DE1007159B - Verfahren zum Regeln des Anpressdruckes von Naehmaschinenwerkzeugen sowie kraftangetriebene Naehmaschine - Google Patents

Verfahren zum Regeln des Anpressdruckes von Naehmaschinenwerkzeugen sowie kraftangetriebene Naehmaschine

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DE1007159B
DE1007159B DES35564A DES0035564A DE1007159B DE 1007159 B DE1007159 B DE 1007159B DE S35564 A DES35564 A DE S35564A DE S0035564 A DES0035564 A DE S0035564A DE 1007159 B DE1007159 B DE 1007159B
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Germany
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sewing machine
pressure
sewing
pump
power
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DES35564A
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Charles R Odermann
Everett Poffenberger
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Singer Co
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    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements
    • D05B27/04Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements arranged above the workpieces
    • DTEXTILES; PAPER
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    • DTEXTILES; PAPER
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    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
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    • D05D2207/02Pneumatic or hydraulic devices

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren zum Regeln des Anpreßdruckes von Nähmaschinenwerkzeugen sowie kraftangetriebene Nähmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Regelung des Anpreßdruckes von Nähmaschinenwerkzeugen auf das Arbeitsstück bei kraftangetriebenen Nähmaschinen und auf eine dementsprechend ausgebildete kraftangetriebene Nähmaschine selbst.
  • Gemäß der Erfindung wird bei einem Verfahren zum Regeln des Anpreßdruckes von Nähmaschinenwerkzeugen auf das Arbeitsstück bei kraftangetriebenen Nähmaschinen der Anpreßdruck durch ein pneumatisches oder hydraulisches Druckmittel gesteuert, dessen Druck in Abhängigkeit von der tatsächlichen Nähmaschinengeschwindig'keit automatisch geregelt wird.
  • Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung bei einer kraftangetriebenen Nähmaschine mit Werkzeugen zum Anpressen des Arbeitsstückes gegen ein Widerlager während des. Nähvorganges eine pneumatische oder hydraulische, gesteuerte Druckvorrichtung vorgesehen, die auf das Nähmaschinenwerkzeug in Abhängigkeit von der Nähmaschinengesehwindigkeit einwirkt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Pumpe für das pneumatische oder hydraulische Druckmittel vorgesehen, die in Antriebsverbindung mit dem Kraftantrieb für die Nähmaschine steht.
  • Des weiteren ist bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ein Ventil vorgesehen, das den maximalen Druck bestimmt, der in dem Drucksystem aufrechterhalten bleieben kann.
  • Die Erfindung kann für verschiedene in einer Nähmaschine verwendeten Mechanismen benutzt werden, die zum Arbeiten eine Regelkraft erfordern. Die Erfindung ist im besonderen auf Einrichtungen einer Nähmaschine anwendbar, welche beim Ausschwingen oder Hin- und. Herbewegen nachteilige Trägheitskräfte, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, entwickeln.
