-
Vorrichtung zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Bewegung In der
Technik besteht häufig das Bedürfnis, hinuni hergehende Bewegungen zu. erzeugen.,
die in einem bestimmten, einstellbaren Takt in die entgegengesetzte Richtung umgesteuert
werden müssen, wobei ferner die Amplitude der Schwingbewegung einstellbar sein muß.
Dies ist z. B. bei Maschinen der Fall, bei welchen unter anderem sehr kurze Hübe
von z. B. 1 mm Länge erzielt werden sollen.
-
Mit Rücksicht auf die kleinen Amplituden, die sich in solchen Anwendungsfällen
ergeben., ist es somit erforderlich, eine Einrichtung zu besitzen, welche ohne Verzögerung
zu genau vorher festgelegten Zeitpunkten, nämlich am Anfang und Ende des Hubes,
schaltet.
-
Es sind bereits Vorrichtungen zur Erzeugung einer hin- und hergehenden
Bewegung mit einstellbarer Amplitude der Schwingbewegung und Mitteln zur automatischen
Umschaltung der Bewegungsrichtung bekannt, bei welchen ein Schlitten durch auf ihm
angeordnete Magnete abwechselnd mit dem einen oder anderen Trum eines umlaufenden
endlosen Bandes kuppelbar ist. Die Erfindung geht von: einer solchen bekannten Vorrichtung
aus und bezweckt eine Weiterbildung in der Weise, daß die bereits erwähnte verzögerungslose
Schaltung zu genau vorher festgelegten Zeitpunkten. möglich ist. Der Erfindungszweck
wird dadurch erreicht, daß auf dem Schlitten als Schalter für die Magnetsteuerung
eine doppelt eingespannte Blattfeder an geordnet ist, deren freie Enden umschnappen,
wenn mittels eines der mechanisch, z. B. durch Stellschrauben, oder elektrisch,
z. B. durch Elektromagnete und Schalter, gesteuerten Steuerbolzen ein Druck auf
die Federmitte ausgeübt wird.
-
Es sind zwar Schalteinrichtungen bekannt, die es ermöglichen, mit
Hilfe elektromagnetisch bewegter Schaltstifte eine gekrümmte Blattfeder, die an
zwei raumfesten Punkten gelagert ist, mit je einem Kontaktpaar in Berührung zu bringen.
Durch. die Anwendung dieser im Prinzip bekannten Schaltanordnung und ihrer Anpassung
an die besondere Ausführungsform wird jedoch eine über die Summe der Einzelwirkungen
der bekannten Elemente hinausgehende Wirkung in der Hinsieht erzielt, daß mit den
erfindungsgemäßen Mitteln ein Schalten in. kürzester Zeitspanne möglich ist, so
wie es z. B. bei einer Maschine unbedingt erforderlich ist, bei welcher der Schlittenhub
in erheblichen Grenzen, wechselt und z. B. zwischen 1 und 240 mm liegen kann.
-
In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes rein schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine
Seitenansicht der ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Grundriß auf die Einrichtung
gemäß Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt durch einen- Teil der Einrichtung gemäß Fig.
1 und. 2, Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Re= guliereinzichtung und Fig.
5 ein Schaltungsschema.
-
In den Teilen 1, 2 eines Maschinengestells sind die beiden Rollen
3, 4 drehbar gelagert. Die Rolle 3 ist die motorisch angetriebene Rolle, während
die Rolle 4 lediglich als Umlenkrolle dient. Die letztere ist auf einer Welle 5
gelagert, die im Träger 2 in der Richtung des Bandes 6, das die beiden Rollen umschlingt,
verschiebbar ist, um auf diese Weise das Band immer gespannt zu halten. Zwischen.
den beiden. Trägern 1, 2 sind Gleitstangen 7 angeordnet, auf welchen ein Schlitten
8 verschiebbar geführt ist. Zwischen den beiden Trumen. des Bandes 6 sind auf dem
Schlitten 8 Elektromagnete 9, 10 angebracht, deren Pole 11 dein benachbarten Trum
des Bandes 6 zugekehrt sind. Gegenüber den erwähnten Polen sind. auf dein Schlitten
zwei Anker 12 axial verschiebbar angeordnet, die gegen die äußere Seite des Bandes
6 gerichtet sind.
