CH97758A - Verfahren zur Hervorbringung von optischen Signalen bestimmter Farbe. - Google Patents

Verfahren zur Hervorbringung von optischen Signalen bestimmter Farbe.

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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Verfahren zur     Hervorbringung        Fon    optischen Signalen bestimmter Farbe.    In vielen Fällen, besonders im Eisenbahn  signalwesen,     werden    Signale durch Licht  quellen verschiedener Farben dargestellt, ins  besondere zur Signalgabe während der Dun  kelheit oder in     dunklen    Räumen. Bei der  artigen bekannten     Signaleinrichtungen    mit  Signalen wechselnder Art     werden    die ver  schiedenen Farben teils durch Vorschalten  verschieden gefärbter beweglicher Blenden  vor eine     weisse    Lichtquelle, teils durch wech  selweises Einschalten elektrischer gefärbter  Glühlampen usw. erreicht.

   Bei den durch  Einschaltung von verschiedenen Blenden her  vorgerufenen verschiedenfarbigen Signalen  besteht der Nachteil, dass zur Bewegung der  Blenden besondere Bewegungseinrichtungen  erforderlich sind, die einesteils Kraft ver  brauchen und andernteils Störungen ausge  setzt sind. Bewirkt man das Erscheinen ver  schiedenfarbiger Signale durch wechselweises  Einschalten verschieden gefärbter elektrischer  Lampen, so fällt zwar der Nachteil mecha  nisch bewegter Blenden fort, doch sind dann  elektrische Einrichtungen ziemlich verwik-         kelter    Bauart, z. B.

   Drosselspulen oder der  gleichen, erforderlich, da zur Erzielung des  nötigen Sicherheitsgrades bei derartigen Sig  naleinrichtungen die verschiedenen Signal  lampen elektrisch voneinander in gewisse  Abhängigkeit gebracht werden müssen, um  Störungen in der Signalgabe und Irrtümer  bei Versagen der Signaleinrichtungen, z. B.  beim Durchbrennen der     Lampen;    auszu  schliessen.

   Die beispielsweise bei elektrischen       Untergrundbahnen    verwendeten     Signallam-          peneinrichtungen    arbeiten daher vielfach in  der Weise, dass die roten Verbot- und grünen  Erlaubnislampen über eine Drosselspule hin  weg derart in Abhängigkeit voneinander ge  bracht werden, dass beispielsweise beim Er  scheinen der grünen Erlaubnislampe die rote       Verbotlampe    elektrisch kurzgeschlossen wird  und daher dunkel bleibt, während bei Aus  schaltung der grünen Lampe der     gurzschluss     für die rote Lampe aufgehoben und diese zum  Leuchten gebracht     wird.    Auch andere Arten  mit elektrischer Abhängigkeit voneinander  wirkender Signaleinrichtungen sind bekannt.

        Derartige Einrichtungen setzen auch fast  stets das Vorhandensein eines Wechselstro  mes zur Speisung der Lampen voraus.  



  Gemäss der Erfindung wird nun das Her  vorbringen von optischen Signalen bestimmter  Farbe nach einem ganz andern Verfahren  vollführt, wobei die von verschiedenfarbigen  Lichtquellen ausgehenden Lichtstrahlen op  tisch miteinander vermischt werden.  



  In den     Fig.    1 bis 5 sind mehrere bei  spielsweise     Ausführungsformen    optischer  Signale     dargestellt,    bei denen je eine rote und  eine grüne Lampe zusammenwirken.  



  In     Fig.    1 ist zum Beispiel je eine rote und  eine grüne Lampe in einem Gehäuse derartig       eingeschlossen,    dass direkte Strahlen dieser  Lampen aus der Signalöffnung 1 dieses Ge  häuses nicht ins Freie dringen können. Beide  Lampen beleuchten gleichzeitig eine weisse  matte Scheibe 2, die von aussen durch die       Offnung    des Gehäuses hindurch sichtbar       wird    und das optische Signal darstellt.  Brennt nur die rote Lampe, so wird die  Scheibe 2 naturgemäss rot beleuchtet, so dass  ein rotes Signalbild in dem Gehäuse er  scheint. Wird die grüne Lampe zu der roten  hinzugeschaltet, so werden die roten Strahlen  der raten Lampe     vollkommen    überdeckt und  die Scheibe 2 erscheint grün beleuchtet.

