DE102418C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE102418C DE102418C DENDAT102418D DE102418DA DE102418C DE 102418 C DE102418 C DE 102418C DE NDAT102418 D DENDAT102418 D DE NDAT102418D DE 102418D A DE102418D A DE 102418DA DE 102418 C DE102418 C DE 102418C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bow
- string
- strings
- instrument
- frame
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 claims description 4
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 3
- 208000023514 Barrett esophagus Diseases 0.000 description 2
- 241000405217 Viola <butterfly> Species 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 2
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 1
- 239000011295 pitch Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F1/00—Automatic musical instruments
- G10F1/16—Stringed musical instruments other than pianofortes
- G10F1/18—Stringed musical instruments other than pianofortes to be played by a bow
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
_ Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
mechanischen Einspielen von Streichinstrumenten, als Violine, Viola, Cello, Contra-Bafs
u. s. w., wobei ein in andauernd hin- und hergehende Bewegung versetzter Violinbogen
elastisch gegen die Saiten des Instruments angeprefst wird und durch ebenfalls mechanisch
abwechselnd gegen die Saiten angedrückte Taster die Saiten, wie beim Griff von Hand,
auf das Griffbrett angedrückt und alle Töne auf der Saite in chromatischer Folge eine bestimmte
Zeit lang gespielt werden. Das Instrument selbst ist an einem drehbaren Rahmen festgehalten, so dafs durch Drehen desselben
jede Saite des Instruments einzeln oder auch zwei zusammen gespielt werden können.
Die Vorrichtung ist in den Zeichnungen in Fig.j bis 10 in seiner Gesammtansicht und
in Einzelheiten in ihrer Anwendung auf eine Violine dargestellt.
Die Violine G ist mittelst der verstellbaren Feststellbügel E an einem Rahmen C so festgehalten, dafs das Griffbrett der Violine waagrecht
liegt. Die Schnecke der Violine 1st mittelst der nagelschraube e, der Körper beim
Saitenhalter in den elastischen Backen e2 je an einem der beiden Bügel E festgehalten,
während die letzteren durch Flügelmutterschrauben e1 am Rahmen befestigt sind. Damit
kürzere oder längere Violinen in demselben Rahmen festgespannt werden können, sind für
die Schrauben el der Bügel E im Rahmen C
Schlitze für die Verschiebung der Bü^el E
vorgesehen (Fig. 1
Der Rahmen C ist mittelst seiner Winkel c und Zapfen c1 drehbar in Lagern der Tragstangen
B gehalten, welch letztere in Ständern".4
senkrecht verschiebbar und durch Schrauben a feststellbar geführt sind (Fig. 1, 7 und 8). An
einem der Zapfen c> der Winkelstücke c ist ein Zahnsegment D befestigt, in das eine kleine
Schnecke d eingreift, die auf einer Achse sitzt, welche in einem an einer der Tragstangen B
festgeklemmten gabelförmigen Lager b gelagert ist. Auf derselben Achse sitzt ein kleines
Handrädchen dl fest, mittelst welches die Schnecke d sammt Zahnsegment D und damit
der Rahmen C sammt Violine G gedreht werden kann, zum Zwecke, jeweils eine andere
Saite mit dem Violinbogen in Berührung zu bringen (Fig. 1, 7 und 8).
Der Violinbogen F (Fig.' 9 und 10) ist mittelst
des Klemmbügels / und des Winkels f1 an
Federn 2 gehalten, die auf dem oberen Theil eines Schlittens if" befestigt sind, der mittelst Rollen h
in einem Gestell J verschiebbar gelagert ist und mittelst Eingriffs eines Kurbelzapfens k in
den Schlitz H1 des Schlittens durch Drehen der Welle L, auf dem die den Kurbelzapfen k
tragende Kurbel K sitzt, in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird. Der Violinbogen
F wird hierbei durch die Federn i elastisch gegen die Saiten angedrückt.
