DE10248321A1 - Halteelement - Google Patents
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- E05C17/32—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing consisting of two or more pivoted rods
- E05C17/34—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing consisting of two or more pivoted rods with means for holding in more than one position
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Halteelement mit einem ersten Arm und einem zweiten Arm, die um eine Gelenkachse drehbar miteinander verbunden sind. Das Halteelement kann zum Halten eines nach oben öffnenden Deckels oder einer nach unten öffnenden Klappe verwendet werden. Hierzu wird ein freies Ende eines der beiden Arme mit einem Korpus eines Möbels verbunden und ein freies Ende des jeweilig anderen Armes mit der Klappe oder dem Deckel.
- In der
DE 197 17 189 C2 wird ein Halteelement beschrieben, bei welchem in einer ersten Drehrichtung der beiden Arme zueinander ein höheres Drehmoment aufgewendet werden muß als in einer zweiten Drehrichtung. Somit ist beispielsweise in der Benutzung als Deckelsteller gewährleistet, daß beim Öffnen des Dekkels ein geringeres Drehmoment überwunden werden muß als beim Schließen des Deckels. Beim Schließen des Deckels ist das aufzuwendende Drehmoment zum Verdrehen der beiden Arme größer als dasjenige Drehmoment, das durch die Gewichtskraft des Deckels auf das Halteelement ausgeübt wird. Dadurch ist gewährleistet, daß der Deckel in jeder beliebigen Position gehalten ist. Wo hingegen aufgrund des geringen Drehmoments beim Öffnen des Deckels ein leichtes Öffnen gewährleistet ist. - Hierfür ist ein Reibring mit einer vollumfänglichen Außenverzahnung vorgesehen, der in Reibkontakt zum ersten Arm und um die Gelenkachse relativ zum ersten Arm drehbar angeordnet ist. Ein Ring des zweiten Arms ist um den Reibring angeordnet und weist eine teilumfängliche Innenverzahnung auf, die in oder außer Eingriff zur vollumfänglichen Außenverzahnung des Reibrings überführbar ist. In der ersten Drehrichtung der Arme zueinander sind die Verzahnungen in Eingriff, so daß der Reibring mit dem zweiten Arm relativ zum ersten Arm gedreht wird. Hierbei muß ein Reibmoment aufgrund des Reibkontakts zwischen dem Reibring und dem ersten Arm überwunden werden. In der zweiten Drehrichtung sind die Verzahnungen außer Eingriff, wobei der zweite Arm frei um den Reibring bewegbar ist. Hierbei ist nur ein geringes Drehmoment zum Verschwenken der Arme zueinander erforderlich.
- Nachteilig ist jedoch, daß beim Bewegen der Verzahnungen, um diese in Eingriff zu überführen, eine geringe Drehbewegung in der ersten Drehrichtung vollzogen werden muß, die zu einem geringfügigen Absenken des Deckels oder der Klappe führt.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Halteelement bereitzustellen, bei dem ein geringer Freigang bei einer Drehrichtungsänderung gewährleistet ist.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Halteelement, insbesondere Deckelsteller oder Klappenhalter, umfassend
-
- – einen ersten Arm, der eine erste Reibfläche aufweist,
- – einen zweiten Arm, der um eine Gelenkachse schwenkbar mit dem ersten Arm verbunden ist,
- – eine Feststelleinheit, welche
- – ein Betätigungselement und
- – ein Feststellelement, das eine Feststellfläche bildet, aufweist,
- – wobei die Feststelleinheit dem zweiten Arm zugeordnet ist,
- – ein Bremselement, das eine Bremsfläche, zu der die Feststellfläche in Reibkontakt gehalten ist, und das eine zweite Reibfläche, die zumindest mittelbar in Anlage zur ersten Reibfläche gehalten ist, aufweist,
- – wobei das Betätigungselement in einer ersten Drehrichtung der Arme zueinander die Feststellfläche gegen die Bremsfläche mit Kraft beaufschlagt,
- – wobei in der ersten Drehrichtung der beiden Arme zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche und der Bremsfläche größer ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche und der zweiten Reibfläche,
- – wobei in einer zweiten Drehrichtung der beiden Arme zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche und der Bremsfläche kleiner ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche und der zweiten Reibfläche und
- – wobei das maximale Reibmoment in der ersten Drehrichtung der beiden Arme zueinander größer ist als das maximale Bremsmoment in der zweiten Drehrichtung der beiden Arme zueinander, gelöst.
