DE1012146B - Backenbrecher mit Exzenterantrieb und verstellbarem Widerlager - Google Patents
Backenbrecher mit Exzenterantrieb und verstellbarem WiderlagerInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich, auf einen Backenbrecher mit Exzenterantrieb und einem verstellbaren Widerlager.
Bei den bekannten Backenbrechern wird mittels des
Exzenterantriebes eine Brechbacke in schwingende Bewegung versetzt. Der Exzenterantrieb kann so ausgebildet
sein,, daß die schwingende Brechbacke am oberen Ende auf dem Exzenter selbst gelagert ist und
sich an ihrem unteren Ende über eine Druckplatte gegen ein Widerlager abstützt. Es ist auch möglich,
den Exzenterantrieb so zu gestalten, daß auf dem Exzenter eine Zugstange sitzt, an deren unterem Ende
zu beiden Seiten Druckplatten angreifen, die sich einerseits gegen ein Widerlager und andererseits
gegen die schwingende Brechbacke abstützen (Doppelkniehebel).
Es ist allgemein bei Backenbrechern notwendig,
bei Wahl einer anderen Korngröße oder nach Verschleiß der Brechbacken die Weite des Brechspaltes
nachzustellen. Zu diesem Zweck sind die Widerlager verstellbar im Brechergehäuse angeordnet. Dennoch
bereitete es bisher erhebliche Schwierigkeiten, den Brechspalt zu verstellen.
Man hat versucht, mit keilförmigen Vorrichtungen diese Verstellung zu erreichen. Die Keile ließen sich
aber niemals so genau anziehen, daß eine zuverlässige Parallelität des Widerlagers zu der Antriebsexzenterwelle
gewährleistet war. Bei mangelnder Parallelität sind aber die Teile des Antriebs sowie das Widerlager
ungleichmäßig belastet und können stellenweise überbelastet werden. Das führt leicht zu Störungen im
Betrieb.
Um dem zu begegnen, ist ein Backenbrecher mit Exzenterantrieb beschrieben worden, dessen Widerlager
mittels einer Schraube in waagerechter Riehtung verschiebbar ist. Es ist aber nicht in dem
Brechergehäuse selbst geführt, sondern mittels mehrerer Schrauben in seitlichen Böcken gehalten. Zwischen
dem Widerlager und dem Brechergehäuse sind — entsprechend der jeweils gewünschten Größe des Brech-Spaltes
— eine oder mehrere Abstandplatten angeordnet. Eine Verschiebung des Widerlagers zum
Einsetzen neuer Abstandplatten ist hierbei aber, da das Widerlager durch das Gewicht der beweglichen
Brechbacke belastet ist, sehr schwierig und nur mit zusätzlichen Hilfsmitteln möglich.
Es ist ferner ein Backenbrecher mit einem Exzenterantrieb bekannt, bei welchem ebenfalls zwischen
dem Widerlager und dem Brechergehäuse Abstandplatten angeordnet sind. Das Widerlager ist im
Brechergehäuse verschiebbar geführt und an ihm mittels Schrauben gehalten. Ferner ist eine Schraube
vorgesehen, um das Widerlager beim Einsetzen neuer Abstandplatten von dem Brechergehäuse abdrucken
Backenbrecher mit Exzenterantrieb
und verstellbarem Widerlager
und verstellbarem Widerlager
Anmelder:
Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft,
Köln-Deutz, Mülheimer Str. 149
Köln-Deutz, Mülheimer Str. 149
Dr.-Ing. Georg Baron, Köln,
und Heinrich August Moiling, Bergisch-Gladbach,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
zu können. Diese Schraube drückt aber gegen die Abstandplatten selbst. Beim Einsetzen neuer Abstandplatten
müssen die Halteschrauben des Widerlagers gelöst werden. Außerdem muß die Abdrückschraube,
da sie gegen die Abstandplatten drückt, gelockert werden. Während dieses Vorganges muß
schließlich das Widerlager seinerseits festgeklemmt werden. Dies ist jedoch umständlich und bedarf besonderer Einrichtungen.
