CH98792A - Verfahren zur Herstellung kaustischer Soda. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kaustischer Soda.

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  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

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  Verfahren zur Herstellung     h-austischer    Soda.    Die üblichen Verfahren zur fabrikmässigen  Herstellung von     kaustischer    Soda aus Na  triumkarbonat mittelst Kalkhydrat ergeben  selten Lösungen von höherer Konzentration  an     kaustischer    Soda als<B>8</B>     '/o.    Es ist längst  bekannt,     dass    die Reaktion       C,t(OH):

  >   <B>+</B>     Na#,>CO3        2NacH   <B>+</B>     ca003     umkehrbar ist und     dass,   <B>je</B> höher die Konzen  tration des Natriumkarbonates ist, um so nie  driger das in     kaustische    Soda umgewandelte       31engenverhältnis    ist.

   Es ist daher ständig  üblich gewesen,. auf Lösungen von annähernd  <B>8</B>     11/10    Stärke hinzuarbeiten, um eine     Umwand-          lung        von        ungefähr        92        %        der        Theorie        züi        er-          zielen.    Viele Versuche wurden bereits ange  stellt, um dieses Konzentrationsverhältnis zu  lieben und so konzentriertem Lösungen glei  cher Reinheit herbeizuführen; aber alle diese  Versuche waren bis jetzt erfolglos.  



  Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren,  mit     welehein    man Lösungen mit einem<B>Ge-</B>  halt an     kaustiseher    Soda bis zu 20<B>Ob</B> erzielen  kann.  



  Werden Lösungen mit zunehmender Kon  zentration an Natriumkarbonat     kaustiziert#       dann     ei-reicht    die Konzentration der     kausti-          sehen    Soda schliesslich eine Grenze, über wel  cher ein weiterer Zusatz von Natriumkarbo  nat auf die Bildung von     kaustischer    Soda  wirkungslos bleibt, indem alles überschüssige  Natriumkarbonat, das oberhalb jener Grenze       zuo,esetzt    worden ist, ans der Lösung in Form  der unlöslichen     Doppelverbindurig    von     Cal-          eium-    und Natriumkarbonat ausgeschieden  wird.

   Dagegen hat sich gezeigt,     dass,    wenn  das ausgefällte     Calciumkarbonat    von der Flüs  sigkeit getrennt und diese Flüssigkeit dann  mit einer zusätzlichen Menge Natriumkarbo  nat und Kalkhydrat behandelt wird, eine  weitere Umwandlung zur     kaustischen    Soda  eintritt und gleichzeitig die gleichwertige  Menge der unlöslichen Doppelverbindung von  Natrium- und     Calciumkarbonat    entsteht.  



  Das vorliegende Verfahren gestaltet sich  demnach erfindungsgemäss in der Weise,     dass     nach einer ersten Behandlung des Natrium  karbonats mit Kalkhydrat die Flüssigkeit  vom ausgefällten     Calciumkarbonat    getrennt  Lind alsdann in zweiter Arbeitsstufe mit einer  zusätzlichen Menge     Natriurakarbonat    und      Kalkhydrat versetzt wird, so     dass    eine wei  tere Umwandlung     züi        kaustischer    Soda erfolgt  und die gleichwertige Menge der unlöslichen  Doppelverbindung von Natrium- und     Calcium-          karbonat    entsteht.

      Bei diesem Verfahren wird also das     Kau-          stizieren        in    zwei durch die nachfolgenden  Gleichungen dargestellten Reaktionsstufen  durchgeführt.  
EMI0002.0009     
    In der ersten Stufe werden die Konzen  trationsverhältnisse so gewählt,     dass    nur we  nig oder gar keine     Karbonatdoppelverbindung     entsteht, während nach der ersten Reaktions  stufe die Flüssigkeit von der hauptsächlich  aus     Calciumkarbonat    bestehenden Fällung ge  trennt und in der zweiten Reaktionsstufe mit       mehrNatriumkarbonatundKalli:

  hydratversetzt     wird, worauf gemäss Gleichung     II    eine wei  tere Umsetzung in     kaustische    Soda stattfin  det. Durch diese stufenweise Konzentrations  behandlung erhält man leicht eine Lösung       mit        ungefähr        20        %        kaustischer        Soda        und        un-          fähr   <B>6</B>     '/o    Natriumkarbonat.  



  Die vorerwähnte Doppelverbindung kann  nach ihrer beispielsweise durch Filtrieren er  folgten Trennung leicht durch Wasser zerlegt  werden, indem dadurch eine Lösung von     N.a-          triumkarbonat    gebildet wird, die zur Herstel  lung     kaustischer    Soda verwendet werden kann.  <I>Beispiel:</I>  <B>660</B> Gewichtsteile Natriumkarbonat wer  den in 2000 Gewichtsteilen Wasser gelöst.  Die Lösung wird auf<B>90 0 C</B> erhitzt. Während  die Flüssigkeit umgerührt wird, werden<B>300</B>       (-f'ewichtsteile    Kalk allmählich zugesetzt, wo  bei die entwickelte Reaktionswärme     0,lenügend     ist, um die erforderliche Temperatur aufrecht  zu erhalten.

   Nachdem die Reaktion beendet  ist, wird die Erhitzung fortgesetzt und die  Mischung während einer Stunde unter an  nähernder Gleicherhaltung des Volumens ko  chend erhalten. Die Flüssigkeit wird dann    vom     Caleiumkarbonat        abfiltriert.    Sie enthält  ungefähr 14,5     0/,)        kanstische    Soda und<B>7.8</B> %  Natriumkarbonat. Jetzt werden 12 Gewichts  teile Natriumkarbonat zu<B>je. 100</B> Gewichts  teilen der     abfiltrierten    heissen Flüssigkeit hin  zugefügt. Die     Kaustizierung    wird in der be  schriebenen Weise durch Zusetzen von 4 Ge  wichtsteilen Kalkhydrat     und    Kochen während  einer Stunde herbeigeführt.

   Die Mischung  wird umgerührt, während sie auf<B>20-30 1<I>C</I></B>  abgekühlt wird. Die von dem aus     Caleium-          Natrium-Doppelkarbonat    enthaltenen Nieder  schlag getrennte     FlÜssigkeit    enthält annähernd       19-20        %        kaustische        Soda        und        5-6        %        Na-          triumkarbonat,   <B>je</B> nach dem Grade der<B>Ab-</B>  kühlung der Flüssigkeit.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung kaustischer Soda aus Natriumkarbonat mittelst Kalk hydrat, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer ersten Behandlung des Natriumkarbo nats mit Kalkbydrat die Flüssigkeit vom aus gefällten Caleiumkarbonat getrennt und als dann in zweiter Arbeitsstufe mit einer zu sätzlichen Menge Natriumkarbonat und Kalk hydrat versetzt wird, so dass eine weitere Um setzung in kaustisehe Soda eintritt und die gleichwertige Menge der unlöslichen Doppel verbindung von Natrium- und Calciunikarbo- nat entsteht.
CH98792D 1921-06-11 1922-06-09 Verfahren zur Herstellung kaustischer Soda. CH98792A (de)

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