- Ferner wird die Aufgabe durch ein Halteelement, insbesondere Deckelsteller oder Klappenhalter, umfassend
-
- – einen ersten Arm, dem eine erste Reibfläche zugeordnet ist,
- – einen zweiten Arm, der um eine Gelenkachse schwenkbar mit dem ersten Arm verbunden ist,
- – eine Feststelleinheit, welche
- – ein Betätigungselement,
- – ein Feststellelement, das eine Feststellfläche bildet, und
- – eine zweite Reibfläche, die zumindest mittelbar in Anlage zur ersten Reibfläche gehalten ist, aufweist,
- – ein Bremselement, das eine Bremsfläche aufweist, zu der die Feststellfläche in Reibkontakt gehalten ist, wobei das Bremselement dem zweiten Arm zugeordnet ist,
- – wobei das Betätigungselement in einer ersten Drehrichtung der Arme zueinander die Feststellfläche gegen die Bremsfläche mit Kraft beaufschlagt,
- – wobei in der ersten Drehrichtung der beiden Arme zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche und der Bremsfläche größer ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche und der zweiten Reibfläche,
- – wobei in einer zweiten Drehrichtung der beiden Arme zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche und der Bremsfläche kleiner ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche und der zweiten Reibfläche und
- – wobei das maximale Reibmoment in der ersten Drehrichtung der beiden Arme zueinander größer ist als das maximale Bremsmoment in der zweiten Drehrichtung der beiden Arme zueinander, gelöst.
- Die Halteelemente beider Ausführungsformen weisen somit eine Bremseinheit auf, die die Feststelleinheit und das Bremselement umfaßt. Ein Bauteil der Bremseinheit ist immer drehfest zum zweiten Arm angeordnet und ein weiteres Bauteil der Bremseinheit steht immer in Reibkontakt zum ersten Arm.
- Bei der ersten Ausführungsform des Halteelements ist das Betätigungselement drehfest zum zweiten Arm angeordnet und das Bremselement steht in Reibkontakt zum ersten Arm. Hierbei kann das Betätigungselement an den zweiten Arm angeformt sein und somit einstöckig mit diesem ausgebildet sein.
- In der zweiten Ausführungsform des Halteelements ist das Bremselement drehfest zum zweiten Arm angeordnet und das Betätigungselement steht im Reibkontakt zum ersten Arm. Hierbei kann das Bremselement drehfest mit dem zweiten Arm verbunden sein oder durch den zweiten Arm gebildet sein. Im letzten Fall ist die Bremsfläche durch eine Innenumfangsfläche einer Aufnahmeausnehmung des zweiten Arms gebildet.
- Da in der ersten Drehrichtung das maximale Bremsmoment größer ist als das maximale Reibmoment, ist gewährleistet, daß sämtliche Bauteile der Bremseinheit zusammen mit dem zweiten Arm relativ zum ersten Arm verdreht werden. Hierbei gleiten die beiden Reibflächen aufeinander ab, so daß zum Verdrehen der beiden Arme zueinander das Reibmoment überwunden werden muß.
- In der zweiten Drehrichtung ist das maximale Bremsmoment kleiner als das maximale Reibmoment, so daß die beiden Reibflächen nicht aufeinander abgleiten sondern das Feststellelement relativ zum Bremselement verdreht wird.
- Da das maximale Reibmoment in der ersten Drehrichtung größer ist als das maximale Bremsmoment in der zweiten Drehrichtung ist gewährleistet, daß in der ersten Drehrichtung ein größeres Drehmoment überwunden werden muß als in der zweiten Drehrichtung.
- Das Feststellelement kann ringförmig gestaltet sein und an einer Stelle seines Umfangs einen Schlitz aufweisen und dadurch in Umfangsrichtung aufweitbar sein. Hierbei kann eine Außenum fangsfläche des Feststellelements die Feststellfläche darstellen, die in Anlage zu einer Innenumfangsfläche des Bremselements steht, welche die Bremsfläche darstellt. Somit bilden das Feststellelement und das Bremselement eine Art Trommelbremse.