  • Solche Einrichtungen sind beispielsweise hestimmte Formen von Drückereinriahtungen der gebräuchlichen Art, bei welchen der Drückerfuß durch wiederholtes Gegenstoßen eines ihm gegenüberliegenden, vier Bewegungen ausführenden Stoffschiebers auf ein. Arbeitsstück auf- und: abbewegt wird, oder einer Drückereinrichtung, die als »oberer Stoffschieber« bezeichnet wird, der vorzugsweise zwei am Arbeitsstück angreifende Teile enthält, die zwangsweise abwechselnd gehoben und gesenkt werden, um so eine obere Vorschubwirkung mit einem Minimum an Verzögerung des Arbeitsstückes zu ermöglichen. Trotz dieses Antriebes muß die Drückereinrichtung durch eine zweckentsprechende Steuerkraft in die richtige, mit dem Arbeitsstück in Berührung stehende Stellung gedrückt werden. Bei höheren Geschwindigkeiten vergrößern sich die Trägheitskräfte, und sie können, wenn sie nicht ausgeglichen werden, bewirken, daß der am Arbeitsstück angreifende Teil bzw. die Teile des Drückerfußes oberhalb des Arbeitsstückes sich unwirksam frei bewegen. Es ist bekannt, einen Federdruck von genügender Größe vorzusehen, um das Trägheitsmoment bei der höchsten erwarteten Nähgeschwindigkeit zu überwinden; jedoch ist bei niedrigeren Nähgeschwindigkeiten dieser Federdruck übermäßig hoch und kann bei vielen Arten von Arbeitsstücken eine dauernde Markierung hinterlassen. Außerdem ist eine erhebliche, von der Bedienungsperson aufzuwendende Energie bei dem wiederholten Anheben und Senken der Drückereinrich.tung erforderlich. Infolgedessen ist, um solche federbelasteten Drückereinrichtungen zum-Einführen eines Webstoffes anzuheben, eine kostspielige Einrichtung erforderlich, durch die die Bedienungsperson der Maschine den außerordentlich starken Federdruck überwinden scann.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise zur Darstellung gebracht. Fig. 1 zeigt eine vollständige Nähmaschine in Seitenansicht von hinten mit einer Antriebseinrichtung; Fig. 2 ist eine Stirnansicht von links des Nä'hmaschinenkopfes der Fig. 1; Fi,g. 3 ist in vergrößertem Maßstab ein senkrechter Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1 und gibt die Ausführung des Zylinders für das Druckmittel wieder; Fig. 4 ist in vergrößertem Maßstab ein senkrechter Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2; Fig. 5 ist eine Seitenansicht von hinten einer -'\Tähinaschine, bei welcher Teile der Antriebseinrichtung weggebrochen sind und welche eine albgeänderte Ausführungsform wiedergibt, und Fig. 6 ist in vergrößertem Maßstab ein senkrechter Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5 und zeigt eine abgeänderte Ausführungsform eines Druckentlastungsventils.
  • Die Erfindung ist in ihrer bevorzugten Ausführungsform in Anwendung auf eine Nadelvorschub-Kettenstichnähmaschäne wiedergegeben, welche eine abwechselnd arbeitende Drückereinrichtung aufweist.
  • Das Nähmasc'hinengehäuse besteht aus einem Sockel 10, der in einer Ausnehmung in der Oberseite eines Tisches 11 angeordnet ist, einem von dem Maschinensockel senkrecht nach oben stehenden Ständer 12 und einem über dem Sockel hängenden Maschinenarm 13, der in einem Nähmaschinenkopf 14 endigt, welcher durch eine Endab,declcplatte 15 gewöhnlich verschlossen ist. Eine Hauptantriebswelle 16 ist in dem Arm 13 gelagert. An dem Ständerende der Welle 16 ist ein Schwungrad 17 angeordnet, das mit einer Se'hnurscheibe 18 versehen ist.
  • Von der Tischplatte 11 hängen ein Elektromotor und eine Energieregeleinrichtun.g nach unten, die allgemein bei 20 angedeutet sind. Diese Antriebseinrichtung kann ein Kupplungsmotor mit Bremsregelung (nicht dargestellt) sein, um nach Wunsch der Bedienungsperson die Geschwindigkeit einer Kupplungsscheibe 21 zu regeln, die mit der Schwungrad-Schnurscheibe 18 vermittels eines Riemens 22 in direkter Antriebsverbindung steht.
  • Die Stichbildeeinrichtungen (Fig. 1 und 2) der Nähmaschine enthalten eine Nadelstange 26 mit Nadel 25; die Nadelstange wird auf- und abbewegt und wird weiterhin in der Vorschublinie seitlich ausgeschwungen, um das Vorführen des Arbeitsstückes zu unterstützen. Die Nadelstange ist in im Abstand voneinander angeordneten Lagern 27-27 auf- und abbewegbar, die in einem Schwingrahmen 28 vorgesehen sind, und sie erhält ihre Längsbewegung durch eine ausgewuchtete Kurbel 29 auf der Armwelle 16 vermittels eines Lenkers 30. Der Nadelstange 26 wird vermittels des Schwingrahmens 28 eine Vorschubbewegu:ng erteilt, der auf einer Schwenkstange 31 befestigt ist und von einem einstellbaren. Exzenter (nicht dargestellt) auf der Armwelle vermittels eines Lenkers 32 angetrieben wird, welcher mlit einem auf der Schwenkstange befestigten Schwinghebel 33 verbunden ist.