Obige Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß bei einem Backenbrecher der zuletzt beschriebenen
Art, d. h. bei einem solchen mit Exzenterantrieb, dessen schwingende Brechbacke über Druckplatten
gegen ein verstellbares Widerlager abgestützt ist, das sich über Abstandplatten gegen das Brechergehäuse1
legt und zum Zweck des Austausches der Abstandplatten durch eine Abdrückvorrichtung von
dem Brechergehäuse abgehoben werden kann, dadurch vermieden, daß die Abdrückvorrichtung zugleich als
Andrückvorrichtung ausgebildet ist und unmittelbar an dem Widerlager angreift.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 einen Backenbrecher im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Teil des Backenbrechers im Längsschnitt in vergrößertem Maßstab.
In dem Brechergehäuse 1 gemäß Fig. 1 ist eine Exzenterwelle mit einem Exzenter 2 gelagert. Auf
dem Exzenter sitzt eine Zugstange 3, an deren unterem
Ende die Druckplatten 4 und 5 vorteilhaft unter Zwischenschaltung der Druckkörper 7 und 8 angreifen.
Die von der Zugstange abgewandten Enden der Druckplatten stützen sich an den Druckkörpern 6
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und 9 ab. Der Druckkörper 6 ist an der Rückseite der
beweglichen Brechbacke 10 fest angeordnet. Der Druckkörper 9 sitzt in einem Widerlager 29. Die bewegliche
Brechbacke ist unter Zwischenschaltung von Gummiringen 12 auf einer Achse 11 drehbar gelagert.
An dem unteren Ende der beweglichen Brechbacke 10 greift mittels eines Bolzens 21 eine Stange 22 an.
Am Ende der Stange ist ein Federteller 26 verstellbar angeordnet. Zwischen dem Federteller und dem
Anschlag 23 sind auf der Stange 22 zwei Schraubenfedern 24 und 27 aufgesetzt. Diese Einrichtung,
welche im Betrieb zum Rückführen der beweglichen Brechbacke nach dem Brechhub dient, ist von einem
Gehäuse 28 umgeben. Der Anschlag 23 ist mit Vorteil fest mit dem Widerlager 29 verbunden.
Wie Fig. 2 in vergrößertem Maßstab zeigt, ist das Widerlager zwischen zwei Gleitschienen 30 und 31
des Brechergehäuses' verschiebbar gehalten. In dem Widerlager ist der Druckkörper 9 vorteilhaft unter
Zwischenschaltung eines Gummistückes 34 befestigt. Um ein Abrutschen der Druckplatten 4 und 5 von
den Druckkörpern zu verhindern, sind an jeder Stirnfläche der Druckplatte mehrere Bolzen 32 eingeschraubt,
welche mit ihrem Kopf 46 in die Druckkörper eingreifen. Die Übergangsstelle zwischen der
Druckplatte 5 und dem Widerlager 29 ist zum Schutz von einer Gummilasche 33 überdeckt. Ähnliche
Gummilaschen sind auch an den übrigen Übergangsstellen von den Druckplatten 4 und 5 zu der Schubstange
3 bzw. zu der beweglichen Brechbacke 10 vor- 3a
handen.
An der rechten, zur Zeichenebene senkrecht stehenden Fläche des Widerlagers simd zwei Bohrungen
angebracht, in welche je eine Mutterhülse 36 fest mit dem Widerlager verschweißt ist. In das Gewinde
jeder Hülse greift eine Schraubenspindel 37 ein. Jede Spindel trägt an dem glatten Schaft 47 ein
Handrad 39. Das Handrad ist auf dem Schaft fest aufgekeilt und angeschweißt. Vorteilhafterweise weist
die Nabe 38 des Handrades eine Ringnut 51 auf, in welche eine zweckmäßig zweiteilige Platte 40 eingelegt
ist. Diese Platte ist mittels Schrauben 41 an dem Brechergehäuse 1 befestigt. An dem oberen Ende
der Platte 40 ist vorteilhafterweise eine Klappe 42 mittels eines Bolzens 43 derart gelenkig befestigt, daß
sie aus einer vertikalen Stellung etwa horizontal geschwenkt werden kann und in dieser Lage zwischen
die Arme des Handrades eingreift.