- Das Feststellelement kann zwei Bremsbacken aufweisen, die über einen elastischen Verbindungssteg miteinander verbunden sind und gemeinsam die Feststellfläche bilden.
- Um die Feststellfläche in der ersten Drehrichtung mit Kraft gegen die Bremsfläche beaufschlagen zu können, weist das Betätigungselement einen Betätigungsvorsprung auf, der gegen eine erste Spreizfläche und eine zweite Spreizfläche des Feststellelements abgestützt ist. Die erste Spreizfläche ist hierbei an einer der Bremsbacken und die zweite Spreizfläche an der anderen Bremsbacke angeordnet.
- Der Betätigungsvorsprung ist relativ zum Bremselement um eine Schwenkachse, die parallel zur Gelenkachse verläuft und zwischen der ersten Spreizfläche und der zweiten Spreizfläche angeordnet ist, schwenkbar.
- Hierbei ist der Betätigungsvorsprung mit einer ersten Betätigungsfläche gegen die erste Spreizfläche und mit einer zweiten Betätigungsfläche gegen die zweite Spreizfläche abgestützt.
- Die Betätigungsflächen weisen einen Verlauf auf, bei dem der Abstand zwischen der Abstützung der ersten Betätigungsfläche gegen die erste Spreizfläche und der Abstützung der zweiten Betätigungsfläche gegen die zweite Spreizfläche beim Verschwenken des Betätigungselements durch Verdrehen der Arme in der ersten Drehrichtung zunimmt. Somit werden beim Verschwen ken die Betätigungselements durch eine Drehung der Arme in der ersten Drehrichtung die Spreizflächen auseinandergedrückt und das Bremselement aufgeweitet, so daß die Feststellfläche gegen die Bremsfläche mit Kraft beaufschlagt wird.
- Zum Verschwenken des Betätigungsvorsprungs kann das gesamte Feststellelement um die Schwenkachse relativ zum Bremselement schwenkbar angeordnet sein.
- Ferner kann das Betätigungselement einen Mitnehmervorsprurg aufweisen, der bezogen auf die Gelenkachse gegenüber dem Schlitz zumindest mittelbar in Umfangsrichtung gegen das Feststellelement abgestützt ist. Hierdurch wird in der zweiten Drehrichtung der beiden Arme zueinander gewährleistet, daß das Betätigungselement an zwei gegenüberliegenden Stellen gegen das Feststellelement abgestützt ist, so daß ein Aufweiten des Feststellelements vermieden wird.
- Der Mitnehmervorsprung kann über ein Federelement gegen das Feststellelement abgestützt sein. Somit ist das Betätigungselement grundsätzlich in derjenigen Schwenkrichtung beaufschlagt, die beim Verdrehen der beiden Arme in der ersten Drehrichtung erzeugt wird. Somit ist gewährleistet, daß die Feststellfläche spielfrei an die Bremsfläche gedrückt wird und Spiel aufgrund von Fertigungstoleranzen oder Verschleiß vermieden wird.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind anhand der Zeichnungen näher erläutert. Hierin zeigt
-
1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halteelements in einer Explosionsdarstellung; -
2 eine perspektivische Darstellung des Deckels gemäß1 ; -
3 eine Draufsicht des ersten Arms gemäß1 ; -
4 eine Draufsicht des Bremselements gemäß1 ; -
5 eine Draufsicht des Feststellelements gemäß1 ; -
6 eine Draufsicht des zweiten Arms mit dem Betätigungselement des Halteelements gemäß1 ; -
7 eine Draufsicht des Bremselements und des Feststellelements gemäß1 im montierten Zustand; -
8 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halteelements in einer Explosionsdarstellung; -
9 eine Draufsicht des ersten Arms gemäß8 ; -
10 eine Draufsicht des Feststellelements gemäß8 ; -
11 eine Draufsicht des Betätigungselements gemäß8 ; -
12 eine Draufsicht des zweiten Arms gemäß8 ; -