  • Die abwechselnd arbeitende Drückereinrichtung enthält allgemein einen Drückerfuß 35, der von einer in senkrechter Richtung he-wegbaren Drückerstange 36 getragen wird, die in Lagern 37-37 im Nähmaschinenkopf gelagert ist. Weiterhin wird ein oberer Vorsc'hub:fuß 38 von einer Vorschubstange 39 getragen, die in einem Lageransatz 40 beweglich gelagert ist, der auf dem Schwingrahmen 28 ausgebildet ist. Ein Drehen der Drückerstange 36 wird vermittels eines Führungslagerarmes 41 verhindert, der auf der Drückerstange 36 festsitzt und eine senkrecht angeordnete Führungsstange 42 verschiebbar umgreift.
  • Damit die Drückereinnichtung das Arbeitsstück vorsehiebe-n kann, ist eine Antriebseinrichtung zum abwechselnden Heben und Senken des Drückerfußes 35 und des oberen Vorschubfußes 38 vorgesehen. Diese Einrichtung (Fig.2) enthält einen Lüftungshebel 43, der auf einem Lagerzapfen 44 im Nähmaschinenkopf schwenkbar angeordnet ist und durch einen Zapfen 45 mit der Vorschubstange39 verbunden ist. An dem Lüftungshebel 43 ist vermittels eines Wellenstumpfes 46 ein Drückerstangen-Lüftungshebel 47 angelenkt. Ein Arm 48 des Hebels 47 erstreckt sich in einen Schlitz 49 in der Drückerstange 36, während der andere Arm 50 vermittels eines Lenkers 51 mit einem Schwinghebel 52 verbunden ist, der von einer Schwingwelle 53 getragen wird, die in waagerechter Richtung in dem Maschinenraum 13 gelagert ist. Die Schwingwelle 53 wird vermittels eines Lenkers 54 ausgeschwenkt, welcher einen einstellbaren Exzenter (nicht dargestellt) auf der Armwelle 16 umgreift.
  • Ein gewöhnlich waagerecht unterhalb des überhängenden Maschinenarmes 13 angeordneter blattförmiger Teil 60 ist auf dem Ende eines Schwenkfingers 61 gelagert, der in dem Nähmaschinenkopf 14 befestigt ist. Der blattförmige Teil 60 bildet einen einfachen Hebel erster Ordnung und legt an den Lüftungshebel 43 eine Abwärtskraft an. Eine durch einen Halteteil 64 an Ort und Stelle gehaltene Stahlkugel 63 (Fig. 4) ist zwischen den blattförmigen Teil 60 und den Lüftungshebel 43 zwischengeschaltet, um die Ausübung eines Seitendruckes auf den Hebel 43 zu verhindern.
  • Aus vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, daß eine durch den blattförmigen Teil 60 an den Lüftungshebel 43 gelegte Abwärtskraft den oberen Vorschubfuß 38 in Eingriff mit dem Arbeitsstück drückt. Beim Aussrjhwingen der Schwing"velle 53 und durch die durch den Schwinghebel 52, den Lenker 51 und den Drückerstangen-Lüftungshebel 47 dargestellte Lenkerverbindung wird die Drückerstange 36 abwechselnd gehaben und. gesenkt. Wenn der Drückerfuß 35 oberhalb des Arbeitsstückes angehoben ist, dreht sich der Drückerstangen-Lüftungshebel 47 um den Wellenstumpf 46 als Schwenkzapfen; jedoch wird: während jenes Teiles jedes Arbeitskreislaufes, während welchem der Drückerfuß 35 in Berührung mit dem Arbeitsstück gesenkt wird, der Berührungspunkt zwischen dem Arm 48 und dem Drückerstangenschlitz 49 der Schwenkpunkt für die Drehbewegung des Drückerstangen-Lüftungshebels 47, und eine fortgesetzte Drehbewegung des Hebels 47 dient vermittels des Wellenstumpfes 46 dazu, den Hebel 43 zu drehen und auf diese Weise den Vorschubfuß 38 anzuheben. Die Einrichtung .ist so eingestellt, daß sie den Vorschubfuß 38 während seiner in bezog auf die Stoffvorschubrichtung entgegengesetzt gerichteten Rückführbewegung anhebt und den Vorschubfuß 38 w 2'hrend seiner Bewegung in Vorschubric'htung senkt, um so eine richtige Vorschubwirkung vorzunehmen.