-
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist die folgende:
Die Welle 13 der Antriebsrolle 3 wird mit gleichmäßiger Geschwindigkeit angetrieben,
so daß das Band 6 mit konstanter Geschwindigkeit umläuft. Es bewegt sich in der
Richtung der eingezeichneten Pfeile (Fig. 2). Nunmehr wird z. B. dem Elel;tromagnet
9
Strom zugeführt. Der Pol 11 zieht infolgedessen den Anker 12 an und klemmt dadurch
das Band 6 zwischen sich und dem Pol 11 fest. Der Schlitten 8 wird demgemäß mit
dem oberen (Fig. 2) Trum des Bandes gekuppelt und bewegt sich nach rechts. Sobald
der Schlitten den gewünschten Weg zurückgelegt hat, wird durch nicht gezeichnete,
an sich bekannte Schalter die Stromzufuhr zum Elektromagnet 9 unterbrochen und gleichzeitig
dem Magnet 10 Strom zugeführt. Nunmehr wird der Schlitten mit dem unteren (Fig.
2) Trum des Bandes gekuppelt, während das obere Trum des Bandes. freigegeben wird,
und der Schlitten bewegt sich nach links. Ist er am Ende seiner Bewegung angelangt,
so wird Magnet 11 stromlos und Magnet 9 unter Strom gesetzt, worauf sich das Spiel
wiederholt.
-
Es ist auf die beschriebene Weise leicht möglich, die Geschwindigkeit
des Bandes und damit des Schlittens und die Länge des Hin- und Herweges desselben
beliebig und innert weiten. Grenzen einzustellen. Selbstverständlich können die
Rollen, 3, 4 je nach den. gegebenen Verhältnissen beliebig weit auseinanderliegen
und zwischen den Rollen beliebig viele Schlitten 8 vorgesehen sein.
-
Bei einer praktischen. Ausführung des beschriebenen Gerätes kann der
Bewegungsweg des Schlittens zwischen 1 und 240 mm beliebig eingestellt werden. Da
keine Zahnstangen u. dgl. nötig sind, sind keine Teile vorhanden, die irgendwie
einem Verschleiß unterworfen wären, und es ist demgemäß leicht möglich, den eingestellten
Weg des Schlittens genau einzuhalten. Durch entsprechende Wahl des Antriebsmotors
für die Rollen 3 ist es ohne weiteres möglich, stufenlose Drehzahlen zwischen 0
und 5000 U/Min. einzustellen.
-
In Fig. 4 ist eine zweckmäßige Ausführungsform einer Vorrichtung zur
Einstellung des Weges des Schlittens 8 dargestellt. Es bezeichnet 14 zwei im Bewegungsweg
des Schlittens 8 angebrachte, einstellbare Träger von einstellbaren Anschlägen 15.
Die Einstellung eines gewünschten Bewegungsweges des Schlittens erfolgt daher durch
Einstellen der Träger 14, z. B. auf einer Stange (Grobeinstellung), und hierauf
durch Einsregulierung der Stellschrauben 15 (Feineinstellung). 16 bezeichnet einen
auf dem Schlitten 8 montierten Umschalter, der eine gespannte, gebogene Feder 18
umfaßt, welche bei 22 gehalten ist und entweder die Kontakte 19 oder 20 leitend
miteinander verbindet. Die Umschaltung der Feder erfolgt durch die Druckbolzen 17.
Aus dem Schaltschema gemäß Fig. 5 ist ersichtlich, daß je nach Stellung der gebogenen
Feder 18 der Stromkreis entweder über den Magnet 9 bzw. 10 geschlossen ist.
-
Es sind nun noch Mittel vorgesehen, um den Weg des Schlittens 8 von
Hand willkürlich zu regeln. Dies geschieht beim dargestellten Beispiel mittels eines
Schalters 23, der über Klemmen 24 an eine Stromquelle angeschlossen ist. Je nach
der Stellung des Schalters 8 wird der Strom durch die Magnetspule 25 oder durch
die Spule 26 geschlossen. Durch diese Spulen bewegen sich Kerne 27, die über Stege
21 mit dem Druckbolzen 17 verbunden sind. Dadurch ist es möglich, die auf die Feder
18 wirkenden Druckbolzen nicht nur durch die Anschläge 15, sondern vom Schalter
23 aus willkürlich durch Erregung der Magnete 25 bzw. 26 umzustellen und dadurch
die Bewegungsrichtung des Schlittens 8 zu ändern.