DE100717C - - Google Patents

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DE100717C
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lever
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DENDAT100717D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/02Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side
    • F16K17/04Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded
    • F16K17/10Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves opening on surplus pressure on one side; closing on insufficient pressure on one side spring-loaded with auxiliary valve for fluid operation of the main valve

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. November 1897 ab.
Bei der neuen Vorrichtung wird ein System von Hebeln, welches ein Sicherheitsventil auf seinem Sitz hält, unmittelbar vom Manometer aus in der Weise bethätigt, dafs bei Erreichung eines bestimmten Druckes, für welchen das Hebelsystem des Manometers eingestellt worden ist, das Sicherheitsventil frei wird und sich öffnet.
Fig. ι ist ein Aufrifs des Sicherheitsapparates in der Stellung, in der derselbe bereit ist, in Thätigkeit zu treten; Fig. 2 ist ein Grundrifs desselben; Fig. 3 ist derselbe Aufrifs wie in Fig. ι , jedoch ist die Anordnung der verschiedenen Organe bei offenem Sicherheitsventil dargestellt; Fig. 4 bis 6 sind Einzelansichten von einem der Organe; Fig. 7 ist eine Ansicht des Manometers, bei welchem das Zifferblatt entfernt ist; Fig. 8 ist eine Einzelheit desselben.
Die Bourdon-Röhre 1 (Fig. 7) des Manometers, welche durch die Röhre 6 mit dem Kessel in Verbindung steht, trägt an ihrem freien Ende 2 einen Hebel 3, der durch Vermittelung des Hebels 4 eine Achse 5 dreht, auf welcher der Zeiger des Manometers festgekeilt ist. Dieser Zeiger, welcher sich vor einem in Atmosphären getheilten Zifferblatt bewegt, zeigt somit in jedem Augenblicke den Druck im Kessel an.
Der Hebel 3 trägt einen Stift 7, welcher eine genügende Länge hat, um mit der schrägen Fläche 8 des Daumens 9, dessen Querschnitt einen Kreisbogen bildet (Fig. 8), in Berührung treten zu können. Dieser Daumen 9 ist auf einer Hülse 10 befestigt, welche auf einer Stange 1 r gleiten kann, mit dieser jedoch durch die Schraube 12, welche in eine Nuth der Stange 1 1 greift, auf Drehung verbunden ist.
Die Hülse 10 erhält ihre Längsbewegung mittelst der Zahnstange 13 und des Zahnrädchens 14, welches man in Drehung versetzt, indem man einen auf der Achse des Zahnrädchens festgekeilten Zeiger 15 bewegt. Dadurch verstellt man den Zeiger 15 vor einer Tbeilung, welche derjenigen des Manometers ähnlich ist.
: Die Neigung der schrägen Fläche 8 ist so grofs, dafs der Stift 7 durch seinen Druck den Daumen g, folglich die Hülse 10 und die Stange 11 in Drehung versetzen kann. Eine Feder 16 hat stets das Streben, die Stange 11, wenn der Druck des Stiftes 7 aufhört, in ihre Anfangsstellung zurückzuführen.
Auf der Stange i 1 ist ein T-förmiger Haken 17 festgekeilt, welcher die Aufgabe hat, den ersten der Hebel des Hebelsystems, welches dazu dient, das Sicherheitsventil auf seinem Sitz festzuhalten, zu tragen und diesen Hebel 22 im bestimmten Augenblicke frei zu lassen.
Zu diesem Zwecke trägt der Hebel 22 eine Klaue 23 (Fig. 2), welche mit einer Aussparung 24 versehen ist, durch welche der Haken 17 hindurchgehen kann, aber nur, wenn er sich in der in Fig. 8 dargestellten Stellung befindet. Der Hebel 22 kippt dann um die Achse 19, welche von dem Träger 18 getragen ist, schwingend um und nimmt die in Fig. 3 dargestellte Stellung ein.
