CH98415A - Kernmaterial für Magnetisierungskerne, vorzugsweise für Selbstinduktionsspulen zur Belastung von Fernsprechleitungen. - Google Patents

Kernmaterial für Magnetisierungskerne, vorzugsweise für Selbstinduktionsspulen zur Belastung von Fernsprechleitungen.

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CH98415A
CH98415A CH98415DA CH98415A CH 98415 A CH98415 A CH 98415A CH 98415D A CH98415D A CH 98415DA CH 98415 A CH98415 A CH 98415A
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CH
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self
iron
telephone lines
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core material
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Inventor
Actien-Gesellschaft Carlswerk
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Felten & Guilleaume Carlswerk
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      Hernmaterial    für     Magnetisierungskerne,    vorzugsweise für     Selbstinduktionsspulen     zur Belastung von Fernsprechleitungen.    Bedeuten R, C und A Widerstand, Ka  pazität und Ableitung pro Längeneinheit  einer zur Verminderung ihrer spezifischen  Dämpfung mit Selbstinduktionsspulen be  lasteten Fernsprechleitung, deren Selbst  induktivität gegen die der Spulen vernach  lässigt werden     kann,    ferner W und L wirk  samen Widerstand und     Selbstinduktivität     einer Spule, wobei eine Spule auf s Längen  einheiten entfällt,

   so ist bekanntlich die spe  zifische Dämpfung der Fernsprechleitung  
EMI0001.0006     
    Die durch     Vergrösserung    von L angestrebte  Verkleinerung von     ss    wird also ausser durch  den 2. Summanden der Formel auch dadurch  beeinträchtigt, dass zugleich -auch mit der  Erhöhung der     Selbstinduktivität    pro Längen  einheit auf den Betrag
EMI0001.0010  
   der Widerstand R  um den Anteil
EMI0001.0011  
   des wirksamen Spulen-    widerstanden vergrössert wird. Der wirksame  Widerstand der Spulen müsste deshalb mög  lichst klein sein.

   Da aber bei den bisher zur       Spulenberstellung    verwendeten Eisensorten  mit der Verkleinerung von W das Gewicht  und damit die Kosten der Belastung ganz  unverhältnismässig ansteigen, hat es sieh als  zweckmässig erwiesen, die Spulen möglichst  so zu bauen, dass der Betrag von
EMI0001.0013  
   je nach  dem Wert von R 10 bis etwa 50  /o dieses  Wertes nicht übersteigt, wobei die obere,  eigentlich zu hohe Grenze, die für Fern  sprechleitungen von 3 mm Durchmesser an  gewendet wurde, dadurch bedingt war, dass  kleinere Werte von W nur durch eine ganz  unmässige Vergrösserung des     Spulengewichtes     zu erreichen gewesen wären.  



  Die Möglichkeit, den wirksamen Spulen  widerstand pro Einheit der     Selbstinduktivität     bei gleichem oder sogar kleinerem Spulen  gewicht kleiner als bisher machen zu können,  ist daher besonders für Fernsprechleitungen      kleinen Widerstandes von grosser technischer  Bedeutung. Die vorliegende     Erfindung    gibt  diese     Möglichkeit.     



  Der     wirksame    Widerstand der     Spulen     setzt sich     zusammen    aus dein mit Gleich  strom zu     messenden    reinen     Leitungswider-          stand        Ws,    der     Spulenwieklung    und aus     einem     zusätzlichen Betrage     -@,    der,     wenn        P3    den       spezifischen    Wattverlust durch     llyster,

  ese     und     Wirbelströme    in dem     EisEnkern        rnit    dem  Volumen     V    bedeutet, bei der     Effektivstärke    i  des Wechselstromes definiert ist durch  
EMI0002.0022     
    Während es     verhältnismässig    leicht ge  lingt, den Leitungswiderstand durch     erttspre-          chenden        Querschnitt    des     Bewicklungsdrahtes     auf einen gewollten niedrigen Wert zu     bringen,

       wenn dabei auch zur Unterbringung der Wick  lung die     C@rölie    und das     Grewicht    der Spule  zunehmen, stehen hinsichtlich des zusätz  lichen Betrages /! der Erreichung des glei  chen Ziels erhebliche     Schwierigkeiten    ent  gegen, da hierzu die Auffindung eines ge  eigneten Eisenmaterials für die     Spulenkerne     mit genügend     kleinen        Verlustkonstanten    er  forderlich ist.  



