DE476271C - Vorrichtung zum Auswechseln der Papierrollen bei Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Auswechseln der Papierrollen bei Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen

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DE476271C
DE476271C DER66775D DER0066775D DE476271C DE 476271 C DE476271 C DE 476271C DE R66775 D DER66775 D DE R66775D DE R0066775 D DER0066775 D DE R0066775D DE 476271 C DE476271 C DE 476271C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
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    • B65H2301/41Winding, unwinding
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    • B65H2301/41734Handling web roll by central portion, e.g. gripping central portion involving rail

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Description

  • Vorrichtung zum Auswechseln der Papierrollen bei Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anheben, Antreiben, Auswechseln und Ausstoßen der Papierrollen bei Druckmaschinen.
  • Die bekannten Vorrichtungen zum Wechseln der Rollen lösen die Aufgabe, die schweren Papierrollen für Druckmaschinen ohne besondere Hebezeuge vom Erdboden aufzunehmen und ohne den Arbeitsgang der Druckmaschine und das .Drucken zu unterbrechen, der aufgenommenen Papierrolle die erforderliche Geschwindigkeit zu geben, diese gleichzeitig und gemeinsam mit der ablaufenden Papierrolle anzutreiben, ihre Bähn mit dieser zu verbinden und sie während des Abrollens selbsttätig einem Hilfslager zuzuführen, das die ablaufende Rolle aufnimmt und die Hauptlager zur Aufnahme einer neuen Ersatzrolle zurückschickt.
  • Bei diesen bekannten Vorrichtungen -sind die Hilfslager so eingerichtet, daß sie der Rollenachse in den Hauptlagern zunächst ausweichen können, um sie bei der Abwärtsbewegung der Hauptlager zu unterfassen und aus diesen Hauptlagern herauszuheben. Um die abgelaufene Rolle mit ihrer Achse aus den Hilfslagern wieder zu entfernen, ist eine Ausstoßvorrichtung erforderlich, die den Nachteil hat, daß sie zu Brüchen führen kann, wenn die Drucker nach dem Ausstoßen der abgelaufenen Papierrolle die Rückführung der Ausstoßlager und Hebel in die Ruhelage unterlassen.
  • Die Erfindung bezweckt daher, das Hilfsleger so einzurichten, daß alle Teile zwangläufig in die Ruhelage zurückkehren. Zu diesem Zwecke wird der Erfindung gemäß das Hilfslager schwenkbar am Maschinengestell angebracht. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Vorrichtung auch für Mehrrollen- und solche Druckmaschinen Verwendung finden kann, in denen die Rollen in verschiedenen Höhenlagen ablaufen müssen.
  • In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. r die Vorrichtung zum Auswechseln einer Papierrolle in Seitenansicht bei einer Einrollenrotationsdruckmaschine, bei der überflüssige Teile fortgelassen sind, Abb. 2 und 3 den oberen Teil der Vorrichtung mit dem Hilfslager in größerem Maßstabe in der Seitenansicht' und Stirnansicht, Abb. q, eine Einzelheit und Abb. 5 die Vorrichtung zum Auswechseln der Papierrollen bei einer Zweirollenrotationsdruckmaschine in der Seitenansicht.