Zum selbsttätigen Andrücken der Saiten an wechselnder Stelle dient der unter dem Griffbrett
g angebrachte Tastenapparat. Derselbe besteht aus dem Tastenrahmen P, der, wie
auch die Ständer A u. s. w., auf einer Platte Z befestigt ist. Im oberen Theil dieses Tasten-
rahmens sind zwischen Schienen einzelne Tasten ρ (Fig. ι und 3 bis 6) in solchen Entfernungen
von einander gelagert, wie sie den zu greifenden Intervallen der Töne am Griffbrett
der Violine entsprechen. Diese Tasten ρ haben oben einen schmalen, der Rundung des
Griffbrettes entsprechenden Ansatz aus Kork oder dergl., stehen unten noch über die
Schienen des Tastenrahmens P hervor (Fig, 4) und liegen auf Tastenhebeln S auf, die drehbar
in einer Achse R gelagert sind, welche in Lagern r, die auf der Platte Z befestigt sind,
ruht.
An den Tastenhebeln S (Fig. 4) sind auf der Unterseite kleine Nasen s angeordnet und
unter denselben eine Anzahl neben einander auf einer Welle N befestigte Tastenscheiben O
vorgesehen, die an einer Stelle kleine Aussparungen 0 haben, welch letztere, wie aus
Fig. ι ersichtlich, in achsialer Richtung versetzt zu einander liegen. Jeder Tastenhebel S liegt
mit seiner Nase s auf seiner Tastenscheibe O auf und wird mittelst einer Feder q (Fig. 4)
oder durch ein auf ihm angebrachtes Gewicht ^1
(Fig. 2) so stark gegen die zugehörige Taste ρ gedrückt, als noting ist, um einen guten Ton
zu erzeugen. Die Achse N, auf welcher die Tastenscheiben O festsitzen, ist in Ständern η
gelagert und wird in bestimmten Zeitabschnitten in Bewegung versetzt, indem in das Zahnrad
M1, das ebenfalls auf der Achse N befestigt ist, bei jeder Umdrehung der Antriebsachse
L je zweimal der Zahn m eines auf der Achse L festsitzenden Armes M eingreift und
bei jedem Eingriff das Zahnrad M1 um einen Zahn weiter schaltet. Die Anzahl Tasterscheiben
O deckt sich mit der Anzahl der Hebel, und zwar sind deren 29 Stück vorgesehen.
Die Tasterscheiben sind nun so angeordnet, dafs zwischen der 29sten und isten
genau so viel Raum übrig bleibt, als eine Aussparung nöthig hat, d. h. die Aussparung ist
so berechnet, dafs ihr Raum abzüglich der Sta'rke der eingreifenden Nase S 1J30 des Umfanges
der Scheibe O beträgt. Hierdurch wird die Achse N der Scheiben O durch den 3osten
Zahn des mit 30 Zähnen versehenen Zahnrades M1 so gestellt, dafs keine Taste ρ gehoben
und an das Griffbrett gedrückt wird, infolge dessen also die leere Seite erklingt.
Als Antrieb der in Lagern /, die durch Schrä'gstege Il gegen seitliches Schwanken geschützt
sind, gelagerten Welle ist in der Zeichnung ein Schnurrad L1 vorgesehen. Selbstverständlich
kann der Antrieb auch von Hand, durch motorische Kraft oder in beliebig anderer Weise erfolgen.
Bei jeder Umdrehung der Antriebsachse L wird der Violinbogen in eine hin- und hergehende
Gleitbewegung versetzt und die Tastenscheibenachse um zwei Zahntheilungen gedreht.
Es wird somit bei jeder Bogenbewegung ein anderer Ton auf der betreffenden Saite der
Violine gespielt, und wenn alle Töne durchgespielt sind, beginnt das Spiel wieder von
neuem.
Die Umschaltung der Violine auf eine andere Saite bezw. die Drehung des Rahmens C ist
in der Zeichnung durch Drehen am Handrad dl vorgesehen, es kann dies jedoch gemeinschaftlich
ebenfalls mechanisch bewirkt werden.
Die Vorrichtung ist zum Einspielen aller Streichinstrumente, als Violine, Viola, Cello
und Contra-Bafs benutzbar, nur mufs der Gröfse der einzelnen Arten Rechnung getragen
und der Apparat in entsprechendem Verhä'ltnifs construirt werden, da insbesondere die Tasten
auf die richtigen Intervalle der einzelnen Instrumentarten berechnet sein müssen. Die zulässige
Verschiebung der Feststellbügel E dient also nur insoweit, als die Instrumente unter
sich verschiedene Länge haben.