  • Da die an dem Arbeitsstück, angreifenden Füße bei jedem Stich gehoben und gesenkt werden, ist ersichtlich, d@aß bei hohen Nähgeschwindigkeiten von modernen Nähmaschinen außerordentlich nachteilige Trägheitskräfte entwickelt werden. Diese Trägheitskräfte können eine solche Größe erreichen, daß sie die abwärts steuernde Kraft überwinden; dann »schlägt« ,die Drückereinrichtung oberhalb des Arbeitsstückes durch die Luft.
  • Gemäß der Erfindung wird nun ein pneumatisches oder ein `hydraulisches Druckmittel verwendet, um die Regelkraft zu liefern, mit der die Drückereinrichtung auf das Arbeitsstück einwirkt. Wie in Fig.1 dargestellt ist, steht der blattförmige Teil 60 der Drückereinrichtung mit einer Kolbenstange 70 in Arbeitsverbindung, die sich von einem Luftzylinder 71 eines pneumatischen Motors erstreckt, dem Druckluft aus einer allgemein mit 72 bezeichneten Pumpe zugeführt wird.
  • Vorzugsweise ist die Pumpe 72 von derjenigen Art, bei welcher der Druck der abgegebenen Luft sich innerhalb des Leistungsvermögens der Pumpe direkt mit der Geschwindigkeit ändert, mit welcher die Pumpe betrieben wird. Die meisten Zentrifugalpumpen besitzen solche Eigenschaften; jedoch wird bei der bevorzugten Ausführungsform eine drehbare Flügelpumpe verwendet. Die Pumpe enthält einen drehbaren Flügelteil (nicht dargestellt), der zwecks Antrieb mit der Kupplungsscheibe 21 in Arbeitsverbindung steht. Ein stillstehendes Gehäuse 75 der Pumpe ,ist durch Schrauben 76 an einem schalenförmigen Riemenschutzlagerarm 77 befestigt, der seinerseits mit einem gegabelten Zapfen 78 versehen ist, um einen Befestigungsbolzen 79 aufzunehmen, um den eine biegsame Buchse 80 gepaßt ist, durch welche das Pumpengehäuse und der Riemenschutzlagerarm an einer Tragplatte 81 befestigt sind, die von der Antriebseinrichtung nach unten steht. Die Geschwindigkeit der Luftpumpe ändert sich in direkter Proportionalität zu einer Änderung der Arbeitsgeschwindigkeit der Nähmaschine, da jeder Teil von der Kupplungsscheibe 21 aus unmittelbar betätigt wird.
  • Um die gewünschte Proportionalität zwischen dem Druck und der Geschwindigkeit zu erhalten, ist es notwendig, die Pumpe so anzuschließen, daß sie gegen einen statischen Druckkopf abgibt, d. h., die Pumpe muß in ein geschlossenes System abgeben.