13 eine Draufsicht des Betätigungselements und des Feststellelements gemäß8 im montierten Zustand und -
14 eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halteelements in einer Explosionsdarstellung. - Die
1 bis7 zeigen eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halteelements und werden im folgenden zusammen beschrieben. - Das Halteelement weist einen ersten Arm
1 und einen zweiten Arm2 auf, die zueinander um eine Gelenkachse3 drehbar angeordnet sind. Zwischen den beiden Armen1 ,2 ist ein Bremselement4 angeordnet, das mit einem Feststellelement5 zusammenwirkt. Die Feststellelement5 ist in einer ersten Drehrichtung drehfest zum Bremselement4 gehalten und in einer zweiten Drehrichtung drehbar zu diesem. Hierzu dient ein Betätigungselement6 , welches das Feststellelement5 in der ersten Drehrichtung beaufschlagt. Ein Deckel7 ist mit dem Bremselement4 über eine Schraube8 verbunden, wobei eine Vorspannung über ein Tellerfederpaket9 einstellbar ist. -
3 zeigt den ersten Arm1 , der an einem seiner freien Enden eine erste Befestigungsbohrung10 aufweist, um Befestigungsmittel mit dem Arm1 verbinden zu können. Die Befestigungsmittel dienen zum Verbinden des ersten Arms1 mit einem Deckel, einer Klappe oder dem Korpus eines Möbels. Ferner ist an dem anderen Ende des ersten Arms eine kreisringförmige erste Reibfläche11 gebildet, welche koaxial zur Gelenkachse3 angeordnet ist und dem Bremselement4 zugewandt ist. - Das in
4 dargestellte Bremselement4 weist eine zweite Reibfläche12 auf, welche der ersten Reibfläche11 zugewandt ist und über einen ersten Reibring13 gegen diese abgestützt ist. - Durch eine zentrale Bohrung
14 des ersten Arms1 ist ein Verbindungsansatz des in2 dargestellten Deckels7 hindurchgeführt. Der Verbindungsansatz15 weist ein von einem Kreis abweichendes Profil auf, welches in eine gegengleich ausgebildete Verbindungsausnehmung16 des Bremselements4 axial eingreift. Der Deckel7 und das Bremselement4 sind somit drehfest zueinander gehalten. An dem ersten Arm1 ist eine dritte Reibfläche17 gebildet, welche der ersten Reibfläche11 abgewandt ist und die über einen zweiten Reibring18 in Anlage zu einer vierten Reibfläche19 , welche durch den Deckel7 gebildet ist, steht. Mittels der Schraube8 werden das Bremselement4 und der Deckel7 gegen den ersten Arm1 verspannt. - Das Bremselement
4 ist topfförmig gestaltet und weist eine Bremsfläche20 in Form einer Innenumfangsfläche auf. Innerhalb des Bremselements4 ist das in5 dargestellte Feststellelement5 angeordnet. Dieses bildet eine Feststellfläche21 in Form einer Außenumfangsfläche, welche in Reibkontakt zur Bremsfläche20 steht. Das Feststellelement5 ist ringförmig gestaltet und weist über seinen Umfang einen Schlitz22 auf, so daß das Feststellelement5 in Umfangsrichtung aufweitbar ist. Hierzu bildet das Feststellelement5 eine erste Bremsbakke23 und eine zweite Bremsbacke24 , die über einen elastischen Verbindungssteg25 miteinander verbunden sind. Somit lassen sich die Bremsbacken23 ,24 spreizen. - Ferner bildet das Feststellelement
5 eine zentrale Ausnehmung26 , welche eine erste Spreizfläche27 an der ersten Bremsbacke23 und eine zweite Spreizfläche28 an der zweiten Bremsbacke24 bildet. - In die Ausnehmung
26 greift das Betätigungselement6 mit einem Betätigungsvorsprung30 ein. Das Betätigungselement6 ist, wie in6 dargestellt, an dem zweiten Arm2 angeformt. Der Betätigungsvorsprung30 weist eine Außenfläche29 auf, die eine erste Betätigungsfläche31 und eine zweite Betätigungsfläche32 bildet. Die erste Betätigungsfläche31 ist in Anlage zur ersten Spreizfläche27 und die zweite Betätigungsfläche32 in Anlage zur zweiten Spreizfläche28 gehalten. - Ferner weist das Betätigungselement