  • Die Vorrichtung zum Anheben, Antreiben, Auswechseln der Papierrollen ist in einem von der Druckmaschine unabhängigen Gestell a untergebracht. Das Gestell ca ist (Abb. r und 5) so gebaut, daß es vor oder hinter der Druckmaschine unter Fortnehme dort vorhandener Rollenlager angeordnet und ohne Schwierigkeit mit der Maschine verbunden werden kann. Die Vorrichtung bildet ein geschlossenes Ganzes. Im Gestell a sind die Säulen b zur Führung der Hauptlager c vorgesehen, die sich in bekannter Weise an den Spindeln d aufwinden. Der Antrieb der Papierrollen wird durch den Riemen e bewirkt, wobei die Lagerung der oberen Gurtscheibe zweckmäßigerweise in schwingenden Hebeln f erfolgt. Diese können 'als Winkelhebel f, f 2 ausgebildet sein, die um die Achse f 1 drehbar sind; der Arm f 2 kann aber auch als selbständiger Hebelarm auf die Welle f1 aufgekeilt sein. Er steht unter der Einwirkung einer Feder f s. In Abb. i ist eine Zugstange an das freie Ende des Armes f2 angelenkt, die in einer Führung f4 am Gestell d verschiebbar ist und mittels einer einstellbaren Schraubenfeder den Hebelarm f2 nach unten zieht und den Arm f mit der Gurtrolle nach außen schwingt, also den Gurt anzuspannen sucht. Die Zugstange kann auch in dem Arm f2 verschiebbar sein, während die Schraubenfeder f3 an,dem über den Hebel f= hinausragenden Ende einstellbar anliegt und den Hebel f2 nach unten drückt (Abb.2). Auf diese Weise wird beiderseits -eine gleichmäßige Einstellung und Nachspannung des Gurtes erzielt und dadurch verhindert, daß beim Nachspannen der Gurt von der Scheibe abläuft. __ Der elektrische Antrieb zum Aufwinden der Papierrolle beim Anstellen der neuen Papierrolle und zum Senken der Hauptlager c erfolgt durch einen Elektromotor g unter Verwendung eines Vorgeleges h und eines Schneckengetriebes i (Abb. z). Die Drehzahl des Motors g, die beispielsweise je nach der Stromart verschieden ist, kann durch Änderung des Antriebsrades auf der Motorwelle, das schon wegen der Bohrung nicht einheitlich gemacht werden kann, geregelt werden. Bei der bekannten Ausführung mußte der Motor zwei freie Wellenenden haben.
  • Die gußeiserne Brücke für den Motor, die für jede Vorrichtung eine Modelländerung notwendig macht, wird zweckmäßig durch zwei Spindeln g1 und g2 ersetzt, an denen der Motor mit Hilfe eines Schlittens g3 befestigt ist, damit ohne Änderung jeder Motortyp Verwendung finden kann.
  • Das Hilfslager k zur Aufnahme der fast abgelaufenen Papierrolle ist schwenkbar auf einer Welle l im Gestell a gelagert. Die an den beiden Innenseiten der Seitenständer des Gestells a angeordneten Lager k bilden nach unten hängende Pendel, in deren freiem Ende das eigentlicheLager für diePapierrollenachse vorgesehen ist; die Außenkante des Lagers k verläuft in einer Kurve k1 von solcher Form, Größe und Neigung, daß eine aufwärts bewegte Papierrollenachse stets die Pendellager k in der Zeichnung nach rechts auszuschwingen sucht, wodurch Brüche vermieden werden (Abb. 2). Die Pendellager k sind auf die Welle l aufgekeilt. An der Welle l greift ein Hebel m an, dessen freies Ende unter dem Einfluß einer mit dein Gestell a verbundenen Feder n steht, die das Pendellager k entgegen der Pfeilrichtung in Abb. 2 auszuschwingen sucht. Diese Bewegung wird durch einen nach hinten ragenden Hebelarm o begrenzt, der auch an der Außenseite des .Gestelles a auf der Welle l sitzen kann und sich gegen einen Anschlag o1 am Gestell a anlegt. Dieser Anschlag o', ist in seinem Querschnitt bei o2 abgestuft (Abb. q.). Der Hebel o legt sich nicht unmittelbar gegen den Anschlag o1, sondern durch Vermittlung eines federnden Bolzens o3, der mit Hilfe einer Handhabe o4 entgegen der ihn umgebenden Druckfeder in den Hebel o zurückgezogen werden kann, wenn dieser zwecks Ausschwingens der Pendellager k über die erste Rast o1 hinaus bis zur zweiten Rast o2 gedreht werden soll. Dies geschieht zu dem Zwecke, die abgelaufene, in dem Pendellager k liegende Papierrolle nach Einführen der neuen Papierrolle in die Hebelager c und nach Verbin.del. der neuen Bahn mit der ablaufenden Bahn mit Hilfe der Pendellager k auszuschwingen und dem Abtrennmesser p zu nähern. Dieses kann entgegen dem Zug einer Feder p1 mittels des Schwenkhebels p2 auf die Papierbahn gedrückt werden und diese Bahn der abgelaufenen Rolle abtrennen; nach Freigabe des Schwenkhebels p2 kehrt das Messer p in seine Ruhelage zurück. Die abgelaufene Papierrolle kann dann selbsttätig oder von Hand aus den Hilfslagern k herausgehoben werden. Wird also der Bolzen o3 im Hebel o zurückgezogen, so kann der Hebel o nach unten und das auf der gleichen Welle l verkeilte Pendellager k nach vorn schwingen.