Zwischen dem Widerlager 29 und dem Brechergehäuse 1 sind entsprechend dem erforderlichen Abstand
des Widerlagers Abstandplatten 35 eingesetzt. Jede dieser Platten ist an ihrem unteren Ende derart
mit Aussparungen versehen, daß sie seitlich an den beiden Gewindehülsen 36 vorbeigreift und sowohl an
der Fläche 48 als auch an der Fläche 49 des Brechergehäuses glatt anliegt. Die Abstandplatten sind vollkommen
eben und gleichmäßig dick gehalten, so daß die achsparallele Stellung des Widerlagers in jedem
Fall gewährleistet ist.
Im Betrieb wird der Backenbrecher über ein Antriebsrad 44, das mit einem weiteren Schwungrad am
entgegengesetzten Ende der Exzenterwelle zusammenwirkt, in Bewegung gesetzt. Dabei bildet die Zugstange
3 mit den Druckplatten 4 und 5 eine Art Doppelkniehebel. Auf der einen, nach Fig. 1 auf der
rechten Seite stützt sich' dieses Kniehebelsystem an dem Widerlager 29 ab,.während auf der anderen
Seite die bewegliche Brechbacke eine schwingende Bewegung ausführt Je nach Art und Stückgröße des
in den keilförmigen Zwischenraum 45 eingetragenen Gutes ist es erforderlich, die bewegliche Brechbacke
mehr oder weniger weit von der festen Brechbacke einzustellen. Dies ist sehr einfach mit Hilfe der beiden
Spindeln 37 möglich. Man hebt zunächst die Klappe 42 aus ihrer Eingriffsstellung zwischen den Armen
des Handrades heraus, so daß das Handrad frei drehbar ist. Sodann löst man durch Betätigen des Handrades
und damit der Spindel das Widerlager aus seiner fest am Brechergehäuse angepreßten Lage,
d. h., man verschiebt das Widerlager nach links. Dabei legt sich die Platte 40 an die linke Wand der
Ringnut 51 an. Mit dem Widerlager verschieben sich die Druckplatten 35, die Zugstange 3 sowie die bewegliche Brechbacke 10. Da sich der Abstand zwischen
dem unteren Ende der beweglichen Brechbacke und dem Widerlager bzw. dem Federanschlag 23 praktisch
nicht ändert, verändert sich somit auch während des Verstellens nicht die Spannung der Federn 24 uÄ^?,*
Die Verschiebung nach links erfolgt etwa so weit, als für das jeweilige Gut erforderlich ist. Zwischen
Widerlager und Maschinengestell kann man nun die Platten 35 vorteilhaft von oben her einsetzen. Durch
Rückdrehen der Spindel legt sich einerseits das i Widerlager wieder fest an die Platten, die eine genaue
axiale Lage des. Widerlagers gewährleisten, an, während sich andererseits nun das Handrad mit der rechten
Wand der Ringnut 51 auf der Platte 40 abstützt. Danach wird die Klappe 42 in die waagerechte Stellung
geklappt und so das Handrad gegen Verdrehung gesichert. Wie sich aus obigen Darlegungen ergibt,
bilden die Teile 36 bis 40 eine Abdrückvorrichtung für das Widerlager 29, die zugleich als Andrückvorrichtung
ausgebildet ist und unmittelbar an dem Widerlager angreift. Hierdurch ist es in einfacher
und zuverlässiger Weise möglich, den Brechspalt zu verstellen.