  Der spezifische Wattverlust im Eisen  durch     Hysterese    und Wirbelströme bei der       Induktion    B und der Periodenzahl v ist näm  lich in bekannter Darstellung       P.-v,        i,Bil,1_v2.y.,B._     wobei B der bei der     Wechselstrommagneti-          sierung    auftretende     Maximalwert    der Induk  tion ist,     VJ    und<I>x</I> die     Materialkonstanten    für  die     Hystereseverluste    und     y-    diejenige für die       Wirbelstromverluste    bedeuten.  



  Innerhalb der für den     praktischen    Spulen  bau in Betracht kommenden Grenzen von B  kann diese Formel mit grosser Annäherung  ersetzt werden durch  <I>P</I>     =   <I>a</I> v     ,B"z     worin<I>a v</I> und m     Materialkonstanten    sind,  die nur für eine bestimmte Periodenzahl v  und für einen bestimmten Grad der Unter  teilung des Eisens gelten.

      Aus der     bekannten    Formel für die Selbst  induktivität der Spule  
EMI0002.0052     
    in der     N    die     Windungszahl,    q den Eisen  querschnitt des     Spulenkerns,    1 die mittlere       Kraftlinienlänge    und      < e    die     Permeabilität    des       Eiserrs    bedeuten, und aus der Formel für  den     Maximalwert    der Induktion im Spulen  kern  
EMI0002.0061     
    folgt durch Eliminierung von N und weil       q    1 = V,

       dafä     
EMI0002.0064     
    Bei der     EffektivstiLrke    i ist also  
EMI0002.0066     
    Da der     Exponent        f!    der Formel für die       Hyster@eseverltrste    bei den für     Fernsprech-          strÖnre    in Frage     kommenden        Frequenzen    und  schwachen     Induktionen,    wie unsere Versuche  gezeigt haben,     Werte    zwischen 2,0 bis etwa        ,7    besitzt, ist m     tets    nur etwa 10-17      ;

  '.,          grösser    als 2. Für eine starke     Verkleinertu;g     von     d-ch        Vergri-,sserung    des Eisenvolu  mens V     rnüfite    dieses daher Werte anneh  men, die weit über der     praktischen    Ausführ  barkeit liegen.     Znr        Verkleinerung    vorn     i    muss       daher    angestrebt werden, dass     e:n        Eisen-          rnaterial    mit genügend kleiner     Verlustziffer          verwendet    werden kann.  



  Auch     durch        Verringerung    der     Pereabilitätss     des Eisenmaterials wird, wie die Formel  zeigt, der Wert vorn     i        verkleinert;    gleich  zeitig muss dann aber, damit die Selbst  induktivität der Spule nicht kleiner wird,  entweder die     Windungszahl    der     Bewicklung     und damit der Leitungswiderstand     Wgl,     oder, bei dessen     Konstanthaltung,    wegen des  dann anzuwendenden dickeren     Bewicklungs-          drahtes,    das     Spulengewicht    erhöht werden.

    Für die     Permeabilität    besteht daher ein  günstigster Weg, bei dein für gegebene Zeit-      konstante
EMI0003.0001  
   das     Spulengewicht    ein       Minimum    wird.  



  Die Variierung von     lc    bei festgehaltener       Verlustziffer    ergibt, dass dieses Optimum des       Permeabilitätswertes    bei kleinen Zeitkon  stanten (etwa bis 0,025 Sekunden) ein nur  wenig ausgeprägtes ist, mit wachsender Zeit  konstante aber innerhalb eines zunehmend  enger werdenden Bereiches liegt. Für ein  Eisen mit geringer     Verlustziffer    ergibt sich,  dass die Grenzen dieses Bereiches für die im  praktischen     Spulenbau    vorkommenden Selbst  induktivitätswerte von etwa 0,10 bis 0,25       Henry    bis zu einer Zeitkonstanten von etwa  0;04 Sekunden ungefähr bei den Werten von  80 und 150, für höhere Werte der Zeitkon  stanten bei etwa 80 und 110 liegen.

   Bei den  sehr kleinen magnetischen Feldstärken in den       Spulenkernen    handelt es sich dabei stets um die       sogenannteAnfangspermeabilitätdesMaterials.     