  • Um die Papierrollenachse mit der abgelaufenen Papierrolle auch im Hilfslager k seitlich einstellen und den Papierlauf regeln zu könman, ist eine besondere Hilfsvorrichtung an dem Schwenkhebel o angebracht. Wie aus der Abb.2 und 3 ersichtlich ist, ist an dem Schwenkhebel o ein dreiarmiger Sternhebel q gelagert, und zwar sitzt der Hebel q auf einer Spindel y, die in dem Hebel o befestigt ist. Der nach unten ragende Arm des Sternhebels q trägt einen Führungsbolzen q1, der mit diesem Arm aus einem Stück bestehen oder in ihm verstellbar angeordnet sein kann und der mit einer Schneide mit einer Aussparung q2 am Rollenachsenende in Eingriff gebracht werden kann. Ein nach, oben ragender Arm q3 des Sternhebels q umgreift einen zweiten Zapfen q4, der ebenfalls an dem Hebel o festsitzt. Ein Führungsschlitz ist im Hebelarm q3 -vorgesehen, der eine kleine Bewegung zum Ein- und Ausschwingen des Führungsbolzens q1 in die Nut q2 gestattet. Der dritte Arm q5 des Sternhebels trägt ein Gegengewicht, das den Führungsbolzen q1 mit der Umfangsnut q2 der Papierrollenachse in Eingriff hält. Der Sternhebel q sitzt nicht unmittelbar auf der Spindel r, sondern auf der mit einem Innengewinde versehenen Nabe eines Handrades s, das auf der Schraubenspindel r einstellbar ist und durch seine Drehung gleichzeitig den auf ihm drehbar, aber axial nicht verschiebbar gelagerten Sternhebel q mitnehmen kann. Durch Drehen des Handrades s kann somit der Sternhebel q in der Richtung auf das Gestell a vor- und zurückbewegt werden, wobei der Arm q3 sich auf dem Zapfen q' am Hebel o führt und der Führungsbolzen q1 die Papierrollenachse zwingt, diese seitliche Einstellbewegung mitzumachen. Mit Hilfe des Handrades s ist man also in der Lage, die Papierrollenachse mit der Papierrolle und damit die Papierbahn genau einzustellen. Da diese Vorrichtung an dem Schwenkhebel o gelagert ist, so macht sie dessen Bewegungen mit; der Führungsbolzen q1 bleibt dabei stets mit der Umfangsnut der Papierrollenachse in Eingriff. An sich könnte die Vorrichtung zum Einstellen der Papierbahn auch an dem Pendellager k selbst angeordnet sein.