   Ver  sagt die grüne Lampe, so erscheint ohne wei  teres die Scheibe ? als rot beleuchtet. Durch  diese Einrichtung wird also genau dasselbe       erreicht,    was man bei den bisherigen der  artigen Einrichtungen mit roten und grünen       Lampen    nur     durch    kostspielige elektrische  Einrichtungen erreichen konnte, nämlich das       selbsttätige    Erscheinen roten Lichtes bei Er  löschen der grünen Lampe.  



  In     Fig.        \'    ist eine ähnliche Einrichtung  dargestellt, nur ist die Signalscheibe 2 in  diesem Falle als durchscheinende Platte aus  gebildet, die -von hinten     entweder    allein von  der roten oder gemeinschaftlich von der roten  und grünen Lampe beleuchtet wird und ent  sprechend rot oder grün erscheint.  



       Fig.    3 zeigt eine Einrichtung, bei der die  Lichtstrahlen     der    roten und grünen Lampen  mit Hilfe eines     Prismas    optisch gemischt    werden und in diesem Zustande nach aussen  dringen. Die Einrichtung wirkt sonst in der  selben Weise wie die in den     Fig.    1 und 2  beschriebenen. 2 ist wieder die durchschei  nende Platte.  



  Eine besondere     Ausführungsform    zeigt       Fig.    4. Hierbei ist die rote und die grün  Lampe je in einem besonderen Gehäuse unter  gebracht, die     dure-hdurchscheinende    Plat  ten 2 und 3     abgeschlossen    sind, die einen  zweckmässig rechten Winkel zueinander bil  den. 4 ist eine unbelegte Glasscheibe, die so  angebracht ist, dass sie sowohl zu der Scheibe  2, als auch zu der Scheibe 3 einen bestimm  ten Winkel, beispielsweise von 45  , bildet.  Brennt nur die rote Lampe, so werden die  von dieser,     bezw.    der durchscheinenden  Scheibe 2     äusgelienden    Lichtstrahlen von der  Scheibe 4 zum Teil in Richtung 5 abgelenkt,  so dass ein rotes Signallicht erscheint.

   Wird  die grüne Lampe hinzugeschaltet, so über  decken die     von    dieser grünen Lampe,     bezw.     der grün beleuchteten     Scheibe    3 ausgehenden  und durch die Scheibe 4 hindurchdringenden  Lichtstrahlen die von dieser reflektierten ro  ten Strahlen vollständig, so dass ein grünes  Signal erscheint.  



  In     Fig.    5 ist eine Einrichtung dargestellt,  die ähnlich wie diejenige der     Fig.    4 wirkt,  nur ist an Stelle der unbelegten Glasscheibe  ein Prisma verwandt worden. Die von der  grünen Lichtquelle ausgehenden. Strahlen  werden an der     Rt#pothenuse    des Prismas total  reflektiert und gelangen in     R.iehtung    1 aus  dem Prisma. hinaus. Die Strahlen der roten  Lampe treten in das Prisma ein und werden  in diesem derartig gebrochen, dass sie auf die  matte Fläche 2 des     Prismas    treffen und so  das Prisma gemischt mit den Strahlen der  grünen Lichtquelle in derselben Richtung 1  verlassen.  



  Durch diese Vermischung verschiedenfar  biger Lichtquellen mittelst der beschriebenen  Einrichtungen werden, wie gezeigt, Licht  strahlen neuer Farbe gebildet, die sieh bei  Erlöschen einzelner der     Liclitquelleii    in ihrer  Färbung verändern und so neue Signale her  vorbringen. Man     bann    zum Beispiel auf diese      Weise erreichen, dass durch gleichzeitige     Ein-          wirkUng    zweier Lampen mit Komplementär  farben weisses Licht hervorgebracht wird, das  bei Erlöschen einer der beiden Lichtquellen  in die Farbe der übrig bleibenden Lampe  übergeht.