6 einen Mitnehmervorsprung33 auf, der ebenfalls in die Ausnehmung26 des Feststellelements5 eingreift. Der Mitnehmervorsprung33 ist über eine Feder34 gegen eine Mitnehmerfläche35 an der zweiten Bremsbacke24 abgestützt. Die Abstützung des Mitnehmervorsprungs33 gegen die Mitnehmerfläche35 ist hierbei, bezogen auf die Gelenkachse3 , gegenüber dem Schlitz22 angeordnet. - In der ersten Drehrichtung der beiden Arme
1 ,2 zueinander wird das Feststellelement5 relativ zum Bremselement 4 um eine Schwenkachse in Richtung einer ersten Schwenkrichtung beaufschlagt, wobei die Schwenkachse zwischen der ersten Spreizfläche27 und der zweiten Spreizfläche28 angeordnet ist. Die Außenfläche des Betätigungsvorsprungs30 ist derart gestaltet, daß der Abstand der Abstützung der ersten Betätigungsfläche31 gegen die erste Spreizfläche27 und der Abstützung der zweiten Betätigungsfläche32 gegen die zweite Spreizfläche28 bei Verschwenken des Feststellelements5 gegenüber dem Bremselement4 in der ersten Schwenkrichtung zunimmt. Dadurch werden die beiden Spreizflächen27 ,28 und somit die beiden Bremsbacken23 ,24 auseinandergedrückt, so daß die Feststellfläche21 radial nach außen gegen die Bremsfläche20 beaufschlagt wird. - Das Bremsmoment zwischen der Feststellfläche
21 und der Bremsfläche20 ist hierbei so groß bemessen, daß das Feststellelement5 und das Bremselement4 drehfest zueinander gehalten sind. Somit sind das Bremselement4 und das Feststellelement5 drehfest zum zweiten Arm2 gehalten und drehen sich mit diesem in der ersten Drehrichtung relativ zum ersten Arm1 . Hierbei wird ein Reibmoment wirksam, welches aufgrund der aufeinander abgleitenden Reibflächen11 ,12 ,17 ,19 erzeugt wird. - Bei Drehung der beiden Arme
1 ,2 in der zweiten Drehrichtung zueinander wird das Betätigungselement4 in Richtung einer zweiten Schwenkrichtung um die Schwenkachse beaufschlagt, wobei die erste Betätigungsfläche31 gegen die erste Spreizfläche27 und der Mitnehmervorsprung33 gegen die Mitnehmerfläche35 an der zweiten Bremsbacke24 beaufschlagt sind. Eine Spreizung des Feststellelements5 wird somit vermieden, so daß das Feststellelement5 gegenüber dem Bremselement4 verdreht wird. Das Bremsmoment zwischen der Feststellfläche21 und der Bremsfläche20 ist hierbei kleiner als das Reibmoment zwischen den Reibflächen11 ,12 ,17 ,19 . Da zudem das Bremsmoment in der zweiten Drehrichtung kleiner ist als das Reibmoment in der ersten Drehrichtung, ist gewährleistet, daß zum Drehen der beiden Arme1 ,2 in der ersten Drehrichtung ein größeres Drehmoment überwunden werden muß als in der zweiten Drehrichtung. - Die Feder
34 beafschlagt das Feststellelement5 in Richtung zur ersten Schwenkachse relativ zum Bremselement4 , so daß stets gewährleistet ist, daß die Feststellfläche21 in Anlage zur Bremsfläche20 steht, um Spiel aufgrund von Fertigungstoleranzen oder Verschleiß zu vermeiden. In7 ist ferner ersichtlich, daß das Feststellelement5 und das Betätigungselement6 quer zur Gelenkachse3 zueinander verschoben sind. - Im Laufe der Benutzung werden aufgrund des Verschleißes das Feststellelement
5 und das Betätigungselement6 eine konzentrische Lage zueinander erreichen. Bei weiterem Verschleiß werden die beiden Elemente wieder einen Versatz zueinander annehmen, der dem Versatz entgegengesetzt ist, der in7 dargestellt ist. - Um den zweiten Arm