  Unsere Versuche waren deshalb darauf  gerichtet, ein Material zu finden, das bei       möglichster    Unterschreitung der bisher für  die Verlustziffer     av    erhaltenen Werte gleich  zeitig mit     Anfangspermeabilitäten    in den an  gegebenen Grenzen hergestellt werden kann.  Als Ergebnis dieser Versuche wurde ein'  Material gefunden, das aus einer Legierung  möglichst von     Kohlenstoff    und sonstigen Ver  unreinigungen freien Eisens mit Nickel besteht.  



       Eisen-Nickel-Legierungen    sind bei einem  Kohlenstoffgehalt von etwa 0,2 bis<B>0,670</B>  als Nickelstähle in der Technik wohl be  kannt. Sie weisen aber ganz erhebliche     Hy-          stereseverluste    auf.

   Durch Erniedrigung des       Kohlenstoffgehaltes        auf        etwa        0,09        bis        0,06        %     besitzt dagegen der Nickelzusatz, wie unsere  Versuche gezeigt haben, die Eigenschaft, die       Hystereseverluste    des Eisens bedeutend her  abzusetzen, ohne gleichzeitig (wie dies zum  Beispiel bei den als Transformator- und       Dynamoblechen    bekannten     Eisen-Silizium-          legierungen    der Fall ist) die     Anfangspermea-          bilität    zu erhöhen.

   Diese kann vielmehr durch  Erhöhung des Nickelzusatzes beliebig herab  gedrückt und daher innerhalb der oben an  gegebenen Grenzen variiert werden. Da durch    den Nickelzusatz auch die Leitfähigkeit des  Eisens erheblich verschlechtert wird, sinken  auch die     Wirbelstromverluste.     



  Als Ausführungsbeispiel - sei ein von uns  hergestelltes     Nickeleisen    erwähnt, das aus  praktisch reinem Eisen von ungefähr 0,08 %       C,        0,020/,        Si,        0,20/0        Mtlt        0,02%        P        und          0,02%        S        mit        ungefähr        8"/o        Nickelzusatz     besteht.

   Die     Verlustziffer   <I>a v</I> dieser Legierung  ist bei gleicher Periodenzahl und gleicher  Unterteilung kleiner als     1/s    derjenigen von       unlegiertem    Eisen. Die     Anfangspermeabilität     beträgt ungefähr 135.

   Mit     .Kernen    aus dieses  Legierung hergestellte Selbstinduktionsspulen,  die bei 800 Perioden und 0,5     Milliampere     Belastungsstrom eine     Selbstinduktivität    von  0,15     Henry    und eine Zeitkonstante von 0,04  Sekunden aufweisen, wiegen nur etwa 3,5 kg,  w     iihrend    ausgeführte Selbstinduktionsspulen  mit gleichen elektrischen Konstanten, deren  Kerne aus     unlegiertem    Stahldraht mit     un-          gefähr        0,15%        bestehen,        10;5        kg        wiegen.     



  Wie das Material zum Aufbau der     11I'        ag-          netisierungskerne    unterteilt wird; d. b. ob es  in Scheiben-, Band-, Draht- oder Pulverform  zur     Anwendung    kommt, ist für die Erfin  dung unwesentlich. Das Material kann mit  gleichen Vorteilen wie für Belastungsspulen  für alle     Magnetisierungskerne    verwendet  werden, in denen nur schwache magneti  sierende Kräfte auftreten und bei denen es  darauf ankommt, bei geringstem Gewicht  möglichst hohe Zeitkonstante, d. h. möglichst  kleine Verluste zu erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kernmaterial für Magnetisierungskerne, vorzugsweise für Selbstinduktionsspulen zur Belastung für Fernsprechleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Legierung eines nur etwa 0,06 bis 0,09,% Kohlenstoff enthaltenden und von sonstigen Verunreini gungen praktisch freien Eisens mit Nickel besteht.
CH98415D 1920-06-24 1921-06-09 Kernmaterial für Magnetisierungskerne, vorzugsweise für Selbstinduktionsspulen zur Belastung von Fernsprechleitungen. CH98415A (de)

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CH98415D CH98415A (de) 1920-06-24 1921-06-09 Kernmaterial für Magnetisierungskerne, vorzugsweise für Selbstinduktionsspulen zur Belastung von Fernsprechleitungen.

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