   Wird zum Beispiel eine blaue und       eine    gelbe Lampe verwendet, so bringen diese  optisch gemeinsam wirkend ein grünes Licht  hervor, das bei Erlöschen der blauen Lampe  in gelbes, bei Erlöschen der gelben Lampe in  blaues übergeht.  



  Besonders für     Eisenbahnsiclierungszwecke     geeignet ist ein aus     einer    roten und einer  grünen     Lampe    zusammengesetztes Signal. Es  hat sich     gezeigt,    dass bei optischer Ver  mischung roter und     grüner    Lichtstrahlen die  roten Lichtstrahlen trotz ihrer so charakte  ristischen Wirkung doch von den Strahlen  der grünen Lichtquelle bei entsprechender       Bemessung    ihrer Intensität und richtiger  Wahl der Farbentönung so vollständig über  deckt werden können, dass der Gesamtein  druck beider Farben ein ausgesprochenes  Grün ist.

   Diese Tatsache ist für das     Eisen-          bahnsicherungswesen,    insbesondere für En  tergrundbahnen, von besonderer     Bedeutung.          Afan    kann zum Beispiel zu diesem Zwecke  die Einrichtung so treffen, dass die rote  Lampe ständig brennt und die grüne Lampe  nur als besonderes Erlaubnissignal jeweils  eingeschaltet wird. Fehlt in diesem Falle das  grüne Erlaubnissignal; so wirkt die rote  Lampe allein; wird die grüne Lampe einge  schaltet, so erscheint trotz     Fortleuchtens    der  roten Lampe ein ausgesprochen grün ge  färbtes Licht. Versagt die grüne Lampe, so  erscheint die nun allein wirkende rote Lampe  als rotes Licht.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  bringt gegenüber dem bisher üblichen Ver  fahren der     elektrischen    Abhängigkeit der  Lampen voneinander neben dem Fortfall ver  wickelter     elektrischer    Einrichtungen noch  den Vorteil mit sich, dass zur Speisung der  Lampen     Strom    verschiedener     Spannung    und  sowohl     -Wechselstrom.    als auch Gleichstrom  benutzt werden kann.

      Soll auch zum Beispiel das Durchbrennen  der roten Lampe durch ein Störungssignal  angezeigt werden, so kann dies in bekannter  Weise mit     Hilfe    eines Relais oder dergleichen  erfolgen; das von dem Stromkreis der roten  Lampe beeinflusst wird und in bekannter  Weise bei     Stromloswerden    der roten Lampe  irgend ein anderes optisches Signal hervor  bringt oder die Störung in der zuständigen  Überwachungsstelle anzeigt. Zur besseren       Leuchtwirkung    können in Verbindung mit  den Einrichtungen nach     Fig.    1 bis 5 auch  Sammellinsen verwendet werden.

   Diese wer  den zum Beispiel zweckmässig so angebracht,  dass die Lichtquellen im Brennpunkt dieser       Sammellinsen-    stehen und ihre Strahlen daher  durch die Linsenwirkung parallel gerichtet  werden. Man kann auch zur Erhöhung der  Leuchtkraft Linsensysteme bekannter Bau  art anwenden.  



  Statt der in obigen Beispielen verwandten  grünen und roten Farben können natur  gemäss, wie am Anfang der Beschreibung  dargestellt, auch Lampen anderer Färbung  verwendet werden. Man kann in diesem Falle,  z. B. bei Verwendung blauer und gelber  Lampen, bei Brennen nur der blauen Lampe  ein blaues, beim Brennen nur der gelben  Lampe ein gelbes und beim Brennen beider  Lampen ein grünes     Signal    hervorbringen und  für Signalzwecke nutzbar machen. Ebenso  können mehr als zwei Lichtquellen zur Er  zeugung des Signallichtes bei den Ausfüh  rungsbeispielen nach 1 bis 5 gemacht werden.  