2 mit einem Korpus oder einem Deckel oder einer Klappe schwenkbar zu verbinden, weist der zweite Arm2 an seinem freien Ende eine zweite Befestigungsbohrung36 auf, über die der zweite Arm mit Befestigungsmitteln verbindbar ist. - In den
8 bis13 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Halteelementes dargestellt. Bauteile, die mit Bauteilen der ersten Ausführungsform übereinstimmen, sind mit Bezugszeichen versehen, die um den Wert 100 erhöht sind. - Im Unterschied zum Halteelement gemäß der ersten Ausführungsform ist das Bremselement
4 an den zweiten Arm2 angeformt, wohingegen die zweite Reibfläche 112 am Betätigungselement106 vorgesehen ist. Der zweite Arm2 weist ein ringförmiges Ende auf, welches die Bremsfläche20 durch eine Innenumfangsfläche des Rings bildet. - Ferner ist ein zweiter Deckel
37 vorgesehen, der mit einem zentralen Ansatz38 in die Ausnehmung126 des Betätigungselements6 eingreift und über den Ansatz38 drehfest mit dem Betätigungselement106 verbunden ist. Ferner ist zwischen dem ersten Arm101 und dem zweiten Arm102 ein Distanzring39 vorgesehen, der über Nocken40 , die in Nuten41 des ersten Arms101 eingreifen, drehfest mit dem ersten Arm101 verbunden ist. Der Distanzring39 dient dazu, die Einheit aus erstem Reibring113 , Betätigungselement106 und Feststellelement105 nach außen hin abzukapseln. - Die Funktionsweise stimmt mit der der ersten Ausführungsform überein.
-
14 zeigt eine dritte Ausführungsform eines Halteelements, wobei Bauteile, die mit Bauteilen der zweiten Ausführungsform übereinstimmen, mit Bezugszeichen versehen sind, die und den Wert 100 erhöht sind. - Grundsätzlich ist die dritte Ausführungsform des Halteelements ausgestaltet wie die zweite Ausführungsform, wobei zwischen der ersten Betätigungsfläche
231 des Betätigungselements204 und der ersten Spreizfläche227 des Feststellelements205 ein Druckelement42 vorgesehen ist, welches als Kniehebel fungiert. Somit können beim Verschwenken des Feststellelements205 gegenüber dem Bremselement204 größere Kräfte erzielt werden, mit denen die Feststellfläche221 gegen die Bremsfläche220 beaufschlagt wird. -
- 1,101,102
- erster Arm
- 2,102,202
- zweiter Arm
- 3,103,203
- Gelenkachse
- 4,104,204
- Bremselement
- 5,105,205
- Feststellelement
- 6,106,206
- Betätigungselement
- 7,107,207
- Deckel
- 8,108,208
- Schraube
- 9,109,209
- Tellerfederpaket
- 10,110,210
- erste Befestigungsbohrung
- 11,111,211
- erste Reibfläche
- 12,112,212
- zweite Reibfläche
- 13,113,213
- erster Reibring
- 14,114,214
- Bohrung
- 15,115,215
- Verbindungsansatz
- 16,116,216
- Verbindungsausnehmung
- 17,117,217
- dritte Reibfläche
- 18,118,218
- zweiter Reibring
- 19,119,219
- vierte Reibfläche
- 20,120,220
- Bremsfläche
- 21,121,221
- Feststellfläche
- 22,122,222
- Schlitz
- 23,123,223
- erste Bremsbacke
- 24,124,224
- zweite Bremsbacke
- 25,125,225
- Verbindungssteg
- 26,126,226
- Ausnehmung
- 27,127,227
- erste Spreizfläche
- 28,128,228
- zweite Spreizfläche
- 29,129,229
- Außenfläche
- 30,130,230
- Betätigungsvorsprung
- 31,131,231
- erste Betätigungsfläche
- 32,132,232
- zweite Betätigungsfläche
- 33,133,233
- Mitnehmervorsprung
- 34,134,234
- Feder
- 35,135,235
- Mitnehmerfläche
- 36,136,236
- zweie Befestigungsbohrung
- 37
- zweiter Deckel
- 38
- Ansatz
- 39
- Distanzring
- 40
- Nocke
- 41
- Nut
- 42
- Druckelement
Claims (16)
- Halteelement, insbesondere Deckelsteller oder Klappenhalter, umfassend – einen ersten Arm (