  • Das System wird zu einem geschlossenen oder statischen Druckkopfsystem vermittels eines Ventils, das in den Fig. 1 und 6 dargestellt und allgemein mit 85 bezeichnet ist und das am Auslaß 86 der Luftpumpe angeordnet ist. Das Ventil enthält einen hohlen Körperteil 87, der sich zu dem Auslaß 86 der Pumpe öffnet. Mit dem hohlen Körperteil des Ventils steht ein Schlauchpaßstück 89 in Verbindung, das einen biegsamen Schlauch 90 aufnehmen kann, der zu einem mit dem Luftzylinder 71 .in Verbindung stehenden Schlauchpaßstück 91 geführt ist. In den Körper des Ventils 85 ist ein Ende eines Nippels 92 eingeschraubt, das an seinem anderen Ende mit Gewinde versehen ist, um eine Endkappe 93 aufzunehmen, welche mit Seitenbohrungen 94 versehen ist. In der Endkappe 93 ist ein Zapfen 95 verschiebbar angeordnet, der mit einem Flansch 96 versehen ist, welcher die Öffnung in dem Nippel 92 gewöhnlich verschließt. Zwischen denn Flansch 96 und. der Endkappe 93 ist eine Schraubenfeder 97 eingesetzt, welche den Flansch an Ort und Stelle über die öffnung in dem Nippel drückt. Durch Drehen der Endkappe 93 kann eine Feineinstellung des Federdruckes erhalten werden, um so ein Mittel zum Regeln dies maximalen Luftdruckes zu schaffen, der in dem Luftzylinder vorhanden sein kann. Wird der Druck größer, dann wird der Flansch 96 weggeschoben, und der Überdruck kann durch die Seitenlöcher 94-94 entweichen. Das Ventil ist vorzugsweise so eingestellt, d'aß ein maximaler Luftdruck entsprechend dem Luftdruck geschaffen wird, der bei der zu erwartenden maximalen Geschwindigkeit der Nähmaschine erforderlich ist. Bei jeder niedrigeren Geschwindigkeit ist daher das System gegenüber der Atmosphäre geschlossen, und der von der Pumpe abgegebene Luftdruck verändert sich in direkter Proportionalität zu der Arbeitsgeschwindigkeit der Nä'hmasc'hine. Bei Überschreiten des maximalen erwünschten Druckes wird das Ventil betätigt, um den Überschuß abzublasen und so eine Beschädigung des Systems zu vermeiden. Fig. 3 zeigt die Einzelheiten der Ausführung des pneumatischen Motors. Der Zylinder 71 ist mit einer oberen Deckplatte 99 versehen, welche mittels Schrauben 100 befestigt ist. Durch die Deckplatte geht ein Bolzen 101 hindurch, welcher an der Deckplatte vermittels einer Mutter 102 festgeklemmt und durch Riegelmuttern 103 mit dem abgeflachten Ende 104 einer zylindrischen Stange 105 fest verbunden ist, die in eine in dem -Maschinenarm 13 ausgebildete Bohrung 106 drehbar eingesetzt ist. Eine an dem Maschinengehäuse befestigte geschlitzte Platte 107 erstreckt sich in eine Umfangsnut 108, welche auf der Stange 105 ausgebildet ist, um die Stange an Ort und Stelle in der Bohrung festzulegen, ohne die Drehbewegung der Stange zu beschränken. Bei dieser Ausführung ist der Luftzylinder 71 mit Bezug auf das Maschinengehäuse schwenkbar angeordnet und verhindert auf diese Weise ein Festkleben der Kolbenstange 70.
  • Auf der Kolbenstange 70 sind innerhalb des Luftzylinders im Abstand voneinander ringförmige Kolbenscheiben 109 und 110 angeordnet, zwischen welchen eine Packungsscheibe 111 aus biegsamem Material zum luftdichten Abschluß angeordnet ist. Die Scheiben 109 und 110 sind durch eine Mutter 112 an der Kolbenstange 70 befestigt, die in einer Lagerbuchse 113 am Unterteil des Luftzylinders verschiebbar angeordnet ist. An dem freien Ende der Kolbenstange 70 ist ein gegabeltes Paßstück 114 befestigt, um den abgeflachten Endteil 115 des blattförmigen Teiles 60 zu umgreifen. Eine Reihe von Löchern 116 ist in dem abgeflachten Endteil 115 ausgebildet, um wahlweise einen Zapfen 117 aufzunehmen, durch den eine Verbindung mit dem Paßstück 114 hergestellt wird. Zwischen der Kolbenscheibe 110 und dem Unterteil des Luftzylinders 71 ist eine leichte Schraubenfeder 118 angeordnet, die die Drückereinrichtung leicht in die Arbeitsstellung drückt, wenn der Druck aus dem System herausgelassen wird. Die Schraubenfeder 118 dient lediglich dazu, ein Spiel in den Teilen der Driickereinrschtung aufzunehmen, so daß, wenn in dem System wiederum Druck entwickelt wird, sich kein plötzlicher anfänglicher Ausgleich dieses Spiels ergibt.