Wenn im Gegentheil der Haken 17 in beliebiger anderer Stellung sich befindet, z. B. in
der in Fig. 8 punktirt dargestellten Stellung, so trägt er den Hebel 22, und dieser bleibt in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung.
Der Hebel 22 trägt einen Haken 25, welcher die Form einer· Waagenschneide-, 'mit der Kante nach oben, besitzt. Der Hebel 26, welcher um die von dem Träger 18 getragene Achse 20 kippen kann, greift mit seiner Einkerbung 27 um diesen Haken 25.
Auf gleiche Weise trägt der Hebel 26 einen Haken 28, um welchen der Hebel 29 mit. seiner Einkerbung 30 greift. Dieser Hebel 29 versetzt, indem er um seine Achse 31 kippt, durch Vermittelung seiner inneren Verzahnung 33 das auf der Achse 21 festgekeilte Zahnrädchen 32 in Drehung.
Auf der Achse 21 ist ein Zahnsector 34 festgekeilt, welcher in Eingriff mit einem Zahnrad 35 steht, welches mit dem einen Theil 36 einer Kupplungsmuffe ein Ganzes bildet. Das Zahnrad 35 und das Stück 36 sitzen lose auf einer Achse 37. Der entsprechende Theil 38 der Kupplungsmuffe ist durch eine lange Feder und Niith mit dieser Achse 37 verbunden. Ein Finger 39 hindert, wenn er in der ringförmigen Rinne 40 liegt, die Zähne der beiden Theile 36 und 38 der Kupplungsmuffe, in Eingriff zu treten. Nach Ausheben dieses Fingers 39 können die Zähne in Eingriff treten. Man kann dann, indem man das Handkurbelrad 41 dreht, die Achse 37, die Kupplungsmuffe 36, 38 und das mit dem Zahnsector 34 in Eingriff stehende Zahnrad 35 in Umdrehung versetzen.
Auf der Achse 21 ist auch ein Kniehebel (Fig. 4 bis 6) festgekeilt, welcher aus zwei durch ein Gelenk 44 verbundenen Theilen 42 und 43 besteht. Der Theil 43 trägt zwei Zapfen 45, welche in den Nuthen 46 der Wangen 47 gleiten können.
Gegen das Ende dieses Theiles 43 lehnt sich, durch Vermittelung einer Blattfeder 49, ein Hebel 48, welcher um eine Achse 50 kippen kann. Dieser Hebel 48 drückt mittelst einer Stellschraube 52 auf die Stange 51, welche das Sicherheitsventil auf seinem Sitz festhält.
Eine Folge dieser Einrichtungen ist, dafs, wenn der Hebel 22 nicht mehr durch den Haken 17 des Manometers gehalten wird, die verschiedenen Hebel der Fig. 1 die in Fig. 2 dargestellte Stellung annehmen. Denn der Hebel 22 kippt um seine Achse 19; sein Haken 25 läfst den Hebel 26 los, welcher auch umkippt und auf dieselbe Weise den Hebel 29 umkippen läfst. Dieser, indem er um seine Achse 31 kippt, dreht die Achse 21. Der Kniehebel 42,43 knickt ein (Fig. 2 und 8), und der Hebel 48 kann unter der Wirkung des Druckes der Ventilstange 5 1 in die Höhe gehen und den Auslafs des Dampfes durch das Ventil gestatten.
Um dieses Ausströmen zu unterbrechen, läfst man, indem man auf die Kurbel 41 wirkt, den Zahnsector 34 sich drehen. Der Kniehebel 42, 43 wird wieder gestreckt und drückt den Hebel 48 nieder, welcher auf die Stange 51 drückt und das Ventil wieder schliefst.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Gesetzt, dafs der Druck des Dampfes nach und nach zunimmt, so erweitert sich der durch die Bourdon-Röhre ι (Fig. 7) gebildete Kreis; sein Ende .2 geht nach links und zieht den Hebel 3 und den Stift 7 mit sich. Dieser Stift 7 kommt endlich in Berührung mit der schrägen Fläche 8 des Daumens 9 (Fig. 7 und 8). Der Druck des Stiftes 7 auf die Fläche 8 dreht den Daumen 9 und die Hülse 10, welche ihn trägt, und mit ihnen durch Vermittelung der Schraube 12 die Stange 11 und den Haken 17. Dieser Haken 17, welcher den Hebel 22 hält, stellt sich endlich genau (Fig. 8) nach der Richtung der Durchbohrung .24 (Fig. 2), so dafs er durch diese hindurchtreten kann. Bei dieser Stellung (Fig. 8) des Hakens 17 ist folglich der Hebel 22 nicht mehr gehalten; er kippt um und bewirkt, wie vorher erwähnt, den Auslafs des Dampfes (Fig. 3).
