DE102467C - - Google Patents

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DE102467C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B91/00Tools, implements, or accessories for hand sewing
    • D05B91/04Thimbles; Finger shields; Palm protectors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 33: Hand- und Reisegeräthe.
CHARLES EDWARD ILES in BIRMINGHAM. Fingerhut aus Zellhorn.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1898 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Fingerhut oder Nähring, welcher aus Zellhorn hergestellt und mit einer harten, nicht zu durchstechenden Kappe oder einem Ueberzug, zweckmäfsig aus Metall, versehen ist, der theilweise oder ganz als äufsere Verkleidung das Zellhorn umgiebt. Die Decke bezw. der obere Theil der Kappe wird wie bei den gewöhnlichen Fingerhüten gerauht; sie bildet nicht nur einen Schutz gegen Durchstechen des Fingerhutes, sondern wirkt auch als Verstärkung, um denselben starr und dauerhaft zu machen. Diese harte Kappe oder äufsere Verkleidung kann entweder fest oder lose sein. Bildet sie einen festen Bestandtheil des Fingerhutes, so wird sie dadurch befestigt, dafs eine Kante des Metalles über eine Ringnuth oder einen Wulst aufsen an dem Zellhornkörper umgelegt wird. Ist die Decke indessen lose, so kann der Fingerhutkörper mit einer Ringnuth versehen werden, welche dem Hut ein besseres Aussehen verleiht und gleichzeitig eine Schulter für die Anlage der Kante der Kappe bildet; oder es kann die Metallkappe auch aus gelochtem oder netzartigem Metall, z. B. feiner Drahtgaze, bestehen. Schliefst die Metalleinkleidung das Zellhorn ganz ein, so wird die Kante des Zellhornkörpers über die untere Kante der Kappe gebogen, oder es kann die Metallkappe auch dadurch festgelegt werden, dafs ein Theil derselben in entsprechende Aussparungen, Eindrückungen oder Nuthen des Zellhorntheiles eingedrückt wird. Auch kann der Metalltheil in das Zellhorn, welches den Körpertheil des Fingerhutes bildet, völlig eingebettet werden. Durch den ZeIlhornkörper wird verhindert, dafs der Finger mit der Metallfläche in Berührung kommt; derartige Fingerhüte sind sauberer zu halten und bequemer im Gebrauch.
Fig. ι ist die Ansicht, Fig. 2 ein Schnitt eines derartigen zusammengesetzten Fingerhutes in gröfserem Mafsstabe; der Körpertheil besteht aus Zellhorn, welches durch eine Metallkappe gegen Durchstechen geschützt wird. Diese Kappe wird an dem Zellhorntheil dadurch befestigt, dafs man die Kanten der Kappe in das Zellhorn greifen läfst. Fig. 3 und 4 sind Ansicht und Schnitt des nicht metallischen Theiles des Fingerhutes, Fig. 5 und 6 entsprechende Darstellungen der schützenden Metallkappe.
α bezeichnet den nicht metallischen Körper oder die Hülse des Fingerhutes und b die metallische Kappe oder Verkleidung, welche den oberen Theil des Körpers α schützt und dadurch mit diesem verbunden wird, dafs die Kante b1 in das Zellhorn bei a2 eingebettet wird. Der untere Rand a3 bleibt zweckmäfsig unverkleidet. Um eine Drehung der Theile a und b gegen einander zu verhindern, kann das Metall an einzelnen Stellen (b'2) eingedrückt werden.
Eine weitere Ausführungsform des Fingerhutes besteht aus drei Hülsen bezw. Kappen; die mittlere besteht aus dünnem Stahl oder anderem harten Material, während die innere und äufsere Kappe aus Zellhorn gefertigt werden; · es kann auch nur die innere Metalleinlage Kappenform erhalten. Bei dieser Ein-
richtung des Fingerhutes können weder ä'ufsere noch innere Metallteile mit dem Finger in Berührung kommen.
Fig. 7 und 8 sind Ansicht und Schnitt eines in der vorgenannten Weise aus drei Hülsen hergestellten Fingerhutes. Fig. 9 stellt im Schnitt die drei Hülsen vor ihrer Vereinigung zu dem Fingerhut dar.
α ist die innere, b die ä'ufsere Hülse aus Zellhorn und c die mittlere innere Hülse aus Stahl oder anderem Metall oder Material, welches den Fingerhut verstärkt und für die Nadel beim Gebrauch undurchdringlich macht. Die Metalleinlage ist zweckmäfsig gerauht oder gitterartig ausgebildet, um das Abgleiten der Nadel zu verhindern.
Die Verbindung der inneren und äufseren Zellhornhülse kann in irgend einer Weise erfolgen, z. B. durch Zusammenpressen derselben in einer Presse oder durch Ineinanderpressen, während sie noch in weichem Zustande sich befinden, oder durch Verkitten oder Vernieten oder Verschrauben. Auch kann die Kante der einen Hülse mit Wulst versehen werden, und die Kante der anderen Hülse kann sich auf oder um, die Wulst der ersten Hülse legen.
Es ist noch anzuführen, dafs die Prefswerkzeuge, Stempel und dergl., welche zur Herstellung der zusammengesetzten Fingerhüte Verwendung finden, zweckmäfsig durch Dampf oder dergl. erhitzt werden, um sie so warm zu erhalten, dafs die nöthige Cohäsion oder der feste Zusammenhalt der den Hut bildenden Zellhorntheile gesichert ist. Auch in den Fällen, wo die Verbindung zwischen den Metall- und Zellhorntheilen eine mechanische ist, können diese Theile noch zusammengekittet werden, um eine vollkommenere und festere Verbindung zu erzielen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Fingerhut aus Zellhorn, dadurch gekennzeichnet, dafs die Zellhornhülse durch eine äufsere oder in die Zellhornmasse eingebettete Metallkappe (b) bezw. Einlage (c) versteift und für die Nadel undurchstechbar gemacht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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