Die Kosten für die mechanische Einspielung sind selbstverständlich nur ganz gering und
können mit Rücksicht auf den bedeutend höheren Preis eines eingespielten Instruments
gegenüber dem eines neuen ungespielten nicht in Betracht gezogen werden.
Aufserdem ist zum vollständigen Einspielen einer Violine ein Zeitraum von mindestens
3 bis 4 Jahren erforderlich, während mit Hülfe der vorliegenden Vorrichtung dasselbe in
wenigen Wochen erzielt werden soll.
Als letzter Vorzug des mechanischen Einspielens wäre noch hervorzuheben, dafs es für
den Käufer von grofsem Werth ist, beurtheilen zu können, wie sich ein neues Instrument in
Beziehung auf den Ton entwickelt, was auf den Werth des Instruments von grofsem Einflufs
ist. Denn eine neue ungespielte Violine z. B. kann einen verhältnifsmäfsig guten Ton
haben, sich aber in dieser Richtung nicht mehr verbessern, andererseits kann eine spitz und
rauh klingende Violine durch Einspielen einen schönen, vollen und weichen Ton erhalten.
Dies bald beurtheilen zu können, ist infolge der langen Zeit des Einspielens von Hand unmöglich.
Mit Hülfe der Einrichtung kann sich nun der Käufer sofort mit Sicherheit ein richtiges Urtheil über den Werth des zu kaufenden
Instruments bilden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zum mechanischen Einspielen von Streichinstrumenten, dadurch gekennzeichnet, dafs ein mechanisch in ständige Hin- und Herbewegung versetzter Streichbogen beständig federnd gegen eine Saite oder auch gleichzeitig gegen mehrere Saiten des Instruments angedrückt wird, und letzte-res senkrecht verstellbar und drehbar in einem Rahmen festgehalten wird, durch dessen Drehung jede Saite des Instruments in Berührung mit dem Bogen gebracht werden kann, sowie dafs mittelst einer absatzweise bewegten Tasterwalze bei jeder Hin- und Herbewegung des Bogens ein Tastenhebel bewegt und ein Greifer selbstthätig gegen die Saite angedrückt wird, so dafs alle Töne auf den Saiten in chromatischer Folge gespielt werden.
Eine Vorrichtung zur Ausübung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens, bestehend aus einem senkrecht verstellbar und drehbar gelagerten Rahmen (C) zur Festlegung des Instruments (G) und aus einem Streichbogen (F), der an einem auf Rollen (h) gelagerten, durch eine Kurbel (KJ bewegten Schlitten (H) federnd befestigt und mit diesem beständig hin- und herbewegt wird, sowie aus den den Tonintervallen entsprechend weit von einander gelegenen Greifern (pj, von denen je einer mit Hülfe der mit Aussparungen (o) versehenen Tasterwalze (O), der Tastenhebel (SJ mit Nasen (sj, des Zahnrades (M1J und des Zahnhebels (M) bei jeder Bogenbewegung selbstthätig an die Saiten angedrückt wird, so dafs fortwährend andere Töne auf den Saiten gespielt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102418C true DE102418C (de) |
Family
ID=373019
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT102418D Active DE102418C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102418C (de) |
-
0
- DE DENDAT102418D patent/DE102418C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102418C (de) | ||
| DE143434C (de) | ||
| DE206481C (de) | ||
| DE101353C (de) | ||
| DE210619C (de) | ||
| DE166961C (de) | ||
| DE234395C (de) | ||
| DE118935C (de) | ||
| DE30307C (de) | Notenblattwender | |
| DE146732C (de) | ||
| DE205063C (de) | ||
| DE164401C (de) | ||
| DE97917C (de) | ||
| DE77580C (de) | Charnierlose, zerlegbare Doppel-Reifsfeder mit radialer Verstellbarkeit der Zungen | |
| DE108259C (de) | ||
| DE172840C (de) | ||
| DE253263C (de) | ||
| DE228011C (de) | ||
| DE299979C (de) | ||
| DE265944C (de) | ||
| DE214680C (de) | ||
| DE212C (de) | Maschine zur Darstellung von Spiralfedern | |
| DE82173C (de) | ||
| DE247994C (de) | ||
| DE82360C (de) |