Der Stift 7 (Fig. 7) wirkt auf den Punkt der Fläche 8, mit welchem er, in Berührung kommt. Diese Berührung wird früher oder später stattfinden, je nachdem man in die Höhe des Stiftes 7 einen mehr oder weniger breiten Theil ,des Daumens 9 stellen wird. Um den Augenblick dieser. Berührung zu bestimmen, verstellt man den Zeiger 15 auf dem kleinen Zifferblatt des Manometers und bewegt dadurch mittelst des Zahnrä'dchens 14 und der Zahnstange 13 die Hülse 10 und den Daumen 9 auf oder nieder. Die Verhältnisse des Apparates sind so gewählt, dafs bei dem Druck, welchen man als Grenze gewählt und durch den Zeiger 15 an der Scala eingestellt hat, der Stift 7, indem er auf den Punkt der Fläche 8 wirkt, welcher ihm gegenüber liegt, den Haken 17 in die Stellung Fig. 8 gedreht hat,, wo dieser den Hebel 22 frei läfst; der Hebel 22 kippt dann um und gestattet den Auslafs des Dampfes. :
Der Druck nimmt ab; das Ende 2 der Bourdon-Rähre (Fig. 7) und der Stift 7 gehen folglich nach rechts zurück. Der Stift 7 drückt nicht mehr auf die Fläche 8, und die Feder 16, indem sie auf 11, 10 und 17 wirkt, führt den Haken 17 in. die in Fig. 8 punktirt dargestellte normale Stellung zurück.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein vom Manometer aus belastetes Sicherheitsventil für Dampfkessel und andere Druckbehälter, dadurch gekennzeichnet, dafs das Sicherheitsventil durch die Röhre oder Kapsel des Manometers selbst mittelst eines
    Hebelsystems derart bethätigt wird, dafs, wenn ein erster Hebel (22) von einem ihn tragenden, von der Manometerröhre aus entsprechend bewegten .Haken (17) freigegeben wird, dieser Hebel (22) um seine Achse (19) kippt und einen zweiten Hebel (26) freigiebt, welcher auf gleiche Weise einen dritten Hebel (29) auslöst, der, um seine Achse (31) kippend, die Achse (21) eines Kniehebels (42, 43) dreht, wodurch der auf einen das Sicherheitsventil belastenden Hebel (48) drückende Kniehebel einknickt und das Ventil freigiebt, während von Hand mittelst Kupplung (36, 38) und Zahnradübertragung (34, 35) die Kniehebelachse (21) gedreht, dadurch der Kniehebel (42, 43) wieder gestreckt und der Hebelmechanismus nebst Ventilstange (5 ι) in ihre normale Stellung gebracht werden können.
  2. 2. Ein Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der den ersten Hebel (22) tragende Haken (17) auf einer Stange (11) befestigt ist, welche durch einen von der Manometerröhre beeinflufsten Stift (7) zur Auslösung des Hebels (22) entgegen der Wirkung einer Feder gedreht wird, indem der Stift (7) bei Ausdehnung der Manometerröhre auf die schräge Fläche (8) eines Daumens (9) drückt, welcher auf einer auf der Stange (11) nur verschiebbaren Hülse (10) festgekeilt ist, so dafs durch Verschiebung der Hülse (10) der Daumen (9) entsprechend der gewünschten höchsten Dampfspannung eingestellt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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