  Das Erscheinen und Verschwinden der  verschiedenen Lampen kann natürlich nach  Bedarf ausser durch Ein- oder Ausschalten  des Stromes auch durch Bewegung von Blen  den oder dergleichen erfolgen, wobei die Vor  teile des Wegfallens elektrischer Abhängig  keitseinrichtungen bestehen bleiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE 1. Verfahren zur Hervorbringung von op tischen Signalen bestimmter Farbe, da. durch gekennzeichnet, dass die von meh reren verschiedenfarbigen Lichtquellen ausgehenden Lichtstrahlen optisch mit einander vermischt werden. TI. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine rote und eine grüne Licht quelle und ein optisch derart wirkendes Mittel, dass die von beiden Lichtquellen ausgehenden Lichtstrahlen vermischt wer den. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss zwecks Erzie lung verschiedener Signale einzelne der verschiedenfarbigen Lichtquellen ausge schaltet werden, so dass .die Gesamtfarbe des Signals dadurch geändert wird. ?. Verfahren nach Patentanspruch I, da: durch gekennzeichnet, dass durch die Ver mischung der Lichtstrahlen der verschie denfarbigen Lichtquellen mit Iiomple- mentärfarben weisses Licht hervorge bracht wird,- das als optisches Signal wirkt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die durch Ver mischung der verschiedenfarbigen Licht strahlen entstehende Farbe derart be schaffen ist, dass sie auf das Auge den Eindruck, einer Farbenart hervorbringt, die einer .der einzelnen Lichtquellen zu kommt. d. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die Lichtstrahlen einer roten und einer grünen Lichtquelle derartig miteinander vermischt werden, dass bei gleichzeitigem Wirken beider Arten von Lichtstrahlen die rote Farbe durch die grüne optisch ausgelöscht wird. so dass der (-r'esamteindruek grün entsteht. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II. da durch gekennzeichnet, dass die rote und die grüne Lichtquelle gemeinsam eine weisse Fläche beleuchten und von solcher Intensität sind, dass hei gleichzeitigem Brennen beider Lichtquellen die grüne Farbe die rote überdeckt und dadurch ein grünes Signal hervorgebracht -wird. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine durch scheinende Platte von den Lichtstrahlen beider Lichtquellen getroffen wird und die Farbenmischung in dieser durch scheinenden Platte entsteht. i.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch ein Prisma, in dem die Mischung der roten und grünen Lichtstrahlen erfolgt. B. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung des Prismas und der Lichtquellen, dass das Licht der einen Lichtquelle im Prisma total reflek tiert, das der andern Lichtquelle in ihm gebrochen wird.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch die Anordnung einer durchsichtigen Platte und der beiden Lichtquellen, derart, dass die von der grü nen Lichtquelle ausgehenden Lichtstrah len durch die Platte hindurchdringen und die von der roten Lichtquelle kommenden Lichtstrahlen an der Platte reflektiert werden, wobei beide Lichtarten das Sig nal in derselben Richtung verlassen und dadurch vermischt werden. 10. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch bewegliche Blenden vor den Lichtquellen, mittelst deren die Lichtquellen verdeckt werden können.
    11. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Linsen, durch die die Lichtstrahlen der Lichtquellen parallel gerichtet werden. 12. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Linsen, die das von den Lichtquellen ausgehende Licht in seiner Signalwirkung verstärken. <B>13.</B> l;inriclitung nach Patentanspruch II, ge- l;etinzeichnet durch ein Relais, das vom Stromkreis einer der Lichtquellen derart beeinflusst wird, dass es bei Störungen in diesem Stromkreis die Einschaltung eines Störungssignals bewirkt.
CH97758D 1920-09-18 1921-05-27 Verfahren zur Hervorbringung von optischen Signalen bestimmter Farbe. CH97758A (de)

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