Kochen mit starken Alkalien zersetzlich sind, so empfiehlt es sich, das Eindampfen bei möglichst. niedriger Temperatur vorzunehmen, z. B. im Vacuum.
Die isatinsauren Salze können entweder als solche in der beschriebenen Form oder zur Herstellung von Isatin Verwendung finden. Ein Gleiches gilt für die substituirten Isatine.
Die Eigenschaften des gewöhnlichen und des p-Methylisatins, sowie die der hierzu gehörigen isatinsauren Salze sind mit den in der Literatur beschriebenen übereinstimmend.
Die Eigenschaften des ο-Methyl- und m-Xylylisatins und der dazu gehörigen Isatinsauren sind denjenigen der vorigen ähnlich.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung von Isatin bezw. von isatinsauren Salzen und deren Homologen neben Indigoleukokörpern, darin bestehend, dafs man aromatische Glycine mit
    Aetzalkalien oder Gemischen von Aetzalkalien mit alkalischen Erden unter Beimengung oder Zutritt einer beschränkten Menge Luft auf Temperaturen von über 2oo° C. erhitzt.
  2. 2. Verfahren zur Darstellung von Lösungen, welche isatinsaure Salze bezw. deren Homologe enthalten, darin bestehend, dafs man die nach Anspruch ι erhaltene Schmelze in Wasser löst, den Indigoleukokörper gemäfs den Verfahren der oben genannten Patente in Indigofarbstoff überführt und letzteren abtrennt.
    Verfahren zur Darstellung von in bekannter Weise in Isatine überführbaren, isatinsaure Salze bezw. deren Homologe enthaltenden Salzgemischen, darin bestehend, dafs die unter 2. erhaltenen Laugen bei niedriger Temperatur bezw. unter vermindertem Druck eingedampft werden.
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