  • Beim Arbeiten haben die Geschwindigkeit der Luftpumpe und der Nähmaschine ein gleichbleibendes Verhältnis zueinander, da beide von der Kupplungsscheibe 21 angetrieben werden. Wenn eine Pumpe 72 genügender Leistung verwendet wird, weist sie das charakteristische Merkmal auf, daß der in dem geschlossenen System entwickelte, durch das Ventil 85 geschaffene Druck sich unmittelbar proportional zu der Arbeitsgeschwindigkeit ändert. Da die von dem Kolben ausgeübte Aufwärtskraft auf den blattförmigen Teil 60 sich dementsprechend unmittelbar mit dem Druck der zugeführten Luft ändert, ergibt sich, daß, wenn die Trägheitskräfte in der Drückere2nrichtung mit der Geschwindigkeit wachsen, die durch den blattförmigen Teil erteilte Regelkraft dementsprechend erhöht wird und die Kräfte auf diese Weise selbsttätig ausgeglichen werden.
  • Des weiteren bleibt die der Drückereinrichtung durch das pneumatische System gemäß der Erfindung erteilte Regelkraft bei jeder beliebigen Geschwindigkeit trotz Änderung der Dicke des Arbeitsstückes konstant, weil die von dem Luftdruck entwickelte Kraft unabhängig von der Stellung des Kolbens in dem Luftzylinder die gleiche ist.
  • Ein weiteres kennzeichendes Merkmal der rotierenden Flügelpumpe, die für die bevorzugte Ausführungsform verwendet wird, liegt darin, daß die Pumpe selbsttätig als Entlastungsventil arbeitet, um eine unmittelbare Druckentlastung in dem System über den von der Pumpe gelieferten Druck hinaus zu ermöglichen. Wenn daher die Arbeitsgeschwindigkeit verkleinert wird, beseitigt die Pumpe selbsttätig jedweden Rückdruck in .dem System. Ein besonderes Merkmal des Entlastungsventils liegt darin, daß, wenn die Maschine zum Stillstand gebracht ist, die Pumpe unverzüglich den gesamten Luftdruck aus dem System abgibt, wodurch die gesamte auf den blattförmigen Teil 60 durch das pneumatische System ausgeübte Kraft entlastet wird. Demgemäß kann eine verhältnismäßig einfache und wirksame Drücker-Lüftungseinrichtung verwendet werden, da nur der Widerstand der kleinen, durch die Schraubenfeder 118 gesteuerten Leerlaufbewegung überwunden werden muß. Gemäß den Fig. 1 und 4 enthält eine solche Drücker-Lü.ftungseinrichtung in ihrer bevorzugten Ausführungsform einen die Drückerstange anhebenden Nockenansatz 119, der sich unterhalb des Führungslagerarmes 41 der Drückerstange erstreckt und an eine Schwingwelle 120 angeklemmt ist, die in Querrichtung in dem Schwenkfinger 61 gelagert ist. Ein nach oben stehender Schwingarm 121, welcher ebenfalls an der Schwing-,velle 120 befestigt ist, ist vermittels eines Lenkers 122 mit einer Winkelkurbel 123 verbunden, die an dem Maschinenarm angelenkt ist. Vermittels einer Kette 124, die die Winkelkurbel mit einem Pedal oder einem Knieverschieber (nicht dargestellt) verbindet, kann der Nocken- oder Steueransatz 119 gedreht werden, um die Drückereinrichtung anzuheben. Ein Anschlagzapfen 125, der sich von dem Maschinenkopf erstreckt, greift an dem Schwingarm 121 an, um die Arbeitsstellung des Schwenkfingers 61 zu bestimmen.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform einer Ventileinrichtung zusammen mit einer Ausführung, durch die die Luft, welche aus dem System herausgelassen wird, für einen Arbeitszweck verwendet und nicht nur in die Atmosphäre herausgelassen wird, wie es bei der Ausführungsform der Fig. 1 der Fall ist. Wie in Fig. 5 dargestellt, ist das Ventil so ausgeführt, daß es die abgegebene Luft in einen Schlauch 130 abgibt, der durch eine Buchse 131 und eine Klemme 132 von dem Maschinenarm 13 getragen wird. Der Schlauch 130 ist mit einer Nadelkühlluftdüse 