Die größte Weite des Brechspaltes ist dann gegeben, wenn das Widerlager ohne Zwischenschaltung,
von Abstandplatten an dem Brechergehäuse anliegt. Die geringste Spaltweite zwischen den Brechbacken
wird dagegen durch Verschieben des Widerlagers nach links bis zum äußersten Rand der Gleitschieneil
30 und 31 erreicht. Sollte nach dem Verstellen eine genaue parallele Lage der Druckfläche von Widerlager
und Druckplatten sowie der Achse 11 nicht vorhanden sein, so- werden diese geringen Ungenauigkeiten
von dem Gummistück 34 und dem Gummiring 12 aufgenommen.
An Stelle der Hülse 36, welche in Fig. 2 wiedergegeben
ist, kann man auch das Widerlager unmittelbar mit einem Gewinde versehen, in welches die
Schraubenspindel 37 angreift. Man kann weiterhin auch die beiden Schraubenspindel« 37 einschließlich
der zugehörigen Teile durch eine Einrichtung mit einer einzigen Spindel ersetzen. Diese Spindel greift
dann zweckmäßig in der Mitte des Widerlagere an. Handelt es sich um einen verhältnismäßig breiten
Backenbrecher, so· kann man auch mehr als zwei Spindeln
vorsehen.
Claims (5)
1. Backenbrecher mit Exzenterantrieb, dessen schwingende Brechbacke über Druckplatten gegen
ein verstellbares Widerlager abgestützt ist, das sich über Abstandplatten gegen das Brechergehäuse
legt und das zum Zweck des Austausches der Abstandplatten durch eine Abdrückvorrich·'
tung von dem Brechergehäuse abgehoben werden: :;
kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdrück-
vorrichtung (36, 37) zugleich als Andrückvorrichtung
ausgebildet ist und unmittelbar an dem Widerlager (29) angreift.
2. Backenbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandplatten (35) im
Bereich der An- und Abdrückvorrichtung (36, 37) Aussparungen aufweisen.
3. Backenbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Widerlager (29) eine
oder mehrere Muttern (36) befestigt sind, in die je eine Schraubenspindel (37) eingreift, die sich
an dem Brechergehäuse (1) drehbar, aber in Längsrichtung unverrückbar abstützt.
4. Backenbrecher nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem freien Ende
der Schraubenspindel (37) ein Handrad (39) befestigt ist, dessen Nabe (38) eine Ringnut (51)
aufweist, in die eine zweiteilige, am Brechergehäuse befestigte Platte (40) eingreift.
5. Backenbrecher nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Sicherungsklappe (42), die am
oberen Rand der zweiteiligen Platte (40) derart gelenkig befestigt ist, daß sie etwa in die Horizontale
geschwenkt werden kann und in dieser Lage zwischen die Arme des Handrades (39)
greift.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 274 729;
USA.-Patentschriften Nr. 2 343 322, 2 598 942.
Deutsche Patentschrift Nr. 274 729;
USA.-Patentschriften Nr. 2 343 322, 2 598 942.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 5577237 7.57'
Priority Applications (3)
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| FR1134657D FR1134657A (fr) | 1954-11-10 | 1955-11-04 | Broyeur à mâchoires à butée réglable de genouillère |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK24028A DE1012146B (de) | 1954-11-10 | 1954-11-10 | Backenbrecher mit Exzenterantrieb und verstellbarem Widerlager |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1012146B true DE1012146B (de) | 1957-07-11 |
Family
ID=27625060
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK24028A Pending DE1012146B (de) | 1954-11-10 | 1954-11-10 | Backenbrecher mit Exzenterantrieb und verstellbarem Widerlager |
Country Status (3)
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| FR (1) | FR1134657A (de) |
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Cited By (1)
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- 1955-11-04 GB GB31582/55A patent/GB774862A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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