  • Wird der Hebel o durch den Bolzen o3 freigegeben, so kann er unter dem Einfluß der Feder ya nach abwärts schwingen, d. h. dieZugfeder n, kann die Hilfslager k in die Auswurfstellung nach vorn schwingen, bis der Hebel o durch den Anschlag o2 aufgehalten wird. Damit nähert sich die ablaufende Papierrolle dem Abtrennmesser p, das durch den Hebel p2 gehandhabt wird. Sollen die Hilfslager k wieder in die Arbeitsstellung gebracht werden, so hebt man den Hebel o, entgegen dem Zug der Federn., bis der Bolzen o3, der auf dem Anschlag entlanggleitet, hinter den Anschlag o1 vorspringt und in dieser Stellung unter der Zugwirkung der Federn die Pendellager k festhält. Unterläßt der Drucker die Rückführung des Hebels o und der Pendellager k, so trifft die Papierrollenachse der ansteigenden neuen Papierrolle auf die Kurven k1 der Pendellager k; diese gleiten zwangläufig, entgegen dem Zug der Feder n, an der Papierrollenachseentlang und schwingen dabei nach hinten aus und lassen die Rollenachse der neuen Papierrolle vorübergehen. Nach dem Durchgang der neuen Papierrolle legt sich der über den Ansghlag o1 angehobene Hebel o mit dem Bolzen o3 gegen den Anschlag o1 und hält die Pendellager k bereit zur Aufnahme der Papierrolle während der Abwärtsbewegung der Hauptlager c.
  • Die gleiche Anordnung läßt sich, wie die Abb. 5 veranschäulicht, auch bei Mehrrollenrotationsdruckmaschinen verwenden, deren Papierrollen in verschiedenen Höhenlagen ablaufen müssen.
  • In Abb. 5 ist eine solche Ausführungsform dargestellt.
  • Die Bauart ist im wesentlichen die oben beschriebene. Das Ausrücken des Bolzens o', o' kann mit einer Hilfsvorrichtung von unten erfolgen.
  • Das Hauptlager c für die obere Papierrolle kann sich bis zum Erdboden senken, um dort die Papierrolle aufzuüehmen. Damit diese eingefahren werden kann, reichen die Spindeln d und die Führungen b nicht bis zum Erdboden, sondern nur so weit herab, daß die neuen Papierrollen durchfahren können. Das Hauptlager erhält einen Tragarm cl, der sich auf der Spindel d und der Säule b führt und so tief gesenkt werden kann, daß das Lager c auch zum Teil abgelaufene Restrollen noch aufnehmen kann.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Auswechseln der Papierrollenbei Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen, in der mittels elektrisch angetriebener Spindeln gehobene Hauptlager die Papierrollen aufnehmen, um sie während des Abrallens einem Hilfslager zuzuführen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfslager (k) pendelnd aufgehängt sind und der Kopf der Pendellager (k) eine Kurvenscheibe (k1) bildet, die in jeder Lage auf einen Druck in der Richtung der Aufwindespindeln eine Ausweichbewegung der Pendellager (k) veranlaßt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder (n) die Pendellager (k) in die Bahn der Hauptlager (c) zieht und ein auf die Drehachse (L) der Pendellager (k) wirkender Hebel (o) im Zusammenwirken mit einem Anschlag (o1) das Ausschwenken der Pendellager begrenzt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (o1) für den Hebel (o) abgestuft ist und ein federnder Sperrbolzen (o3) ein Senken des Hebels (o) gestattet, wodurch die abgelaufene, in den Pendellagern (k) liegende Papierrolle dem Abtrennmesser (p) genähert und in die Ausstoßstellung gebracht werden kann.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zum seitlichen Einstellen der abgelaufenen Papierrolle auf der Schwenkachse (e) des Hilfslagers (k) oder dem darauf sitzenden Hebel (o) angebracht ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Einstellvoxrichtüng aus einem mehrarmigen Sternhebel (q) besteht, der mittels eines Handrades (s) o, dgl. auf einer am Hebel (o) gelagerten Schraubenspindel (r) verschoben werden kann und dessen einer Arm (q1) in eineUmfangsnut der ablaufenden Rollenspindel ragt und dessen zweiter Arm (q') auf einem zweiten Zapfen (q4) des Hebels (o) axial verschiebbar, aber nur begrenzt schwenkbar ist, während der dritte Arm ein Belastungsgewicht (qs) trägt.
DER66775D 1926-02-16 1926-02-16 Vorrichtung zum Auswechseln der Papierrollen bei Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen Expired DE476271C (de)

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