1 ), der eine erste Reibfläche (11 ) aufweist, – einen zweiten Arm (2 ), der um eine Gelenkachse (3 ) schwenkbar mit dem ersten Arm (1 ) verbunden ist, – eine Feststelleinheit, welche – ein Betätigungselement (6 ) und – ein Feststellelement (5 ), das eine Feststellfläche (21 ) bildet, aufweist, – wobei die Feststelleinheit dem zweiten Arm (2 ) zugeordnet ist, – ein Bremselement (4 ), das eine Bremsfläche (20 ), zu der die Feststellfläche (21 ) in Reibkontakt gehalten ist, und das eine zweite Reibfläche (12 ), die zumindest mittelbar in Anlage zur ersten Reibfläche (11 ) gehalten ist, aufweist, – wobei das Betätigungselement (6 ) in einer ersten Drehrichtung der Arme (1 ,2 ) zueinander die Feststellfläche (21 ) gegen die Bremsfläche (20 ) mit Kraft beaufschlagt, – wobei in der ersten Drehrichtung der beiden Arme (1 ,2 ) zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche (21 ) und der Bremsfläche (20 ) größer ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche (11 ) und der zweiten Reibfläche (12 ), – wobei in einer zweiten Drehrichtung der beiden Arme (1 ,2 ) zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche (21 ) und der Bremsfläche (20 ) kleiner ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche (11 ) und der zweiten Reibfläche (12 ) und – wobei das maximale Reibmoment in der ersten Drehrichtung der beiden Arme (1 ,2 ) zueinander größer ist als das maximale Bremsmoment in der zweiten Drehrichtung der beiden Arme (1 ,2 ) zueinander. - Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (
6 ) an den zweiten Arm (2 ) angeformt ist. - Halteelement, insbesondere Deckelsteller oder Klappenhalter, umfassend – einen ersten Arm (
101 ,201 ), dem eine erste Reibfläche (111 ,211 ) zugeordnet ist, – einen zweiten Arm (102 ,202 ), der um eine Gelenkachse (103 ) schwenkbar mit dem ersten Arm (101 ,201 ) verbunden ist, – eine Feststelleinheit, welche – ein Betätigungselement (106 ,206 ), – ein Feststellelement (105 ,205 ), das eine Feststell fläche (121 ) bildet, und – eine zweite Reibfläche (112 ,212 ), die zumindest mittelbar in Anlage zur ersten Reibfläche (111 ,211 ) gehalten ist, aufweist, – ein Bremselement (104 ,204 ), das eine Bremsfläche (120 ,220 ) aufweist, zu der die Feststellfläche (121 ,221 ) in Reibkontakt gehalten ist, wobei das Bremselement (104 ,204 ) dem zweiten Arm (102 ,202 ) zugeordnet ist, – wobei das Betätigungselement (106 ,206 ) in einer ersten Drehrichtung der Arme (101 ,102 ,202 ) zueinander die Feststellfläche (121 ,221 ) gegen die Bremsfläche (120 ,220 ) mit Kraft beaufschlagt, – wobei in der ersten Drehrichtung der beiden Arme (101 ,102 ,201 ,202 ) zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche (121 ,221 ) und der Bremsfläche (120 ,220 ) größer ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche (111 ,211 ) und der zweiten Reibfläche, – wobei in einer zweiten Drehrichtung der beiden Arme (101 ,102 ,201 ,202 ) zueinander das maximale Bremsmoment zwischen der Feststellfläche (121 ,221 ) und der Bremsfläche (120 ,220 ) kleiner ist als das maximale Reibmoment zwischen der ersten Reibfläche (111 ,211 ) und der zweiten Reibfläche und – wobei das maximale Reibmoment in der ersten Drehrichtung der beiden Arme (101 ,102 ,201 ,202 ) zueinander größer ist als das maximale Bremsmoment in der zweiten Drehrichtung der beiden Arme (101 ,102 ,201 202 ) - Halteelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement drehfest mit dem zweiten Arm verbunden ist und daß das Betätigungselement die zweite Reibfläche bildet.
- Halteelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremselement (
104 ,204 ) durch den zweiten Arm (102 ,202 ) gebildet ist, wobei die Bremsfläche (120 ,220 ) durch eine Innenumfangsfläche einer Aufnahmeausnehmung des zweiten Arms (102 ,202 ) gebildet ist und daß das Betätigungselement (106 ,206 ) die zweite Reibfläche (112 ,212 ) bildet. - Halteelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellelement (
5 ,105 ,205 ) ringförmig gestaltet ist, an einer Stelle seines Umfangs einen Schlitz (22 ,122 ,222 ) aufweist und in Umfangsrichtung aufweitbar ist. - Halteelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellelement (
5 ,105 ,205 ) eine Außenumfangsfläche aufweist, welche die Feststellfläche darstellt, und daß das Bremselement eine Innenumfangsfläche (21 ,121 ,221 ) aufweist, welche die Bremsfläche (20 ,120 ,220 ) darstellt. - Halteelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellelement (
5 ,105 ,205 ) zwei Bremsbacken (23 ,123 ,223 und24 ,124 ,224 ) bildet, die über einen elastischen Verbindungssteg (25 ,125 ,225 ) miteinander verbunden sind und gemeinsam die Feststellfläche (21 ,121 ,221 ) bilden. - Halteelement nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (
6 ,106 ,206 ) einen Betätigungsvorsprung (30 ,130 ,230 ) aufweist, der gegen eine erste Spreizfläche (27 ,127 ,227 ) und eine zweite Spreizfläche (28 ,128 ,228 ) des Feststellelements (5 ,105 ,205 ) abgestützt ist. - Halteelement nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Spreizfläche (
27 ,127 ,227 ) an ersten Bremsbacken (23 ,123 ,223 ) und die zweite Spreizfläche (28 ,128 ,228 ) an der anderen Bremsbacke (24 ,124 ,224 ) angeordnet ist. - Halteelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsvorsprung (
30 ,130 ,230 ) relativ zum Bremselement (4 ,104 ,204 ) um eine Schwenkachse, die parallel zur Gelenkachse (3 ,103 ,203 ) verläuft und zwischen der ersten Spreizfläche (27 ,127 ,227 ) und der zweiten Spreizfläche (28 ,128 ,228 ) angeordnet ist, schwenkbar ist. - Halteelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsvorsprung (
30 ,130 ,230 ) mit einer ersten Betätigungsfläche (31 ,131 ,231 ) gegen die erste Spreizfläche (27 ,127 ,227 ) und mit einer zweiten Betätigungsfläche (32 ,132 ,232 ) gegen die zweite Spreizfläche (28 ,128 ,228 ) abgestützt ist. - Halteelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsflächen (
31 ,131 ,231 ;32 ,132 ,232 ) einen Verlauf aufweisen, bei dem der Abstand zwischen der Abstützung der ersten Betätigungsfläche (31 ,131 ,231 ) gegen die erste Spreizfläche (27 ,127 ,227 ) und der Abstützung der zweiten Betätigungsfläche (32 ,132 ,232 ) gegen die zweite Spreizfläche (28 ,128 ,228 ) beim Verschwenken des Betätigungselements (6 ,106 ,206 ) durch Verdrehen der Arme (1 ,101 ,201 ;2 ,102 ,202 ) in der ersten Drehrichtung zunimmt. - Halteelement nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Feststellelement (
5 ,105 ,205 ) um die Schwenkachse relativ zum Bremselement (4 ,104 ,204 ) schwenkbar ist. - Halteelement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (
6 ,106 ,206 ) einen Mitnehmervorsprung (33 ,133 ,233 ) aufweist, der bezogen auf die Gelenkachse (3 ,103 ,203 ) gegenüber dem Schlitz (22 ,122 ,222 ) zumindest mittelbar in Umfangsrichtung gegen das Feststellelement (5 ,105 ,205 ) abgestützt ist. - Halteelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmervorsprung (
33 ,133 ,233 ) über ein Federelement (34 ,134 ,234 ) gegen das Feststellelement (5 ,105 ,205 ) abgestützt ist.
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