DE31383C - Aufziehvorrichtung für Uhrwerke - Google Patents

Aufziehvorrichtung für Uhrwerke

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DE31383C
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clockwork
piston
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winding device
winding
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DENDAT31383D
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— Dr. H. MICHAELIS in Berlin W., Potsdamerstrafse 80a
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B3/00Normal winding of clockworks by hand or mechanically; Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously
    • G04B3/12Normal winding of clockworks by hand or mechanically; Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously by mechanical means, e.g. pneumatic motor

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Der Gedanke, welcher vorliegender Erfindung zu Grunde liegt, ist der, ein Uhrwerk, welches einmal aufgezogen ist, durch Druck einer Flüssigkeit oder eines Gases in Betrieb zu erhalten und so ein weiteres Aufziehen ein für allemal unnöthig zu machen. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs ein Hahn (oder Ventil oder dergleichen) der zur Aufziehvorrichtung führenden Druckleitung zeitweise, z. B. jede Stunde, von dem aufzuziehenden Uhrwerk selbst geöffnet bezw. auch geschlossen wird.
Das Uhrwerk besorgt also selbst die Umsteuerung , durch welche es seine Aufziehvorrichtung in Verbindung mit der Kräftquelle setzt, die demselben die zu seinem Betriebe erforderliche Kraft zuführt, im Gegensatz zu anderen Systemen, z. B. den hydropneumatischen Correspondenzuhren, bei welchen aufserhalb der aufzuziehenden Uhr liegende Vorrichtungen dem Betriebsmittel zu bestimmten Zeiten den Zutritt zur Aufziehvorrichtung gestatten.
In Fig. ι ist eine Aufziehvorrichtung nach dem bezeichneten Princip dargestellt, wie sie unter Benutzung einer Wasserleitung beispielsweise für Uhren angewendet werden kann.
Auf der Welle des Stundenrades M ist die excentrische Scheibe E befestigt, an welcher ein Arm N sich befindet, der mit dem Arm P durch ein Gelenk G verbunden ist. P gleitet mittelst ■ eines Ausschnittes auf zwei feststehenden Führungsstiften. Letztere sind zur Verminderung der Reibung mit Gleitrollen versehen.
An dem Aufziehzapfen des Federhauses bezw. des Stirnrades W ist ein Hebel L befestigt.
Dieser trägt den Sperrhaken S, welcher sich beim Heben von L gegen die Zähne des Zahn rades R legt und dasselbe dreht; beim Senken von L dreht sich R nicht mit und S schleift auf den Zähnen von R. Das Ende des Hebels L ist durch eine Gelenkverbindung an die Kolbenstange T gekuppelt. ■ K ist ein Kolben, welcher im Cylinder C auf- und abbeweglich ist. An den Cylinder C schliefst sich unten, durch einen Rohrstutzen verbunden, ein Dreiweghahn Y an. Am unteren Theil des Hahnkörpers befinden sich das Zuflufsrohr Z der Wasserleitung und ein Abflufsrohr A. Der Hahn ist drehbar durch den langen Hahnhebel i7, welcher durch die Feder F in seiner Stellung fixirt ist. Je nach der Hahnstellung ist das Zuflufsrohr oder das Abflufsrohr mit dem Cylinder C in Communication.
Die Fig. 1 bis 5 stellen die wirkende Vorrichtung, nachdem die Uhr durch einmaliges Aufziehen in Gang gesetzt ist, in verschiedenen Augenblicken ihres Spieles dar.
Fig. ι. Das Excenter E am Stundenrade ist so weit als möglich nach rechts gedreht. Der Hahnhebel H ist durch die Feder F vollständig zurückgezogen und dementsprechend befindet sich der Hahn Y in der Stellung, in welcher der Cylinder C mit dem Abflufsrohr A cornmunicirt. Der Kolben K sitzt, der Hahnstellung entsprechend, an der tiefsten Stelle im Cylin der C.