133 verbunden, die von dem Nähmas.chinenkopf vermittels einer geschlitzten Klemme 134 getragen wird, welche sowohl die Düse 133 als auch eine Stange 135 umgibt, die von einem 'an dem Nähmaschinenkopf befestigten Lagerarm 136 nach unten steht. Gemäß Fig. 6 ist der Körperteil 87 des Ventils mit einer Gegenbohrung versehen, um einen konischen Sitz 137 für eine Ventilkugel 138 zu schaffen. Ein einstellbares Paßstück 139 ist in die Gegenbohrung eingeschraubt und dient dazu, eine Schraubenfeder 140 gegen die Ventilkugel 138 zu halten. Eine Verriegelungsmu.tter 141 hält das Paßstück 139 in einer beliebigen ausgewählten Stellung in der Gegenbohrung, wodurch eine Feineinstellung der das Ventil steuernden Feder 140 geschaffen ist. Eine von dem Paßstiick getragene Schlauchkupplung 142 gibt die aus dem System herausgelassene Luft an den Schlauch 130 ab.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung einer Zentrifugalpumpe oder einer rotierenden Flügelpumpe beschränkt; eine Pumpe mit zwangläufiger Verschiebung kann benutzt oder Luft unter einem konstanten Druck von einer außerhalb liegenden Druckmittelquelle kann verwendet werden. Wenn jedoch eine dieser beiden Alternativen verwendet wird, muß das System Einrichtungen enthalten, welche mit dem selbsttätig arbeitenden Druckregelventil der Pumpe der bevorzugten Ausführungsform vergleichbar sind, um den Druck der in den Luftzylinder abgegebenen Luft direkt proportional zu der Arbeitsgeschwindigkeit der Nähmaschine zu regeln.
  • Die Luftpumpe und die die Druckluft regelnde Einrichtung brauchen nicht mit der Kupplungsscheibe der Energieübertragungseinrichtung verbunden zii sein. Die Pumpe kann durch einen beliebigen beweglichen Teil betätigt werden, der auf die Arbeitsgeschwindigkeit der Nähmaschine anspricht.
  • Des weiteren kann statt eines Druckmittels (Gas oder Luft) auch eine Flüssiglzeit verwendet werden; in diesem Fall werden die Einzelteile des beschriebenen pneumatischen Systems durch entsprechende Elemente eines hydraulischen Systems ersetzt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Regeln des Anpreßdruckes von Nähmaschinenwerkzeugen auf das Arbeitsstück in kraftangetriebenen Nähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der auf das Arbeitsstück wirkende Druck durch pneumatische oder hydraulische Druckmittel gesteuert wird, deren Druck in Abhängigkeit von der tatsächlichen Nähmaschinengeschwindigkeit selbsttätig geregelt wird.
  2. 2. Kraftangetriebene Nähmaschine mit Werkzeugen zum Anpressen der Arbeitsstücke gegen Widerlager während des Nähvorganges, gekennzeichnet durch eine pneumatische oder hydraulische, gesteuerte Druckvorrichtung, die auf das Nähmaschinenwerkzeug in Abhängigkeit von der Näh.maschinengeschwindigkeit einwirkt.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Pumpe (72) für das pneumatische oder hydraulische Druckmittel, die in Antriebsverbindung mit dem Kraftantrieb für die Nähmaschine steht.
  4. 4. Nähmaschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Ventil (85), das den maximalen Druck bestimmt, der in dem Drucksystem aufrechterhalten bleiben kann. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 654 476.
DES35564A 1952-10-03 1953-09-30 Verfahren zum Regeln des Anpressdruckes von Naehmaschinenwerkzeugen sowie kraftangetriebene Naehmaschine Pending DE1007159B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE654476C (de) * 1936-02-26 1937-12-21 Frankl & Kirchner Elek Zitaets Anlasseinrichtung fuer den Antriebsmotor einer Naehmaschine

Patent Citations (1)

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