DE10209C - Neuerungen an Mahlvorrichtungen bei Darstellung von Bleiweifs - Google Patents

Neuerungen an Mahlvorrichtungen bei Darstellung von Bleiweifs

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DE10209C
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J. C. MARTIN in Richmond (England)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/14Compounds of lead
    • C09C1/16White lead

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

1879.
Klasse 22.
JOHN COWDERY MARTIN in RICHMOND (England). Neuerungen an Mahlvorrichtungen bei Darstellung von BleiweiTs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. September 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung von Bleisalzen aus Spritzblei etc. Bleiflocken bezw. Spritzblei aus metallischem oder gekörntem Blei werden dadurch hergestellt, dafs dünne Ströme geschmolzenen Bleies auf eine kalte, feststehende oder bewegliche Fläche gegossen werden. Diese Fläche mufs genügende Härte besitzen, um die Tropfen des geschmolzenen Bleies abzuflachen; die Flächen werden genäfst und bestehen am besten aus Gufseisen. Soll die Fläche, auf welche das Blei fällt, bewegt werden, so wende ich eine hohle drehbare Scheibe oder einen Kegel, Fig. 1 und 2, an.
Feststehende Flächen können schräg angeordnet werden, so dafs die Tropfen des geschmolzenen Bleies leichter abgeworfen werden, Fig. 3. Die Flächen werden, gleichviel ob sie feststehend oder beweglich sind, dadurch abgekühlt, dafs Wasser unterhalb, zwischen oder hinter denselben fliefst. Die Oberfläche des Gufseisens wird dadurch in nassem Zustande erhalten, dafs Wasserstrahlen darauf herabfallen, oder dadurch, dafs die gufseisernen oder anderen Flächen in Wasser getaucht werden.
Das Feucht- bezw. Nafshalten der Flächen bezweckt die Erzeugung sehr kleiner Bleiflocken oder Körner. Wo nothwendig, kann man Schaber anbringen, um zu verhindern, dafs das gekörnte Blei sich auf den Flächen festsetzt, wie aus Fig. ι ersichtlich. Die Schaber werden auf passende Weise bewegt und können bei feststehenden, sowie beweglichen Flächen angewendet werden. Das so bearbeitete Blei wird zur Auflösung auf durchgelochte Platten aus Holz oder anderem passenden Material so gelegt, dafs das erforderliche Lösungsmittel über das Blei fliefst.
Während des Lösens des Bleies wird dasselbe atmosphärischer Luft ausgesetzt. Das Blei kann auch durch Rührvorrichtung oder auf andere passende Weise mit den Säuren und der atmosphärischen Luft in Berührung gebracht werden.
Mit dem Bleiweifs wird Bleioxydhydrat, Bleisuboxyd oder Bleioxyd vermengt, während die Bleiweifsniederschläge noch nafs sind. Das Gemisch wird getrocknet und zerkleinert. Während des Mahlens kann man nach Bedarf ein weiteres Quantum Oxyd zusetzen. Der Zweck dieser Mengung des Bleioxydes mit dem Bleiweifs ist, das specifische Gewicht des Bleies zu erhöhen, und dieses als Anstrichmittel zu verbessern. Es ist vortheilhaft, das Bleioxyd dem feuchten Bleiweifs zuzusetzen, wenn ein kleiner Theil der Bleilösung im Oxyde enthalten ist, weil das erzeugte Bleiweifs weifser wird, als wenn nur Wasser zugegen ist.
Um Bleiweifs aus einer Lösung von Bleisalz, welch letzteres durch Lösen metallischen Bleies in einem passenden Lösungsmittel erzeugt wird, auszuscheiden, wende ich einen Trog an, der durch eine Scheidewand in zwei lange Rinnen und auch noch durch Querwände getheilt ist.
Die Lösung fliefst die Rinne entlang über die Scheidewände, so dafs das Bleiweifs während des Durchlaufens der Rinne ausgeschieden wird.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht, Fig. 5 eine Endansicht und Fig. 6 eine Oberansicht des Troges, welchen ich anwende, um das Bleiweifs aus der Lösung auszuscheiden.
α sind die Querleisten oder Scheidewände der Langrinnen, um das ausscheidende Bleiweifs aufzunehmen, während die Lösung über die kleinen Querwände fliefst.
Bei Anwendung der gewöhnlichen Mühlsteine zum Zermahlen des Bleiweifs wird giftiger, der Gesundheit nachtheiliger Staub hervorgerufen. Um dieses zu vermeiden, werden die Steine von einem Mantel umgeben und durch Anwendung automatischer Apparate alle Handarbeit vermieden.
Fig. 7 und 8 zeigen eine solche Einrichtung, wobei der Stein von einem Mantel umgeben ist. α ist die Oeffnung, durch welche das Material eingeführt wird.
Dasselbe wird unterhalb des Steines bezw. der Steine durch einen gewöhnlichen Schaber, welcher etwas länger als üblich ist, gehalten.
Das Material wird nach dem Mahlen oder der Mengung durch den gekrümmten Schaber b ausgeworfen. Dieser Schaber b ist durch eine Stange c mit einem Hebel d verbunden, dessen inneres Ende durch einen Zapfen oder ein Scharnier festgehalten wird.
An dem äufseren Ende des Hebels d ist eine Frictionsrolle/ angebracht, welche auf einer kreisförmigen Platte oder Bahn g läuft. Diese Bahn ist aufserhalb der Steine an der Innenwandung des Mantels oder in anderer passender Stellung angebracht, um den Schaber b oberhalb des zu behandelnden Materials in schwebender Lage zu halten. Ein Theil h der Bahn g ist
bei i drehbar angebracht, so dafs derselbe durch Kette, Stange oder Seil k, welche durch den Mantel läuft, gehoben oder gesenkt werden kann. Wird das Ende von h gehoben, wie in Fig. 7 dargestellt, so entsteht eine Oeffhung in der kreisförmigen Bahn, so dafs das Rad bezw. die Frictionsrolle/mit dem Ende des Hebels d durch diese Oeffnung hindurchfällt. Der Schaber b ruht nun auf dem Boden des Apparates, dreht sich mit den Steinen und wirft das Material durch eine Oeffnung /, welche zu diesem Zwecke angebracht ist, heraus.
Sobald dies ausgeführt ist, wird der bewegliche Theil h der Bahn g heruntergelassen, so dafs derselbe wie in Fig. 8 dargestellt, eine schiefe Fläche bildet.
Sobald das Rad oder die Frictionsrolle und das Ende des Hebels d die durch h gebildete schiefe Ebene erreicht, gleitet dieselbe die schiefe Ebene hinauf und hebt die Stange c und den Schaber b bis in ihre ursprüngliche Stellung oberhalb des Materials. Die bewegliche Platte bezw. der Theil h ist nun gehoben und in gleicher Höhe mit der Bahn, so dafs die Frictionsrolle f ungehindert ihren Umlauf aufserhalb der Steine fortsetzen kann, wobei der Schaber b in seiner gehobenen Lage gehalten wird, bis der bewegliche Theil A nochmals gehoben wird, wie in Fig. 7 dargestellt. Solche Mahlvorrichtungen können auch zu anderen Zwecken angewendet werden, wo es wünschenswerth ist, das Entweichen von Staub zu verhindern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch;
    Die Anwendung der Schiene bezw. der Bahn g mit dem Scharnierstück bezw. beweglichen Theil h einer Mahlvorrichtung, in Combination mit einem Hebel d und einem Rade bezw. einer Rolle/" oder gleichwirkende Theile, welche bewegt werden, um den Entleerungsschaber b zu heben und zu senken, Fig. 7 und 8.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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