Fig. 2. Das Excenter E ist nahezu an die äufserste Grenze nach links angelangt. Der Arm P ist bei seinem Rückgange durch Gleiten auf dem abgerundeten Ende des Hahnhebels H auf die Spitze desselben gehoben, von welcher
er bei weiterem Rückgange heruntergleiten wird. Die Hahnstellung ist unverändert dieselbe wie in Fig. ι.
Fig. 3. Nachdem der Arm P von der Spitze des Hahnhebels heruntergeglitten ist, wird letzterer bei fortschreitender Bewegung des Excenters E durch den nach rechts gehenden Arm P fortgeschoben. Dadurch wird der Hahn Y gedreht. In der Zeichnung ist dies bereits etwas geschehen, so dafs im dargestellten Augenblick weder das Zuflufsrohr Z noch das Abflufsrohr A mit dem Cylinder C communiciren.
Bei fortschreitender Drehung des Excenters wird der Hahnhebel H so weit nach, rechts geschoben, dafs der Hahn in eine Stellung kommt, bei welcher das Zuflufsrohr Z mit dem Cylinder Cin Communication gesetzt ist (s. Fig. 4) so dafs das Druckwasser unter den Kolben tritt und ihn hebt.
Da die Communication ganz allma'lig hergestellt wird, so tritt auch das Wasser allmälig unter den Kolben. Es ist jedoch für das Wirken der Vorrichtung gleichgültig, wann und in wie langer Zeit dies geschieht, und ob, wenn der Kolben gehoben wird, der Hahn bereits die Stellung hat, bei welcher die Hahnbohrung sich in ihrer ganzen Breite über dem Zuflufsrohr befindet, oder ob dies erst theilweise der Fall ist; denn sobald der Kolben K seinen höchsten Stand erreicht hat, stöfst, wie in Fig. 5 dargestellt ist, die Kolbenstange T gegen den Arm P und hebt diesen etwas an; dadurch wird der Hahnhebel H frei, der nun durch die Feder F sofort nach links gezogen wird. Der Hahn wird dadurch in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung zurückgeführt, so dafs ein weiterer Zuflufs von Druckwasser abgesperrt ist und das Wasser unterhalb des Kolbens in das Abflufsrohr A abfliefsen kann.
Durch das Heben des Kolbens K wird gleichzeitig der an der Kolbenstange T durch ein Gelenk befestigte Aufziehhebel L mit dem daran befindlichen Sperrhaken 5 gehoben, welcher, indem er in das Zahnrad R eingreift, die Uhr aufzieht.
Der Kolben kann entweder durch sein eigenes Gewicht sinken oder der Niedergang kann durch besondere Gewichte oder durch eine Feder oder dergleichen bewirkt werden.
Mit dem Sinken des Kolbens sinkt auch der Aufziehhebel L mit dem Sperrhaken wieder in seine frühere Stellung zurück.
Bei weiterer Drehung des Excenters beginnt das Spiel von neuem, so dafs, wenn z. B. wie in den Figuren das Excenter am Stundenrad einer Uhr sitzt, das Aufziehen derselben stündlich erfolgt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung zum Aufziehen und Betrieb eines Uhrwerkes, welche dadurch charakterisirt ist, dafs die Aufziehvorrichtung und Hahnumsteuerung an einem und demselben, dem aufzuziehenden, Uhrwerk sich befinden, so dafs der Zutritt des Betriebsmittels (Gas oder Flüssigkeit unter Druck) vom zu betreibenden Uhrwerk selbst regulirt wird.
  2. 2. An der in den Figuren dargestellten Aufziehvorrichtung der unter 1. beanspruchten Art der durch die Feder F in seiner Stellung fixirte Hahnhebel H (welcher nicht mit der Pleuelstange verbunden ist) und die Feder F, welche den Hahnhebel im geeigneten Moment zurückzieht, in Verbindung mit der nach oben verlängerten Kolbenstange T, deren Länge so bestimmt ist, dafs sie, wenn der Kolben seinen höchsten Stand im Cylinder erreicht hat, die Pleuelstange anhebt und dadurch H freigiebt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31383D Aufziehvorrichtung für Uhrwerke Expired - Lifetime DE31383C (de)

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